Voraussetzung für gute Frucht:
das Unkraut der Sünde entfernen
Zu siegen bedeutet, den Feind zu verstehen. In unserem
geistlichen Kampf sind wir selbst der Feind! Die menschliche
Natur ist wie ein Acker, der mit schädlichem Unkraut
übersät ist. Wir müssen das Unkraut mit der
Wurzel herausreißen und es durch den heiligen Geist
ersetzen, damit wir gute Frucht hervorbringen.
Von Don Hooser
Wenn Sie einen Gemüse- oder Blumengarten, einen Rasen,
Acker- oder Weideland besitzen, dann kennen Sie Unkraut. Sie
haben es nicht gesät – es wächst einfach!
Reißen Sie das Unkraut mit der Wurzel heraus
Seit dem Tag, an dem Adam und Eva rebellierten und Gott die
Erde mit „Dornen und Disteln“ (1. Mose
3,17-19) verflucht hat, ist das Unkraut ein universelles
Problem. Wenn der Erdboden brach liegt, wird er sehr schnell
von Unkraut überwuchert. Ebenso wurde die geistliche
Blöße der Menschheit von schädlichem und
abscheulichem „Unkraut“ überdeckt – den
vielen egoistischen und sündigen Eigenschaften der
menschlichen Natur.
Probleme mit „schädlichem Unkraut“
(Pflanzen, Büsche und Bäume, die schädlich und
schwierig zu kontrollieren sind) helfen uns unsere
sündigen Handlungen und Einstellungen zu verstehen. Seine
Wurzeln rauben benachbarten Pflanzen lebenswichtiges Wasser und
Nährstoffe. Die Blätter versperren das nötige
Sonnenlicht. Oft ist das schnell wuchernde Unkraut ungesund
für Tiere.
Ein vernachlässigter Garten wird Unkraut statt
Früchten und Gemüse hervorbringen. Ebenso hat die
menschliche Natur die Tendenz, „Unkraut“ statt gute
Frucht zu produzieren. Dieses Unkraut ist eine ständige
Bedrohung für unser geistliches Überleben!
Deshalb rät uns das Wort Gottes, unsere menschliche
Natur mit aller Macht zu bekämpfen und uns von allem zu
„reinigen, was Körper und Geist
beschmutzt“ (2. Korinther 7,1; Gute Nachricht
Bibel; alle Hervorhebungen durch uns). Mit anderen Worten: der
Schöpfergott möchte, dass wir den Garten von Unkraut
befreien!
Die menschliche Natur wird aber sofort jedes Vakuum
auffüllen. Wir müssen deshalb schlechte Gewohnheiten
durch gute ersetzen, damit die schlechten Eigenschaften nicht
wiederkehren, so wie das Unkraut wieder emporkommt, wenn der
Acker brach liegt. „Lass dich nicht vom Bösen
überwinden, sondern überwinde das Böse mit
Gutem“ (Römer 12,21). Wir müssen
Sünde, die zum Tod führt, durch Gehorsam, der zur
Gerechtigkeit führt, ersetzen (Römer 6,16).
Sünden des Fleisches durch die Frucht des Geistes
ersetzen
Paulus nannte die sündigen Eigenschaften der
menschlichen Natur „Werke des Fleisches“ (Galater
5,19). So wie ein Bauer das Unkraut bekämpft, müssen
auch wir gegen diese Eigenschaften ankämpfen (Verse
16-18).
Hier ist eine Liste dieser Eigenschaften: „Offenbar
sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch,
Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst,
Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht,
Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und
dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor
gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich
Gottes nicht erben werden“ (Galater 5,19-21;
Schlachter-Bibel).
Die menschliche Natur muss durch Gottes Natur ersetzt
werden, welche sich durch Liebe definiert. Das Konzept der
Liebe wird durch die universellen Gebote des
Schöpfergottes näher erläutert (1. Johannes
4,8; 5,3). Dieser Austausch beginnt, wenn wir das Geschenk des
heiligen Geistes empfangen. Mit der Hilfe von Gottes Geist
können wir die Sünden aus unserem Leben entfernen und
stattdessen die herrliche Frucht des Geistes kultivieren:
„Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Freundlichkeit und
Güte, Treue, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung“
(Galater 5,22-23; Gute Nachricht Bibel).
Wir sollten beachten, dass selbst eine einzige sündige
Charaktereigenschaft, die wir nicht aus unserem Leben entfernen
wollen, uns vom Reich Gottes fernhält. Gott akzeptiert
keine Entschuldigungen. Aber Gott wird uns vergeben, wenn er
echte Reue erkennt. Echte Reue hat zwei Bestandteile: es tut
uns wirklich leid und wir machen eine 100-prozentige
Richtungsänderung vom Ungehorsam zum Gehorsam
(2. Korinther 7,9-10; 2. Chronik 7,14).
Gebraucht wird: Gottes Gnade und Gottes Geist
Die einzige Macht, die Böses wirklich überwinden
kann, ist die Macht des heiligen Geistes. Nur wenn
„Gottes Geist in euch wohnt“ und wir vom heiligen
Geist geführt werden, können wir „die Taten des
Fleisches [Handlungen, die durch die menschliche Natur
motiviert sind]” töten (Römer 8,9. 13-14).
Paulus benutzte den Ausdruck „töten“. Das Ziel
ist es, die Sünde für immer zu entfernen.
„Was sollen wir tun“, um den heiligen Geist zu
bekommen? Petrus antwortete: „Tut Buße [bereuet]
und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi
zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die
Gabe des heiligen Geistes“ (Apostelgeschichte
2,37-38).
Petrus sprach hier zwei große Geschenke Gottes an: 1.)
die Vergebung der Sünden 2.) die Gabe des heiligen
Geistes. Dies sind Aspekte von Gottes Gnade uns
gegenüber.
Durch die Gnade wird Gott Sie zu seinem Garten oder
Obstgarten machen. Durch seinen Geist müssen wir ihn dann
„bebauen und bewahren“, das Unkraut bekämpfen
und „viel Frucht bringen“ (1. Mose 2,15;
Johannes 15,8).
Aufgepasst: das Böse kommt in vielen Formen
Oftmals erkennen Menschen Sünde nicht als Sünde,
weil sie Gottes Gebote nicht kennen. Sünde wird als
„Gesetzlosigkeit“ definiert – das Brechen von
Gottes Geboten (1. Johannes 3,4; Elberfelder Bibel).
„Durch das Gesetz lernen wir erst die ganze Macht der
Sünde kennen“ (Römer 3,20; Gute Nachricht
Bibel). Deshalb müssen wir das Buch lesen! Es offenbart
nicht nur Gottes Gebote, sondern es gibt uns auch eine Liste
von Sünden, die uns hilft, die schockierende Vielfalt der
Sünden zu erkennen.
Jesus sagte über die vielen Sünden, die in uns
entstehen: „Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen,
kommen heraus böse Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord,
Ehebruch, Habgier, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Missgunst,
Lästerung, Hochmut, Unvernunft. Alle diese bösen
Dinge kommen von innen heraus und machen den Menschen
unrein“ (Markus 7,21-22).
Weil es zahlreiche Arten von Sünde gibt, ist es sehr
leicht selbstgerecht zu werden. Wenn wir Tausende Arten von
Sünde vermeiden, können wir versucht sein, stolz und
zufrieden zu sein, weil wir nur drei oder vier Sünden
begehen. Aber für Gott ist jede Sünde eine
abscheuliche eiternde Wunde und eine widerwärtige
Beleidigung gegenüber seiner Heiligkeit. Jede Sünde
verdient die Todesstrafe. Gutes Benehmen kann das nicht
ausgleichen. Auf unserer Waage mag das Gute in unserem Leben
überwiegen, aber Gott sieht es anders.
Gott möchte nicht, dass wir auch nur eine Sünde
tolerieren (Jakobus 2,8-12). Paulus ermahnte uns, jegliche
Sünde zu meiden (1. Timotheus 6,10-11).
Gründe, warum jede Sünde schädlich ist
Ein weiteres Problem ist, dass manche Sünden als gering
eingestuft werden. Paulus wies darauf hin, dass wir die
„ganze Verworfenheit“ der Sünde erkennen
sollen (Romans 7,13; Gute Nachricht Bibel). Sünde ist
Gift. Wenn man einen Tropfen Gift in ein Glas Wasser tut, wird
das Wasser das Gift nicht ausgleichen. Ein Tropfen vergiftet
das ganze Glas.
Sünde ist der Weg Satans, des Anstifters der Sünde
– derjenige, der ständig die Saat der Versuchung und
der Verführung streut (Offenbarung 12,9. 17).
Wenn man sündigt, ob bewusst oder unbewusst, bedeutet
das, dass man dem Teufel folgt – auf dem Weg fort von
Gott. Jegliche Versuchung ist ein Test für unsere
Loyalität gegenüber Gott.
Eine Sünde führt zur nächsten. Sie breitet
sich wie eine Infektion aus. Ein schlechter Apfel verdirbt den
ganzen Korb voller Äpfel. Ein kranker Ast muss
abgeschnitten werden, bevor sich die Krankheit auf die anderen
Äste überträgt. Unkraut vermehrt sich und
breitet sich aus.
Paulus verglich Sünde mit Backhefe. Ein bisschen Hefe
vermehrt sich sehr schnell durch den ganzen Teig. „Wisst
ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig
durchsäuert? Darum schafft den alten Sauerteig
[Sünde] weg“ (1. Korinther 5,6-8).
Vorsicht auch vor „Unkraut“, das nicht von
Natur aus Sünde ist
Jesu Gleichnis von dem Sämann lehrt einige wichtige
Lektionen (Matthäus 13,3-9. 18-23).
Das Predigen des Evangeliums wird mit der Aussaat
verglichen. Menschen, die zuhören, glauben, gehorchen und
wachsen, werden mit „gutem Land“ oder fruchtbarem
Boden verglichen. Hier kann die Saat keimen, Wurzeln schlagen,
wachsen und viel Frucht tragen (Matthäus 13,23).
Obwohl viele Menschen für eine Weile zuhören, gibt
es nach der Bibel drei Gründe, weswegen die meisten
Menschen nicht durchhalten und keine Frucht bringen. Ein Grund
ist zu viel Unkraut – Aktivitäten, Wünsche,
Sorgen, falsch eingesetzte Energien und Gedanken, die einem die
Zeit stehlen und somit Gott aus unserem Leben
verdrängen.
„Wieder bei anderen ist es wie bei dem Samen, der in
das Dornengestrüpp fällt. Sie hören zwar die
Botschaft; aber sie hat bei ihnen keine Wirkung, weil sie sich
in ihren Alltagssorgen verlieren und sich vom Reichtum
verführen lassen. Dadurch wird die Botschaft
erstickt“ (Matthäus 13,22; Gute Nachricht Bibel).
Markus fügt weitere Dornen hinzu: „die Begierden
nach allem andern“ (Markus 4,19).
Diese Verse weisen auf verschiedene Zerstreuungen hin. Dazu
gehören Materialismus und Habgier. Weitere Punkte sind,
wenn man zu beschäftig ist und keine Zeit mehr bleibt,
wenn das Leben zu kompliziert ist und vereinfacht werden muss
und wenn man nur das Vergnügen sucht. Ein weiterer Punkt
sind Sorgen, die durch ein Vertrauen in Gott ersetzt werden
müssen.
Was lernen wir daraus? Selbst Dinge, die an sich keine
Sünde sind, können mit Unkraut verglichen werden,
wenn sie unser geistliches Wachstum und das Tragen von guter
Frucht verhindern. Tatsächlich machen wir uns dem
Götzendienst schuldig, wenn Gott bei uns nicht an erster
Stelle steht. Jesus mahnte uns: „Trachtet zuerst nach dem
Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das
alles zufallen“ (Matthäus 6,33).
– GN Januar-Februar 2010

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