Tun wir zuerst etwas Gutes

Ärzte stimmen einem Grundprinzip des Hippokratischen Eids zu: „Richte zuerst keinen Schaden an.“ Was ist der Grundsatz eines Nachfolgers Christi aus der Bibel?

Von Randy Stiver

Unsere Welt denkt weder viel noch tief über Gott und die Bibel nach. Der militante Atheismus hat gegen Ende des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts in vielen amerikanischen Städten Anzeigen auf Bussen gesponsort. Warum sollte irgendjemand Geld für die Förderung des Glaubens in einem Umfeld des Unglaubens ausgeben?

Alle Zweige des Christentums sind auf der Flucht. Es scheint, als sei der atheistische Säkularismus mit seinen Kernbotschaften wie der Homo-Ehe, dem Recht auf Abtreibung, Gelegenheitssex, der Legalisierung von Drogen usw. dabei, die Welt zu erobern.

Was soll ein Christ tun?

Biblische Prophezeiungen warnen uns vor diesen besorgniserregenden Trends in der modernen Gesellschaft. Die entschlossene Zurückweisung biblischen Einflusses ist im höchsten Maße vorhersehbar. Dies ist der Weg der menschlichen Natur, welche von der bösen Herrschaft Satans des Teufels eingespannt ist.

Wie bekämpft man die Impulse dieses finsteren Geistes? Wenn man glaubt, dass die Bibel das inspirierte Wort Gottes ist, dann kann man sich überwältigt fühlen. Was kann man tun – heute, im Hier und Jetzt?

Ärzte halten sich an das Prinzip: „Richte zuerst keinen Schaden an.“ Die Nachfolger Jesu Christi sollen jedoch mehr tun als nur das Negative zu meiden. Unser Verhalten soll die wahren Werte Gottes reflektieren. Also: Tu zuerst etwas Gutes!

Was aber ist „Gutes“?

Ein junger Mann fragte Jesus einmal: „Meister, was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe?“ Und Jesus antwortete: „Was fragst du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur Einer“ (Matthäus 19,16-18).

Jesus wusste, dass wir diese Frage stellen würden, denn wir sind dem jungen Mann, welcher ewiges Leben wollte, sehr ähnlich. Achten wir auf die Antwort Christi: „Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote.“ „Welche?“ fragte der junge Mann (eine überraschende Frage von einem jungen Juden). Was meinte er mit „welche“?

Geduldig antwortete Christus: „Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; ehre Vater und Mutter; und: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Das ist die Hälfte der Zehn Gebote samt ihrer zugrunde liegenden Zusammenfassung, seinen Nächsten wie sich selbst zu lieben!

Das Gesetz des Guten

Erkennen wir, dass Christus das ewige Leben mit dem Halten von Gottes Geboten, welche auch als Gottes Gesetz bekannt sind, verband? Leider tut dies die Mehrheit des modernen Christentums nicht. Diese Geisteshaltung stellt ein Problem dar, da Gottes Gesetz das Gesetz des Guten ist.

Vielmehr sagt die Bibel, dass „das Gesetz heilig und das Gebot . . . heilig, gerecht und gut“ ist (Römer 7,12). Gott hat das Universum inklusive der Menschheit erschaffen. Daher hat Gott die ultimative Autorität zu entscheiden, was gut und was böse ist. Niemals heißt es: „Wenn es sich gut anfühlt, dann tu es!“ – ein idiotisches Schlagwort für unmoralisches Verhalten während der ersten Sex- und Drogenrevolution in den 1960er Jahren.

Bis wir uns entschließen, Gottes Weg zu gehen, sind unsere Gefühle diesbezüglich abgestumpft. Wenn wir dann nach Gottes Gesetz des Guten leben, gleichen sich unsere Emotionen Gottes Definition vom Guten an. Folglich wird das Gute, wie es von Gottes Gesetz definiert wird, schrittweise das, was wir wollen und wonach uns der Sinn steht.

Ein guter Anfang

Ist uns bewusst, dass wir als Christen an dem kosmischen Kampf des Guten gegen das Böse teilnehmen? Sind wir von uns aus bereit dafür? Sicher nicht – das ist ein bisschen zu überwältigend. Manchmal scheint es, als kämpften wir allein gegen den bösen Einfluss des Teufels in der Gesellschaft!

Also wie gehen wir vor? Hier ist der Schlachtplan:

Als Jesus die Frage nach dem Guten beantwortete, fasste er die Zehn Gebote durch die zwei größten Gebote zusammen: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt. Dies ist das höchste und größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten“ (Matthäus 23,37-40). Und sie fassen wirklich die ganze Bibel zusammen.

Die ersten vier der Zehn Gebote zeigen besonders unsere Liebe zu Gott, welche über allem steht. Im Mittelpunkt der letzten sechs Gebote steht die Nächstenliebe.

Wir kämpfen gegen Satan, wenn wir anderen helfen, dienen und uns um sie kümmern. Wir ehren die Eltern und sind friedfertig. Wir lieben unseren Ehepartner, wir reden die Wahrheit und achten den Besitz der anderen und begehren ihn nicht.

Wir lieben Gott, indem wir beten und die Bibel studieren. Dabei entfernen wir alles aus unserem Leben, was wir mehr als Gott schätzen. Wir geben Acht, dass wir Gottes Namen nicht missbrauchen. Der biblische Sabbat ist uns wichtig und wir halten ihn als Gottes heiligen Ruhetag.

Wenn wir schrittweise vorgehen, so wie es uns Jesus gezeigt hat, werden wir zu wahrer geistlicher Bekehrung kommen, und dann wird es ebenso schrittweise natürlich für uns werden, Gutes zu tun. Suchen wir eins von Gottes Geboten aus und fangen wir an, das Gute zu tun, indem wir es noch konsequenter befolgen. Dann werden die anderen Gesetze des Guten folgen, bis es zur Gewohnheit wird.

Ärzte haben eine gute Priorität: Richte zuerst keinen Schaden an. Als Christen können wir aber auch das Positive betonen: Tun wir zuerst etwas Gutes!

– INTERN November-Dezember 2014 PDF-Datei dieser Ausgabe

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