Vom 30. September 2022
Guten Tag, Geschwister!
Heute schreibe ich diesen Brief aus der Gegend von Orlando, Florida, wo meine Frau und ich seit letztem Freitag verweilen. Wir hatten einen sehr angenehmen und inspirierenden Sabbat und verbrachten den Posaunentag mit den Geschwistern in Jacksonville und Orlando. Danach beschlossen wir, noch ein paar Tage hier zu bleiben, bevor wir nach Cincinnati zurückkehren.
Als wir Cincinnati verließen, ahnten wir noch nicht, dass sich in der Karibik ein Sturm zusammenbraute, der schließlich zum Hurrikan Ian entwickeln würde — einer der fünf stärksten Stürme, die Florida jemals getroffen haben sollen.
Je näher der Posaunentag rückte, desto mehr rückte dieser Hurrikan in unseren Focus. Wir machten uns aber keine allzu großen Sorgen. Als er gestern in der Gegend von Port Charlotte an Land ging, war klar, dass dieser Sturm sehr ernst zu nehmen war.
Als ich letzte Nacht gegen 3 Uhr aufwachte, hörte ich den Wind heulen und den Regen buchstäblich in Strömen fallen. Es war ein gewaltiges, starkes Geräusch, und ich stand auf und ging auf unsere Veranda hinaus. Der Strom war überall ausgefallen, sodass nirgendwo ein Licht zu sehen war. Es war ein wunderschöner Moment.
Als ich über die Landschaft blickte und den Regen sah und die Bäume sich buchstäblich bogen, spürte ich ein Gefühl des Friedens. Dies war nur ein kleines Beispiel für die Macht Gottes im Universum. Diese Macht, die hier zur Schau gestellt wurde, könnte Häuser, Leben und alles, was ihr im Weg steht, zerstören.
Aber es war ein Moment, in dem ich völligen Frieden und Vertrauen in Gott empfand. Es gab nichts, was ich tun konnte, um den Sturm aufzuhalten oder irgendetwas zu schützen. Alles lag vollständig in Gottes Händen, und ich vertraute ihm vollkommen, dass er sein ganzes Volk durch dieses Ereignis führen würde.
Wenn man sich selbst hilflos und machtlos fühlt, aber Gott vollkommen vertraut, ist das ein wunderbares, motivierendes und befreiendes Gefühl.
Wir haben gerade den Posaunentag gefeiert, der die Wiederkunft Christi und die Auferstehung der Heiligen darstellt. Christus ist der Retter, der die Welt vor der Zerstörung bewahren wird, die Satan über die Erde und die gesamte Menschheit bringen will. Die Zeit bis zu seiner Wiederkunft wird von geistlichen und buchstäblichen Stürmen, starken Winden, strömendem Regen und der Macht Satans geprägt sein, der entschlossen ist, die Heiligen zu brechen. Er will unseren Glauben zerstören und uns dazu bringen, uns an ihn zu wenden, um Schutz und Nahrung zu finden, anstatt uns auf Gott zu verlassen.
Geben Sie nicht nach. Haben Sie keine Angst. Schauen Sie der "Gefahr", die auf uns lauert, direkt ins Gesicht und spüren Sie den Trost Gottes, der immer bei uns ist. Gott liebt uns und gibt uns die Kraft und die Entschlossenheit, jeden Sturm, der sich uns entgegenstellt, auszuhalten und zu überstehen.
Heute Nachmittag haben wir hier immer noch keinen Strom, wie die meisten Leute in dieser Gegend. Trotz des Windes und des heftigen Regens haben wir keine Schäden zu beklagen, nur einige Äste und Zweige, die aufgeräumt werden müssen. Die Berichte, die ich bisher gehört habe, deuten darauf hin, dass es unseren Geschwistern ähnlich ergeht. Die Pastoren Richard Kennebeck, Doug Wendt und Braden Veller werden uns wahrscheinlich weitere Informationen aus ihren Gebieten zukommen lassen.
Ich möchte Sie bitten, weiterhin für Ihre Geschwister in Florida zu beten, denn es gibt jetzt viel zu tun, um aufzuräumen und sich auf den Versöhnungstag und das Laubhüttenfest vorzubereiten.
Da dies der letzte Brief bis zum 27. Oktober sein wird, möchte ich all unsere Geschwister weltweit daran erinnern, dass wir für Sie alle beten. Mögen Sie alle einen bedeutungsvollen Versöhnungstag und ein inspirierendes Laubhüttenfest und den Achten Tag erleben, während wir vor Gott treten und uns freuen. Fassen wir alle den Vorsatz, diese von Gott festgelegten Zeit so zu begehen, dass wir ihm wohlgefällig sind.
Nehmen Sie an jeder Versammlung teil, treten Sie vor seine Gegenwart und stellen Sie Gott in Ihren Plänen und Gedanken an erster Stelle.
Möge Gott Sie alle segnen. Mögen wir durch alles, was wir tun, seinem Namen Ehre und Ruhm geben.
Im Dienst Christi
Das nächste "Wort zum Sabbat" erscheint am 21. Oktober 2022.
Rick Shabi