Die Auferstehung von den Toten:
Was lehrt die Bibel wirklich?
Die meisten bekennenden Christen haben nur eine vage
Vorstellung von den Aussagen der Bibel zur Auferstehung. Worum
geht es bei der Auferstehung? Welche Bedeutung hat sie in
Gottes Heilsplan?
Von John Ross Schroeder
Während er in seinem Berufungsverfahren auf die
Überstellung nach Rom wartete, verteidigte der Apostel
Paulus seine Lehren vor König Herodes Agrippa:
„Warum wird das bei euch für unglaublich gehalten,
dass Gott Tote auferweckt?“ (Apostelgeschichte 26,8).
Wir könnten den Intellektuellen in unserem modernen,
säkularen Zeitalter die gleiche Frage stellen. Ein
Nichtglauben an die Bibel ist in Intellektuellen- und
Medienkreisen weit verbreitet. Nur wenige wissen oder
verstehen, was Gottes Plan für die Menschheit ist und wie
die Auferstehung in sein übergeordnetes Vorhaben
einzuordnen ist.
Aus dem Kontext ist ersichtlich, dass Paulus bei seinem
Gespräch mit Agrippa vor allem die Auferstehung im Sinn
hatte. Besonders in der frühchristlichen Ära war
Christi Auferstehung ein wesentlicher Bestandteil der Botschaft
der Apostel. Einer der Gründe, warum ein anderer Apostel
als Ersatz für Judas Ischariot ausgewählt werden
musste, war, dass einer der Männer „mit uns ein
Zeuge seiner Auferstehung“ werden musste
(Apostelgeschichte 1,22; alle Hervorhebungen durch uns). Wir
lesen auch: „Und mit großer Kraft bezeugten die
Apostel die Auferstehung des Herrn Jesus“
(Apostelgeschichte 4,33).
Paulus hatte den auferstandenen Christus persönlich
gesehen und mit ihm gesprochen (1. Korinther 9,1; 15,8;
Apostelgeschichte 22,6-10) und fuhr deshalb mit Begeisterung
fort, Jesu Auferstehung als Tatsache zu bestätigen:
„Aber Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag
und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Groß und
Klein . . . dass Christus müsse leiden und als
Erster auferstehen von den Toten“
(Apostelgeschichte 26,22-23).
Beachten Sie hier, dass diese Stelle eindeutig zeigt, dass
andere folgen werden.
Die Auferstehung der Erstlinge
Gott verwendet die Analogie der landwirtschaftlichen
Ernten Israels, um wichtige Aspekte seines Heilsplans zu
veranschaulichen. Dieser Plan stellt ja in gewissem Sinn
ein „Ernten“ der Menschheit dar, wobei die
Auferstehung der Toten eine Hauptrolle spielt. Die einzelnen
Aspekte dieses Planes werden durch spezifische jährliche
Feste und Festtage versinnbildlicht, die wiederum Erntezeiten
im alten Israel widerspiegeln.
„Erstfrüchte“ bzw. „Erstlinge“
ist ein Begriff, der sich auf den ersten Teil der Ernte
bezieht. Dieser Teil wurde als heilig angesehen. Als Gottes
Volk gelten wahrhaft bekehrte Christen als die Erstlinge von
Gottes geistlicher Ernte (Jakobus 1,18).
Jesus ist der Erste der Erstlinge – der heiligste
Teil. „Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten
als Erstling unter denen, die entschlafen [gestorben]
sind“ (1. Korinther 15,20). Paulus legt dar, dass
Jesus „der Erstgeborene vor aller Schöpfung“,
„der Erstgeborene von den Toten“ und „der
Erstgeborene . . . unter vielen Brüdern“
ist (Kolosser 1,13. 18; Römer 8,29).
Hier ist in der Bibel von einer Auferstehung zu einem ewigen
Leben als Geistwesen die Rede – nicht einfach eine
vorübergehende Wiederherstellung zu einem Leben in einem
physischen Körper. An mehreren Stellen in der Bibel wurden
Menschen vor der Auferstehung Jesu zu physischem Leben
auferweckt. Aber sie sind alle wieder gestorben. Paulus trifft
hier eine wichtige Unterscheidung zwischen jenen und der
Auferstehung der Erstlinge: „Unser Bürgerrecht aber
ist im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn
Jesus Christus, der unsern nichtigen [physischen, materiellen]
Leib verwandeln wird, dass er gleich werde seinem
verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich
alle Dinge untertan machen kann“ (Philipper 3,20-21).
Ein ganzes Kaptitel der Bibel, 1. Korinther 15, befasst sich
mit der Auferstehung. Zu Anfang wird Jesu eigene Auferstehung
zum Leben bestätigt, danach folgt eine Beschreibung einer
Auferstehung seiner Jünger und wahren Anhänger zu
ähnlichem Leben – Gottes Erstlinge. Paulus
beschreibt das Wesen dieser Auferstehung der Erstlinge:
„Jetzt sind es natürliche menschliche Körper,
aber wenn sie auferstehen, werden es geistliche Körper
sein . . . So wie wir jetzt dem irdischen Menschen,
Adam, gleichen, so entsprechen wir eines Tages dem himmlischen
Menschen, Christus. Was ich damit sagen will, liebe
Brüder, ist, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht
erben können“ (1. Korinther 15,44. 49-50;
„Neues Leben“-Übersetzung).
Sogar Christen können vor der Rückkehr Christi auf
die Erde nicht ins Reich Gottes eingehen, ein Ereignis in
Gottes Plan, das durch den Posaunentag versinnbildlicht wird
– einen seiner jährlichen heiligen Festtage. Bei der
Erfüllung dieses Tages, wenn die letzte Posaune
ertönt, werden die Toten in Christus auferweckt werden und
Gott wird die Ernte seiner Erstlinge im vollsten Sinne
einbringen.
Wir sehen dazu in 1. Korinther 15, Verse 51-52:
„Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht
alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und
das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten
Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten
werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt
werden.“ Zu jener epochalen Zeit werden die
Jünger Christi und seine wahren Nachfolger das erleben,
was die Bibel „die Auferstehung, die besser
ist“, nennt (Hebräer 11,35).
Mehr als eine Auferstehung
Christus hat ganz klar gesagt: „Denn wie der Vater die
Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn
lebendig, welche er will“ (Johannes 5,21). Beide, sowohl
der Vater als auch der Sohn, haben die Autorität und die
Macht, Tote aufzuerwecken. Dann fährt Jesus fort:
„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde
und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die
Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die
werden leben . . . Denn es kommt die Stunde, in
der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören
werden und werden hervorgehen“ (Verse 25, 29-30).
Während mehrere Abschnitte der Bibel verdeutlichen,
dass es eine zukünftige Auferstehung sowohl der gerechten
als auch der ungerechten Menschen geben wird (Johannes 5,29;
Daniel 12,2; Apostelgeschichte 24,15), wird der lange
Zeitunterschied bei diesen beiden unterschiedlichen Gruppen von
dem Apostel Johannes erst in Offenbarung 20 klargelegt:
„Und ich sah Throne und sie setzten sich darauf
. . . diese wurden lebendig und regierten mit
Christus tausend Jahre“ (Vers 4).
Der erste Satz des nächsten Verses weist uns dann auf
eine viel später erfolgende zweite Auferstehung
hin: „Die andern Toten aber wurden nicht wieder
lebendig, bis die tausend Jahre vollendet wurden“
(Vers 5).
Der letzte Satz von Vers 5 bezieht sich dann erneut auf die
bereits in Vers 4 begonnene Beschreibung der Auferstehung der
gerechten Heiligen: „Dies ist die erste
Auferstehung.“ Diese erste Auferstehung umfasst
diejenigen, die Gott treu geblieben sind und die gemeinsam mit
Christus seine tausendjährige Herrschaft ausüben
werden.
Vers 6 fährt dann damit fort, die Bedingungen für
die erste Auferstehung zu definieren: „Selig ist der und
heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese
hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester
Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend
Jahre.“
Die zweite Auferstehung
Doktrinär gesehen ist Offenbarung 20 eines der
wichtigsten Kapitel der Bibel. Zum einen ist es das einzige
Kapitel, das den Zeitunterschied zwischen diesen Auferstehungen
aufzeigt, sowie wer jeweils daran Anteil haben wird. Beide
Auferstehungen spielen eine entscheidende Rolle in Gottes Plan
bei seinem Vorhaben für die Menschheit.
Die Verse 11 und 12 offenbaren einen wichtigen Teil dieser
Geschichte: „Und ich [der Apostel Johannes] sah einen
großen, weißen Thron und den, der darauf saß
. . . Und ich sah die Toten, Groß und Klein,
stehen vor dem Thron, und Bücher wurden aufgetan.
Und ein andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des
Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den
Büchern geschrieben steht.“
Was sind das für Bücher, nach deren Inhalt die
Menschen gerichtet werden? Offensichtlich sind das die
Bücher (Mehrzahl) der Bibel. Gott richtet alle Menschen
nach dem gleichen biblischen Standard, den er immer
angewandt hat. Dies wird sich nicht ändern.
Zum richtigen Verständnis dieses wichtigen Abschnitts
sollten wir dabei an das wichtige Prinzip denken, dass die
Bibel die Bibel interpretiert. Andere von den Aposteln Johannes
und Paulus verfasste Bibelabschnitte haben eine große
Bedeutung für das Verstehen dieser beiden Verse.
Sehen wir dazu das an, was einige Theologen als den goldenen
Text der Bibel bezeichnet haben, Johannes 3, Verse 16-17:
„Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen
eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht
verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat
seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte,
sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.“
Später fasste der Apostel Paulus Gottes Absichten
für die Menschheit folgendermaßen zusammen:
„Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm
Heiland, welcher will, dass allen Menschen geholfen werde
und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein
Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen,
nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst
gegeben hat für alle zur Erlösung“
(1. Timotheus 2,3-6).
Viele der Menschen, die bei dieser zweiten Auferstehung vor
Gott stehen werden, werden noch nicht einmal jemals den Namen
Jesus Christus gehört haben, von einem Glauben an ihn ganz
zu schweigen. Glauben wir wirklich, dass Gott sie in ihrem
Unwissen zu einer Art nie endender Strafe in einem
immerwährenden, brennenden Höllenfeuer verurteilen
wird?
Ist das Heil nur für Gottes Erstlinge in der ersten
Auferstehung vorgesehen oder deutet nicht schon allein der
Begriff Erstlinge an, dass später auch noch andere das
Heil erlangen werden?
Wird Gott nicht allen, die jemals gelebt haben, eine volle
Gelegenheit zur Erlangung des Heils geben? Für diejenigen,
die bei der zweiten Auferstehung auferweckt werden, ist das
nicht eine zweite Gelegenheit, sondern ihre erste wirkliche
Chance. Für Milliarden von Menschen wird das ihre erste
Gelegenheit sein, Gottes Wahrheit und Plan kennenzulernen und
von Jesus Christus zu hören, dem einzigen Namen, durch den
wir gerettet werden können (Apostelgeschichte 4,12).
Das Tal voller Totengebeine
Die zweite Auferstehung zu vorübergehendem physischen
Leben wird in Hesekiels Vision vom Tal voller Totengebeine
illustriert. Dieser hebräische Prophet sah es in einer
Vision: „Der Atem fuhr in sie hinein und sie wurden
lebendig. Sie standen auf, und es war eine riesige
Menschenmenge“ (Vers 10; „Neues
Leben“-Übersetzung). Sie werden hier als stehend
gezeigt, genauso wie die auferstandenen Völker in
Offenbarung 20, Verse 11-12.
In Hesekiel 37, Vers 11 identifiziert Gott diese
Totengebeine dann als „das ganze Haus Israel“. Zu
einer Zeit in der Zukunft „wird ganz Israel gerettet
werden“ (Römer 11,26). Selbst in der kühnsten
Fantasie kann man nicht davon ausgehen, dass ganz Israel
während dieses Zeitalters des Menschen gerettet wird.
Heute wird nur eine relativ kleine Gruppe gerettet, die die
Bibel „die Erstlinge“ nennt (Römer 8,23;
Jakobus 1,18; vgl. mit Lukas 12,32).
Wenn aber diese umfassende Auferstehung eintausend Jahre
nach der ersten Auferstehung erfolgt, dann wird Israel,
„erfahren, dass ich der Herr bin, wenn ich eure
Gräber öffne und euch, mein Volk, aus euren
Gräbern heraufhole“ (Hesekiel 37,13). Sie kannten
Gott während ihrer früheren Lebenszeit nie richtig.
Jetzt werden sie zum ersten Mal die Gelegenheit dazu
erhalten.
Was wird Gott dann tun? „Ich gebe euch meinen Geist,
damit ihr lebt“ (Vers 14; „Neues
Leben“-Übersetzung). Viele, wenn nicht die meisten,
werden dann wirklich bereuen, getauft werden, Gottes Geist
empfangen und bekehrt werden – gemäß dem
Muster, das der Apostel Petrus offenbart hat (siehe
Apostelgeschichte 2,37-39; 3,19-21).
Wenn wir alle Schriftstellen zu diesem Thema zusammenfassen
und sie richtig verstehen, dann wird deutlich, dass diese
Zeitperiode in der Zukunft eine Zeit des Gerichts ist. In
diesem Fall bedeutet das Gericht eine Beurteilung über
eine gewisse Zeitspanne hinweg, nicht ein sofortiges
Strafurteil über Sünder, mit dem sie einem
immerwährenden Höllenfeuer überantwortet werden.
Der Apostel Paulus schrieb: „Und wie den Menschen
bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht“
(Hebräer 9,27).
Ein ähnliches Gericht ergeht zur Zeit über die
lebenden, wahrhaft bekehrten Christen – „dem Hause
Gottes“ (1. Petrus 4,17). Für die anderen
erfolgt dieses Gericht nach dieser zweiten Auferstehung zu
physischem Leben.
Jesus und das Gericht
Jesus Christus selbst zeigt, dass die Israeliten nicht die
einzigen sein werden, die in der zweiten Auferstehung
auferweckt werden, um dann gerichtet zu werden. Jesus
verdeutlicht diese Tatsache unmissverständlich, wenn auch
nur wenige dies verstehen und erkennen, wie Gott in seinem
großen Plan allen Menschen das Heil zugänglich
machen wird:
„Da fing er [Jesus] an, die Städte zu schelten,
in denen die meisten seiner Taten geschehen waren; denn sie
hatten nicht Buße getan: Wehe dir, Chorazin! Weh dir,
Betsaida! Wären solche Taten in Tyrus und Sidon geschehen,
wie sie bei euch geschehen sind, sie hätten längst
in Sack und Asche Buße getan. Doch ich sage euch: Es
wird Tyrus und Sidon erträglicher ergehen am Tage des
Gerichts als euch.
Und du, Kapernaum . . . wenn in Sodom die Taten
geschehen wären, die in dir geschehen sind, es stünde
noch heutigen Tages. Doch ich sage euch: Es wird dem Land der
Sodomer erträglicher ergehen am Tage des Gerichts als
dir“ (Matthäus 11,20-24).
Die Menschen in Tyrus, Sidon und Sodom waren keine
Hebräer oder Israeliten. Aber sie werden ebenso an der
großen Auferstehung zu physischem Leben teilhaben, die in
Offenbarung 20, Verse 11-12 geschildert wird.
Und sie werden nicht die einzigen sein. Christus hat
deutlich gesagt: „Die Männer von Ninive werden beim
Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen;
denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier
aber ist einer, der mehr ist als Jona. Die Königin des
Südens [Saba] wird beim Gericht gegen diese Generation
auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde,
um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der
mehr ist als Salomo“ (Matthäus 12,41-42;
Einheitsübersetzung).
Hier beschreibt Jesus offensichtlich, wie die Menschen aus
der Zeit Jonas und Salomos, die mehr als 700 und 900 Jahre
zuvor gelebt hatten, zusammen mit den Menschen aus Christi
eigener Zeit auferweckt werden! All diese werden nach Jesu
Worten gemeinsam zum Gericht auferweckt werden.
Eine Reihe biblischer Abschnitte bestätigt und
ergänzt die enorme Bedeutung dieser Periode des Gerichts,
die in Offenbarung 20, Verse 11-12 beschrieben wird.
Während dieser Zeit wird Gott diejenigen, die in der
Vergangenheit gelebt haben, ohne ihn oder seine Lebensweise
wirklich zu kennen und zu verstehen, mit seiner
überreichen Gnade beschenken. Sie werden die wunderbare
Gelegenheit erhalten, das Heil zu erlangen und Teil von
Gottes ewiger Familie zu werden.
Unser Schöpfer ist ein Gott voll großer
Barmherzigkeit. Er ist in der Tat so barmherzig, dass er es
nach unermesslicher Geduld bei der Hoffnung auf echte Reue
(2. Petrus 3,9) den unheilbar Bösen, die
hartnäckig darauf bestehen, Böses zu denken und
zu tun, nicht gestatten wird, Anteil an seinem Reich zu haben
(1. Korinther 6,9; Galater 5,19-21; Offenbarung 21,8).
Ihre Strafe wird jedoch nicht eine grausame Existenz in
einem immerwährenden Höllenfeuer sein, sondern ihr
zweiter Tod in einem Feuersee (Wenn Sie die wahre Bedeutung des
Begriffs „Hölle“ erfahren wollen, dann
können Sie dazu unsere kostenlose Broschüre
Himmel
oder Hölle: Was lehrt die Bibel wirklich? bestellen
oder im Internet als PDF-Datei
herunterladen.)
Gottes großartiges Vorhaben für die
Menschheit
Das ehrfurchtgebietende Ergebnis der Aktivitäten
unseres Schöpfers auf Erden liegt darin, „viele
Söhne [und Töchter] zur Herrlichkeit“ zu
führen (Hebräer 2,10).
Gott erweitert seine Familie auf seine eigene Weise und
gemäß seinem eigenen Zeitplan. Viele Menschen gehen
davon aus, dass heute der einzige Tag des Heils ist. Nichts
könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Die erste
Auferstehung verkörpert die Erstlinge von Gottes Heil.
Doch eine viel größere Gruppe, die den
Großteil all derjenigen umfasst, die je gelebt haben,
wird das Privileg haben, eintausend Jahre später das Heil
angeboten zu bekommen. Diese Gruppe verkörpert die
große spätere Ernte von Menschen, die dann die
Gelegenheit erhalten werden, ewiges Leben im Reich Gottes zu
erlangen! (Wenn Sie den Plan Gottes besser verstehen wollen,
können Sie unsere kostenlose Broschüre
Gottes
Festtage – der Plan Gottes für die Menschheit
bestellen oder im Internet als PDF-Datei
herunterladen.
Wer hat Jesus von den Toten auferweckt?
eine tote Person kann sich selbst auferwecken. Der Tod
stellt die völlige Abwesenheit von Leben und Bewusstsein
dar. Nur jemand, der lebt und mit übernatürlicher
Macht ausgestattet ist, hätte eine solche erstaunliche Tat
vollbringen können. Das Neue Testament offenbart an vielen
Stellen eindeutig, dass es Gott der Vater war, der Jesus von
den Toten auferweckt hat.
Beispielsweise sagte Petrus in seiner ersten Predigt zu
Pfingsten: „Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dessen sind
wir alle Zeugen“ (Apostelgeschichte 2,32). Kurz darauf
wiederholte Petrus dieses wichtige Zeugnis. Er sagte seinen
Zuhörern, dass sie „den Fürsten des
Lebens“ getötet hätten, „den hat Gott
auferweckt von den Toten; dessen sind wir Zeugen“
(Apostelgeschichte 3,15).
Nach seiner wundersamen Bekehrung verkündete Paulus
dieses gleiche grundlegende Zeugnis, dass Gott „sie uns,
ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus auferweckte;
wie denn im zweiten Psalm geschrieben steht: Du bist mein Sohn,
heute habe ich dich gezeugt“ (Apostelgeschichte 13,33;
vgl. mit Vers 37). Er fuhr damit fort, diese entscheidende
Wahrheit zu verkünden, während er von Stadt zu Stadt
reiste.
Später sagte er skeptischen Intellektuellen in Athen:
„Denn er [Gott] hat einen Tag festgesetzt, an dem er den
Erdkreis richten will mit Gerechtigkeit durch einen Mann
[Jesus], den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den
Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt
hat“ (Apostelgeschichte 17,31).
Und doch sagte Jesus: „Brecht diesen Tempel ab [damit
meinte er seinen Körper, der getötet werden
würde] und in drei Tagen will ich ihn aufrichten [wobei er
auf seine Auferstehung anspielte]“ (Johannes 2,19; siehe
Vers 21). Jesus meinte damit nicht, dass er von sich selbst aus
wieder zum Leben erwachen würde. Stattdessen bezog er sich
auf die Tatsache, dass er, sobald ihn der Vater in seinem Grab
zum Leben erwecken würde, sich von dort, wo er tot gelegen
hatte, erheben würde – er würde aus der
liegenden Position aufstehen und dann aus dem Grab
auffahren.
Was wir hier beachten sollten, ist Christi
unerschütterliches Vertrauen darauf, dass der Vater ihn zu
ewigem Geistleben auferwecken wird. Nur Augenblicke vor seinem
Tod rief Christus aus: „Vater, ich befehle meinen Geist
in deine Hände!“ (Lukas 23,46) – was sein
völliges Vertrauen in Gott den Vater zeigt.
In gleicher Weise können diejenigen, die bereut und
Gottes Geist empfangen haben, darauf vertrauen, dass auch sie,
wie Jesus, zur Unsterblichkeit auferstehen werden. Wie Paulus
uns ja sagt: „Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von
den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der
Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen
Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch
wohnt“ (Römer 8,11).
– GN Januar-Februar 2009

Gute Nachrichten
Postfach 301509
D-53195 Bonn
|
| Telefon: |
(0228) 9 45 46 36 |
| Fax: |
(0228) 9 45 46 37 |
| E-Mail: |
info@gutenachrichten.org |