Wie können Sie mit Ihren Kindern
über die Evolution sprechen?
Ständig werden Ihre Kinder in der Schule mit den
„Fakten“ der Evolution konfrontiert, anstatt
über die Schwächen der Theorie informiert zu werden.
Wie können Sie Ihre Kinder über dieses Thema richtig
informieren?
Von Becky Sweat
Wenn Sie Kinder im schulpflichtigen Alter haben, dann werden
sie wahrscheinlich regelmäßig der Evolutionstheorie
ausgesetzt, ob Ihnen das nun gefällt oder nicht. In
öffentlichen Schulen gehört die Behandlung der
Evolution zum Lehrplan im Bereich der Naturwissenschaften.
Auch wenn Ihre Kinder noch im Vorschulalter sind,
hören sie schon eine Menge über die Evolution. Sie
brauchen nur mit ihnen den Zoo oder ein Naturkundemuseum zu
besuchen, eine Natursendung im Fernsehen anzusehen oder ein
Buch über Tiere zu lesen: Darwins Theorien werden
praktisch überall propagiert.
Das ist genau der Grund, warum Sie als Eltern auch selbst
mit Ihren Kindern über dieses Thema sprechen müssen.
Sie müssen diesen Ideen entgegenwirken. Denken Sie daran,
dass Ihre Kinder höchstwahrscheinlich nichts über die
Schwächen des darwinistischen Denkens oder etwas über
die Notwendigkeit eines göttlichen Schöpfers
erfahren.
Ja, Ihre Kinder mögen mit Ihnen zum Gottesdienst gehen.
Sie wissen, dass Sie nicht an die Evolution glauben. Doch es
ist nicht sehr wahrscheinlich, dass sie wirklich verstehen,
warum die Evolutionstheorie falsch ist, es sei denn, Sie
sprechen mit ihnen darüber.
Das mag Ihnen wie eine große Herausforderung
vorkommen. Sie müssen aber keine umfassenden Kenntnisse
der Biologie oder der Paläontologie haben, um die
Trugschlüsse hinter der Evolutionstheorie zu verstehen und
sie Ihren Kindern zu erklären.
Sie sollten aber zumindest ein allgemeines Verständnis
der Evolutionstheorie haben, bevor Sie diese mit Ihren Kindern
besprechen. Lernen Sie die grundlegenden Begriffe wie
Überleben der Lebenstüchtigsten, Artenbildung,
spontane Entstehung, gemeinsame Abstammung, natürliche
Auslese usw. kennen.
Sie sollten verstehen, was diese Begriffe bedeuten und
welche Rolle sie bei der Evolutionstheorie spielen. Das wird es
Ihnen ermöglichen, diese Fragen auf informierte Weise zu
diskutieren.
Sie können dazu auch unsere kostenlosen Broschüren
Die
alles entscheidende Frage: Gibt es einen Gott? und
Schöpfung
oder Evolution: Kennen Sie alle Fakten? bestellen. Darin
werden eine Reihe wissenschaftlicher Quellen zum Thema
erwähnt, die die Aussagen der Broschüren
stützen.
Nachfolgend geben wir einige praktische Hinweise, wie Sie
diese Aufgabe meistern können.
1. Sprechen Sie die Evolution direkt an
Sobald Sie ein gutes Verständnis des Themas haben, sind
Sie darauf vorbereitet, entsprechende Gespräche mit Ihren
Kindern zu führen. Setzen Sie eine Zeit fest, zu der Sie
mit ihnen darüber sprechen wollen. Warten Sie nicht
einfach darauf, dass Ihre Kinder Ihnen eine Frage über die
Evolution stellen, denn es kann sein, dass sie das von sich aus
nie tun werden.
Wenn Sie als Familie einen regelmäßigen
Meinungsaustausch haben – eine Art Familientreffen
–, können Sie die Evolution zu einem der Themen
machen, die besprochen werden. Es könnte aber auch ein
Thema sein, das Sie gelegentlich ansprechen, wenn alle in der
Familie eine gemeinsame Mahlzeit einnehmen.
Ganz gleich wie Sie das handhaben wollen, Sie sollten
herausfinden, was Ihre Kinder bereits über die Evolution
„wissen“, in welchem Umfang sie in der Schule davon
hören und ob sie irgendwelche Fragen oder Bedenken im
Hinblick auf das haben, was ihnen zum Thema gesagt wird. Dann
können Sie ihnen einige der Trugschlüsse der
Evolution erklären, auf die Sie bei Ihren eigenen
Recherchen gestoßen sind.
Reden Sie aber nicht nur selbst. Versuchen Sie einen
Gedankenaustausch in Gang zu bringen. Sie könnten Ihre
Kinder zum Beispiel fragen, ob diese einige Beispiele aus der
Natur benennen können, die offensichtlich intelligentes
Design oder nicht reduzierbare Komplexität
verkörpern. (Der letztere Begriff bezieht sich auf
Strukturen oder Systeme in der Natur, die sich nicht
schrittweise entwickelt haben können, weil alle
wesentlichen Bestandteile gleichzeitig vorhanden sein
müssen, damit sich daraus ein funktioneller Vorteil
ergibt, der dann über den Prozess der natürlichen
Auslese weitergereicht werden kann.) Versuchen Sie sie zum
echten Nachdenken über das Thema anzuregen.
Sie können auch besondere Familienausflüge dazu
nutzen, die Ideen der Evolutionstheorie anzusprechen. Jack aus
der Stadt London im US-Bundesstaat Kentucky macht das so. Er
und seine Frau gehen oft mit ihren Kindern, die im mittleren
Schulalter sind, in den Bachläufen, Felsvorsprüngen
und Hügeln nahe ihres Hauses auf Fossiliensuche.
„All das Gestein hier ist voller Fossilien“,
sagt er. „Wir zeigen unseren Kindern die verschiedenen
Fossilien, die wir finden, und fragen sie dann, ob es nicht
interessant ist, dass wir nie ein Fossil einer sogenannten
Übergangsart finden (wie etwa einen Fisch mit
Füßen oder ein Reptil mit Federn), was die Aussagen
über den evolutionären Wandel stützen
würde.
Jedes Fossil, das wir finden, repräsentiert eine voll
ausgeformte und funktionsfähige Art. Dann sage ich ihnen,
dass sachkundige Paläontologen auch keine Fossilien von
Übergangsarten gefunden haben. Das hat sie wirklich
überzeugt.“
Natürlich müssen Sie Ihre Gespräche dem Alter
Ihrer Kinder anpassen. Sie können da viel weiter in die
Tiefe gehen, wenn Ihr Kind im Jugendalter ist und
Biologieunterricht in der Schule hat, als wenn Ihr Kind noch
viel jünger ist und zum Beispiel noch nichts von Genen
weiß. Bei jüngeren Kindern können Sie etwa
betonen, dass es keine wissenschaftlichen Beweise für die
großen Veränderungen gibt, wie die von den
Amöben zu Fischen, zu Fröschen, zu Reptilien, zu
Säugetieren und es dabei belassen.
Zusätzlich zu Ihren geplanten Gesprächen sollten
Sie auch darauf vorbereitet sein, Konzepte der
Evolutionstheorie anzusprechen, wann immer Sie ihnen begegnen.
Bei einem Zoobesuch gibt es vielleicht eine Informationstafel,
die beschreibt, wie Giraffen ihren langen Hals entwickelt
haben, damit sie Blätter von den höchsten Bäumen
fressen können. Erklären Sie Ihren Kindern dann, dass
solche Konzepte falsch sind.
2. Bringen Sie Ihren Kindern den biblischen
Schöpfungsbericht bei
Sie sollten nicht nur ansprechen, was an der Evolution nicht
stimmt, sondern Ihre Kinder auch den biblischen
Schöpfungsbericht lehren. Beginnen Sie damit, wenn sie
noch sehr jung sind. Lesen Sie ihnen immer wieder die
Geschichte von Gottes Schöpfung in 1. Mose 1 und 2
vor, bis sich dies fest in ihrem Verstand eingeprägt
hat.
Hören Sie aber nicht bei 1. Mose auf. Die Bibel
enthält viele Verse, die den Schöpfungsbericht aus
1. Mose bestätigen, vor allem in den Psalmen und
Jesaja. Lesen Sie Ihren Kindern auch diese vor. Sprechen Sie
mit ihnen über diese Verse. Reden Sie davon, was Gott an
jedem Schöpfungstag getan hat und was das für uns
heute bedeutet.
Sie können auch einige Familienausflüge so
gestalten, dass die Schöpfung dabei betont wird. Besuchen
Sie mit Ihren Kindern einen botanischen Garten und zeigen Sie
ihnen, wie komplex die Blätter geformt sind. Erinnern Sie
sie immer wieder daran, wie unwahrscheinlich es ist, dass
solche komplexen Muster durch zufällige Mutationen und
natürliche Auslese entstanden sind.
Besuchen Sie im Frühling einen Bauernhof oder einen
Streichelzoo, wenn es dort Tierkinder gibt, um Ihnen zu zeigen,
dass Gott die Tiere und Pflanzen „jedes nach seiner
Art“ geschaffen hat. Wenn Sie einen Garten haben,
können Sie Ihren Kindern zeigen, dass bestimmte
Samensorten jeweils bestimmte Früchte und Gemüsearten
hervorbringen.
Weisen Sie darauf hin, was für ein perfektes System
hier geplant wurde und dass so etwas nicht ohne einen
Schöpfer möglich gewesen wäre. Solche Art von
praktischen Lektionen lässt die Schöpfungsgeschichte
für Ihre Kinder zu einer größeren Realität
werden.
3. Planen Sie den Umgang mit der Evolution in der
Schule
Ihre Kinder sind vielleicht davon überzeugt, dass die
Evolutionstheorie falsch ist, aber wie sie reagieren sollen,
wenn die Evolutionstheorie in der Schule gelehrt wird, ist eine
andere Frage. Wie kann man mit gutem Gewissen
Prüfungsfragen zur Evolution beantworten? Das ist etwas,
was Sie bei Ihren Gesprächen mit Ihren Kindern unbedingt
ansprechen sollten.
Erklären Sie Ihnen zuerst, dass die Evolution ein sehr
weitverbreiteter Glaube in unserer Gesellschaft ist. Aus diesem
Grund müssen sie Kenntnis davon haben. Sie müssen
wissen, was gemeint ist, wenn von der Evolution die Rede
ist.
Unter diesem Aspekt können Ihre Kinder Prüfungen
einfach als einen Maßstab dafür sehen, wie viel sie
über diese weitverbreitete Idee wissen. Wenn sie
Prüfungsfragen beantworten, dann sagen sie damit nicht,
dass sie an die Evolution glauben. Sie zeigen damit nur,
welches Wissen sie über die Theorie haben.
Bei Fragen für einen Aufsatz oder wenn der Lehrer ihnen
im Klassengespräch eine Frage stellt, können sie zum
Beispiel ihre Antwort mit Worten wie „Der allgemein
akzeptierte Glaube ist . . .“ oder
„Kapitel 5 betonte, dass . . .“
einleiten. Diese Art von Antworten zeigt, dass Ihre Kinder ihre
Hausaufgaben gemacht haben und das Konzept der Evolution
verstehen, ohne dass sie damit zum Ausdruck bringen, dass sie
auch daran glauben.
4. Erklären Sie, warum es wichtig ist, die Evolution
nicht zu akzeptieren
Während Ihrer Gespräche mit Ihren Kindern sollten
Sie betonen, weshalb die Akzeptanz der Evolutionstheorie ein
großes Problem ist. Sie ist der Versuch, die Existenz der
Schöpfung und des Lebens zu erklären, ohne die
Notwendigkeit eines Schöpfers einzuräumen oder gar
als Möglichkeit in den Raum zu stellen.
Wenn sich das Universum und das Leben auf der Erde im Laufe
von Jahrmilliarden von selbst entwickelt haben, dann ist der
Schöpfungsbericht in 1. Mose reine Dichtung und Gott
existiert nicht wirklich. Das ist genau das, was viele in der
Gesellschaft glauben möchten und auch verkünden. Wenn
es keinen Gott gibt, dann gibt es auch keinen absoluten
Standard für richtig und falsch und den Menschen steht es
frei zu tun, was immer sie wollen.
Erklären Sie Ihren Kindern das. Sie müssen
verstehen, dass es hier wirklich um bestimmte ideologische
Absichten geht. Die Evolutionstheorie wird der Gesellschaft aus
mehr Gründen als nur aus wissenschaftlichem Interesse
aufgedrängt.
Falls Ihre Kinder älter sind, fragen sie Sie
vielleicht, ob es möglich ist, an Gott und die Evolution
zu glauben. Das wäre dann der richtige Zeitpunkt, um ihnen
die Trugschlüsse der theistischen Evolution zu
erklären. Diese Theorie ist ein Versuch, Kreationismus und
Evolution miteinander zu vereinen.
Theistische Evolutionisten glauben, dass Gott das Universum
in der Tat geschaffen hat, aber dass er es dadurch getan hat,
dass er den Prozess der Evolution über Milliarden von
Jahren gesteuert hat. Sie könnten Ihren Kindern
erklären, dass sich die Lehren der Evolution und des
Kreationismus so stark voneinander unterscheiden, dass es
keinen Sinn macht, an beides zu glauben. So etwas zu glauben,
beraubt die Bibel ihrer Bedeutung und eröffnet Raum
für falsches Denken.
Die einzige Art von Evolution, die der Bibel entsprechend
möglich ist, ist die Mikroevolution –
Veränderungen, die im Laufe der Zeit innerhalb von
geschaffenen Arten stattfinden, nicht die Änderung von
einer Art in eine andere. Auch in diesem Fall stimmen die
fehlenden direkten Bindeglieder im Fossilbericht mit dem
überein, was die Bibel lehrt, aber nicht mit der
atheistischen oder theistischen Evolution.
Was wir glauben, ist schon wichtig
Um das Ganze zusammenzufassen: Es ist auf jeden Fall sehr
wichtig, was wir im Hinblick auf den Ursprung des Universums
und des Lebens glauben. Darwin glaubte, dass das Leben damit
begann, dass Chemikalien in einem Teich irgendwie so
durcheinander gemischt wurden, dass daraus lebende Materie
spontan entstand.
Dabei gab er aber zu, dass seine Vorstellung nicht bewiesen
werden konnte. Auch heute können Evolutionisten nicht
stichhaltig erklären bzw. beweisen, wie das Leben
ursprünglich entstand.
Aber wir kennen die Antwort. Wir wissen, dass Gott uns nach
seinem Bild geschaffen hat. Wir wissen auch, dass er einen
wunderbaren Plan für alle Menschen hat und uns zu
einem Teil seines ewigen Reiches machen will. Das sollte etwas
sein, über das wir oft nachdenken und worüber wir
regelmäßig mit unseren Kindern sprechen. Nur auf
diese Weise werden sie lernen, Wahrheit von Dichtung zu
unterscheiden und sich an Gottes kostbare Wahrheiten
halten!
– GN Mai-Juni 2010

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