Was ist die Hölle?

Viele bekennende Christen sind sich sicher, dass die Menschen nach dem Tod entweder in den Himmel oder in die Hölle kommen werden. Was aber ist überhaupt die Hölle? Und ist die landläufige Vorstellung davon biblisch begründet?

Von Steve Myers

Was glauben Sie, was schlechten Menschen nach dem Tod passiert? Oder lassen wir mal die Moral beiseite. Was geschieht mit den vielen Menschen, die keine Christen sind? Werden sie in einem Höllenfeuer ewig brennen?

Davon gehen viele Konfessionschristen aus. Aber überlegen Sie einmal! Welchen Grund hätte Gott, Menschen in einem Höllenfeuer ewig zu strafen? Denn dieses Leben ist im Grunde kurz. Selbst wenn man sein Leben lang böse gewesen wäre, wäre es dann gerecht, dafür ohne Ende mit Schmerzen bestraft zu werden? Wäre ewige Qual in einem Höllenfeuer nicht ein wenig unverhältnismäßig? Und würde ein liebevoller Gott wirklich so etwas inszenieren?

Wenn Sie ein logisch denkender Mensch sind, werden Sie auf diese Fragen eine vernünftige Antwort erwarten. Diese und andere Fragen, die mit der Hölle zu tun haben, geben vielen Christen Rätsel auf und verlangen nach einer Antwort. In christlichen Kirchen sind viele Irrtümer in Bezug auf die Hölle im Umlauf.

Wussten Sie, dass die landläufige Vorstellung einer Hölle überhaupt keinen Rückhalt in der Bibel findet? Nun, ehe Sie diese Zeitschrift vor Ärger auf den Tisch werfen, lassen Sie mich bitte erklären, was ich meine. Das Wort „Hölle“ kommt tatsächlich in der Bibel vor, aber damit ist kein Ort ewiger Qual gemeint, in den unverbesserliche Sünder nach dem Tod verbannt werden. Die Bibel lehrt zwar, dass jeder Mensch vor Gott im Gericht stehen wird und mit einer endgültigen Strafe rechnen muss, wenn er nicht bereit ist, seine Sünden zu bereuen. Was aber ist die endgültige Strafe?

Wir wollen uns also in diesem Beitrag mit dem Begriff der Hölle befassen. Wir wollen sehen, was die Bibel darüber zu sagen hat, was dieser Begriff mit dem Wesen Gottes und mit der Zukunft zu tun hat.

Ist die herkömmliche christliche Vorstellung von der Hölle mit dem Charakter Gottes vereinbar?

Ewige Folter. Ewige Qual. Ewiges Leiden. Das sind Vorstellungen, die viele Menschen mit der Hölle verbinden. Sie sind aber nicht in der Bibel begründet! Wenn Sie sich die Hölle so vorstellen, hoffe ich, dass Sie die Herausforderung annehmen werden, nachzulesen, was das Wort Gottes wirklich zu diesem Thema lehrt. Wir wollen mal sehen, was die Schrift zur Hölle sagt. Wir werden feststellen, dass es von der überkommenen Höllenvorstellung stark abweicht.

Eine Umfrage, die vor nicht allzu langer Zeit veranstaltet wurde, ergab, dass ein Drittel aller Amerikaner die Hölle für einen echten Ort der Qualen hält, wo die Seelen von Menschen nach dem Tode landen. Viele Menschen haben sich einfach nicht die Zeit genommen, tiefer über die Hölle nachzudenken und sich mit dem Wort Gottes zu beschäftigen, um das, was man ihnen über die Hölle schon gesagt hat, mit dem zu vergleichen, was die Bibel darüber sagt. Sind Sie bereit, sich dieser Herausforderung zu stellen?

Eine allgemein bekannte christliche Lehre, die auch in der Bibel begründet ist, besagt, dass Gott jeden Menschen liebt. Wie kommt es dann, dass viele Menschen diesem liebevollen Gott zutrauen, eine ewig brennende Hölle geschaffen zu haben? Manche glauben sogar, dass gerechte, errettete Menschen in der Lage sein werden, die Qualen der Bösen in alle Ewigkeit zu beobachten.

Stellen Sie sich nun das mal vor! Nach dieser Vorstellung werden sich manche Eltern an den ewigen Qualen ihrer eigenen Kinder, und manche Verheirateten an den ewigen Qualen ihrer Partner erfreuen. Und das Schlimmste dabei ist, dass diese Vorstellung von der Hölle Gott als unbarmherzig und sadistisch hinstellt.

Ist es überhaupt denkbar, dass diese Höllenvorstellung stimmt? Wir wollen eine wichtige Einsicht im Auge behalten, wenn wir uns mit dem Irrtum beschäftigen, dass Nicht-Errettete ewige Qualen erleiden werden.

Die Bibel erklärt, dass Gott Liebe ist (1. Johannes 4,8. 16). Das ist sein Charakter, seine Persönlichkeit, sein Wesen. So war es schon immer und so wird es immer bleiben, wie uns die Bibel immer wieder erinnert. „Aus Liebe hat er sich euch zugewandt . . . So erkennt doch: Der Herr, euer Gott, ist der wahre und treue Gott! Über Tausende von Generationen steht er zu seinem Bund und erweist allen seine Güte, die ihn lieben und sich an seine Gebote halten“ (5. Mose 7,8-9; „Hoffnung für alle“-Übersetzung, alle Hervorhebungen durch uns).

Einige Jahrhunderte später schrieb Paulus über die wunderbaren Eigenschaften unseres himmlischen Vaters: „Gott, der reich ist an Barmherzigkeit, hat in seiner großen Liebe, mit der er uns geliebt hat, auch uns, die wir tot waren in den Sünden, mit Christus lebendig gemacht“ (Epheser 2,4-5).

Vom Anfang der Bibel bis zu ihrem Ende wird Gottes Wesen als Liebe beschrieben. So lesen wir am Anfang des letzten Buches der Bibel, der Offenbarung: „Gnade sei mit euch und Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt . . . von Jesus Christus, welcher ist der treue Zeuge, der Erstgeborene von den Toten und Herr über die Könige auf Erden! Ihm, der uns liebt und uns erlöst hat von unsern Sünden mit seinem Blut und uns zu Königen und Priestern gemacht hat vor Gott, seinem Vater, ihm sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen“ (Offenbarung 1,4-6).

Kann man diese Aussagen über Gott mit der Vorstellung vereinbaren, Gott werde Menschen in einer Hölle ewiger Qualen strafen? Und wäre es überhaupt verhältnismäßig, die Sünden eines flüchtigen Lebens mit ewigen Schmerzen zu bestrafen?

Warum würde ein liebevoller Gott Menschen mit einer ewigen Höllenstrafe belegen? Denn es heißt: „Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es einige für eine Verzögerung halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren werde, sondern dass jedermann zur Buße [Reue] finde“ (2. Petrus 3,9).

Das ist die Gesinnung Gottes: Er will für jeden das Beste. Und er gebietet uns, selbst unsere Feinde zu lieben (Matthäus 5,44). Und doch die herkömmliche Vorstellung von der Hölle verlangt von uns den Glauben an einen Gott, der sich an bösen Menschen rächt, und noch dazu in alle Ewigkeit, nicht bloß für ein paar Jahrzehnte oder Jahrhunderte, sondern für eine Zeitspanne ohne Ende! Die Vorstellung, dass Gott Menschen zu einer ewigen, nie endenden Strafe verurteilt, ist so widerlich, dass viele Menschen schon deswegen nicht einmal an Gott glauben.

Was lehrt die Bibel über die Hölle?

Hier ist eine vertraute Stelle, die Sie vielleicht schon im Gedächtnis haben: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Johannes 3,16). Kann es sein, dass Sie etwas in diesem oft zitierten Vers übersehen?

Hier spricht Jesus davon, dass man entweder verloren geht oder das ewige Leben hat. Genauer gesagt: Wenn wir das Opfer Christi nicht hätten, würden wir verloren gehen. Verloren gehen heißt demnach kein ewiges Leben zu haben bzw. nicht nach dem Tod weiterzuleben. Wer verloren geht hört einfach auf zu leben bzw. zu existieren. Hier gehen landläufige Vorstellungen und das Wort Gottes weit auseinander, denn nach Aussage der Bibel geht unser Leben nicht automatisch weiter, ob im Himmel oder in der Hölle. Wie Jesus sagt, wir besitzen kein ewiges Leben von uns aus. Es muss uns gegeben werden.

Hier ist eine weitere markante Stelle, in der diese großartige Wahrheit offenbart wird: „Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn“ (Römer 6,23).

Haben Sie den Gegensatz gemerkt? Die Strafe für Sünde ist der Tod, nicht ein ewiges Leben in der Hölle. Der Tod ist das Ende von Leben. Das ist mehr als eine bloße Trennung von Gott, bei der man sein Bewusstsein beibehält, was auch immer manche sagen. Wer sündigt, das heißt, sich Gott widersetzt, wird nicht mit ewiger Folter, mit ewiger Qual, mit ewigem Schmerz gestraft. Nein, die Strafe ist der Tod, das heißt, das Ende der Existenz.

Wer aber seine Sünden bereut, dem schenkt Gott die Gabe des ewigen Lebens im Reich Gottes durch unseren Heiland Jesus Christus. Denn wir besitzen ja kein ewiges Leben von uns aus. Wir haben keine unsterbliche Seele. Ewiges Leben bzw. nie aufhörendes Bewusstsein muss uns erst gegeben werden. Daher ist es wichtig, die klare Lehre Gottes zu verstehen, dass „der Sünde Sold . . . der Tod“ ist und nicht ein Leben nie endender Qualen.

Diese Tatsache kommt klar und konsequent in der Bibel zum Ausdruck. So sagt uns beispielsweise der Prophet Hesekiel: „Siehe, alle Seelen gehören mir; wie die Seele des Vaters, so auch die Seele des Sohnes. Sie gehören mir. Die Seele, die sündigt, sie allein soll sterben“ (Hesekiel 18,4; Elberfelder Bibel). Zur Betonung wird dieser Gedanke wenige Verse später wiederholt: „Die Seele, die sündigt, sie soll sterben“ (Vers 20; ebenda).

Das ist wichtig! Zwischen dem, was Gott sagt, und dem, was viele glauben, gibt es somit einen großen Unterschied. Gott sagt uns, dass Seelen sterben können. Ist Ihnen das schon mal zu Ohren gekommen? Wissen Sie, dass die Bibel lehrt, dass Seelen aufhören können zu leben? Jesus Christus sagt: „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, doch die Seele nicht töten können; fürchtet euch aber viel mehr vor dem, der Leib und Seele verderben kann in der Hölle“ (Matthäus 10,28). Es gibt also schon eine „Hölle“, aber dort werden sowohl Leib als auch Seele vernichtet. Es steht hier nichts von ewiger Qual bei vollem Bewusstsein.

Der springende Punkt ist der: Alles Leben gehört Gott und alles Leben hängt von ihm ab. Wir sind Seelen. Nach dem Wort Gottes sind wir lebende Seelen, lebende Wesen. Eine Seele ist nicht etwas, was wir besitzen, nicht etwas, was von unserem Geist oder unserem Leib getrennt wäre.

Was passiert nun mit dem Sünder, der nicht bereuen will? Wie die Bibel eindeutig klar macht, er lebt nicht ewig in der Hölle weiter, sondern stirbt.

Gottes Gerechtigkeit ist vollkommen

Wir haben gesehen, dass die biblische Hölle nichts mit ewiger Qual bei vollem Bewusstsein zu tun hat. Wir dürfen aber nicht zu weit gehen und übersehen, dass es dennoch eine endgültige Strafe für die Bösen gibt. Bedeutet die Tatsache, dass Gott Liebe ist, dass es ihm unmöglich wäre, Sünder zu strafen? Ganz und gar nicht! Unbeugsame Sünder werden schon ihre Strafe bekommen, aber diese Strafe wird fair und unparteiisch sein. Und sie wird entgegen der landläufigen Meinung nicht in einer ewigen Hölle stattfinden.

Die Bibel sagt uns, wie Gott die Sünder strafen wird. Unbeugsame, halsstarrige Sünder werden in einen Feuersee geworfen und verbrannt werden. Sie werden nicht in alle Ewigkeit gequält werden, sondern werden einen gnadenvollen, schnellen Tod sterben. Das ist das biblische Höllenfeuer. Die verstockten Sünder werden in diesem Feuer nicht ewig brennen. Vielmehr werden sie verbrannt werden. Es wird nichts von ihnen übrig bleiben außer Asche.

Haben Sie schon mal diese Schriftstelle gelesen?

„Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen soll wie ein Ofen. Da werden alle Verächter und Gottlosen Stroh sein, und der kommende Tag wird sie anzünden, spricht der Herr Zebaoth, und er wird ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen. Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln. Und ihr sollt herausgehen und springen wie die Mastkälber. Ihr werdet die Gottlosen zertreten; denn sie sollen Staub unter euren Füßen werden an dem Tage, den ich machen will, spricht der Herr Zebaoth“ (Maleachi 3,19-21).

Gottes Wort ist eindeutig und klar: Wer sich am Ende weigert, seine Sünden zu bereuen, wird mit Feuer gestraft werden, aber es wird nicht das Höllenfeuer sein, das wir durch die menschliche Mythologie kennen. Die Strafe wird nicht eine bewusste, ewig dauernde Trennung von Gott sein. Sie wird keine unendliche seelische oder körperliche Qual sein. Sie wird nicht ewig dauernde Schande, Scham oder Schmerzen sein. Sie wird einfach eine endgültige Todesstrafe sein, bei der das Bewusstsein danach ausgelöscht ist.

Die Wahrheit über die Hölle spiegelt die Barmherzigkeit Gottes wider

Gott achtet die Entscheidungen, die Menschen treffen. Weil er uns liebt und will, dass wir ihm gleich werden, zwingt er niemandem den Glauben auf. Er möchte, dass wir uns freiwillig für seinen Lebensweg entscheiden. Unverbesserliche Sünder werden keine Strafe erleiden, weil Gott ihnen nicht vergeben will. Vielmehr werden sie gestraft werden, weil sie Gottes Barmherzigkeit bewusst ablehnen und sich weigern, ihre Sünden zu bereuen. Weil solche Menschen auf dem Weg Gottes nicht werden wandeln wollen, werden sie einfach durch Verbrennung vernichtet werden. Sie werden nicht in alle Ewigkeit gequält werden. Weil Gott sie so sehr liebt, wird er ihrem Leiden ein Ende setzen.

Es gibt hier keinen Widerspruch. Gott ist liebevoll und barmherzig. Wer ihn, die Quelle des Lebens und des Guten, ablehnt, dem versetzt er gewissermaßen einen Gnadenstoß. Gott ist der Gott großer Weisheit, Barmherzigkeit und Gerechtigkeit. Wenn es um das Thema der endgültigen Strafe und der Hölle geht, ist das der springende Punkt: Gott ist ein Gott der Barmherzigkeit und der Liebe.

Die Hölle ist ein kontroverses Thema, das mit vielen Missverständnissen verbunden ist. Was ist die Wahrheit darüber? Ihre Bibel macht deutlich, dass die Bösen in einem Feuer untergehen werden. Danach werden sie nicht mehr sein. Sie werden keine ewigen Qualen bei vollem Bewusstsein erleiden. Wenn Gottes Heilsplan vollständig ausgeführt ist, wird es keine Tränen, keine Trauer und keine Schmerzen mehr geben: „Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen“ (Offenbarung 21,4).

Der endgültige Tod der unbeugsam Bösen in einem Feuersee wird ein Ausdruck der Liebe, der Barmherzigkeit und der Gerechtigkeit Gottes sein.

Wir können dankbar sein für Gottes Gerechtigkeit und für das Heil durch Jesus Christus, das er uns anbietet. Er hat eine wunderbare Zukunft für alle geplant, die ihn lieben und seine Barmherzigkeit annehmen. Hoffentlich werden Sie sich näher damit befassen!

Es gibt mehr als eine „Hölle“ in der Bibel

Nur wenige Minuten des Recherchierens genügen, um zu erfahren, dass vier verschiedene Wörter im Urtext der Bibel mit „Hölle“ in der weitverbreiteten Lutherbibel übersetzt werden. Überraschenderweise haben drei dieser Wörter nichts mit der allgemeinen Vorstellung der Hölle zu tun! Aus diesem Grund werden diese Wörter in modernen Bibeln anders übersetzt oder ganz weggelassen.

Die erste „Hölle“ ist das hebräische scheol und das griechische hades. Scheol wird im Alten Testament als „Hölle“ übersetzt. Es bezieht sich „auf den Zustand und Verbleib der Toten; folglich ist es das Grab, in dem der Körper ruht“ (William Wilson, Wilson’s Old Testament Word Studies, Stichwort „Hell“, Seite 215).

Das Gegenstück zum hebräischen scheol in der griechischen Sprache des Neuen Testaments ist hades, das ebenfalls das Grab bedeutet. In den neutestamentlichen Bibelstellen, in denen Verse aus dem Alten Testament mit dem hebräischen Wort scheol zitiert werden, wird das griechische Wort hades für scheol benutzt. Wie es bei dem Wort scheol der Fall ist, wird hades in modernen Übersetzungen als „Grab“ übersetzt. In keinem Fall bedeutet es einen Ort der feurigen Qual.

Die zweite „Hölle“ ist das griechische tartaroo, das nur einmal in der Bibel vorkommt (2. Petrus 2, Vers 4). Petrus bezieht sich damit auf die Engel, die gesündigt haben – Dämonen –, die deshalb in ihrem Wirkungskreis eingeschränkt sind. Die gefallenen Engel sind von Gott auf der Erde gebändigt und warten dort auf das endgültige Gericht für ihre Rebellion gegen ihren Schöpfer. Tartaroo bezieht sich allein auf Dämonen. Mit einem Höllenfeuer, in dem böse Menschen ewig bestraft werden, hat es nichts zu tun.

Die dritte „Hölle“ ist das griechische gehenna. Wie diverse Nachschlagewerke erklären, leitet sich gehenna vom hebräischen gai-hinnom ab, mit der Bedeutung „Hinnomtal“. Das Tal, das abwärts der Jerusalemer Stadtmauer lag, wurde zur städtischen Müllhalde. Unrat, Tierkadaver und die Leichname von Verbrechern wurden von oben ins Tal hinuntergeworfen. Dort wurde der Müll von Flammen verzehrt, denn im Tal loderte das Feuer praktisch kontinuierlich. Jesu Zuhörer wussten sehr wohl, was er mit einem alles – auch Kadaver und Leichname – verzehrenden Feuer meinte. Er warnte, dass ein ähnliches Feuer das Schicksal all derjenigen sein wird, die ihre bösen Taten nicht bereuen (Matthäus 5,22. 29-30; 23,15. 33; Lukas 12,5) – ihre Existenz wird im Feuersee enden.

– GN März-April 2018 PDF-Datei dieser Ausgabe

Gute Nachrichten
Postfach 301509
D-53195 Bonn

Telefon: (0228) 9 45 46 36
Fax: (0228) 9 45 46 37
E-Mail: info@gutenachrichten.org

Inhaltsverzeichnis ]  Artikel drucken ]  Artikel versenden ] Artikel kommentieren ]


© 1997-2018     Alle Rechte vorbehalten