Die biblischen Feste, die Gottes
Heilsplan für die Menschen offenbaren
Die Menschen haben Gott von Anfang an abgelehnt und den
Weg der Sünde eingeschlagen. Gott will diese
zerrüttete Beziehung heilen und die Menschheit retten.
Sein Vorhaben wird durch die wahren christlichen Feste der
Bibel offenbart.
Von Jerold Aust
Zwei Milliarden Christen haben vor wenigen Wochen das
Weihnachtsfest gefeiert – ein Fest, das Jesus, seine
Apostel und die ersten Christen überhaupt nicht
kannten. In ein paar Monaten werden die allermeisten
Christen ein weiteres Fest feiern, das in der Bibel an
keiner Stelle erwähnt wird – Ostern. Die wahren
christlichen Feste der Bibel hingegen kennen sie nicht –
Feste, die Gottes Heilsplan für die Menschen
offenbaren.
Seit dem ersten menschlichen Paar im Garten Eden hat die
Menschheit Gott abgelehnt. Alle Menschen haben gesündigt
und damit die höchste Strafe, den Tod, auf sich gebracht
(Römer 3,23; 6,23). Es ist daher keine große
Überraschung, dass die Menschen, darunter fast alle
bekennenden Christen, die wahren Feste der Bibel nicht
kennen.
Unser Schöpfer hat einen wunderbaren Plan in Gang
gebracht, mit dem er die Menschheit zu einer positiven
Beziehung mit sich bringen wird. So werden die Menschen dann
für alle Ewigkeit mit ihm in Frieden leben können.
Wir finden diesen Plan in der Bibel.
Zu beachten ist jedoch, dass die in der Bibel enthaltene
Botschaft wie ein gigantisches Puzzle ist. Es kann
gelöst werden, aber nicht ohne die entsprechenden
Schlüssel.
Wenn Sie jemals ein Puzzle zusammengesetzt haben, dann haben
Sie wahrscheinlich zuerst den Rahmen mit den Puzzleteilen mit
einer glatten Kante abgesteckt, damit Sie dann den Rest des
Puzzles leichter bearbeiten konnten.
Das Rahmenwerk für dieses große prophetische
Puzzle ist eine Abfolge von wichtigen Schritten, die in der
Bibel beschrieben werden. Diese Schritte werden jährlich
durch eine Reihe von Festen gefeiert. Die Feste offenbaren und
beschreiben die Art und Weise, wie letztendlich alle Menschen
die Gelegenheit bekommen werden, von der Verführung Satans
befreit zu werden und den wahren Schöpfergott
kennenzulernen.
Das System der biblischen Feste
Ein System ist eine Gruppierung von einander
beeinflussenden und gegenseitig abhängigen Elementen, die
zusammen ein komplexes Ganzes bilden. Der menschliche
Körper setzt sich zum Beispiel aus einer Reihe von
Systemen zusammen, von denen jedes eine Gruppe funktionell
zusammenwirkender Organe darstellt. In vergleichbarer Weise
wird die Errettung der Menschheit durch einen systematischen
Plan herbeigeführt, dessen einzelne Stufen sich in den
sieben jährlichen Festen der Bibel widerspiegeln.
Es gibt zwei Erntezeiten im Land Israel. Beide Erntezeiten
gehen mit speziellen Festen einher, die Gott eingerichtet hat
und die auf seinen „Ernteplan“ für die
Menschheit, die er erlösen und in seine Familie einbringen
will, hinweisen (siehe 2. Mose 23,14-17; 5. Mose
16,16).
Die Gerstenernte im Frühjahr steht mit dem Passah und
dem einwöchigen Fest der ungesäuerten Brote in
Verbindung. Mit der späteren frühjährlichen
Weizenernte kommt das Wochenfest oder Fest der Erstlinge, das
auch als Pfingsten bekannt ist. Und zur Zeit der Ernte im
Herbst kommen vier Feste – der Posaunentag, der
Versöhnungstag, das siebentägige Laubhüttenfest
und der achte Tag, der als der letzte große Tag
bezeichnet wird.
Diese Erntezeiten des Jahres zeigen das hauptsächliche
Rahmenwerk der Zeitabschnitte, in denen Gott die Menschheit
retten wird. Und im Gegensatz zu dem, was viele heute glauben,
ist heute nicht die einzige Zeit, das Heil zu
erlangen.
Die wahren biblischen Feste werden in 3. Mose 23
aufgelistet. Sie bauen schrittweise aufeinander auf und
ergänzen sich, wodurch die Summe größer als die
einzelnen Teile ist. Leider halten die meisten bekennenden
Christen heute die wahren Feste der Bibel nicht. Sie bezeichnen
sie als „jüdische“ Feste und behaupten, sie
seien überholt und für Christen nicht
verbindlich.
In der Bibel lesen wir hingegen, dass es sich um die Feste
Gottes handelt (Vers 2). Wir lesen auch, dass sie
weiterhin gehalten werden sollen – auch im Neuen
Testament (siehe zum Beispiel 1. Korinther 5,8). Weil
heutige Christen diese Feste nicht halten wollen, verstehen sie
ihre Bedeutung auch nicht. Gottes Gebot Folge zu leisten
würde ihnen ein besseres Verständnis vermitteln
(Psalm 111,10).
Der erste Schritt: das Passah
Das Passah ist das erste Fest in diesem jährlichen
Zyklus. Es repräsentiert den entscheidenden ersten Schritt
in Gottes Plan zur Errettung der Menschheit. Ohne diesen
Schritt wären die anderen Schritte nicht möglich.
Gott hat den alten Israeliten das Passahfest in der Zeit
offenbart, als er sie aus der Gefangenschaft in
Ägypten befreite (2. Mose 12). Dort bestrichen die
Israeliten ihre Türpfosten mit dem Blut des Opferlamms
(Vers 7). Dieses Opfer war symbolisch für das spätere
Vergießen des Blutes von Jesus Christus als „Gottes
Lamm“ und als unser „Passah“, um die
Sünde und ihre Strafe hinwegzunehmen (Johannes 1,29;
1. Korinther 5,7).
Ohne die Erfüllung des Passahfestes gäbe es kein
Heil. Das Erlassen oder das Vergeben von Sünden kommt
durch das vergossene Blut Jesu, sobald jemand seine Sünden
bereut (Matthäus 26,28; Epheser 1,7; Hebräer 9,22;
Apostelgeschichte 2,38). Durch die Annahme von Christi Blut im
Glauben werden wir gerechtfertigt bzw. wird unsere rechte
Beziehung zu Gott wiederhergestellt (Römer 5,9).
Christi Passahopfer bewirkt aber für sich allein
genommen nicht unser Heil, ebenso wenig die Annahme desselben.
Stattdessen wird das Heil dadurch erst ermöglicht. Das
Heil selbst wird durch Jesu auferstandenes Leben erreicht:
„Als wir Gott noch als Feinde gegenüberstanden, hat
er uns durch den Tod seines Sohnes mit sich versöhnt. Dann
werden wir als mit Gott Versöhnte nun erst recht durch das
Leben seines Sohnes vor dem Verderben gerettet werden“
(Vers 10; Gute Nachricht Bibel).
Bei unserem heutigen Halten des Festes opfern wir kein Lamm,
sondern nehmen, so wie uns angewiesen wurde, Teil an dem
ungesäuerten Brot und dem Wein des Passahs als Symbole
für den geopferten Leib und das geopferte Blut Christi
(Matthäus 26,26-28).
Das nächste Fest zeigt, wie wir nach der Annahme
unseres Passahlammes – Jesus Christus – leben
sollten.
Das Fest der ungesäuerten Brote
Das Fest der ungesäuerten Brote ist für das Heil
eines Christen von großer Wichtigkeit. Es zeigt uns, was
Gott von uns über die Annahme von Jesu vergossenem Blut
zur Vergebung unserer Sünden hinaus erwartet.
Sauerteig ist, wie auch Hefe, ein Agens, das bewirkt, dass
der Brotteig sich beim Backen ausdehnt und aufgeht. Gott hat
geboten, dass wir während des Festes der ungesäuerten
Brote Sauerteig aus unserem Wohnbereich entfernen und ihn nicht
essen sollen. Stattdessen sollen wir während dieser Zeit
ungesäuertes Brot essen (3. Mose 23,6).
Im Neuen Testament hat der Apostel Paulus das Symbol des
Sauerteigs auf die Sünde angewandt (1. Korinther
5,6-7). Im Gegensatz dazu führte er aus, dass
ungesäuertes Brot Lauterkeit und Wahrheit
repräsentiert – Gerechtigkeit und Heiligkeit
(Vers 8).
Die alten Israeliten sind während der Tage der
ungesäuerten Brote aus Ägypten ausgezogen und der
Säule aus Wolke und Feuer gefolgt. Derjenige, den die
Israeliten als Gott kannten, war in dieser Wolke (2. Mose
13,21). Dieses göttliche Wesen, das sie so begleitete, kam
später als Jesus Christus auf die Erde (1. Korinther
10,4).
Es ist auch wichtig zu beachten, dass die Israeliten, als
sie später ins Gelobte Land kamen, am ersten Tag der Woche
während der Tage der ungesäuerten Brote ein
besonderes Getreideopfer darbringen sollten. Es war eine Garbe
der Erstfrüchte der Gerstenernte, die vor Gott geschwungen
werden sollte, um sein Wohlgefallen zu erreichen (3. Mose
23,9-14).
Das versinnbildlichte Jesus Christus als die
ursprüngliche Erstfrucht des Heils (1. Korinther
15,23). An diesem Tag während des Festes wurde er nach
seiner Auferstehung im Himmel empfangen.
In der Bibel bedeutet die Zahl Sieben Vollständigkeit
und Vollkommenheit. Die sieben Tage der ungesäuerten Brote
erinnern uns daran, dass wir heilig werden sollten, wie Jesus
es ist (1. Petrus 1,16). Dazu gehört, dass wir die
Sünde aus unserem Leben entfernen. Wir können das nur
durch die Anleitung und mit der Hilfe von Jesus Christus
erreichen. Das ist aber wirklich nur durch das möglich,
was das nächste Fest versinnbildlicht.
Pfingsten, das Fest der Erstlinge
Pfingsten ist der neutestamentliche Begriff für das
Wochenfest des Alten Testaments, das auch als Erntefest und
Fest der Erstfrüchte bezeichnet wurde. Das Wort Pfingsten
leitet sich vom griechischen Wort pentekoste ab, was
„fünfzigster“ bedeutet, weil die Israeliten
vom Tag des Schwingopfers während der Tage der
ungesäuerten Brote fünfzig Tage zählen sollten.
Der letzte Tag dieser Zählung war der Tag nach sieben
vollständigen Wochen, ein Tag, an dem ein neues
Getreideopfer dargebracht werden sollte (3. Mose
23,15-16).
Auch dieses Opfer sollte ein Opfer von Erstfrüchten
sein, aus der Weizenernte stammen, zu zwei Laib Brot gebacken
und vor Gott geschwungen werden (Vers 17 bzw. 20; 2. Mose
34,22). Damit werden die treuen Gläubigen
versinnbildlicht, die Gott die Erstlinge seiner Ernten nennt
(Jakobus 1,18). Römer 8, Vers 23 sagt, dass diese
„den Geist als Erstlingsgabe“ haben.
Laut Apostelgeschichte 2 war es der Pfingsttag nach dem Tod
und der Auferstehung Jesu, an dem seine Nachfolger Gottes
heiligen Geist mittels einer übernatürlichen
Demonstration göttlicher Macht empfangen haben. Tausende
haben sich an diesem Tag bekehrt und ebenfalls nach Reue und
Taufe den Geist Gottes empfangen.
Bekennende Christen erkennen heute die bei dieser
Gelegenheit erfüllte Verheißung der Gabe des Geistes
Gottes an die Menschheit an. Viele verleugnen aber gleichzeitig
dessen Macht, weil sie nicht verstehen, dass man Gott gehorchen
muss, wenn man die Gabe des heiligen Geistes empfangen will
(siehe Apostelgeschichte 5,32). Der Empfang des heiligen
Geistes befähigt dann wiederum zu vermehrtem und
anhaltendem Gehorsam (vgl. Römer 5,5 bzw. 1. Johannes
5,3).
Das ist Teil der großartigen Bedeutung von Pfingsten,
zusammen mit der Tatsache, dass Gottes Volk in diesem Zeitalter
als Erstfrüchte des Heils angesehen wird – mit der
Erwartung, dass im kommenden Zeitalter weitere Früchte
folgen werden.
Pfingsten ist das letzte der Frühjahrsfeste – das
letzte der Feste, die sich auf Ereignisse beziehen, die mit der
Zeit von Christi erstem Kommen und dem gegenwärtigen
Zeitalter im Zusammenhang stehen. Die Feste, die im Land Israel
in die Herbstzeit fallen, beziehen sich auf das zukünftige
zweite Kommen Jesu Christi.
Der Posaunentag
Wie bereits erwähnt, fand die große Ernte in
Israel im Spätsommer und Frühherbst statt. Sie wurde
mit einem Erntefest bzw. dem Laubhüttenfest gefeiert
(2. Mose 23,16; 5. Mose 16,16). Die eigentliche
Festzeit begann aber in Wirklichkeit bereits mit dem um zwei
Wochen früheren Posaunentag.
An diesem Tag gab es ein „Posaunenblasen zum
Gedächtnis“ (3. Mose 23,24). Das
versinnbildlicht die Zeit des Kommens des Messias zur
Übernahme der Herrschaft über die Welt, so wie es
Jesus bei seiner Wiederkehr tun wird (Offenbarung 19,11-21;
12,10; vgl. Sacharja 14; Jesaja 11,1-10).
Jesu zweites Kommen wird durch übernatürliche
Posaunenstöße angekündigt werden.
Während eines Zeitraums, der als „der Tag des
Herrn“ und als „der große Tag ihres
Zorns“ (Offenbarung 6,17) bezeichnet wird, wird Gott sein
Urteil gegen die rebellischen Nationen der Erde vollstrecken.
Die Kapitel 8-9 der Offenbarung stellen die katastrophalen
Umstände dar, die auf das Blasen der sechs
aufeinanderfolgenden Posaunen folgen werden.
Offenbarung 11, Vers 15 beschreibt dann das Blasen der
siebten Posaune, wenn die Regierungsgewalt dieser Welt auf die
Herrschaft des wiederkehrenden Christus übertragen wird.
Es ist auch die Zeit der Belohnung für Gottes
Heilige – seine treuen Diener in diesem Zeitalter
(Vers 18). Sie werden beim Ertönen dieser letzten
Posaune von den Toten auferweckt (1. Korinther
15,52; 1. Thessalonicher 4,16) – und so zuletzt die
endgültige Errettung vom Tod erlangen, indem sie zu
unsterblichen Geistwesen verwandelt werden.
Die siebte Posaune kündigt auch gerechtes Gericht
über diejenigen an, die weiterhin aufsässig sind und
darauf bestehen, die Erde und ihre Bewohner zu vernichten
(Offenbarung 11,18).
Jesus Christus wird gemäß der Bedeutung des
Posaunentags seine Aufmerksamkeit darauf lenken, sein Volk und
den Rest der Menschheit zu erretten (Offenbarung 19,11-21), die
Macht der Führer dieser Welt zu brechen und die Nationen
so weit zu demütigen, dass sie sein Eingreifen und seine
Herrschaft akzeptieren werden.
Das Haupthindernis für das Erlernen von Gottes Wegen
durch die Menschheit wird aber noch beseitigt werden
müssen. Das wird in dem nächsten Ereignis, das Gott
uns als Festtag zu halten gebietet, versinnbildlicht.
Der Versöhnungstag
Das nächste von Gott eingesetzte Fest ist ein ernster
Tag, an dem wir uns ihm durch Fasten nähern sollen
(3. Mose 23,26-32). An diesem Tag sollten die Israeliten
einen Ziegenbock opfern, der den Herrn repräsentierte. Der
Hohepriester sollte das Blut ins Allerheiligste der
Stiftshütte tragen (das einzige Mal, dass er während
des Jahres dort hineinging) und die Sünden des Volkes
über einem lebendigen Ziegenbock bekennen.
Anschließend wurde der lebendige Ziegenbock in die
Wildnis geschickt (3. Mose 16).
Das Opfern des ersten Ziegenbocks, der den Herrn
verkörperte, versinnbildlichte zusammen damit, dass der
Hohepriester dessen Blut ins Allerheiligste trug, das Opfer
Jesu Christi und seine fürsprecherische Tätigkeit als
Hohepriester. Das sollte die Versöhnung mit Gott bewirken.
Doch eine weitere Versöhnung durch die Vertreibung des
zweiten Ziegenbocks war erforderlich. Was wird dadurch
symbolisiert?
Wenn die Welt wüsste, dass eine riesige Zahl von
Dämonen – mächtigen Geistwesen, die von einem
als Satan, dem Teufel, bekannten rebellischen Erzengel
angeführt werden – wirklich existiert, dass sie die
Erde in ihrem Griff hält und dass es ihre erklärte
Absicht ist, die Menschheit zu verderben und zu vernichten,
dann würden sich die Menschen vielleicht an Gott wenden,
damit er sie errette.
Der Grund, warum sie diese Kenntnis nicht haben, ist
offensichtlich, wenn man das Ganze versteht. Satan, als der
„Gott dieser Weltzeit“ (2. Korinther 4,4;
Einheitsübersetzung), hat die Menschen hinsichtlich dieser
Tatsache verblendet. Er hat die ganze Welt verführt und
sich selbst als einen Engel des Lichts ausgegeben, was er ja
auch einmal gewesen ist. Er ist jetzt unser Gegner, der die
Erde wie ein brüllender und verschlingender Löwe
durchzieht (Offenbarung 12,9; 2. Korinther 11,14;
1. Petrus 5,8).
Die Menschheit hat sich willentlich von Gott abgewandt und
ist unter Satans Herrschaft geraten. Jesus sagte: „Ihre
Augen halten sie geschlossen“ (Matthäus 13,15;
Einheitsübersetzung). Auch wenn Satan letztendlich
für die Verblendung der Menschheit verantwortlich und
haftbar ist, tragen wir dennoch eine Eigenverantwortung bei
dieser großen Verführung. Wir können bereuen
und uns ändern.
Der Versöhnungstag ist die festgelegte Zeit, zu der die
Entfernung Satans und der Dämonen von der Weltbühne
gefeiert werden soll (Offenbarung 20,1-3; Jesaja 14,16-17).
Nachdem Satan ausgestoßen worden ist, kann die Menschheit
eine wirkliche Versöhnung mit Gott erleben, so wie Gott es
beabsichtigt hat (Johannes 17,20-21). Gott wird in der Tat alle
Kräfte entfernen, die sich vorgenommen haben, seinen Plan
zu durchkreuzen. Der Plan besteht darin, Gottes Familie durch
die Errettung von Milliarden von Menschen zu erweitern.
Der Versöhnungstag erinnert uns auch an das
Sühneopfer Jesu Christi. Nach Jesu Rückkehr wird sein
Opfer auf die ganze Welt angewandt werden. Alle werden dazu
angeleitet, es in Reue anzunehmen, nachdem sie sich nicht mehr
länger unter dem Einfluss des Teufels befinden.
Zum ersten Mal in der Geschichte werden wir wirklich
Frieden auf Erden erleben, nachdem Gottes Wille für die
Menschen nicht länger auf Satans Widerstand trifft.
Das Laubhüttenfest
Endlich wird auch das, was Gott zu allen Zeiten
verheißen hat, nämlich Frieden auf Erden zu
etablieren (Lukas 2,14), Wirklichkeit werden. Der Prophet
Jesaja hat sowohl das erste als auch das zweite Kommen des
Messias mit folgenden Worten vorhergesagt: „Denn uns ist
ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft
ruht auf seiner Schulter . . . auf dass seine
Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende“
(Jesaja 9,5-6).
Wie im Posaunentag versinnbildlicht, wird Jesus die
Herrschaft über diese Welt übernehmen (Offenbarung
11,15). Der Versöhnungstag zeigt, dass Satan abgesetzt und
eingekerkert wird (Offenbarung 20,1-3). Dann werden Jesus und
seine auferstandenen und verwandelten Heiligen alle Nationen
auf Erden eintausend Jahre lang – ein Millennium –
regieren (Offenbarung 5,10; 20,4. 6).
Während dieser tausendjährigen messianischen
Herrschaft über die physischen Nationen auf Erden wird
Christus bei den Menschen leben. Das wird in dem
siebentägigen Fest der Laubhütten, d. h. der
vorübergehenden Behausungen, gefeiert (3. Mose
23,33-43).
Für die Dauer des Festes lebt Gottes Volk in
temporären Unterkünften, womit es sich die Zeit in
Erinnerung ruft, in der die Israeliten nach dem Auszug aus
Ägypten in Hütten wohnten (Vers 43). Gott selbst
wohnte mit den Israeliten während der Wüstenwanderung
ebenso in der Stiftshütte.
Dieses Fest bezieht sich aber auch auf die zukünftigen
herrlichen, wenn auch nur vorübergehenden Zustände im
Zeitalter des Millenniums. Nach dem Millennium folgen wiederum
ein permanenter neuer Himmel und eine permanente neue Erde
(vgl. Kapitel 21-22 der Offenbarung).
Wie bereits erwähnt, wurde dieses Fest auch zur Feier
der großen Ernte im Spätsommer und Herbst im
Verheißenen Land das Fest der Ernte genannt (2. Mose
23,16).
Diese Ernte versinnbildlichte die kommende letzte
große geistliche Ernte der Menschheit – die
späteren Früchte, die auf die Erstfrüchte dieses
Zeitalters folgen werden. Die zukünftige Ernte beginnt mit
denjenigen, die die schrecklichen Ereignisse am Ende dieses
Zeitalters überleben und dann den Anfang des Millenniums
erleben werden. Sie geht dann mit deren Nachkommenschaft
während der eintausend Jahre weiter, eine Generation nach
der anderen.
Unter der gerechten Regentschaft Gottes wird die Menschheit
in beispiellosem Frieden und in bespielloser Gesundheit und in
Wohlstand leben (Sacharja 14,8-11; Jesaja 2,1-4; Micha 4,1-8;
Amos 9,13-15). Hesekiel 36, Vers 35 sagt, dass die Umwelt dann
wie der Garten Eden sein wird: „Man wird sagen: Dies Land
war verheert und jetzt ist’s wie der Garten Eden, und
diese Städte waren zerstört, öde und
niedergerissen und stehen nun fest gebaut und sind
bewohnt.“
Zu jener Zeit wird Gott, angefangen mit Israel, sein Angebot
des Neuen Bundes auf die gesamte Menschheit ausdehnen:
„Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit
dem Haus Israel nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will
mein Gesetz geben in ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es
schreiben und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.
Und es wird keiner seinen Mitbürger lehren oder seinen
Bruder und sagen: Erkenne den Herrn! Denn sie werden mich alle
kennen von dem Kleinsten an bis zu dem
Größten“ (Hebräer 8,10-11)
Diese Zustände werden sich in die Zeit hinein
fortsetzen, die durch das nächste Fest versinnbildlicht
wird, das am Ende des Laubhüttenfestes oder Erntefestes
kommt. Dieses Fest unterscheidet sich dabei aber vom
Laubhüttenfest; es ist ein gesonderter Festtag.
Der achte Tag
Am Tag nach dem siebentägigen Laubhüttenfest
– dem achten Tag – sollten die Israeliten
einen letzten Festtag im von Gott gegeben jährlichen
Zyklus halten (3. Mose 23,36. 39).
Obwohl es sich dabei um einen gesonderten Festtag handelt,
steht der achte Tag mit dem Laubhüttenfest im
Zusammenhang, weil mit ihm die nächste zukünftige
geistliche Ernte der Menschen gefeiert wird. Dieser Tag
versinnbildlicht Ereignisse, die unmittelbar auf die
tausendjährige Regentschaft von Christus und seinen
auferstandenen und verwandelten Heiligen folgen werden.
Die eintausendjährige Zeit des Friedens und Wohlstands
für die gesamte menschliche Familie dient als Sprungbrett
für eine enorme Ausweitung bei der Späternte von
menschlichem Leben. Offenbarung 20, Vers 5 sagt, dass die
„andern Toten“ wieder leben werden, wenn die
eintausend Jahre vollendet sind. Das schließt alle
Menschen mit ein, die gelebt haben, aber von der Zeit Adams an
bis zum zweiten Kommen Christi nicht bekehrt wurden – was
eine Zahl von vielen Milliarden ergibt.
Diese werden zu physischem Leben auferweckt und dann
schließlich während einer Zeit des Gerichts die
Gelegenheit zum Heil erhalten (vgl. Hesekiel 37,1-14;
Matthäus 11,20-24; 12,41-42; 1. Petrus 2,12;
Offenbarung 20,11-12). Dies wird manchmal das Gericht vor dem
großen weißen Thron genannt, weil Offenbarung 20,
Verse 11-12 beschreibt, wie die auferstandenen Toten vor solch
einem Thron stehen.
Das Gericht vor dem großen weißen Thron ist
keine sofortige Urteilsverkündung, sondern ein Zeitraum
der Beurteilung und der Korrekturmaßnahmen, der sich
über die neue Lebenszeit der Auferstandenen erstreckt. Es
ist dem lebenslangen Gericht heute über Gottes Heilige
ähnlich, die er erretten und nicht verlieren will (siehe
1. Petrus 4,17; 1. Korinther 11,31-32).
Leider wird nicht jeder das Heil wählen. Diejenigen,
die sich endgültig weigern zu bereuen, werden in einem
Feuersee ihr endgültiges Ende finden (Offenbarung
20,14-15; 21,8). Aber die überwältigende Mehrheit der
Menschheit wird gerettet werden – sie werden, wie
diejenigen in der ersten Auferstehung, zu unsterblichem Geist
verwandelt.
In der Tat wird die gesamte Schöpfung verwandelt
werden. Die große Schönheit, der große Frieden
und der große Wohlstand auf Erden während der
Regentschaft Christi im Millennium werden auch in der Zeit des
Gerichts vor dem großen weißen Thron fortbestehen.
Wie bereits erwähnt, werden danach diese gegenwärtige
Erde und der irdische Himmel einem neuen Himmel und einer neuen
Erde weichen. Dann werden Gott, der Vater, und Jesus Christus
auf Ewigkeit mit der verherrlichten Menschheit leben
(Offenbarung 21-22).
Die Auflösung des Puzzles
Die wahren christlichen Feste der Bibel helfen uns also
dabei, das prophetische Puzzle zu lösen, wie die
Menschheit gerettet werden wird. Sie verdeutlichen Gottes
Plan.
Von Jesus Christus als der ursprünglichen Erstfrucht
bis hin zur Ernte der restlichen Erstfrüchte dieses
Zeitalters und schließlich zur letztendlichen
großen Ernte der Menschen im kommenden Zeitalter erreicht
Gott alle Menschen, allerdings in einer bestimmten Abfolge.
Jedes Jahr werden wir durch die sieben jährlichen Feste
der Bibel, die im Einklang mit den Haupterntezeiten im Land
Israel stehen, an diesen Plan erinnert.
Es sind die gleichen Feste, die Jesus, seine Apostel und die
ersten Christen gehalten haben. Was für ein großer
Segen und ein großes Privileg ist es doch zu verstehen,
dass Gott am Ende allen das Heil anbieten wird. Es ist ein noch
größerer Segen, bereits heute die Gelegenheit zu
haben, die symbolische Bedeutung der wahren biblischen Feste zu
verstehen und diese Feste zu halten!
Wenn Sie mehr über die Feste der Bibel erfahren wollen,
dann können Sie unsere kostenlose Broschüre
Gottes
Festtage – der Plan Gottes für die Menschen
bestellen oder im Internet als PDF-Datei
herunterladen.
– GN Januar-Februar 2010

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