Schöpfung oder Evolution:
Was ist glaubwürdiger?
150 Jahre nach der Veröffentlichung von Darwins
„Die Entstehung der Arten“ hat sich die
Evolutionstheorie als Säule unseres Bildungswesens
etabliert. Haben Sie sich aber schon einmal im Detail damit
befasst, was die Bibel über die Entstehung des Lebens und
des Universums aussagt? Welche der beiden Erklärungen ist
eigentlich glaubwürdiger?
Von John Ross Schroeder
Die Wissenschaft hat immer noch viele Fragen über den
Ursprung des Lebens auf Erden. In einem Beitrag für die
Zeitschrift New Scientist hat Stuart Clark geschrieben:
„Es gibt noch vieles im Hinblick auf unseren Planeten
Erde, was auf frustrierende Weise noch unklar ist. Wie hat er
sich aus einer Staubwolke gebildet? Wie hat er es fertig
gebracht, Leben zu fördern?“ („Unknown Earth:
Our Planet’s Seven Biggest Mysteries“,
7. September 2008).
Es gibt jedoch viele Wissenschaftler, die behaupten, das
große Gesamtbild zu verstehen. Sie sagen im Allgemeinen,
dass die Planeten, die um die Sonne kreisen, „sich aus
der gleichen Wolke aus Gasen und Staub gebildet haben, die die
Sonne an ihrem Zentrum umhüllt hat. Staubteilchen
stießen zusammen und blieben aneinander kleben, sie
nahmen an Größe zu und erzeugten zunehmend
größere Schwerkraftfelder. Die Klumpen stießen
zusammen und verschmolzen und bildeten so die Planeten, wie wir
sie heute kennen. Das ist das große Gesamtbild“
(ebenda; alle Hervorhebungen durch uns).
Aber ist es das wirklich? Wer kennt in der Tat das
große Gesamtbild?
Ein großer Teil der Wissenschaftler glaubt, dass die
Entstehung unseres Planeten und der Ursprung des Lebens mit
seiner fantastischen Komplexität nichts weiter als die
Folge einer Reihe von zufälligen Ereignissen ist. Glauben
wir das wirklich? Könnte es sein, dass eine wesentlich
glaubwürdigere Erklärung leicht zugänglich
ist?
Die Schöpfung als echte Alternative?
Die Bibel erzählt ihre eigene Geschichte über die
Entstehung unseres Planeten und des Lebens. 1. Mose 1,
Vers 1 liefert hier das Gesamtbild: „Am Anfang schuf Gott
Himmel und Erde.“ Zusammen mit dem Rest dieses Kapitels
vermitteln uns andere Bibelabschnitte viele zusätzliche
faszinierende Details.
Vor langer Zeit hat Gott den Patriarchen Hiob gefragt:
„Wo warst du, als ich die Erde gründete?“
Keiner von uns war damals anwesend und konnte die
Schöpfung beobachten. Adam und Eva lebten erst, nachdem
die physische Schöpfung bereits abgeschlossen war. Aber
unsere ersten Eltern waren die Krönung von Gottes
Schöpfung, weil sie, anders als die Tiere, nach seinem
eigenen Bild geschaffen worden waren (1. Mose 1,26-27;
5,1-2).
Gott stellte Hiob weitere Fragen über den Ursprung der
Erde: „Wer hat ihr das Maß gesetzt oder wer
hat über sie die Richtschnur gezogen? Worauf sind ihre
Pfeiler eingesenkt, oder wer hat ihren Eckstein gelegt?“
(Hiob 38,5-6). Eine große Zahl von Wissenschaftlern geht
davon aus, dass die Größenverhältnisse der Erde
lediglich durch ein zufälliges Ereignis zustande gekommen
sind. Gott sagt aber, dass er sie bewusst abgemessen
hat.
Der gesamte Bibelabschnitt beschreibt Taten, die auf
komplexer Planung beruhen. Der Schöpfer vergleicht sein
kreatives Werk mit dem eines Baumeisters. Der Apostel Paulus
schrieb deutlich, dass Gott kein „Gott der
Unordnung“ ist, der etwa auf das zufällige
Zusammentreffen günstiger Umstände baut
(1. Korinther 14,33). Im Gegenteil: Gott hat zuerst
geplant und dann seine Pläne auf perfekte Weise umgesetzt.
Man kann Kapitel 38 bis 41 im Buch Hiob nicht lesen, ohne zu
erkennen, dass Gott seine kreativen Handlungen in allen
Einzelheiten plant.
Der Prophet Jesaja hat andere wichtige Erläuterungen
aufgezeichnet, die direkt von unserem Schöpfer stammen:
„Meine Hand hat die Erde gegründet, und meine Rechte
hat den Himmel ausgespannt“ (Jesaja 48,13). An anderer
Stelle hat Jesaja geschrieben: „So spricht Gott, der
Herr, der die Himmel schafft und ausbreitet, der die Erde macht
und ihr Gewächs“ (Jesaja 42,5).
Zur Präzision des Universums meinte der britische
Rabbiner Jonathan Sacks: „Der Gläubige mag, wie es
Lord Rees, der Präsident der Royal Society in seinem Buch
Just Six Numbers tut, über die
außergewöhnliche Präzision der sechs
mathematischen Konstanten staunen, die den Zustand des
Universums bestimmen, etwa darüber, dass weder wir noch
das Universum existieren würden, wenn auch nur eine um
einen Bruchteil anders wäre“ („Genesis and the
Origin of the Origin of the Species“, The Times
[London], 30. August 2008).
Was lehrt uns die Schöpfung?
Der Apostel Paulus verkündete: „Denn Gottes
unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und Gottheit,
wird seit der Schöpfung der Welt ersehen aus seinen
Werken, wenn man sie wahrnimmt, sodass sie keine
Entschuldigung haben“ (Römer 1,20).
Doch anstatt die Erkenntnis über Gott, die mittels der
Schöpfung zugänglich ist, zu bewahren, haben manche
Menschen „die Herrlichkeit des unvergänglichen
Gottes vertauscht mit einem Bild gleich dem eines
vergänglichen Menschen und der Vögel und der
vierfüßigen und der kriechenden Tiere“
(Römer 1,23). Heute vergöttert unser Bildungswesen
die Evolution, indem es lehrt, dass der Mensch durch einen
langsamen Prozess der natürlichen Auswahl entstanden
ist.
Die Wunder der Schöpfung sind aber dazu vorgesehen, uns
Gottes Wesensmerkmale zu lehren – uns zu lehren, wie er
denkt und plant. König David von Israel hat oft über
die Himmelskörper nachgesonnen: „Ich sehe die
Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du
bereitet hast“ (Psalm 8,4). David hat sich von diesen
wunderbaren Werken Gottes inspirieren lassen.
Von der Pracht dessen bewegt, was er sah, schrieb David:
„Die Himmel erzählen die Ehre Gottes, und die Feste
verkündigt seiner Hände Werk. Ein Tag sagt’s
dem andern, und eine Nacht tut’s kund der andern, ohne
Sprache und ohne Worte; unhörbar ist ihre Stimme. Ihr
Schall geht aus in alle Lande und ihr Reden bis an die Enden
der Welt“ (Psalm 19,2-5). Ihr stummes aber mächtiges
Zeugnis kann von jedem Punkt unseres Planeten aus beobachtet
werden!
Die Bibel sagt uns, dass der Schöpfer „über
dem Kreis der Erde“ thront und den Himmel „wie
einen Schleier“ ausspannt (Jesaja 40,22). Schon lange
bevor diese Wahrheit den meisten Menschen bekannt war, hatte er
offenbart, dass die Erde rund ist.
Gott hat seine eigenen kreativen Taten in Jesaja 45, Vers 12
bestätigt: „Ich habe die Erde gemacht und die
Menschen, die darauf leben. Ich habe den Himmel ausgespannt mit
eigener Hand, ich bestimme den Sternen ihre Bahn“ (Jesaja
45,12; Gute Nachricht Bibel).
Die Rolle des Menschen und das Bild Gottes
Der Astrophysiker Paul Davies hat geschrieben: „Wir
Menschen sind in die tiefsten Funktionen des Universums
eingeweiht worden. Andere Lebewesen beobachten die gleichen
Naturerscheinungen wie wir, aber unter all den Geschöpfen
auf dem Planeten ist Homo sapiens das einzige, das sie auch
erklären kann. Wie ist das zustande gekommen?
Irgendwie hat das Universum nicht nur seine eigene
Bewusstwerdung, sondern auch sein eigenes Verstehen entworfen.
Atome ohne Verstand und Planung haben sich dazu verschworen,
nicht nur Leben, nicht nur Verstand, sondern auch
Verständnis hervorzubringen. Der sich entwickelnde Kosmos
hat Wesen hervorgebracht, die nicht nur in der Lage sind, die
Show zu beobachten, sondern auch die Handlungsgeschichte zu
enträtseln. Was befähigt etwas so Kleines und
Graziles und an das Leben auf der Erde angepasstes wie das
menschliche Gehirn, sich auf die Gesamtheit des Kosmos
und der stillen mathematischen Melodie, nach der er tanzt,
einzulassen?“ (The Goldilocks Enigma, 2007, Seite
5).
Die Wissenschaftler stellen oft die richtigen Fragen, finden
aber nicht immer die richtigen Antworten. Die Bibel offenbart,
dass der Mensch im geistigen Sinne kein Tier ist. Das Universum
hat auch nicht menschliches Verstehen hervorgebracht. Und auch
die „Atome ohne Verstand und Planung“ haben das
menschliche Verständnis nicht bewirkt. Und der sogenannte
sich entwickelnde Kosmos hat auch keine menschlichen Wesen
hervorgebracht. Stattdessen war es der allmächtige Gott,
der den Menschen mit seinen wunderbaren Fähigkeiten
geschaffen hat.
In Wirklichkeit wurden die Menschen nach dem Ebenbild Gottes
geschaffen (1. Mose 1,26-27). Später bezeugt Gott das
ungeheuere Potenzial des Menschen, als er die rebellischen
Handlungen der Menschheit beim Turmbau zu Babel beobachtete:
„Dies ist der Anfang ihres Tuns; nun wird ihnen nichts
mehr verwehrt werden können von allem, was sie sich
vorgenommen haben zu tun“ (1. Mose 11,6).
Warum haben Menschen diese großartige, aber oft
missbrauchte Vorstellungsgabe? „Der Geist ist es in den
Menschen und der Odem des Allmächtigen, der sie
verständig macht“ (Hiob 32,8).
Warum gibt es Leben nur auf der Erde?
Die bereits erwähnte Titelgeschichte aus dem New
Scientist stellte eine sehr wichtige Frage: „Wie
kommt es, dass die Erde all das gute Zeug abbekommen
hat?“ Der Artikel fährt fort: „Wir wissen,
dass ihre Entfernung zur Sonne das richtige Ausmaß an
Wärme und Licht bewirkt, um den Planeten bewohnbar zu
machen.“ Venus ist mit über 480 Grad Celsius bei
Weitem zu heiß, und Mars ist bei Weitem zu kalt. Warum
befindet sich die Erde in der genau richtigen Position?
Ist diese vorteilhafte Entfernung von der Sonne nur ein
glücklicher Zufall – oder wohl viel eher das
natürliche Ergebnis von göttlicher Planung und
Voraussicht? Ist das nicht ein weiterer wichtiger Grund, an den
Schöpfer zu glauben?
Wir wollen hier aber nicht stehen bleiben. „Ohne seine
einzigartige Mischung aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff,
Sauerstoff, Phosphor und Schwefel, aus der sich Lebewesen
zusammensetzen, und ohne flüssiges Wasser hätte sich
das Leben, so wie wir es kennen, nicht entwickeln
können“ (ebenda).
Hat sich diese einzigartige Mischung aus Elementen nur
einfach so ergeben, sodass sich dann daraus Leben entwickeln
konnte? Oder ist diese perfekte Kombination chemischer Elemente
ein weiteres fantastisches Zeugnis für die Tatsache, dass
wir den Sinn Gottes durch die Schöpfung selbst verstehen
können, wie Römer 1, Vers 20 bestätigt? Die
Wissenschaft hat der Menschheit viele erstaunliche Fakten
eröffnet, aber Evolutionswissenschaftler haben aus diesen
grundlegenden Fakten falsche Schlüsse gezogen.
Für die wissenschaftlichen Denker sind aber noch immer
viele Geheimnisse ungeklärt. „Eine große
Unbekannte ist, wie die Erde zu ihrem lebensspendenden
Wasservorrat gekommen ist. Wegen der Nähe zur Sonne war es
wahrscheinlich zu heiß dafür, dass Wasser aus der
Gaswolke bei der Entstehung des Planeten kondensieren
konnte“ (ebenda).
Eines ist sicher. Wenn unser Planet auch nur etwas
näher oder weiter entfernt von der Sonne wäre, dann
wäre der Wasservorrat der Erde entweder verdampft oder zu
Eis gefroren. In beiden Fällen wäre Leben, wie wir es
kennen, unmöglich gewesen. Sie und ich würden nicht
existieren.
New Scientist hat da die bestehenden Fakten richtig
dargestellt und, wie bereits erwähnt, sogar einige der
richtigen Fragen gestellt: „Chemisch gesehen ist die Erde
einfach besser für Leben ausgerichtet als seine Nachbarn
[die anderen Planeten in unserem Sonnensystem]. Wie kommt es,
dass die Erde all das gute Zeug abbekommen hat?“ Mit
dieser Frage sind wir weiterhin konfrontiert: Geschah das durch
reinen Zufall oder durch absichtliche göttliche
Planung?
Was wirklich geschah, ist fest im kreativen Wesen und
Charakter Gottes verankert. „Denn so spricht der Herr,
der den Himmel geschaffen hat – er ist Gott; der die Erde
bereitet und gemacht hat – er hat sie gegründet; er
hat sie nicht geschaffen, dass sie leer sein soll, sondern sie
bereitet, dass man auf ihr wohnen solle“ (Jesaja
45,18).
Der Ursprung des Lebens
Die strikten Evolutionisten räumen Gott in dieser
Hinsicht keine Bedeutung ein. Charles Darwin glaubte, dass
Leben zuerst in einem „warmen, kleinen Teich“
entstanden sei. Moderne Evolutionisten haben diese Spekulation
verbessert und einen „heißen, salzigen großen
Kessel“ vorgeschlagen. Viele Evolutionisten glauben, dass
der Mensch eins mit den Fischen ist und sich aus dem Meer
heraus zu Primaten entwickelt hat. Es mag eine gemeinsame
genetische Veranlagung geben, aber das zeigt im Grunde nur,
dass es einen Meisterdesigner gibt.
Gott ist der ultimative intelligente Designer, der sozusagen
eine grundlegende Vorlage benutzt hat. Wenn wir die vielen
Lebensformen im Detail untersuchen, wird eine unglaubliche
Interdependenz offensichtlich. Das komplexe aber
gemeinschaftliche Design, das in diesem fantastischen Universum
existiert, weist auf einen Architekten bzw. einen Designer hin,
der alles innerhalb eines umfassend geplanten Rahmenwerks, in
das sich alle Lebensformen auf geeignete Weise einfügen,
entworfen hat.
Ist Gott nicht der Lebensgeber? 1. Mose 1, Verse 21-25 sagt,
dass die Fische, die Vögel und die Säugetiere jeweils
als „ein jedes nach seiner Art“ geschaffen worden
sind. Jede Lebensform wurde getrennt erschaffen. Der Apostel
Paulus machte diese scharfsinnige Beobachtung: „Nicht
alles Fleisch ist das gleiche Fleisch, sondern ein anderes
Fleisch haben die Menschen, ein anderes das Vieh, ein anderes
die Vögel, ein anderes die Fische“ (1. Korinther
15,39). Diese Bibelstelle bestätigt, was 1. Mose 1,
Verse 21-25 über die getrennten Arten ausführte.
Diese grundsätzlichen biblischen Arten haben sich nicht
ineinander entwickelt und tun das auch nicht. Natürlich
stimmt es, dass es viele Spielarten gibt, zum Beispiel
innerhalb der grundsätzlichen Hundeart. Aber diese
können keine Nachkommen mit irgendeiner Spielart der
Katzenfamilie bekommen. Weder Hunde noch Katzen oder irgendeine
andere Tierart liefern Belege dafür, dass sie sich
allmählich zu einer anderen grundlegenden Art entwickeln.
Da gibt es keine Kreuzungen.
Hat sich das menschliche Leben jedoch entwickelt? Der
Naturforscher Sir David Attenborough hat in einem Interview
gesagt, dass es für ihn „immer klar schien, dass wir
mit den Affen verwandt sind“ (Damian Whitworth,
„David Attenborough on Charles Darwin“, The
Times, 22. Januar 2009). Haben sich afrikanische Affen oder
asiatische Orang-Utans allmählich zu Menschen
entwickelt?
Das biblische Zeugnis ist in dieser Hinsicht klar und
eindeutig. Weil sie nach seinem Ebenbild geschaffen wurden,
sind die Menschen – Männer und Frauen – nach
der Art Gottes gebildet (1. Mose 1,26-27). Der erste Mann
war ein Sohn Gottes durch die Schöpfung (Lukas 3,38). Die
ersten Kapitel von 1. Mose berichten, dass Adam das erste
menschliche Wesen war. Jesus Christus bestätigte, dass
Adam und seine Frau Eva das erste menschliche Paar waren (siehe
Matthäus 19,4-5; Markus 10,6-7). Später hat Paulus
bestätigt, dass Adam der erste Mensch war
(1. Korinther 15,45). Er hat auch erneut gesagt:
„Adam wurde zuerst gemacht, danach Eva“
(1. Timotheus 2,13).
Das vielleicht großartigste Meisterwerk innerhalb von
Gottes Design ist in unseren eigenen menschlichen Körpern
beiderlei Geschlechts repräsentiert. König David von
Israel wurde tief dazu bewegt zu sagen: „Ich danke dir
dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar
sind deine Werke; das erkennt meine Seele“ (Psalm
139,14).
Vor fast 50 Jahren gab der Verlag Das Beste das Buch
Der menschliche Körper: Seine Wunder – seine
Pflege heraus, in dem die Besonderheit diverser Organe des
menschlichen Körpers beleuchtet wurden. Wir brauchen
uns nur zu fragen, wer für das komplexe Wunder unserer
menschlichen Ohren und Augen verantwortlich ist: „Der das
Ohr gepflanzt hat, sollte der nicht hören? Der das Auge
gemacht hat, sollte der nicht sehen?“ (Psalm 94,9).
Birgt die außergewöhnliche Komplexität
unseres Körpers nicht Zeugnis für die Existenz eines
großen Planers?
Was die Evolution nicht erklären kann
Der wohlbekannte britische Atheist Peter Atkins schreibt am
Ende seines Buches The Second Law: „Wir sind die
Kinder des Chaos und die tiefgehende Struktur des Wandels ist
der Verfall. An der Wurzel gibt es nur Zersetzung und die
unaufhaltbare Welle des Chaos . . . Das ist die
Trostlosigkeit, die wir akzeptieren müssen, während
wir tief und leidenschaftslos ins Herz des Universums
blicken“ (1984, Seite 200).
Das spiegelt die entmutigende Leere wider, mit der wir
belassen sind, wenn wir uns willentlich dazu entscheiden, nicht
an die Existenz Gottes zu glauben (oder es vermeiden, einen
Beweis dafür zu suchen). Damit lehnen wir seinen Plan und
Zweck für unser Leben ab.
Die atheistische Evolutionstheorie geht davon aus, dass sich
das Leben durch reinen Zufall entwickelt hat. Die Evolution
kann dem menschlichen Leben auf diesem Planeten Erde aber
keinen Sinn und Zweck vermitteln. Sie bietet auch keine
Erklärung für die erstaunliche Intelligenz und
die kreativen Fähigkeiten der Menschheit.
Diese fehlerhafte Theorie bietet keine Hoffnung für die
Zukunft unserer chaotischen Zivilisation. Sie bietet keinen
wahren Grund für die schrecklichen Probleme, die unsere
Zeit plagen. Wie kann es sein, dass wir großartigen
technologischen Fortschritt haben, gleichzeitig aber nicht
wissen, wie wir effektiv mit den zunehmenden Übeln, die
uns zu überwältigen drohen, umgehen sollen?
Göttliche Schöpfung ist das, was alles
erklärt, wenn wir die sich daraus ergebenden umfassenden
Konsequenzen wirklich erkennen und verstehen. Die
Wissenschaftler bemühen sich vergeblich darum, eine
Theorie zu finden, die alles erklärt – während
wir dank der Bibel die Erklärung bereits haben!
Am Ende ist es nur die Bibel, die sowohl den Ursprung als
auch den Sinn des Lebens erklärt. Während wir einer
unbekannten und zunehmend unsicheren Zukunft entgegensehen, ist
es nur Gottes prophetisches Wort, das offenbart, wohin sich die
Menschheit wirklich bewegt.
Die Wunder des menschlichen Körpers
Nehmen wir nur einen kurzen Einblick in das Leben eines
durchschnittlichen Babys in der westlichen Welt: „Seine
ersten Worte werden zwölf Monate nach der Geburt
gesprochen werden und im Alter von sechs Jahren wird es die
Grundlagen der Sprache gemeistert haben. Diese Fähigkeit
wird sich als so wichtig erweisen, dass es bis zu zehn Jahre
seines Lebens mit Sprechen verbringen wird“ (Anthony
Smith, The Human Body, 1998, Seite 7-8). Obwohl die
Tierwelt viele Mittel einer primitiven Kommunikation kennt,
sind wir die einzige Spezies, die über fortgeschrittene
Sprachfähigkeiten verfügt.
Trotz all unserer edlen Errungenschaften ist das, was in
unserem Körper selbst dann abläuft, wenn wir uns
entspannen, „ein Geheimnis für uns“ (Smith,
Seite 8). Sogar wenn wir „uns niedersetzen, um ein Buch
zu lesen, ist unser Körper wachsam und aktiv.
Nervenendungen in der Haut senden Signale an das Gehirn, um
sicherzustellen, dass wir bequem im Stuhl sitzen. Wir zerren
geistesabwesend an den Kissen, bis die Botschaft sagt, dass
unsere Position zufriedenstellend ist“ (ebenda).
Die Wissenschaftler fangen an zu entdecken, dass der
menschliche Körper keine überflüssigen Organe
hat. „Die Biologen haben oft über scheinbar
bedeutungslose Körperteile gerätselt, nur um dann
später herauszufinden, dass sie eine wichtige Funktion
erfüllen. Nehmen wir zum Beispiel den Thymus. Bis vor
kurzem war er noch als ein nutzloses Überbleibsel einer
früheren Entwicklungszeit abgetan worden. Mittlerweile ist
aber erkannt worden, dass er das Kontrollzentrum für das
Abwehrsystem des Körpers gegen Keime ist. Mandeln und
Polypen wurden bei Kindern oft entfernt, weil man dachte, sie
würden keinem Zweck dienen. Mittlerweile wissen wir, dass
sie die Nase und den Rachen vor Infektionen
schützen“ (John Allan, The Human Difference,
1989, Seite 45).
Bedenken wir nur einmal die menschliche Hand. Keine andere
Spezies kommt den menschlichen Handfertigkeiten auch nur nahe.
„Die menschliche Hand ist sowohl in der Lage rohe Kraft
als auch unglaubliche Gewandtheit auszuüben. Sie
führt schwere Arbeiten aus, ist aber auch sensibel
für die Feinheiten von Oberflächenstruktur und Form,
sogar so sehr, dass sie als Ersatzauge für die Blinden
dienen kann . . . Die menschliche Hand ist
einzigartig darin, zwei Griffe zu ermöglichen
. . . Nicht nur können mehrere Objekte, wie etwa
Münzen, in der Handfläche von mehreren Fingern
festgehalten werden, der opponierbare Daumen kann auch dazu
gebraucht werden, einen Autoschlüssel zu halten und
umzudrehen“ (Smith, The Human Body, Seite 132).
Aber fast alle Bildbände über den menschlichen
Körper schreiben dieses Wunderwerk den Zufallsmutationen
der Evolution zu.
Hat das Universum Sinn und Zweck?
Von Ehrfurcht ergriffene Wissenschaftler äußern
gelegentlich Verwunderung über die Genialität und
Harmonie, die im Universum zum Ausdruck kommen. Der
Astrophysiker Paul Davies schreibt: „Das Universum
entspricht einem geordneten Entwurf und ist kein beliebiges
Wirrwarr von Ereignissen.“ Er stimmt zu, dass es die
Frage aufwirft: „Gott oder kein Gott – ob es einen
bestimmten Sinn bei all dem gibt“ (The Goldilocks
Enigma, 2006, Seite 15-16).
Obwohl die Bibel dem Universum einen großen Sinn
zuschreibt (Römer 1,19-20), sind viele Wissenschaftler
hinsichtlich dieses Sinns blind. Der Physiker Richard Feynman
schrieb: „Die große Ansammlung von Erkenntnis
darüber, wie die physische Welt funktioniert,
führt nur zu der Überzeugung, dass dieses Verhalten
irgendwie einer Sinnlosigkeit unterliegt“ (zitiert von
Davies in seinem „Beyond Belief“-Vortrag, 6.
November 2006). Der Kosmologe Steven Weinberg schrieb etwas
Ähnliches: „Je mehr das Universum als
verständlich erscheint, desto mehr scheint es auch
gegenstandslos zu sein“ (The First Three Minutes,
1977, Seite 149).
Der Verstand vieler Intellektueller ist blind im Hinblick
auf die großartige Bedeutung des Universums als Teil der
göttlichen Bestimmung für die Menschheit. Jesus
Christus sagte: „Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels
und der Erde, weil du dies den Weisen und Klugen verborgen
hast und hast es den Unmündigen offenbart“
(Matthäus 11,25).
– GN März-April 2010

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