Frische Frucht in Fülle:
Diene Gott und teile mit anderen
Im Leben eines Christen sollte die Frucht des Geistes
durch das Wirken des heiligen Geistes immer mehr zu erkennen
sein. Durch diese geistliche Frucht kommt die Fähigkeit,
mit anderen teilen zu können.
Von Don Hooser
In meinem eigenen Garten steht ein Baum mit italienischen
Pflaumen. Ich sehe das als einen großen Segen an. Als wir
zuerst hierher umzogen, hatte ich keine Ahnung, was für
ein Baum das war, bis ich die Früchte sah. In
vergleichbarer Weise sind wir für Gott und andere Menschen
durch unsere „Früchte“ bekannt (Matthäus
7,16).
Unser Baum ist nicht sehr schön, außer wenn er in
voller Frühlingsblüte steht. Aber was zählt, ist
Folgendes: Er ist fruchtbar. In den meisten Jahren
produziert er reichlich.
Zwei Dinge bereiten mir dabei besondere Freude. Das eine ist
der köstliche Geschmack. Wenn diese Pflaumen reif sind,
dann sind sie weich, saftig, süß und
„wunderbar pflaumig“. Ich kann mich daran
wochenlang ergötzen!
Meine andere Freude besteht darin, anderen diese Pflaumen zu
schenken. Fast alle lieben diese sagenhaften Früchte. Ich
verbringe viele Stunden damit, all die Pflaumen zu ernten, die
ich anderen gebe. Ich teile viele Hundert dieser
großen Pflaumen aus – an Nachbarn, an
Essensausgaben für Bedürftige und an meine
Glaubensbrüder. Wie schön, all diese freudigen
Gesichter zu sehen!
Lehren durch die Fruchtbäume
Jesus Christus hat seine Nachfolger mit Fruchtbäumen
verglichen. Dieser Vergleich kann uns viele wertvolle Lehren
vermitteln.
Als Erstes sind die meisten Fruchtbäume im Vergleich zu
anderen Bäumen relativ klein und unscheinbar. Die meisten
von uns sind ebenfalls nicht sehr ansehnlich.
Das ist aber in Ordnung. Es ist nicht die äußere,
sondern die innere Schönheit, die „wertvoll in
Gottes Augen“ ist (1. Petrus 3,3-4;
Einheitsübersetzung). Gott richtet uns nicht nach dem,
„was vor den Augen ist, der Herr aber sieht das
Herz“ (1. Samuel 16,7; Einheitsübersetzung;
alle Hervorhebungen durch uns).
Genauso wie ein „guter Baum“ „gute
Früchte“ hervorbringt, so erbringt ein gutes Herz
gute geistliche Früchte (Matthäus 7,17). Die
„Schönheit“ dieser Fruchtbäume ist ihre
reiche Produktion an köstlichen Früchten.
Gleichermaßen haben wir Schönheit in Gottes Augen,
wenn wir gute und viel Frucht hervorbringen (Matthäus
7,17; John 15,5. 8). Gott will Qualität und
Quantität!
Diese beiden Ziele und verwandte Prinzipien wurden in
unserem Einführungsartikel für diese Reihe
„Jesu Christi Gebot an uns: Bringt viel Frucht –
gute Frucht“ in der März-April
Ausgabe von 2008 erläutert.
Was jeder Mensch braucht: Eine geistliche
Herzverpflanzung
Aber da gibt es ein Problem, das uns davon abhält, gute
Früchte hervorzubringen. Das natürliche
„Herz“ bzw. das Denken und die Neigungen des
Menschen sind nicht gut! Jesus sagte, dass „von
innen, aus dem Herzen der Menschen“, eine lange Folge von
Bösem entspringt (Markus 7,20-23).
Als der Apostel Paulus die üblichen Sünden des
natürlichen Menschen aufzählte, nannte er sie
„Werke des Fleisches“ (Galater 5,19-21).
Dann zählte Paulus die Haupteigenschaften von Gottes
Charakter auf, die in uns wachsen, wenn wir seinen Geist in uns
empfangen: „Die Frucht aber des Geistes ist Liebe,
Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue,
Sanftmut, Keuschheit“ (Verse 22-23). Das sind gute
Früchte!
Die meisten Menschen weisen einige dieser Tugenden zu
gewissen Zeiten auf. Der Charakter einer Person wird aber nie
beständig durch diese Eigenschaften bestimmt sein, solange
dieser Mensch nicht Gottes heiligen Geist hat.
Tatsächlich ist alle wahre „Güte und
Gerechtigkeit und Wahrheit“ die „Frucht [das
Ergebnis und die Wirkung] des Geistes“ (Epheser 5,9;
Schlachter-Bibel).
Mancher bringt falsche Frucht hervor
Leider sind wir alle versucht, uns mehr darum zu sorgen,
dass wir einen guten Anschein geben und gut
klingen, als dass wir uns darum sorgen, gut zu sein.
Wir wollen einen guten Eindruck machen, ohne all das tun zu
müssen, was erforderlich ist, um ein reines und
gottgefälliges Herz zu entwickeln. So etwas ist
einfach nur falsche Frucht!
Gott können wir aber nicht hinters Licht führen.
Jesus erkannte problemlos die Vorspiegelung falscher Tatsachen
durch die Heuchler seiner Zeit. Er verurteilte sie dafür
und sagte: „So auch ihr: von außen scheint ihr vor
den Menschen fromm, aber innen seid ihr voller Heuchelei und
Unrecht“ (Matthäus 23,28).
Und außer dass er uns vor falschen Früchten in
uns selbst warnt, sagt Gott uns auch, dass wir auch bei anderen
darauf achten sollten. Er möchte nicht, dass wir in die
Irre geführt werden. Die Bibel warnt uns wiederholt vor
religiöser Verführung. Jesus sagte: „Seht euch
vor vor den falschen Propheten [Lehrer und Prediger], die in
Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie
reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr
sie erkennen“ – durch ihre Handlungen im Laufe
der Zeit (Matthäus 7,15-16).
Hüten Sie sich vor beeindruckenden Menschen mit leeren
Versprechen. Sie sind wie die „Wolken, die vom Wind
vorbeigeweht werden und keinen Regen bringen. Sie sind wie
Bäume, die zur Erntezeit ohne Früchte dastehen“
(Judas 1,12; Gute Nachricht Bibel).
Unser bester Schutz besteht darin, die Bibel zu
kennen. Sie allein hat absolute Autorität, weil sie
Gottes Offenbarung ist. Lassen Sie sich nicht von
wohlklingenden Reden, die nicht mit Gottes Wort in Einklang
stehen, beeinflussen. Diese Frucht ist vergiftet!
Wir müssen uns aber zuerst vor dem hüten, was uns
gewöhnlich am meisten verführt – unser eigener
Verstand und unser eigenes Herz! „Trügerisch
ist das Herz, mehr als alles, und unheilbar ist es. Wer kennt
sich mit ihm aus?“ (Jeremia 17,9; Elberfelder Bibel).
Hier ist, was Gott für diese Krankheit verschreibt:
„Und ich will euch ein neues Herz und einen
neuen Geist in euch geben und will das steinerne Herz
aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz
geben“ (Hesekiel 36,26).
Denken Sie daran, dass Jesus gesagt hat: „Macht den
Baum gut, dann ist seine Frucht gut“ (Matthäus
12,33; Elberfelder Bibel). Ebenso wird unsere geistliche Frucht
gut sein, wenn Gott uns ein neues Herz gibt.
„Macht den Baum gut, dann ist seine Frucht
gut“
Sie sehen deutlich: Der gesamte Baum muss gesund
sein, um viele gute Früchte hervorzubringen. Ebenso
müssen wir geistlich gesund und unversehrt werden.
Wir müssen durch eine Herzverpflanzung, die zu einer
völligen Transformation und Bekehrung führt, geheilt
werden.
Gott gibt uns ein neues Herz, indem er „den
Geist“ in unsere Herzen gibt, damit unsere menschliche
Natur allmählich durch seine göttliche Natur ersetzt
wird (2. Korinther 1,22).
Wie erreicht Gott das? Wenn Gott mit jemandem zu wirken
beginnt, beginnt er damit, dieser Person ein geistliches
Verständnis der Bibel zu ermöglichen
(1. Korinther 2,10-14).
Dann, durch dieses Verständnis, leitet „Gottes
Güte dich zur Umkehr“ (Römer 2,4;
Einheitsübersetzung). Was sind Reue und Umkehr? Es ist das
Erleben, dass man seine eigenen Sünden erkennt und tief
darüber betrübt ist (2. Korinther 7,9-10). Es
bedeutet auch, dass wir uns dazu verpflichten, unserem Leben
eine neue, umgekehrte Richtung zu geben – von einem
Leben des Ungehorsams Gott gegenüber zu einem Leben der
Liebe, des Gehorsams und des Dienstes gegenüber Gott. Wir
bemühen uns dann zielgerichtet, dies durchzuhalten
(Hesekiel 18,30-32).
Sobald ein Mensch Glauben an Gott hat und aufrichtig bereut,
sollte er ein intensives Verlangen nach Gottes zwei
großen Gaben haben – der Gabe der Vergebung und der
Gabe von Gottes Geist.
Der Apostel Petrus erklärte, wie man diese Gaben
empfangen kann. Er sagte: „Kehrt um und jeder von euch
lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung
seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des heiligen
Geistes empfangen“ (Apostelgeschichte 2,38;
Einheitsübersetzung).
Als Petrus von „taufen“ sprach, wussten alle,
dass er das Eintauchen in Wasser meinte. Die Taufe
symbolisiert, dass die alte Lebensweise abgetötet und
begraben wird und der Mensch zu einem „neuen Leben“
aufersteht (Römer 6,4).
Gute Werke sind auch die Frucht eines Gott gefälligen
Charakters
Nur Gott kann einen Baum erschaffen und ihm gebührt der
Verdienst für die Frucht. Gott fordert uns aber dazu auf,
zu arbeiten statt nur zuzusehen.
Wir müssen in Partnerschaft mit ihm konsequent daran
arbeiten, diese Frucht zu kultivieren. Und gute Frucht
beinhaltet gute Werke. Wir erweisen Gott unsere Liebe durch
Werke des Gehorsams und Dienstes.
Vergebung und das Heil können sicherlich nicht durch
menschliche Werke erworben werden, aber „der Glaube ohne
Werke“ ist „nutzlos“ (Jakobus 2,20). Wir
sollen „gute Werke“ tun, damit wir für Gott
und andere nützlich sind und nicht „fruchtlos“
(Titus 3,8. 14).
Gute Absichten, Gedanken, Gefühle und Worte sind nicht
genug. Wir müssen „Täter des Worts und nicht
Hörer allein“ sein (Jakobus 1,22). Christus
„ist umhergezogen und hat Gutes getan”
(Apostelgeschichte 10,38). Wir sollten seinem Beispiel
folgen.
Wir werden danach gerichtet werden, wie wir leben – ob
wir entweder den Geist Gottes, der uns zur Verfügung
steht, in uns fördern und einsetzen oder ob wir ihn
vernachlässigen.
Die große Ernte
Jesus verglich sich mit einem Meistergärtner, der auf
eine reiche Ernte hofft. Er warnte aber auch: „Jeder
Baum, der nicht gute Früchte bringt, wird abgehauen und
ins Feuer geworfen“ (Matthäus 7,19). Er wird
abgehauen, weil derjenige, der Zugang zu Gottes Geist hatte,
darin versagt hat, Frucht zu bringen.
Jesus fährt damit fort zu erklären, dass
religiöse Taten uns nicht erretten können, wenn wir
nicht gleichzeitig Werke des Gehorsams gegenüber
Gottes Geboten aufweisen: „Nicht alle, die zu mir sagen
Herr, Herr, werden in Gottes neue Welt kommen, sondern nur die,
die auch tun, was mein Vater im Himmel will. Am Tag des
Gerichts werden viele zu mir sagen: Herr, Herr! In deinem Namen
haben wir prophetische Weisungen verkündet, in deinem
Namen haben wir böse Geister ausgetrieben und viele Wunder
getan. Und trotzdem werde ich das Urteil sprechen: Ich habe
euch nie gekannt. Ihr habt versäumt, nach Gottes
Willen zu leben; geht mir aus den Augen!“
(Matthäus 7,21-23; Gute Nachricht Bibel).
Wenn Christus zurückkehrt, werden Sie hoffentlich nicht
als ein „unnützer [unfruchtbarer] Knecht“
eingestuft werden (Matthäus 25,30). Stattdessen hören
Sie hoffentlich die freudigen Worte: „Recht so, du
tüchtiger und treuer Knecht“ (Vers 23).
Zum Schluss
Als Teil des Abschlusses dieser Reihe über die Frucht
des Geistes möchten wir Sie dazu ermutigen, das
großartige fünfzehnte Kapitel des
Johannesevangeliums zu lesen. Dort spricht Jesus von Herzen zu
seinen Jüngern – und von Herzen zu Ihnen.
Er sagt uns: „Ich bin der Weinstock und ihr seid die
Reben. Wer mit mir verbunden bleibt, so wie ich mit ihm, bringt
reiche Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts
ausrichten“ (Johannes 15,5).
Wenn der lebensspendende Geist von Christus in Sie
einfließt und durch Sie fließt, dann produziert er
viel gute Frucht: „Liebe, Freude, Friede, Langmut,
Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und
Selbstbeherrschung“ (Galater 5,22-23;
Einheitsübersetzung).
Und wenn Sie viel Frucht haben, dann erfahren Sie auch die
Freude, sie an andere weiterreichen zu können.
– GN März-April 2010

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