Unsere Wahl: Freiheit oder Sklaverei

Jeder Mensch, ganz gleich unter welchem politischen System er lebt, steht vor der Wahl: Freiheit oder Sklaverei. Sind Sie wirklich frei oder sind Sie versklavt?

Von Howard Davis

Der Kampf um die Freiheit ist ein weitverbreitetes Thema in der Literatur, Musik und in Filmen. Der Zeichentrickfilm Der Prinz von Ägypten stellt z. B. die Geschichte von Mose und dessen Bemühungen dar, die Israeliten von der Sklaverei in Ägypten zu befreien. Der Film wurde zum Kassenschlager.

Die Geschichte von Mose und dem Auszug der Israeliten aus Ägypten ist aber nicht die einzige biblische Geschichte über die Befreiung von der Sklaverei. So seltsam es sich auch anhören mag, spielt sich gerade in diesem Augenblick eine noch größere biblische Geschichte über die Befreiung von der Knechtschaft ab.

Lassen Sie uns in die Zeit der dramatischen Erzählung des Exodus zurückkehren, um den in der Bibel beschriebenen Kampf gegen Unterdrückung zu verstehen und um zu entdecken, wie die Menschheit den Weg aus der Sklaverei in die Freiheit finden wird.

Ein Drama für alle Zeiten

Es ist kein Wunder, dass selbst in Hollywood immer wieder biblische Geschichten wie die Geschichte über den Auszug Israels aus Ägypten neu verfilmt werden. Freiheit, Unterdrückung und die Auswirkungen bestimmter Entscheidungen sind große, zeitlose Themen.

Warum sind die Ursachen und Eigenschaften des Exodus für Filmproduzenten so attraktiv? Vielleicht ist es das Umfeld: Die Israeliten waren Sklaven in einem Reich voller Monumente von einer solchen Pracht, dass sie heute immer noch von dem Können der antiken Bauherren zeugen und uns beeindrucken.

Der große Bösewicht in einer Show mit Tausenden von Akteuren ist ein größenwahnsinniger Führer, der meinte, er sei so mächtig wie irgendein Gott. Dieser Pharao glaubte, dass ihm das Recht zustand, ein Volk zu versklaven, auf dessen Rücken er einige der Prachtmonumente seines Reiches bauen ließ.

Ungeachtet ihrer Leiden behandelt dieser Despot die Israeliten wie Lasttiere, die benutzt und weggeworfen werden können. Der ägyptische Monarch verkündet ein Gesetz, dass alle männlichen Babys getötet werden müssen, um so das Erstarken der Israeliten zu verhindern.

Die Bibel beschreibt Israels Weg in die Freiheit. Gott setzte Mose als Führer Israels ein. Durch Mose und einen zukünftigen Propheten, der eine ähnliche Aufgabe wie Mose erfüllen wird (5. Mose 18,15. 18), offenbarte Gott für alle Zeiten die Natur der göttlichen Gnade und Liebe und das letztendliche Schicksal der Sklaverei.

Konfrontation über Freiheit

Aus einem brennenden Busch heraus sprach Gott zu Mose: „Ich habe das Elend meines Volks in Ägypten gesehen und ihr Geschrei über ihre Bedränger gehört; ich habe ihre Leiden erkannt. Und ich bin herniedergefahren, dass ich sie errette aus der Ägypter Hand und sie herausführe aus diesem Lande“ (2. Mose 3,7-8).

Zu dieser Zeit kannten die Ägypter den ewigen Gott Israels nicht. Deshalb wählte Gott Mose und seinen Bruder Aaron, um seine Gesandten zu sein: „Und ich will mit deinem und seinem Munde sein und euch lehren, was ihr tun sollt“ (2. Mose 4,15).

Mose und Aaron traten mit einer Forderung Gottes vor den eigensinnigen Herrscher Ägyptens: „So spricht der Herr, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, dass es mir ein Fest halte in der Wüste“ (2. Mose 5,1).

Pharaos Antwort war beispielhaft für die nur zu bekannte Einstellung von Menschen, die keine höhere Macht über sich akzeptieren wollen: „Wer ist der Herr, dass ich ihm gehorchen müsse und Israel ziehen lasse? Ich weiß nichts von dem Herrn, will auch Israel nicht ziehen lassen“ (Vers 2).

Pharao berief sich auf sein angeblich göttliches Recht als Herrscher. Allein sein Wort war das Gesetz. Kein Wort, Befehl oder Gesetz des Gottes Israel würde seine Handlungen beeinflussen. Der ägyptische König war niemandem als sich selbst verantwortlich.

Die Knechtschaft der Arroganz

Im Laufe der Geschichte ist es immer wieder vorgekommen, dass Staatsoberhäupter eine Arroganz an den Tag gelegt haben, mit der sie sich über die Gebote Gottes oder das Wohl ihres Volkes hinweggesetzt haben.

In der Bibel gibt es andere Beispiele der egoistischen Obsessionen von Menschen, welche der Geschichte über die Befreiung Israels ähneln. Tyrannen verharren nicht selten auf ihrem Standpunkt, wenn sie von Gott gezüchtigt werden oder wenn ihre Mitmenschen sie herausfordern, ihre oppressive Vorgehensweise zu ändern.

Der Mensch hat die Tendenz, gegen Gott zu rebellieren, weil er sich von der Autorität Gottes provoziert fühlt. „Die Gesinnung des Fleisches [ist] Feindschaft gegen Gott, denn sie ist dem Gesetz Gottes nicht untertan, denn sie kann das auch nicht“ (Römer 8,7; Elberfelder Bibel).

Der Pharao reagierte auf die Aufforderung, Israel aus Ägypten ziehen zu lassen, mit weiteren Unterdrückungsmaßnahmen. Er entzog den Sklaven das Stroh, das sie zum Ziegelmachen brauchten. Er befahl den ägyptischen Aufsehern: „Man drücke die Leute mit Arbeit, dass sie zu schaffen haben und sich nicht um falsche Reden kümmern“ (2. Mose 5,9).

„Und die Aufseher aus den Reihen der Israeliten, die die Vögte des Pharao über sie gesetzt hatten, wurden geschlagen“ (Vers 14). Die Israeliten konnten die erhöhten Anforderungen des ägyptischen Herrschers aber nicht erfüllen. So wurde ihre Situation immer schlimmer, bis Gott dem israelischen Albtraum ein Ende setzte.

Gott gegen die Götter

Gott griff mit zehn übernatürlichen Plagen ein, um sein Missfallen über Pharaos Unterdrückung, Gefangenschaft und Sklaverei Israels zu zeigen. Durch ein Wunder nach dem anderen demonstrierte Gott seine Macht über die angeblichen Götter Ägyptens: der Nil, die Frösche, das Vieh und die Insekten. Selbst die Sonne, Symbol des Gottmenschen Pharao, verschwand in einer Dunkelheit, die so dicht war, dass sie „gefühlt“ werden konnte (2. Mose 10,21).

Manchmal schien der Pharao zu schwanken. Nachdem Heuschrecken die Ernte und alle Felder vernichtet hatten, rief er Mose zu sich: „Ich habe mich versündigt an dem Herrn, eurem Gott, und an euch. Vergebt mir meine Sünde nur noch diesmal und bittet den Herrn, euren Gott, dass er doch diesen Tod von mir wegnehme“ (Verse 16-17).

Der Sinneswandel des Pharaos hielt aber nicht lange an. Seine an seinem Selbst orientierte Arroganz ließ ihn alles verachten, was sich der Macht Ägyptens widersetzte. Immer wieder verhärtete sich sein Herz.

Mit der zehnten und letzten Plage trennte Gott sein Volk endgültig von Ägypten durch das Opferblut der Lämmer, welches an die Türrahmen der israelitischen Häuser gestrichen wurde. Durch dieses Zeichen wurden die Israeliten von dem Tod verschont, der die Erstgeborenen Ägyptens traf (2. Mose 12,13). Israels Errettung versinnbildlichte die langfristige Lösung, mit der Gefangenschaft, Unterdrückung und Sklaverei ein Ende gesetzt werden: „Denn auch wir haben ein Passahlamm, das ist Christus, der geopfert ist“ (1. Korinther 5,7).

Ägypten fiel nicht unter den Schutz des Passahblutes. Selbst der Thronerbe, der erstgeborene Sohn des Pharaos, starb – zusammen mit vielen anderen Erstgeborenen Ägyptens – wegen der Arroganz und Tyrannei seines Vaters.

Nicht mehr in Ägypten, aber immer noch Sklaven

Gott führte die Israeliten durch das Rote Meer und errettete sie aus der Knechtschaft in Ägypten, indem er die Armee des Pharaos zerstörte (2. Mose 14). Nach der Durchquerung des Roten Meeres begann Israel einen 40 Jahre andauernden Fußmarsch, in dessen Verlauf das größte Hindernis zur wirklichen Freiheit offenbart wurde.

Nur wenige Wochen nachdem sie Ägypten verlassen hatten, weigerten sich die Israeliten, eine Beziehung zu Gott einzugehen, indem sie den Weg zu wahrer Freiheit ablehnten. Sie verweigerten nämlich den Gehorsam gegenüber seinem Bund, der darauf basiert, nach dem Gesetz der Liebe zu leben.

Später inspirierte Jesus seinen Jünger Johannes zu schreiben: „Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer“ (1. Johannes 5,3).

Als die Kinder Israels den Gehorsam gegenüber dem königlichen Gesetz der Liebe – ausgedrückt durch Gottes Gebote – ablehnten, „wandten [sie] sich in ihrem Herzen wieder Ägypten zu“ (Apostelgeschichte 7,39). Das tragische Beispiel des alten Israels zeigt das grundsätzliche Problem der menschlichen Natur. Es lehrt uns eine der wichtigsten Lehren der Geschichte.

Obwohl Gott den Israeliten Freiheit und Schutz gab, haben sie nie die Lust, Selbstsüchtigkeit und geistliche Blindheit verloren, die ihren Verstand in Ägypten versklavt hatten. Israel bestand darauf, seine eigenen Götter zu wählen und seine eigenen Regeln zu schreiben – eine selbstzerstörerische Tendenz, die die Menschheit seit jeher geplagt hat.

Israel versklavte sich selbst, als es Gottes Herrschaft und seinen Lebensweg ablehnte. In den nachfolgenden 800 Jahren ihrer Geschichte beteten die Israeliten sogar „das Heer des Himmels“ [Sterne bzw. Sternenbilder] an, wovor Gott sie gewarnt hatte.

Die Konsequenz für diesen Ungehorsam war die Gefangenschaft in Babylon (Apostelgeschichte 7,42-43). Im Jahr 586 v. Chr. erfolgte die endgültige Gefangennahme der letzten Israeliten – das Haus Juda –, als sie nach Babylon verschleppt wurden. Durch ihre freie Entscheidung hatten sie den göttlichen Weg der Freiheit konsequent verworfen.

Eine Lehre für uns

Ist die Geschichte über den Auszug aus Ägypten heute noch relevant? Ob Sie es glauben oder nicht, das 20. Jahrhundert war barbarischer als die Zeit, in der Mose lebte. Es wurden Millionen von Menschen ermordet – Juden, Armenier, Slawen, Kambodschaner, Russen, Ugander, Ruander und Chinesen.

Das war ein Zeichen, dass Barbarei und Brutalität immer noch vorhanden sind und praktiziert werden. Das Leiden dieser Menschen ist genauso echt gewesen wie der biblische Bericht über die Knechtschaft Israels in Ägypten.

Der heutige Mensch ist stolz auf seine Bildung. Gegenüber der Religion der Ägypter mit ihren Symbolen und ihrem Aberglauben sehen wir uns heute als aufgeklärt. Die meisten von uns beten heute nicht mehr Flüsse, Tiere, Insekten, Sterne oder Planeten an.

Stattdessen finden sich unsere Götter – die Objekte unserer Liebe und Verehrung – im Materialismus, Geld und in sinnlichen Freuden. Der menschliche Verstand und unsere Kultur werden dadurch genauso versklavt wie durch irgendeinen Gott der Antike.

Christus, Mose und Freiheit

Als der Zeichentrickfilm Der Prinz von Ägypten erschien, war das öffentliche Interesse an Mose, dem Erretter des alten Israels, sehr groß. Das US-Magazin Time fragte auf seiner Titelseite: „Wer war Mose?“ Während sich die Gelehrten darüber streiten, erklärt die Bibel deutlich den Wert des zeitlosen Beispiels und der Arbeit von Mose.

Jesus Christus und Mose hatten die gleichen Ideale und Perspektiven; sie traten beide für Gottes Lebensweg ein. Jesus selbst verkörpert den göttlichen Weg. Er bietet uns an, in uns zu leben (Galater 2,20; Johannes 14,23), damit wir nach dem göttlichen Gesetz leben können, das uns den wirklichen Weg in die Freiheit zeigt (Johannes 8,31-32). Dies ist der Charakter Jesu Christi, zu dem sich jeder Mensch bekehren muss.

Obwohl die christliche Bekehrung unter Mose noch nicht möglich war, gebrauchte Gott Mose, um ein für alle Mal richtiges Verhalten zu definieren.

Der Apostel Jakobus bezeichnete das Gesetz Gottes, die Zehn Gebote, als den Weg zur Freiheit. Es ist „das vollkommene Gesetz der Freiheit“ (Jakobus 1,25). Paulus fügt hinzu: „So ist also das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht und gut“ (Römer 7,12).

Paulus weist aber auch auf das grundlegende Problem hin, das ein unbekehrtes Herz hat, wenn es von Gottes Lebensregeln herausgefordert wird. „Denn wir wissen, dass das Gesetz geistlich ist; ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft“ (Romans 7,14).

Gottes Gesetz ist geistlich, sowie Gott, der Vater, und Jesus Christus es sind (Johannes 4,24; 1. Korinther 15,45). Der Mensch ist aber nicht von Natur aus geistlich. Die Menschheit ist nie in der Lage gewesen, auf Gottes Weg der Freiheit ganz zu bleiben, weil unsere menschliche Natur und unsere Sünden uns gefangen gehalten haben (Römer 7,21-23).

In ihrem Zustand der Versklavung ist die Menschheit dem Tod geweiht, genauso wie die Ägypter. Der Teufel, der „die ganze Welt verführt“, hält uns gefangen (Offenbarung 12,9). Wir sind zwar keine Sklaven in Ägypten, aber unsere Begierde und unsere nach innen gerichtete Motivation sind wie ein selbst auferlegtes Gefängnis:

„Wisst ihr nicht: wem ihr euch zu Knechten macht, um ihm zu gehorchen, dessen Knechte seid ihr und müsst ihm gehorsam sein, es sei der Sünde zum Tode oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?“ (Römer 6,16).

Der Weg zur Freiheit

Christus erklärte, dass die Lebensweise, die Gott Israel unter Mose gab, der Weg ist, den jeder leben sollte. Einem jungen Mann, der fragte, wie man ins ewige Leben eintreten könnte, antwortete er: „Halte die Gebote.“ Er zählte einige der Zehn Gebote auf, um deutlich zu machen, was er damit meinte (Matthäus 19,17-19).

Gottes Lebensweg wird uns ermöglicht, weil Christus in uns wohnen kann. Nach Reue und der Taufe können wir so von der Sünde befreit werden. Gottes Gesetz ist dann „in uns erfüllt . . ., die wir nun nicht nach dem Fleisch leben, sondern nach dem Geist“ (Römer 8,4).

Viele haben sich im Laufe der Geschichte als Sieger über die Unterdrückung erwiesen. Der Kampf der Menschheit, sich von Unterdrückung zu befreien, ist in der Bibel ein großes Thema. Der Auszug aus Ägypten ist vielleicht das meistgefeierte Ereignis der Geschichte. Vielen Menschen gefällt diese Geschichte, weil sie das Leid und die Unterdrückung leid sind. Auch sie wollen frei sein.

Unterdrückung, Gefangenschaft und Sklaverei, die den Verstand und das Verhalten anderer gefangen halten, brauchen aber nicht Sie selbst im Griff zu halten. Gott ruft seine Kinder aus dem Griff dieser gefährlichen und bösen Welt heraus. „Geht hinaus aus ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen!“ (Offenbarung 18,4).

So wie Mose Israel aus Ägypten führte, wird Christus – unser Passahlamm – kommen, um die Menschheit zu erretten und das Reich Gottes auf Erden zu errichten. Und selbst heute befreit er diejenigen von den Fesseln der Sünde, die seiner Berufung zur wahren Reue folgen.

Dies ist die wunderbare Nachricht, die Jesus Christus brachte. Er kam „nach Galiläa und predigte das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist herbeigekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“ (Markus 1,14-15).

Jeder Mensch steht vor der Wahl: Freiheit oder Sklaverei. Wie werden Sie sich entscheiden?

Gottes Gesetz ist keine Knechtschaft

Gehorsam gegenüber einem Gesetz an sich ist wohl keine Knechtschaft. Jedes Land auf Erden, darunter Demokratien, in denen Vertreter des Volkes Gesetze beschließen, hat seine Gesetze. Macht man sich zum Sklaven, wenn man ein guter Staatsbürger ist? Oder garantiert ein funktionierender Rechtsstaat nicht gerade eine gewisse Freiheit für alle Bürger?

Wahre Freiheit ist nicht Freiheit von dem Gesetz. Ein gerechtes Gesetz richtet Freiheit auf und sichert sie. „Anders der Mensch, der tief und anhaltend in das vollkommene Gesetz Gottes blickt, das uns frei macht. Er hört nicht nur hin, um es gleich wieder zu vergessen, sondern handelt danach. Freuen darf sich, wer das wirklich tut“ (Jakobus 1,25; Gute Nachricht Bibel).

Das Gesetz Gottes ist keine Zwangsjacke, die Freiheit verhindert. Stattdessen ist es der Rahmen für eine Lebensweise, die das Wohlergehen des Einzelnen und der Gesellschaft garantiert: „Wer dein Gesetz liebt, der hat Glück und Frieden, kein Hindernis kann ihn zum Straucheln bringen“ (Psalm 119,165; Gute Nachricht Bibel).

Statt die Israeliten von der Knechtschaft in Ägypten in eine weitere Form der Knechtschaft zu führen, befreite Gott sie von einer Gesellschaft, in der sie nicht vor Misshandlungen geschützt waren. Der Gesetzeskodex der Ägypter bot den Israeliten weder Schutz noch Freiheit. Nach ihrer Befreiung erhielten sie ein Gesetz von Gott, das ihnen gerade diese Dinge gab:

„Und nun höre, Israel, die Gebote und Rechte, die ich euch lehre, dass ihr sie tun sollt, auf dass ihr lebet“ (5. Mose 4,1). Es war ein vollkommenes Gesetz (Psalm 19,8). Israel „brauchte keine weiteren Vorschriften, und keine der ihnen gegebenen Vorschriften war überflüssig“ (Expositor’s Bible Dictionary, Band 3, Seite 42).

Gott beruft Christen zu einer Lebensweise der Liebe, die sich in dem Gehorsam gegenüber dem Gesetz Gottes ausdrückt. Zur Zeit ihrer Berufung führen alle Menschen mehr oder weniger eine Lebensweise des Ungehorsams. Gott ruft uns auf, diesen Wandel zu bereuen und abzustellen: „Ihr habt euch ja lange genug an dem Treiben der Menschen beteiligt, die Gott nicht kennen; ihr habt euch hemmungsloser Gier und Ausschweifung hingegeben, habt an wüsten Fress- und Saufgelagen teilgenommen und an einem abscheulichen Götzendienst“ (1. Petrus 4,3).

Das Gesetz dient als Wegweiser zur Erkennung von Verhaltensweisen, die Sünde sind und uns versklaven: „Behaupte ich damit, dass Gesetz und Sünde dasselbe sind? Das ganz gewiss nicht! Aber ohne das Gesetz hätten wir Menschen die Sünde nie kennen gelernt. Die Begehrlichkeit wäre nicht in uns erwacht, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte: Du sollst nicht begehren!“ (Römer 7,7; Gute Nachricht Bibel).

Unser neues Leben als Christen ist ein Leben der Freiheit. Unsere Freiheit ist eine Freiheit von den Konsequenzen der Sünde. Sie beginnt damit, dass wir unseren Erlöser Jesus Christus annehmen und durch ihn die Vergebung der Sünden erlangen – eine Befreiung von der Strafe des ewigen Todes, die wir sonst durch unsere Missachtung der Lebensweise Gottes „verdient“ hatten (Römer 6,23).

Wie sollen wir nach dieser Befreiung leben? Das „Gesetz der Freiheit“ weist uns den Weg!

– INTERN September-Oktober 2015 PDF-Datei dieser Ausgabe

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