Ein Resultat der Scheidungsrevolution:
Die Generation der „wilden Ehe“
Die Ergebnisse einer Studie der Rutgers-Universität
sind ernüchternd. Die Mehrheit der heutigen jungen
Erwachsenen tendiert eher zu einem Zusammenleben ohne
Trauschein.
Von Cecil Maranville
Vor 30 Jahren bestand nur eine geringe Chance, daß ein
sechsjähriges Kind unter seinen Spielkameraden ein Kind
aus einem geschiedenen Haushalt kennen würde. Heute gibt
es nur eine geringe Chance, daß ein sechsjähriges
Kind kein Kind kennt, das aus einem geschiedenen Elternhaus
stammt. Das Kind, das bei seinen verheirateten leiblichen
Eltern lebt, wird zunehmed zur Ausnahme.
Übertreibung? Vielleicht. Eine phänomenale
Veränderung überrollte die westliche Gesellschaft
unauffällig und leise, nur wenige scheinen sie bemerkt zu
haben. Noch weniger Menschen scheint es zu kümmern. Im
Laufe der letzten Jahrzehnte entwickelten sich die sozialen
Normen weg von der Ansicht, eine Scheidung als Stigma zu
betrachten, hin zu der Meinung, daß sie normal,
natürlich und oft notwendig sei. Soziologen fassen diese
radikale Veränderung mit dem Ausdruck
„Scheidungsrevolution“ zusammen. Die von der
Scheidungsrevolution betroffenen Kinder akzeptieren jedoch
nicht die Kavaliersphilosophie, wonach die Scheidung normal
sei. Und sie unternehmen Schritte, die ihnen – wie sie
meinen – helfen werden, den Schmerz und die Kosten, die
mit einer zerbrochenen Ehe bzw. einer Scheidung verbunden sind,
zu vermeiden. Die Scheidungsrevolution hat den Grundstein
für die Generation der „wilden Ehe“
geschaffen.
„Einfach gesagt ist das ungebundene Zusammenleben
– oder die außereheliche Beziehung – der
Status von Paaren, die sexuelle Partner sind und einen
gemeinsamen Haushalt teilen, aber nicht miteinander verheiratet
sind“ („Sollten wir zusammenleben?“, Das
nationale Eheprojekt: die nächsten Generationen,
Zusammenfassung der neuesten Untersuchungen von David Popenoe
und Barbara Dafoe Whitehead; Studie im Auftrag der
Rutgers-Universität).
Der biblische Ausdruck für ein unverheiratetes
Zusammenleben ist „Unzucht“. Gott offenbart,
daß sexuelle Beziehungen außerhalb der Ehe
schädigend sind: „Flieht die Unzucht! Jede
Sünde, die ein Mensch begehen mag, ist außerhalb des
Leibes; wer aber Unzucht treibt, sündigt gegen den eigenen
Leib“ (1. Korinther 6,18). Warum? Was wußte
Gott bereits vor Hunderten von Jahren, was die Menschen nun
auch durch eigene bittere Erfahrungen gelernt haben?
Der Trend hin zum ungebundenen Zusammenleben ist
revolutionär. In den Jahren 1965 bis 1974 lebten in den
USA 11 Prozent der Paare vor der Ehe zusammen; in den Jahren
1980 bis 1990 waren es 44 Prozent; heute leben über 50
Prozent der Paare vor der Ehe zusammen. Fast 60 Prozent der
Abiturienten stimmten mit der Aussage eines Fragebogens
überein, wonach das voreheliche Zusammenleben eine gute
Methode sei, sich auf die Ehe vorzubereiten.
1970 lebten 523 000 Menschen in den USA ohne Trauschein
zusammen. Heute sind es mehr als vier Millionen!
Ehestatistiken offenbaren ähnliches – und
schockieren im gleichen Ausmaß. Untersuchungen fanden
heraus, daß die Zahl der Eheschließung in den
letzten vier Jahrzehnten um 43 Prozent auf ihren niedrigsten
Stand gesunken ist.
Womit begründen junge Menschen ihre Entscheidung?
Was ist die Ursache dieser Revolution? Zum großen Teil
ist sie das Ergebnis der Scheidungsrevolution, verbunden mit
einer allgemeinen Lockerung in Fragen moralischen Verhaltens.
Die heutige Jugend möchte die negativen Folgen einer
Scheidung vermeiden, die sie in vielen Fällen aus erster
Hand gesehen und erlebt haben. „Für die heutigen
jungen Erwachsenen, die erste Generation, die in der Zeit der
Scheidungsrevolution heranwuchs, scheint das ungebundene
Zusammenleben eine gute Möglichkeit zu sein, einige der
Vorteile einer Ehe zu erleben, aber das Scheidungsrisiko zu
vermeiden. Umfragen zufolge sagen die meisten jungen
Leute, daß es eine gute Idee sei, mit einer Person vor
der Ehe zusammenzuleben“ (ebenda).
Diese jungen Menschen sind überzeugt, daß
zusammenlebende Paare, die irgendwann einmal heiraten werden,
stärkere Ehen haben werden, weil sie zuerst zusammengelebt
haben. Ein außereheliches Zusammenleben, so argumentieren
sie, ermöglicht ihnen, sich besser kennenzulernen. Dies im
Gegensatz zu Leuten, die in die Ehe hineingehen, ohne zuvor
zusammengelebt zu haben. Wenn eine Beziehung dann nicht
funktioniert, kann sie ohne die Hindernisse eines
Rechtsverfahrens oder religiöser Vorschriften
aufgelöst werden.
Sie glauben, daß viele Scheidungen verhindert werden
können, indem man eine Beziehung mit einer
„Testphase“ des Zusammenlebens beginnt. Ein
außereheliches Zusammenleben, behaupten sie, wird dem
unverheirateten Mann oder der unverheirateten Frau die
Gelegenheit geben, ausreichend zu experimentieren, damit er
oder sie den idealen Partner finden können, bevor sie
schließlich in dem Hafen der Ehe vor Anker gehen.
Es haben aber nicht alle jungen Erwachsenen die gleichen
Gründe für ein Zusammenleben. Einige leben zusammen,
ohne je heiraten zu wollen. Andere leben kurz zusammen, bevor
sie sich dann heiraten. Und wiederum andere sehen das
Zusammenleben mit verschiedenen Partnern als eine Vorbereitung
auf die Ehe mit irgend jemandem – irgendwann einmal.
Ein weiteres Argument ist, daß das außereheliche
Zusammenleben wirtschaftliche Vorteile verschafft. Zum Thema
Intimität halten junge Erwachsene die Möglichkeit des
außerehelichen Zusammenlebens in der heutigen
freizügigen Welt für fortschrittlicher und
realistischer als die alten, erdrückenden, viktorianischen
Ansichten.
Die feministische Bewegung mit ihrem Anliegen, die
männliche Dominanz der amerikanischen Familie umzukehren,
ermutigt das außereheliche Zusammenleben statt die
traditionellen Eherollen. Die moderne Auffassung, so wird
argumentiert, erlaubt einer Frau mehr Kontrolle, mehr Freiheit
und weniger Abhängigkeit vom Mann.
Der Bericht enthält die Ergebnisse einer Untersuchung,
bei der die Meinungen einer Gruppe junger Erwachsener zur Frage
des Zusammenlebens und der Ehe erkundet wurden. Die Gruppe
setzte sich aus alleinstehenden, arbeitenden Twens im
US-Bundesstaat New Jersey zusammen.
„Die [meisten] von ihnen meinten, daß [nur nach]
der Geburt von Kindern geheiratet werden sollte und daß
diese Kinder erst dann zur Welt kommen sollten, nachdem ein
Haus gekauft und ein gutes Jahreseinkommen – nach Meinung
der befragten Frauen ca. 75 000 US-Dollar –
gesichert würden ... Die jungen Leute sahen das
außereheliche Zusammenleben als eine gute
Möglichkeit, ihre Verträglichkeit als Paar zu testen,
Charakterstärken und -schwächen aufzudecken und
Haushaltskosten zu teilen ... Frauen zogen ein
kurzfristiges unverheiratetes Zusammenleben vor und meinten,
daß sie innerhalb weniger Monate feststellen
könnten, ob ein Mann ehetauglich sei. Im Gegensatz dazu
sagten viele Männer, daß sie auf unbegrenzte Zeit
außerehelich zusammenleben könnten“
(„Außereheliches Zusammenleben keine Formel
für zukünftiges Eheglück“, von Cheryl
Wetzstein, The Washington Times).
Leider fehlen Vorbilder guter Ehen. „Ich mache mir
Sorgen wegen der Teenager“, sagt Popenoe und fügte
hinzu: „Heutzutage kennen Teenager nicht einmal mehr
jemanden, der glücklich verheiratet ist.“
Gibt es Beweise für die Vorteile des
Zusammenlebens?
Trotz der stetig steigenden Zahl der Paare, die
außerehelich zusammenleben, und trotz der vielen
Gründe, mit denen das Zusammenleben begründet wird,
gibt es keinen Beweis, daß ein außereheliches
Zusammenleben überhaupt einen positiven Beitrag zur Ehe
leistet!
Tatsächlich wird das Gegenteil bewiesen:
Außereheliches Zusammenleben ist in vielfacher Weise
schädlich. Bei den Popenoe-Whitehead Untersuchungen
stellte sich heraus:
• Ein Zusammenleben vor der Ehe erhöht das Risiko
einer Scheidung. „1992 wurde eine Studie
durchgeführt, die 3300 Fälle untersuchte, basierend
auf einer im Jahre 1987 durchgeführten Befragung von
Familien und Haushalten. Es wurde festgestellt, daß eine
Eheauflösung bei Leuten, die vor der Ehe zusammengelebt
haben, 46 Prozent häufiger vorkam als bei denen, die
vorher nicht zusammengelebt hatten“
(Popenoe-Whitehead).
• Ein außereheliches Zusammenleben erhöht
bei Frauen das Risiko der häuslichen Gewalt und bei
Kindern das Risiko des physischen und sexuellen
Mißbrauchs. „Eine Studie in Großbritannien
... fand heraus, daß Kinder, die bei ihren
zusammenlebenden aber nicht verheirateten biologischen Eltern
wohnen, 20mal eher dem Kindesmißbrauch ausgesetzt sind
im Vergleich zu Kindern, die bei ihren verheirateten
biologischen Eltern leben. Diejenigen, die mit einer Mutter und
einem Freund zusammenleben, der nicht ihr eigener Vater ist,
stehen einem 33mal so hohem Risiko gegenüber“
(ebenda).
• Menschen, die in einer außerehelichen Beziehung
zusammenleben, die ohne eine Eheschließung beendet wird,
werden mit großer Wahrscheinlichkeit wieder eine nicht
erfolgreiche außereheliche Beziehung eingehen. Solche
Menschen werden zu
„Serienlebensabschnittsgefährten“. Wenn man
sich schon einmal getrennt hat, ist es dann anscheinend
leichter, die nächste Beziehung abzubrechen. Dies steht im
Gegensatz zu der gewünschten Stabilität, die sich
viele Menschen ausgerechnet durch eine außereheliche
Beziehung versprechen.
• Ganze dreiviertel aller Kinder, die in einer
außerehelichen Beziehung geboren wurden, werden die
Trennung ihrer Eltern vor ihrem 16. Lebensjahr erleben. Nur ein
Drittel aller Kinder, die in einer Ehe geboren wurden, werden
das gleiche Schicksal erleben.
• Die Chancen, daß eine nicht verheiratete Mutter
den Vater ihres gemeinsamen außerehelichen Kindes
heiraten wird, stehen schlecht. Die neuesten Statistiken in den
USA zeigen, daß dies nur in 44 Prozent aller solcher
Fälle geschieht.
• Die wirtschaftlichen Verhältnisse in einer
außerehelichen Beziehung sind oft ungeklärt,
besonders für die Frau.
• Bei Partnern in einer außerehelichen Beziehung
kommt es dreimal häufiger zu einer Depression als bei
verheirateten Paaren. Allgemein sind unverheiratete Paare oft
weniger glücklich und gesund als vergleichbare
verheiratete Paare.
Zusammengefaßt führt eine außereheliche
Beziehung allgemein genau zum Gegenteil dessen, was man von ihr
behauptet. Statt die Vorteile einer Ehe ohne die für die
Ehe typischen Probleme zu haben, hat man die Probleme einer Ehe
ohne die Vorteile einer guten Ehe. Wenn sich eine
außereheliche Beziehung überhaupt mit der Ehe
vergleichen läßt, dann nur als „Ehe auf
Sparflamme“. Sie verlangt ein geringeres Maß an
Verpflichtung gegenüber dem Partner und fördert ein
egoistisches Verhaltensmuster, wobei die Selbsterfüllung
des einzelnen Partners oft bewußt in den Mittelpunkt
gestellt wird. Ein außereheliches Zusammenleben setzt die
Fehler der Scheidungsrevolution fort, statt diese zu beheben
oder zu reduzieren.
Wir erleben die Evolution von
„Wegwerfbeziehungen“, ähnlich den in unserer
Konsumgesellschaft so typischen Einwegverpackungen.
Keine Trendwende von der Religion zu erwarten
In den USA lebten vor 30 Jahren unverheiratete Paare
„in Sünde“, aber die US-amerikanische
Gesellschaft distanziert sich zunehmend von ihren
religiösen Wurzeln. Viele junge Leute sehen das Heiraten
vor dem Zusammenziehen lediglich als eine Wertevorstellung
einer anderen, alternden Generation an – Werte, die aber
für die gegenwärtige Generation nicht unbedingt
gelten müssen. Es ist bequem für sie, ihre Beziehung
nicht mehr mit einem Geistlichen entweder vor deren
Gründung oder bei deren Auflösung besprechen zu
müssen.
„All diesen Trends liegt eine breite kulturelle
Verschiebung zugrunde, weg von einer religiöseren
Gesellschaft, wo die Ehe als Grundstein einer Zivilisation
erachtet wurde und die Menschen einen stark ausgeprägten
Sinn für gesellschaftliche Anpassung und Tradition hatten.
Wir bewegen uns hin zu einer materialistischen Gesellschaft,
die sich auf die individuelle Autonomie und Selbsterfindung
konzentriert. Die Zurückweisung traditioneller,
institutioneller und moralischer Autorität, die in allen
fortschrittlichen westlichen Gesellschaften sichtbar ist, macht
oft die ,Entscheidungsfreiheit‘ zu ihrem Leitmotiv und
die Akzeptanz des ,alternativen Lebensstils‘ zu ihrer
Botschaft“ (ebenda).
Lange Zeit wurde Religion als Autorität
mißbraucht, um Frauen zu unterdrücken und zu
mißbrauchen. Die feministische Bewegung nutzte die
verständlichen Reaktionen auf solche Übel aus und
beeinflußte das Denken und Handeln religiös
orientierter Menschen zu einer größeren Toleranz
gegenüber dem außerehelichem Zusammenleben.
Feministen sehen das außereheliche Zusammenleben als
Vorteil für Frauen an. (Wie oben bereits erwähnt,
zeigen Untersuchungen, daß genau das Gegenteil der Fall
sein kann.)
Das Christentum sollte bei der Förderung
ausgeglichener, biblisch begründeter Rollen für
Ehemänner und -frauen die Führung übernehmen, um
eine weitere Erosion der Ehe zu verhindern. Statt dessen
beeilen sich einige Konfessionen zum populistischen Verhalten,
indem sie sich solchen gesellschaftlichen Trends anpassen. Man
hat sogar angefangen, „Verpflichtungszeremonien“
für außereheliche Beziehungen als Alternative zur
„Trauungszeremonie“ anzubieten!
Diejenigen, die die Bibel lesen und ihren Aussagen glauben,
wissen, daß es Gottes Wille ist, daß Beziehungen
zwischen alleinstehenden Männern und Frauen zu einer Ehe
führen, ohne daß diese zuerst zusammengelebt haben.
„Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß
ihr meidet die Unzucht und ein jeder von euch seine eigene Frau
zu gewinnen suche in Heiligkeit und Ehrerbietung, nicht in
gieriger Lust wie die Heiden, die von Gott nichts wissen.
Niemand gehe zu weit und übervorteile seinen Bruder im
Handel; denn der Herr ist ein Richter über das alles, wie
wir euch schon früher gesagt und bezeugt haben. Denn Gott
hat uns nicht berufen zur Unreinheit, sondern zur
Heiligung“ (1. Thessalonicher 4,3-7).
Wie sollen die Verse verstanden werden? „Die erste
Anweisung, die er [Paulus] den Gläubigen erteilt, um sie
in ihrer Heiligung voranzubringen, fordert die Enthaltung von
Unzucht. Paulus ruft seine Leser zu einer vom Geist
Gottes gestärkten Selbstdisziplin auf. Die Christen sollen
sich aller sexuellen Praktiken enthalten, die nicht im Einklang
mit dem offenbarten Willen Gottes stehen: Ehebruch, vor- und
außerehelicher Geschlechtsverkehr, Homosexualität
und Perversionen, die unter den weitgefaßten Begriff der
porneia, ,Unzucht‘, fallen. Die Thessalonicher lebten in
einer heidnischen Welt, in der sexuelle Freizügigkeit
nicht nur ganz offen praktiziert, sondern sogar von der
Gesellschaft gefördert wurde“ (Das Neue Testament
erklärt und ausgelegt, herausgegeben von John F.
Walvoord und Roy B. Zuck, Hänssler-Verlag,
Neuhausen-Stuttgart, 1992, Seite 263-264; Hervorhebungen wie im
Originaltext).
Lehren die meisten Kirchen, was Gott zu diesem kritischen
Thema sagt, und weisen sie die Menschen konsequent auf das hin,
was für sie am besten ist?
„[Wenige] Religionen verbieten eine
außereheliche Beziehung oder versuchen sogar diese aktiv
zu verhindern. Damit sind die religiösen Schranken
wahrscheinlich sehr schwach ... [Da] außereheliche
Beziehungen in Amerika immer mehr zunehmen, schwinden die
volkstümlichen Unterscheidungen zwischen einem
außerehelichem Zusammenleben und einer Ehe. Kurz gesagt,
die rechtlichen, gesellschaftlichen und religiösen
Schranken gegenüber einer außerehelichen Beziehung
sind schwach und werden wahrscheinlich noch schwächer
werden. Wenn es nicht eine unerwartete Wende gibt, scheinen
Amerika, die anderen angelsächsischen Länder und die
Länder Nordeuropas in die Richtung Skandinaviens zu
gehen“ (Popenoe-Whitehead).
Skandinavien, besonders Schweden und Dänemark, ist
führend in der Zahl der außerehelich
zusammenlebenden Paare – zusammen mit der niedrigsten
Eherate und einer der höchsten Scheidungsraten.
Was bringt die Zukunft?
Popenoe und Whitehead gaben folgende Zukunftsprognose
heraus: „Wir beobachten größere soziale und
kulturelle Trends, die außereheliche Beziehungen für
heutige junge Erwachsene attraktiv erscheinen lassen. Es ist
unwahrscheinlich, daß außereheliche Beziehungen
verschwinden werden.“
Das wird zu noch mehr Mißbrauch von Frauen und
Kindern, noch mehr Depressionen, Unglück und noch mehr
kaputten Beziehungen führen. Es ist daher vorauszusehen,
daß eine neue Gesetzgebung für die
Gesundheitsversorgung und die Regelung der finanziellen
Interessen zusammenlebender Partner und für das Sorgerecht
außerehelicher Kinder aus solchen Beziehungen notwendig
sein wird.
„Im Gegensatz zur Scheidung oder der unehelichen
Schwangerschaft gab es zum Trend der außerehelichen
Beziehung überhaupt keinen öffentlichen Kommentar
oder Kritik“, berichtet der Popenoe-Whithead-Bericht.
Nun, World News and Prophecy kommentiert diese
Situation wie folgt: Zusammenzuleben ohne verheiratet zu sein
bedeutet nur ein weiteres Glied in der Kette
zwischenmenschlicher Fehlentscheidungen, anstatt die Kette zu
durchbrechen. Auch wenn das außereheliche Zusammenleben
mit wohlklingenden Worten psychologischer Selbsterfüllung
aufpoliert wird, widerspricht es dem offenbarten Willen Gottes
für uns Menschen und ist daher Sünde. Wenn Menschen
den Willen Gottes für zwischenmenschliche Beziehungen
mißachten, bezahlen sie einen Preis, ihre Kinder bezahlen
einen Preis und ihre ganze Nation bezahlt einen Preis –
einen hohen Preis.
Christi Worte ertönen mit Weisheit und warnen:
„Ihr habt gehört, daß gesagt ist Mose: Du
sollst nicht ehebrechen Ich aber sage euch: Wer eine Frau
ansieht, sie zu begehren, der hat schon mit ihr die Ehe
gebrochen in seinem Herzen“ (Matthäus 5,27-28). Der
Geist der Worte Jesu schließt jegliche sexuelle Beziehung
außerhalb der Ehe aus. Dazu gehören vorehelicher
Geschlechtsverkehr und die Homosexualität.
Weil er wußte, welchen Schaden ein solches Verhalten
auf die Menschheit bringen kann, riet Christus, es
unbedingt zu vermeiden. Er sagte: „Wenn dich aber
dein rechtes Auge zum Abfall verführt, so reiß es
aus und wirf’s von dir. Es ist besser für dich,
daß eins deiner Glieder verderbe und nicht der ganze Leib
in die Hölle geworfen werde. Wenn dich deine rechte Hand
zum Abfall verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir.
Es ist besser für dich, daß eins deiner Glieder
verderbe und nicht der ganze Leib in die Hölle
fahre“ (Matthäus 5,29-30).
Ob ein Paar unverheiratet zusammenleben sollte oder nicht,
kann nicht durch wirtschaftliche Faktoren, Bequemlichkeiten,
persönliche Vorlieben oder gesellschaftliche Trends
entschieden werden. Die Ehe ist eine göttliche
Institution, verfügt von Gott. Er allein bestimmt die
Regeln. Er weiß am besten, was funktioniert und was
nicht. Die Menschen täten besser daran, auf seine Worte zu
hören, anstatt nach eigegem Gutdünken zu
experimentieren.
(Der „Popenoe-Whitehead“-Bericht kann in
vollständiger Länge im Internet gelesen werden unter:
www.smart-marriages.com/cohabit.html.)
– INTERN Dezember 1999

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