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Die lesbische Klientin verstehen

Interview mit Andria Sigler-Smalz, C.P.C., Pastoraltherapeutin

Gute Nachrichten: Für den Laien dürfte es – abgesehen davon, daß es sich in dem einen Fall um Männer und im anderen Fall um Frauen handelt – kaum erkennbare Unterschiede zwischen männlicher und weiblicher Homosexualität geben. Ist das auch Ihr allgemeiner Eindruck?

Andria Sigler-Smalz: Kürzlich wurde ich gebeten, einen Fragebogen zu beurteilen, der als Gradmesser den Erfolg einer angestrebten Veränderung von der Homosexualität hin zur Heterosexualität messen sollte. Der erste Entwurf dieses Fragebogens richtete sich aber hauptsächlich an Männer, die mit Homosexualität kämpfen. Hätte man dieselben Fragen an Frauen gestellt, wäre das Ergebnis ein höherer Grad an Veränderung gewesen, verglichen mit dem, was in Wirklichkeit erreicht wurde. Der Fragebogen ging von der Annahme aus, männliche und weibliche Homosexualität seien im Wesentlichen gleich.

Aber während es Ähnlichkeiten in den Ursachen männlicher und weiblicher Homosexualität geben mag, gibt es auch Unterschiede im Wesen der Homosexualität und in der Art des Auslebens. Sie sind durch die Unterschiede zwischen Mann und Frau bedingt. Die Schwulen-Bewegung erkennt diese Unterschiede an, und viele Frauen bevorzugen deshalb die Bezeichnung „lesbisch“ statt homosexuell.

GN: In früheren Ausgaben unserer Zeitschrift hat Dr. Joseph Nicolosi die männliche homosexuelle Beziehung beschrieben. Was sind die Merkmale einer lesbischen Beziehung?

AS: Auch wenn es natürlich Ausnahmen zu der folgenden allgemeinen Psychodynamik gibt, kann ich kurz einige der typischen Merkmale einer weiblichen homosexuellen Beziehung beschreiben.

Das erste ist – und hier zeigt sich ein grundlegender Unterschied zwischen Mann und Frau –, daß Sex und sexuelle Anziehung nicht unbedingt Schlüsselkomponenten einer lesbischen Beziehung sind. In vielen Fällen spielt Sex nur eine kleine Rolle, gelegentlich spielt er gar keine Rolle. Körperlich wichtiger sind Festhalten und Zärtlichkeit.

GN: Wollen Sie damit sagen, daß es keine lesbischen Beziehungen gibt, in denen die Komponente Sex eine bedeutende Rolle spielt?

AS: In den Fällen, in denen Sex eine entscheidende Rolle spielt, symbolisiert er emotionale Nähe und Intimität. Die Antriebskraft für eine lesbische Beziehung liegt in einem gefühlsmäßigen Mangel der Frau, einem Mangel in bezug auf empfangene weiblich-mütterliche Fürsorge und Geborgenheit. Diese Mängel und die dadurch empfundene gefühlsmäßige Leere sind im allgemeinen nicht in der gleichen Weise sexualisiert wie beim homosexuell empfindenden Mann. In der weiblichen Homosexualität spielt „emotionale Anziehung“ eine wichtigere Rolle als sexuelle Anziehung.

GN: Welche anderen Merkmale einer lesbischen Beziehung gibt es?

AS: Innerhalb der Beziehung scheint es eine Fähigkeit zu besonders starker Bindung aneinander zu geben. Wenn man jedoch näher hinsieht, erkennt man ein Verhalten, das auf eine fragile Bindung hinweist, in der Ängste und Sorgen vorherrschen. Die Kernkonflikte zeigen sich in den sich wiederholenden Themen: Verlassenwerden, Verschlungenwerden, Kontrolle und Macht, Identitätsbildung. Sie äußern sich auf ganz spezielle und deutlich erkennbare Weise.

GN: Das sind keine Eigenschaften, die einen positiven Umgang mit dem sozialen Umfeld erwarten lassen.

AS: Weibliche Beziehungen neigen zu sozialer Exklusivität statt Inklusivität, zum Ausschließen statt Einbeziehen anderer. Es ist deshalb nicht ungewöhnlich für ein lesbisches Paar, daß es den Kontakt zu Familienmitgliedern und früheren Freunden immer weiter abbaut. Dieser allmähliche, immer größere Rückzug dient dazu, die Kontrolle innerhalb der Beziehung zu sichern, sie gegen Störungen von außen zu schützen und die Bindung vor dem Zerbrechen zu bewahren.

GN: Sie erwähnten die „Kernkonflikte“ in einer lesbischen Beziehung. Worum geht es dabei?

AS: Die Themen der Kernkonflikte betreffen die Identitätsbildung. Wir sehen zum Beispiel die Angst vor dem Verlassenwerden und bzw. oder vor dem Verschlungenwerden. Es sind Kämpfe, bei denen es um Macht (oder Ohnmacht) und Kontrolle geht. Es geht um das Verlangen, mit einer anderen Person zu verschmelzen, um dadurch zu einem Gefühl der Sicherheit und zu Selbstwert zu gelangen.

GN: Wodurch zeichnet sich die lesbische Beziehung in bezug auf die Angst vor dem Verlassenwerden aus?

AS: Lesbische Partnerschaften halten im allgemeinen länger als männliche homosexuelle Beziehungen, und sie neigen dazu, mit einer großen emotionalen Intensität aufgeladen zu sein. Der „Klebstoff“, der sie zusammenhält, sind Eifersucht, übermäßiger Besitzanspruch und verschiedene manipulierende Verhaltensweisen. Während der Dauer der Beziehung sind die Höhen („highs“) sehr hoch, und die Konflikte extrem. Übermäßig gemeinsam verbrachte Zeit, sehr häufige Telefonate, übertriebene Geschenke, übereiltes Zusammenziehen in eine gemeinsame Wohnung und Zusammenwerfen der Finanzen – das sind einige der Wege, die gegangen werden, damit die Beziehung durch nichts gestört wird. Wir sehen darin das Gegenstück zu einer gesunden Anbindung. Es ist emotionale Abhängigkeit und übermäßige emotionale Verstrickung.

Für lesbische Paare ist das Gefühl „Ich kann nicht leben, wenn es ein Leben ohne dich ist“ nicht ungewöhnlich. Eine Klientin sagte mir einmal: „Ich weiß nicht, wie ich ohne sie leben sollte. Mein Leben war so leer, bevor sie kam. Jetzt ist sie mein Leben.“

GN: Meinen Sie, daß dieses gesteigerte Bedürfnis nach Anbindung an die Partnerin auf Defizite in der Kindheit zurückgeführt werden kann? Was erzählen die Frauen, die Sie beraten, über ihre familiäre Beziehung in jungen Jahren?

AS: Die emotionale Anziehung, die lesbisch orientierte Frauen spüren, hat oft etwas Verzweifeltes an sich. Eine Klientin, die erkannte, daß ihre lesbischen Beziehungen ein Nachzeichnen ihres tiefen Bedürfnisses nach mütterlicher Liebe waren, erklärte mir: „Wenn ich eine Frau treffe, zu der ich mich hingezogen fühle, ist es, als würde etwas in mir sagen: ,Willst du meine Mami sein?‘ Es ist ein unwiderstehliches, heftiges und gleichzeitig hilfloses Gefühl. Plötzlich fühle ich mich klein. Ich möchte von ihr bemerkt werden, möchte etwas Besonderes für sie sein – und dieses Verlangen beherrscht meinen Verstand.“

Eine andere Klientin vertraute mir an, was sie in Zeiten, in denen sie von ihrer lesbischen Freundin getrennt war, empfand. Sie sagte: „Ich erinnere mich, dieses schreckliche Gefühl gehabt zu haben – dieses nagende, quälende Gefühl tief im Bauch. Es ist dasselbe Gefühl, das ich als Kind immer verspürte, wenn ich von zu Hause weg mußte oder die seltenen Male, wenn ich bei anderen übernachtete. Die anderen Mädchen drehten dann immer voll auf, aber ich selbst wollte eigentlich nur wieder zu Hause sein. Es war immer schwer, wenn ich von meiner Mutter weg mußte.“

GN: Nicht alle homosexuellen Männer sind gleich, sondern es gibt in bezug auf ihre persönlichen Eigenschaften teils beträchtliche Unterschiede. Wie sieht es diesbezüglich bei lesbischen Frauen aus?

AS: Unter lesbisch orientierten Frauen gibt es große Unterschiede, was die weiblichen Eigenschaften und das äußere Erscheinungsbild der Frauen betrifft. Genauso wie es (paradoxerweise) heterosexuell orientierte Frauen gibt, die sich in ihrer Weiblichkeit nicht wohl bzw. nicht „zu Hause“ fühlen, gibt es homosexuell orientierte Frauen, die gerne Frau sind und ein sehr weibliches Äußeres haben. Ich erwähne dies, um der allgemeinen Meinung entgegenzutreten, ein „jungenhaftes“ Aussehen oder eine Vorliebe für traditionell nichtweibliche Tätigkeiten sei schon dem Lesbianismus gleichzusetzen.

Die geschlechtliche Identität einer Frau hat damit zu tun, daß sie sich als Frau wohl fühlt, daß sie sich mit anderen Frauen entspannen kann, sich mit ihnen identifiziert und daß sie innerlich frei ist, weibliche Tätigkeiten zu wählen, wenn sie es will. Beim Lesbianismus geht es darum, daß das eigene weibliche Geschlecht aus einem bestimmten Grund vorgezogen wird: Psychologisch gesehen geht es um den Versuch, Sehnsüchte zu erfüllen, die der lesbisch orientierten Frau selbst unbewußt sind; und es geht um die Angst vor Nähe zu einer Person des anderen Geschlechts.

Im Lesbianismus ist eine Frau in der Entwicklung „festgefahren“ und deshalb nicht in der Lage, eine gesunde Heterosexualität zu entwickeln. Das Ausmaß der Probleme in bezug auf die geschlechtliche Identität wird beeinflußt davon, wann und wie die gesunde Persönlichkeitsentwicklung verhindert wurde.

GN: Sie erwähnten die Angst mancher Lesben vor der Nähe zu einer Person des anderen Geschlechts – zu einem Mann also. Das hört sich fast wie die „anti-Mann“-Haltung an, die manche Männer in der Lesbenbewegung zu erkennen meinen. Können Sie auf diese Angst etwas näher eingehen?

AS: Einige lesbisch orientierte Frauen empfinden negative Gefühle und inneren Zwiespalt, wenn es um eine Beziehung mit Männern geht. Dies trägt mit dazu bei, daß sie Heterosexualität nicht annehmen können. Einige identifizieren sich außerdem stark mit einem radikalen Feminismus. Frauen werden als begabt und begehrenswert angesehen, während Männer als minderwertig, sexbesessen und irgendwie nutzlos betrachtet werden.

Eine lesbische Klientin beschrieb die Szene eines Mannes und einer Frau, die sich Arm in Arm ein Baseballspiel ansahen, so: „Es war widerlich. Ich konnte nur denken: ,Was sieht sie in ihm? Wie kann sie es nur zulassen, daß er sie berührt?‘ “ Es ist nicht ungewöhnlich, daß Frauen, die über einen langen Zeitraum hin lesbisch gelebt haben, eine wachsende Abneigung gegen heterosexuelle Beziehungen empfinden.

GN: Sie suchen sich nicht Ihre Klientinnen aus, sondern sie kommen zu Ihnen und wünschen sich – so nehmen wir es an – Hilfe. Wie gehen Sie dann vor, was möchten Sie über eine neue Klientin erfahren, um ihr helfen zu können?

AS: Bei der Begleitung einer lesbisch orientierten Klientin, die sich Veränderung wünscht, ist es wichtig, sie als individuelle Person anzusehen und ihre ganze Persönlichkeit im Blick zu haben. Am wichtigsten ist, daß die Therapeutin einen Eindruck davon gewinnt, wie die Klientin als Persönlichkeit strukturiert ist. Zum Beispiel: Hat sie die latenten Trennungs- und Individuationskonflikte einer „Borderline“-Persönlichkeit? Hat sie das zerbrechliche Selbstwertgefühl einer narzißtischen Persönlichkeit? Oder hat sie die Bindungsängste einer schizoiden Persönlichkeit? Wenn die Therapeutin die Kernkonflikte versteht, wird sie die Bedeutung bestimmter, nach außen gekehrter Verhaltensweisen deuten können. Durch eine auf diesem Wissen basierende und für die Klientin angemessene Interventionsmethode sind Fortschritte möglich.

Genauso wichtig ist es, das Ausmaß von zwanghaften Gefühlen, Gedanken und Verhaltensweisen festzustellen. Je größer die Zwänge sind, desto mehr Ängste und bzw. oder Depressionen kommen möglicherweise an die Oberfläche, wenn die Klientin sich von ihrer lesbischen Partnerin zu lösen beginnt oder sich entscheidet, die lesbische, emotionale Anziehung nicht auszuleben. Hier liegt meist der schwierigste Teil der Therapie. Oft ähnelt er stark der Behandlung von Personen, die mit Medikamenten- oder Alkoholabhängigkeit kämpfen.

GN: In unseren bisherigen Interviews mit Dr. Nicolosi vertrat er die Ansicht, daß es für den homosexuellen Mann, der Hilfe sucht, wichtig ist, einen männlichen Therapeuten zu haben. Wie sieht es bei der Betreuung einer lesbischen Frau aus?

AS: Es ist sehr wichtig, daß die Therapeutin eine Frau ist. Allerdings löst dieses Problem die Klientin meist selbst. Da sie sich zu Frauen hingezogen fühlt, entscheidet sie sich auch für eine Therapeutin. Irgendwann wird die Klientin versuchen, mit der Therapeutin dieselben Themen zu inszenieren, die sie mit ihrer lesbischen Partnerin durchgegangen ist. Aus diesem Grund sollte die Therapeutin eine freundschaftliche Zuwendung haben, aber klare Grenzen einhalten. Sie muß die Fähigkeit haben, zwischen angemessener Fürsorge und dem bloßen Nachgeben der Wünsche ihrer Klientin unterscheiden zu können. Am meisten wird zur Heilung beitragen, wenn sie die Dynamik von Übertragung und Gegenübertragung in der Klient-Therapeut-Beziehung effektiv nutzen kann.

GN: Welche anderen Bereiche, zusätzlich zur Ermittlung der „Kernkonflikte“ in der Persönlichkeit der Klientin, sind für die Therapeutin wichtig?

AS: Die Therapeutin muß sich Klarheit darüber verschaffen, welche Probleme genau ihre Klientin in bezug auf die weibliche Identitätsfindung hat. Erst dann sollte sie auch ein Gespräch darüber beginnen. Die Therapeutin muß auch die Signale, die die Klientin durch bestimmte äußere Erscheinung, Kleidung, bestimmtes Auftreten usw. geben will, richtig deuten.

Das kann helfen zu entscheiden, welches Thema jetzt angesprochen werden soll. Hat die Klientin sich zum Beispiel als Kind von ihrer Mutter „defensiv abgekoppelt“, um sich dadurch vor weiterer (tatsächlicher oder so wahrgenommener) Ablehnung zu schützen? Gibt es kulturelle Einflüsse? Schützt sich die Klientin vor einer Annäherung von Männern, weil sie in der Vergangenheit sexuell mißbraucht wurde? Andere wichtige Hilfen können geistlich-spirituelle Unterstützung sein, Beobachtung von depressiven Anzeichen oder praktische Hilfe bei Beziehungsfragen. Dazu gehört auch, die Klientin zu ermutigen, zusätzlich zur Therapie ein Beziehungsnetz aufzubauen.

GN: Das sind alles Themen, die man sicherlich nicht in nur ein paar Beratungen abhandeln kann. Wieviel Zeit müssen Klientin und Therapeutin mitbringen?

AS: Die Therapie braucht normalerweise längere Zeit. Für viele Frauen haben sich zwei oder drei Sitzungen pro Woche bewährt, abhängig auch davon, wie belastbar die Klientin ist. Therapeutinnen, die viel reisen, oder im voraus wissen, daß sie die therapeutische Beziehung nicht beibehalten können (z. B. wegen Umzug oder Praxisaufgabe), oder die ihre eigene persönliche Krise erleben, sollten sorgfältig überlegen, bevor sie eine lesbisch orientierte Klientin annehmen. Verläßlichkeit und Beständigkeit der Therapeutin sind wichtige Elemente in der Begleitung homosexuell orientierter Frauen.

GN: Wovon hängt der Erfolg der therapeutischen Beratung ab? Sind beide Teilnehmer – Klientin und Therapeutin – gleichermaßen gefordert?

AS: Wie bei jeder Behandlung ist der Erfolg von vielen Faktoren abhängig. Für einige dieser Faktoren ist die Klientin selbst verantwortlich – zum Beispiel ihre Motivation und Entschlossenheit, sich zu ändern, ihr regelmäßiges Erscheinen zu den Beratungsterminen, ihre Kooperation und Mitarbeit. Andere wichtige und entscheidende Faktoren für einen Erfolg betreffen Eigenschaften der Therapeutin.

Die Therapeutin sollte bindungsfähig sein, gut unterscheiden können und eine gute Ausbildung sowie Erfahrung haben oder zumindest eine gute Supervision. Andere Überlegungen für die Prognose betreffen das Alter der Klientin, ihre Lebensgeschichte, Persönlichkeitsstruktur und Ausmaß ihrer Belastbarkeit. In meiner Arbeit mit Frauen habe ich festgestellt, daß Veränderung ein langsamer und anstrengender Weg ist. Trotzdem lohnt sich die Arbeit. Es ist immer ein Vorrecht, einer Klientin auf ihrem Weg zu einem gesünderen Leben zu helfen. Ich selbst bin oft beflügelt worden von der Entschlossenheit meiner Klientinnen.

GN: Vor dem Hintergrund des wachsenden Einflusses der Schwulenbewegung auf Politik und Gesellschaft halten manche Ihre Tätigkeit als Therapeutin für überflüssig oder gar Anmaßung. Welche Genugtuung vermittelt Ihnen Ihre Arbeit?

AS: Der Kampf der lesbisch orientieren Frau ist ein Zeichen für ihren inneren Schmerz und ihre inneren Konflikte. Deshalb ist es auch ein Zeichen von innerem Heilwerden und Persönlichkeitswachstum, wenn diese Frau dann gesunde gleichgeschlechtliche Beziehungen eingehen und Beziehungen mit dem anderen Geschlecht neu gestalten kann. Viele lesbisch orientierte Frauen, die Veränderung wünschen, erreichen ihr Ziel. Und selbst diejenigen, die das nur teilweise erreichen, werden durch die Begleitung wachsen und sich verändern. Auch sie werden ein größeres Verständnis für sich selbst und ein stärkeres Gefühl für ihre persönliche Ganzheitlichkeit erfahren.

GN: Frau Siglar-Smalz, wir danken Ihnen für das Gespräch.

Wer ist Andria Sigler-Smalz?

Andria L. Sigler-Smalz ist Gründerin der Beratungsstelle „Journey Christian Ministries“ in Lake Elsinore, Kalifornien. Als Pastoraltherapeutin hat sie sich auf eine biblisch-christlich orientierte Beratung spezialisiert. Sie bietet Hilfe für Männer und Frauen an, die unter einem Konflikt zwischen ihren Wertvorstellungen und ihrem Lebensstil leiden.

Während ihrer vierzehnjährigen Berufstätigkeit hat Andria Sigler-Smalz mit mehreren hundert Männern und Frauen gearbeitet, die mit ihrer Homosexualität kämpften oder mit anderen – oft damit verbundenen – Problemen wie Alkohol-, Drogen- oder Medikamentenabhängigkeit.

Frau Sigler-Smalz ist Mitglied der Organisation NARTH, einer nationalen Vereinigung in den USA für die Erforschung und das Therapieren der Homosexualität. Sie ist häufige Referentin auf Konferenzen und Seminaren und gibt Interviews für Presse, Funk und Fernsehen.

– GN Mai-Juni 2006 PDF-Datei dieser Ausgabe

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