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Glaubensgrundsätze der Vereinten Kirche Gottes, Teil 3

Glaubensgrundsatz 2.1.5
Die Sünde und das Gesetz Gottes

„Wir glauben, dass Sünde die Übertretung des Gesetzes ist. Das Gesetz ist geistlich, vollkommen, heilig, gerecht und gut. Das Gesetz definiert Gottes Liebe und gründet sich auf die zwei großen Prinzipien der Liebe zu Gott und der Liebe zum Nächsten und ist unveränderlich und bindend gültig. Die Zehn Gebote sind die zehn Punkte von Gottes Gesetz der Liebe. Wir glauben, dass die Übertretung nur eines Punktes des Gesetzes die Schuld der Sünde auf einen Menschen bringt.

Wir glauben, dass dieses grundlegende geistliche Gesetz den einzig richtigen Weg zu wahrem Leben und den einzig möglichen Weg zu Glück, Frieden und Freude offenbart. Alles Unglück, Elend, Armut, Leiden und Weh sind durch die Übertretung des Gesetzes Gottes gekommen“ (1. Johannes 3,4; 5,3; Matthäus 5,17-19; 19,17-19; 22,37-40; Jakobus 2,10-11; Römer 2,5-9; 7,12-14; 13,8-10).

Wir glauben, dass Gott die Menschheit mit dem Potential schuf, Teil seiner Familie zu werden. Es ist die Bestimmung des Menschen, die Unsterblichkeit zu erben und in einer harmonischen Beziehung zu Gott und seinen Kindern in aller Ewigkeit zu leben (Hebräer 2,6-13).

Um die Ewigkeit mit Gott zu teilen, müssen wir auch seine Gedanken teilen, seiner Lebensweise zustimmen und sie uns zu eigen machen und seine Werte, die durch sein Gesetz ausgedrückt werden, schätzen und in unserem Leben vertreten (Philipper 2,5-13). Gottes schriftliche Unterweisung an die Menschheit, die Heilige Schrift, offenbart uns diese Grundkenntnis mittels der Gesetze und Anweisungen Gottes (2. Timotheus 3,15-17). Diese Kenntnis bildet die Grundlage der ewigen Beziehung, die sich Gott zu uns wünscht. Es ist daher absolut notwendig, dass derjenige, der diese Beziehung zu Gott eingehen will, die in dem Gesetz Gottes enthaltenen Anweisungen beherzigt, wie sie in der Bibel offenbart werden.

Die Sünde – die Übertretung des Gesetzes Gottes – gab es unter den Menschen erstmalig im Garten Eden. Satan log Adam und Eva in Bezug auf den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen an (1. Mose 3,4; Johannes 8,44). Satans verführerische Vorhersage erfüllte sich nicht, denn Adam und Eva sind doch gestorben. Wie alle ihre Nachkommen sind auch wir sterblich (Hebräer 9,27). Es ist kein Zufall, dass die universelle Präsenz der Sünde im Leben aller Menschen (Römer 3,23) mit dem Tod und der Vorenthaltung der Gabe Gottes – ewiges Leben – verknüpft ist (Römer 6,23).

Das allgegenwärtige Wesen der Sünde mit dem Tod als Folge zeigt sich durch die menschliche Tendenz, das Gesetz Gottes zu missachten bzw. nicht zu befolgen (Römer 8,7). Selbsttäuschung begleitet diese Ablehnung der vollkommenen Anweisungen Gottes (Jeremia 17,9; 10,23). Bei diesem menschlichen Verhaltensmuster ist der Einfluss Satans unverkennbar, sowohl direkt (Epheser 2,1-3) als auch durch diejenigen, die er verführt hat und als seine Werkzeuge benutzt (2. Korinther 11,13-15).

Einst wurde Satan durch seine eigene Rebellion zum Widersacher Gottes. Nun bedient sich Satan unerkannt der Menschheit in seinem Kampf gegen Gott, da die Sünde, zusätzlich zu ihren negativen Auswirkungen auf die Menschen, grundsätzlich gegen Gott gerichtet ist (1. Mose 39,9; Psalm 51,4).

Die Übertretung irgendeiner Anweisung Gottes ist Sünde (1. Johannes 5,17), doch ist es auch Sünde, wenn man die Dinge unterlässt, die man tun sollte (Jakobus 4,17). Ebenso ist die Verletzung des eigenen Gewissens Sünde (Römer 14,23). Darüber hinaus ist Sünde eine versklavende Macht, von der wir die Befreiung und Erlösung brauchen (Römer 7,23-25). Von uns aus sind wir machtlos, diese Erlösung herbeizuführen (1. Petrus 1,18-19). Da die Sünde in jeglicher Form die Trennung von Gott (Jesaja 59,1-3; Epheser 4,17-19) und letztendlich den Tod nach sich zieht, kann der spätere Gehorsam allein – auch wenn Gott unseren Gehorsam erwartet – die Auswirkungen der Sünde nicht umkehren bzw. aufheben. Nur das vollkommene Sühneopfer Jesu Christi kann uns von der Sünde erlösen (Hebräer 2,14-15) und uns mit Gott versöhnen.

Durch die Sündenvergebung, die Gottes Gnade möglich macht (Römer 3,24), findet der Christ Freiheit im Gehorsam gegenüber dem Gesetz Gottes (Jakobus 1,21-25). Anstatt ein Sklave der Sünde durch Ungehorsam zu sein, dienen wir Gott durch Gehorsam. So gehen wir auf dem Weg, den er für uns vorgesehen hat, auf dem wir das ewige Leben in seinem Reich als sein großzügiges und unverdientes Geschenk erlangen werden (Römer 6,16-23).

Zu einem sündhaften Lebenswandel zurückzukehren ist in Gottes Augen eine ernsthafte Angelegenheit (2. Petrus 2,20-22). Die einzige Sünde jedoch, die nicht vergeben werden kann, ist die bewusste Ablehnung des Opfers Jesu Christi, durch das die Sündenvergebung möglich ist (Hebräer 6,4-6). Jesus beschrieb diese Sünde als „Lästerung gegen den Geist“ (Matthäus 12,31), eine wissentliche Zurückweisung der Macht und Autorität Gottes. Nachdem jeder Mensch eine volle Heilsgelegenheit gehabt hat, werden die noch Unreumütigen vernichtet (Offenbarung 20,14-15), womit sich die ultimative Strafe für Sünde erfüllen wird – der zweite Tod.

Obwohl jeder Mensch seine eigenen Sünden verantworten muss (Hesekiel 18,4. 20), wird Satan der Teufel als der Verführer der Menschheit identifiziert. Damit trägt er letztendlich die übergeordnete Verantwortung für die Verführung der Menschheit zur Sünde (Offenbarung 12,9; 20,1-3).

Glaubensgrundsatz 2.1.6
Das Opfer Jesu Christi

„Wir glauben, dass Gott diese Welt der hilflosen Sünder so geliebt hat, dass er seinen eingeborenen Sohn hingab, der ohne Sünde in menschlichem Fleisch lebte, obwohl er genau wie wir allenthalben versucht wurde. Dieser Sohn, Jesus Christus, starb als Opfer für die Sünden der Menschheit. Als Schöpfer der ganzen Menschheit ist sein Leben von größerem Wert als die Summe alles menschlichen Lebens. Daher ist sein Tod ausreichend, um die Strafe für die Sünden eines jeden Menschen zu bezahlen. Durch die Bezahlung dieser Strafe hat er es gemäß dem Plan Gottes möglich gemacht, dass jeder Mensch und die Menschheit insgesamt die Sündenvergebung und die Befreiung von der Todesstrafe erlangen kann“ (1. Mose 1,26; 2. Petrus 1,4; Hebräer 9,27; 1. Korinther 15,22; Römer 5,12; 6,23).

Jesus Christus ist der Mittelpunkt des Christentums. Nur durch sein Opfer gibt es die Sündenvergebung und letztendlich auch die Gabe des ewigen Lebens. Wir werden durch seinen Tod mit Gott versöhnt, gerettet werden wir jedoch durch sein Leben (Römer 5,10). Die Heilige Schrift verwendet diverse Titel in Bezug auf Jesus Christus. Darunter sind das Wort (Johannes 1,1), unser Heiland (1. Johannes 4,14), unser Hohepriester (Hebräer 9,11), unser Herr (Offenbarung 22,21), der Sohn Gottes (Offenbarung 1,8; 1. Johannes 5,5), unser Passa (1. Korinther 5,7), der Menschensohn (Offenbarung 14,14) und der König der Könige und Herr der Herren (Offenbarung 19,16).

Christus ist unser Retter und das Opfer für die Sünde. Obwohl er göttlich war, wurde Jesus zum Menschen, damit er für die Sünden der Menschheit sterben konnte (Philipper 2,5-7). Jesus war „eine kleine Zeit niedriger“ als die Engel, um das Leiden des Todes zu erleben (Hebräer 2,9). Als der Menschensohn konnte er die Prüfungen des menschlichen Lebens erfahren (Hebräer 4,15), um sich als unser barmherziger Hohepriester besser in unsere Lage hineinzuversetzen (Hebräer 2,17). Als unser Retter gab Christus sein Leben, damit wir leben können. Er starb auf schreckliche Weise als unser Passa, damit wir die Tragweite der Sünde und die Größe seines Opfers, das jedem Menschen gilt, begreifen.

Jesus führte ein vollkommenes Leben und hatte daher die Todesstrafe nicht verdient. Sein Opfertod war jedoch vor der Grundlegung der Welt vorgesehen (1. Petrus 1,20). Obwohl Christus das vollkommene Opfer für die Sünde war und er das Gesetz Gottes nie übertreten hatte, wurde er mehr als einmal der Gesetzesübertretung beschuldigt. Wir nehmen sein Opfer als unerlässlich für das Heil an.

Indem wir unsere Lebensführung an seinem Beispiel orientieren, tragen wir unser Kreuz und folgen ihm nach (Lukas 14,27). Dazu gehört auch die Bereitschaft zu leiden und die Verfolgung zu ertragen, worin er uns ein Beispiel gab (1. Petrus 2,19-23). Wir danken Gott, dass er seinen Sohn Jesus Christus aufgab, damit er das vollkommene Opfer für die ganze Menschheit sein konnte (Johannes 3,16).

Alle Sünden können vergeben werden, wenn wir bereuen und das Opfer Christi annehmen. Die Sündenvergebung verlangt das größte Opfer – den Tod Jesu Christi. Seine Kreuzigung vor mehr als 1900 Jahren war ein essenzieller Teil von Gottes Plan für die Versöhnung und Errettung der Menschen.

Unser Glaube an diese grundlegende Lehre versichert uns, dass unsere Sünden ausgelöscht sind. Wir schreiten in unserer christlichen Lebensführung mit Zuversicht voran, denn wir wissen, dass wir durch das Opfer Jesu Christi mit unserem himmlischen Vater versöhnt werden können. Diese Versöhnung mit unserem Vater ermöglicht uns eine Beziehung zu ihm, die uns Hoffnung auf unsere Zukunft gibt. Wir können uns auf ewiges Leben im Reich Gottes als Geschenk der Gnade Gottes freuen, weil Jesus bereitwillig ein Opfer für alle Menschen darbrachte.

Hinweis der Redaktion: Die Nummerierung der Glaubenssätze entspricht ihrer Auflistung in der Satzung der United Church of God.

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– INTERN Februar 2008 PDF-Datei dieser Ausgabe

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