Was ist das Evangelium vom Reich Gottes?

Fernlehrgang zur Bibel, Lektion 6

Online bestellen: Fernlehrgang zur Bibel „Als der große, stattliche Bau der [römischen] Kirche fast fertig war, wurde . . . die Lehre über die Herrschaft Christi auf der Erde . . . als absurde Erfindung der Ketzer und Fanatiker verworfen.“
— Edward Gibbon, Verfall und Untergang des Römischen Reiches (1967, Seite 234)

Die Ruinen des alten römischen Reiches bieten eine Szene des Verfalls, dort, wo Kaiser einst über ein mächtiges Reich geherrscht haben. Die heidnischen Tempel von Jupiter und Venus sind Relikte vergangener Größe, und der Besucher in Rom bewundert ihre Ruinen und fragt sich, wie alles einst in seiner Herrlichkeit ausgesehen haben mag.

Als Schatten auf den historischen Arealen Roms sieht man die Kreuze der vielen Kirchen in der Stadt. Für manche sind sie ein passendes Symbol des kirchlichen Triumphs über das Reich, das Gläubige einst verfolgte und die neue Religion auszumerzen versuchte.

Ist das Christentum der heutigen Zeit das Reich Gottes auf Erden? Dies ist die Vorstellung einiger Christen und zumindest einer großen Kirche. Aber ist dies das Reich Gottes, wie die Bibel es beschreibt?

Hat das Christentum seinen Anhängern und der Welt den dauerhaften Frieden beschert, der von den Propheten der Bibel vorausgesagt wurde? Ist das Reich Gottes nur in einer großen Kirche vertreten, oder stellt die Gesamtheit der Konfessionen und Glaubensgemeinschaften das Reich Gottes dar? Oder ist das Reich Gottes, wie einige meinen, lediglich im Herzen gläubiger Menschen zu finden? Solche Vorstellungen spiegeln die diversen Meinungen unter gläubigen Menschen über das Reich Gottes wider.

Was meinte Jesus, als er vom Reich Gottes predigte? Meinte er die Kirche, die er durch seine Jünger gründete? Oder hatte er etwas ganz anderes im Sinn?

Jesu klare Worte über das Reich Gottes werden heute anders ausgelegt. Kurzum: Im Laufe der Jahrhunderte ist Jesus nicht mehr der Bote, sondern er versinnbildlicht für viele die Gesamtheit der Botschaft vom Reich Gottes. Die Redaktion der Zeitschrift Gute Nachrichten möchte, dass Sie die ursprüngliche Botschaft der ersten Christen mit dem wahren Evangelium vom Reich Gottes (Markus 1,14-15) verstehen.

Wo fängt die Geschichte an?

Wie beschreibt die Bibel das Reich Gottes? Wann fing Gott an, dieses Reich der Menschheit zu offenbaren?

Viele gehen davon aus, dass das Reich Gottes erstmalig von Jesus und seinen Jüngern gepredigt wurde. Die vier neutestamentlichen Bücher, in denen das Leben und Wirken Jesu im Detail beschrieben werden, heißen heute zwar die „Evangelien“, aber nur den wenigsten ist bekannt, dass das Reich Gottes lange vor der Geburt Christi offenbart wurde.

Das Wort Evangelium leitet sich vom Griechischen evangelion ab, womit eine königliche Mitteilung oder eine gute Nachricht über etwas Bedeutendes gemeint war. Evangelium bedeutet einfach eine gute Nachricht von Gott. Es ist Gottes Mitteilung an uns über sein Vorhaben mit den Menschen, das im Wesentlichen mit dem Reich Gottes zu tun hat.

Lange vor Jesu Geburt verkündete Gott den Daseinszweck des Menschen. Darin finden wir den Anfang des Evangeliums. Der Apostel Paulus berichtet uns, dass Abraham das Evangelium erfuhr: „Die Schrift . . . verkündigte dem Abraham die gute Botschaft voraus: In dir werden gesegnet werden alle Nationen“ (Galater 3,8; Elberfelder Bibel; alle Hervorhebungen durch uns).

Das Evangelium verkündet, wie Gott alle Nationen segnen wird. Es umfasst Gottes Vorhaben, die Menschheit in aller Ewigkeit zu segnen. Jesus Christus ist der Mittelpunkt dieses Vorhabens. Das Evangelium bedeutet jedoch viel mehr als nur die Person Jesus Christus. Es umfasst den Plan Gottes in seiner Gesamtheit, wie dieser in der Heiligen Schrift offenbart wird. Es zeigt, wie der Messias – Jesus Christus von Nazareth – diesen Plan seines himmlischen Vaters durchführen wird.

Lesen wir nun, wie diese gute Nachricht in der Heiligen Schrift offenbart wird.

Wann verkündete Gott zum ersten Mal sein Vorhaben mit den Menschen, die er erschaffen hat?

„Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht“ (1. Mose 1,26).

Mit diesem Vers beginnt Gottes Ankündigung des Reiches Gottes. Der Schöpfer drückt seine Absicht aus, den Menschen nach seinem Bilde zu gestalten und ihm die Herrschaft über seine Schöpfung zu geben. (Lektion 3 dieses Fernlehrgangs erklärt im Detail, warum Gott die Menschen nach seinem Bilde geschaffen hat.)

Gott bot der ersten menschlichen Familie einen Lebensweg an – durch den Baum des Lebens dargestellt –, bei dem der Mensch eine persönliche Beziehung mit seinem Schöpfer gehabt hätte.

Welcher geistliche Inhalt ist unerlässlich für eine erfolgreiche Beziehung mit Gott?

„Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt“ (Hebräer 11,6).

Gott segnet und belohnt diejenigen, die ihm durch tätigen, lebendigen Glauben dienen (Jakobus 2,17-23). Diesen Glauben gibt es nur als Geschenk Gottes. Er ist für unsere Errettung unerlässlich (Epheser 2,8). Wer nicht auf Gott vertrauen will, kann ihm unmöglich gefallen.

Gott erwartete, dass Adam und Eva ihm vertrauen und dieses Vertrauen durch Gehorsam demonstrieren würden. Die Bibel nennt diesen vertrauensvollen Gehorsam Glauben. Leider erkannten Adam und Eva nicht die Wichtigkeit dieses gehorsamen Vertrauens.

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