
Je näher wir dem tatsächlichen Ende dieses Zeitalters kommen, das das Ende der Herrschaft der Menschen über die Welt unter dem Einfluss Satans sein wird, desto mehr scheint es, dass selbsternannte Propheten ihre eigenen Vorhersagen über die Ereignisse der Endzeit machen, z. B. über Harmagedon, die Wiederkunft Christi oder „das Ende der Welt“.
Von der Redaktion
Mit Büchern, Filmen und Websites zum Thema „Ende der Tage“ verdienen religiöse Autoren viel Geld. Denn viele dieser Weltuntergangspropheten sagen vorher, dass die Menschheit durch einen Atomkrieg, globale Erwärmung oder Abkühlung, durch einen Asteroiden, einen Kometen oder durch einen Angriff von Außerirdischen ausgelöscht werden wird! Dagegen ist jedoch beruhigend, dass die Bibel uns versichert, dass die Menschheit nicht vollständig vernichtet werden wird.
Aber anstatt die Bibel, die Offenbarung Gottes, zu studieren, konzentrieren sich viele Menschen auf nichtbiblische und antibiblische Vorhersagen. Dazu gehören astrologische Interpretationen, Vorhersagen von Hellsehern wie Nostradamus oder Edgar Cayce, Interpretationen ägyptischer Pyramiden oder des Maya-Kalenders, paranormale Visionen, Verschwörungstheorien sowie Aussagen dämonischer Medien und Mystiker. In den letzten Jahren haben Vorhersagen, die auf „Blutmonden“ basieren, für Aufregung gesorgt, aber sie haben sich nicht bewahrheitet. Was sollten wir daraus lernen?
Die meisten langfristigen Vorhersagen sind nicht besser als wilde Spekulationen. Doch unser Schöpfergott möchte, dass wir Wahres über die Zukunft erfahren. Deshalb wird er uns die Augen öffnen, um seine vollkommenen Prophezeiungen zu verstehen, wenn wir bereit sind, sein Wort zu studieren und zu befolgen. Dazu gehört auch, dass wir dann in der Lage sind, lügenhafte Vorhersagen zu erkennen.
Die Flut falscher Vorhersagen und die Trennung von Fakten und Fiktion
Es gibt wirklich einen echten Satan den Teufel, der die Menschen mit allen Mitteln davon abhalten will, Gottes Wahrheit über die Zukunft zu verstehen. Seine Hauptmethode besteht darin, eine verwirrende Nebelwand aus falschen Lehren und unrichtigen Vorhersagen zu errichten. Er tut das in der Hoffnung, die Menschen würden in all dem Durcheinander niemals die Wahrheit finden.
Ein Leser beschrieb uns seine Suche nach der Wahrheit:
„Ich komme aus einem evangelischen Elternhaus und habe mein ganzes Leben lang die Bibel gelesen und meinte, sie richtig zu verstehen. Vor einigen Jahren sagte mir jedoch ein Freund, dass ich Gott bitten müsse, mir die Augen für seine Wahrheit zu öffnen, wenn ich die Bibel wirklich verstehen wolle. Das kam mir sehr seltsam vor, aber dennoch bat ich Gott, mir die Augen für seine Wahrheit zu öffnen.
Was dann geschah, war erstaunlich. Dinge, die ich mein ganzes Leben lang gelesen und für verstanden gehalten hatte, erhielten eine ganz neue Bedeutung. Während meiner gesamten Suche bat ich Gott jeden Tag, mir die Augen für seine Wahrheit und Weisheit zu öffnen – und er tat es. Ich sah auch, wie oft die Bibel vor religiöser Täuschung warnt und wie Satan die ganze Welt verführt.
Ohne es damals zu merken, begann ich, die in Epheser 6 beschriebene ,Waffenrüstung Gottes‘ anzulegen, um mich vor den Täuschungen Satans zu schützen. Gott ließ mich wissen, wenn ich etwas hörte oder sah, das nicht seiner Wahrheit entsprach. Bald wurde mir auch klar, dass ich Gottes Geist brauchte, um Wahrheit von Lüge zu unterscheiden und mich nicht dieser Welt anzupassen. Es ist ein ständiger Kampf, den wir nur mit Gottes Hilfe gewinnen können.“
Die Bibel warnt uns eindringlich vor falschen Propheten
Als Jesu Jünger ihn nach dem „Ende der Welt“ fragten, gab er ihnen eine erstaunlich detaillierte Prophezeiung darüber, was in der Zukunft bis zum Ende auf sie zukommen würde. Da sie sich zu dieser Zeit auf dem Ölberg mit Blick auf Jerusalem befanden, wird diese Prophezeiung gemäß Matthäus 24, Markus 13 und auch in Lukas 21 als die Ölberg-Prophezeiung bezeichnet.
In dieser Prophezeiung machte Jesus deutlich, was seine Nachfolger vor „dem Ende“ tun müssen. Er sagte: „Und es wird gepredigt werden dies Evangelium vom Reich in der ganzen Welt zum Zeugnis für alle Völker, und dann wird das Ende kommen“ (Matthäus 24,14; alle Hervorhebungen durch uns).
Gott hat seine Kirche beauftragt, von der wunderbaren Zukunft zu erzählen, die letztendlich kommen wird, aber auch vor den schrecklichen Ereignissen zu warnen, die diese Zeit einläuten werden. Sein Volk soll von den wunderbaren Vorteilen des Gehorsams gegenüber Gott erzählen, aber ebenso die Welt vor den schlimmen Folgen bei Nichtbeachten von Gottes Geboten warnen.
Ja, Jesus warnte auch: „Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe“ (Matthäus 7,15). Ein wahrer biblischer Prophet erfindet keine eigenen Verkündigungen, sondern ist ein Bote für Gottes Offenbarungen. Wenn eine Vorhersage „sich nicht erfüllt“, dann ist dies ein Beweis dafür, dass die betreffende Person kein Prophet Gottes ist (5. Mose 18,21-22).
Es gab schon immer viele selbsternannte „Propheten“. Doch Gott sagte: „Ich habe diese Propheten nicht gesandt, und doch sind sie losgezogen. Ich habe ihnen keine Botschaft anvertraut, trotzdem haben sie geweissagt“ (Jeremia 23,21; „Hoffnung für alle“-Bibel). Würde Gott heute dasselbe über all jene sagen, die behaupten, in seinem Namen die Zukunft vorherzusagen?
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie falsche Geistliche von wahren Dienern Gottes unterscheiden können. Sie werden auch erfahren, wie vorsichtig wir sein müssen, wenn jemand Vorhersagen über die Zukunft macht!
• Welche Warnung gab der Apostel Paulus vor falschen religiösen Führern?
„Ich fürchte aber, dass wie die Schlange Eva verführte mit ihrer List, so auch eure Gedanken abgewendet werden von der Einfalt und Lauterkeit gegenüber Christus. Denn wenn einer zu euch kommt und einen andern Jesus predigt, den wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen andern Geist empfangt, den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht angenommen habt, so ertragt ihr das recht gern ...
Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und verstellen sich als Apostel Christi. Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt sich als Engel des Lichts. Darum ist es nichts Großes, wenn sich auch seine Diener verstellen als Diener der Gerechtigkeit; deren Ende wird sein nach ihren Werken“ (2. Korinther 11,3-4. 13-15).
Satan der Teufel, „der die ganze Welt verführt“ (Offenbarung 12,9), gibt niemals auf, falsche Prediger und andere zu benutzen, um Menschen in die Irre zu führen. Äußerlich wirken sie meist fromm und gläubig, doch ihre Botschaften sind Fälschungen, eine Mischung aus Wahrheit und Irrtum. Wie Paulus sagte, predigen sie in Wirklichkeit „einen anderen Jesus“ und „ein anderes Evangelium“.
Die Bibel warnt wiederholt vor falschen Botschaften und falschen Verkündern. Um mehr zu erfahren, fordern Sie unsere kostenlose Broschüre Gibt es wirklich den Teufel? an oder laden Sie sie als PDF-Datei herunter.
• Was war Jesu erste Warnung an seine Jünger in seiner Prophezeiung auf dem Ölberg?
„Und als er auf dem Ölberg saß, traten seine Jünger zu ihm und sprachen, als sie allein waren: Sage uns, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein für dein Kommen und für das Ende der Welt? Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Seht zu, dass euch nicht jemand verführe. Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin der Christus, und sie werden viele verführen“ (Matthäus 24,3-5).
„Jesus fing an und sagte zu ihnen: Seht zu, dass euch nicht jemand verführe! Es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin’s, und werden viele verführen“ (Markus 13,5-6).
Die Gefahr der Verführung durch falsche Propheten wird in der Zeit vor der Wiederkunft Jesu so groß sein, dass Jesus seine Warnung vor Irrlehrern wiederholt hat!
„Und es werden sich viele falsche Propheten erheben und werden viele verführen ... Wenn dann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist der Christus!, oder: Da!, so sollt ihr’s nicht glauben. Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten aufstehen und große Zeichen und Wunder tun, sodass sie, wenn es möglich wäre, auch die Auserwählten verführten“ (Matthäus 24,11. 23-24).
Jesus wollte uns vor den vielen Kirchen und religiösen Führern warnen, die behaupten, ihn zu vertreten, aber die Bibel nicht richtig auslegen. Einige von ihnen sind unaufrichtig und haben falsche Motive. Andere sind aufrichtig, befinden sich jedoch im Irrtum. Einige werden sogar „große Zeichen und Wunder tun“! Es ist leicht, sich irreführen und verwirren zu lassen, wenn wir uns nicht ständig an die Bibel halten, um zu erkennen, was wahr und was falsch ist.
• Welche zusätzliche Warnung hinterließ Jesus seinen Jüngern?
„Und als einige von dem Tempel sagten, dass er mit schönen Steinen und Kleinoden geschmückt sei, sprach er: Es wird die Zeit kommen, in der von allem, was ihr seht, nicht ein Stein auf dem andern gelassen wird, der nicht zerbrochen werde.
Sie fragten ihn aber: Meister, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein, wenn das geschehen wird? Er aber sprach: Seht zu, lasst euch nicht verführen. Denn viele werden kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin’s, und: Die Zeit ist herbeigekommen. – Folgt ihnen nicht nach!“ (Lukas 21,5-8).
In der Endzeit würden viele religiöse Führer – und auch nichtreligiöse Menschen – behaupten, dass wir uns in der Endzeit befinden. Da diese Behauptung ja auch stimmt, führt es dazu, dass die Menschen auch die anderen jedoch falschen Behauptungen dieser religiösen Führer für wahr halten, was wiederum dazu führt, dass es den Menschen viel schwieriger ist, die Wahrheit zu finden und Gottes wahre Botschafter zu erkennen.
• Welche Frage zur Endzeit möchten die Menschen am häufigsten beantwortet haben?
„Sage uns, wann wird das geschehen? Und was wird das Zeichen sein, wenn das alles vollendet werden soll?“ (Markus 13,4).
Natürlich sind wir alle neugierig, wann Christus wiederkommen wird und wann andere prophezeite Ereignisse eintreten werden. Selbst nach der Auferstehung Jesu fragten die Jünger ihn noch nach seinem Kommen (Apostelgeschichte 1,6). Manche Prediger und Schriftsteller verdienen, wie schon erwähnt, viel Geld damit, dass sie vorhersagen, wann Christus wiederkommen oder die Welt untergehen wird.
• Kann aber irgendjemand genau sagen, wann Jesus wiederkommen wird?
„Von dem Tage aber und von der Stunde weiß niemand, auch die Engel im Himmel nicht, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater“ (Matthäus 24,36).
„Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel? Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat“ (Apostelgeschichte 1,6-7).
Nein, wir können den genauen Zeitpunkt nicht wissen! Jesus sagte seinen Jüngern, dass die Zeit seines Kommens allein Gott, dem Vater, vorbehalten ist. Aber Jesus sagte auch, dass wir auf Zeichen achten sollen, die uns zeigen, wie weit wir in der prophezeiten Abfolge der Ereignisse sind und wohin uns diese Ereignisse führen (Matthäus 24,32-44).
• Wie kann man einen falschen Prediger erkennen, wenn einige seiner Vorhersagen sich als wahr herausstellen?
„Seht euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man denn Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln? So bringt jeder gute Baum gute Früchte; aber ein fauler Baum bringt schlechte Früchte ... Darum: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen“ (Matthäus 7,15-17. 20).
„Wenn ein Prophet oder Träumer unter euch aufsteht und dir ein Zeichen oder Wunder ankündigt und das Zeichen oder Wunder trifft ein, von dem er dir gesagt hat, und er spricht: Lass uns andern Göttern folgen, die ihr nicht kennt, und ihnen dienen, so sollst du nicht gehorchen den Worten eines solchen Propheten oder Träumers; denn der Herr, euer Gott, versucht euch, um zu erfahren, ob ihr ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele lieb habt. Dem Herrn, eurem Gott, sollt ihr folgen und ihn fürchten und seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhangen“ (5. Mose 13,2-5).
Wer die Menschen nicht dazu aufruft, Gottes Geboten zu gehorchen, wurde nicht von Gott gesandt. Jesus zitierte 5. Mose 8, Vers 3, als er sagte: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht“ (Matthäus 4,4). Ebenso werden die wahren Diener Gottes danach streben, jedes Wort Gottes zu lehren und selbst danach zu leben.
• Was ist wichtiger, als zu wissen, wann Christus wiederkommen wird?
„Darum wachet; denn ihr wisst nicht, an welchem Tag euer Herr kommt. Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausvater wüsste, zu welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, so würde er ja wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen. Darum seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr’s nicht meint“ (Matthäus 24,42-44).
„Lasst eure Lenden umgürtet sein und eure Lichter brennen und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wann er aufbrechen wird von der Hochzeit, damit, wenn er kommt und anklopft, sie ihm sogleich auftun. Selig sind die Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend findet. Wahrlich, ich sage euch: Er wird sich schürzen und wird sie zu Tisch bitten und kommen und ihnen dienen. Und wenn er kommt in der zweiten oder in der dritten Nachtwache und findet’s so: selig sind sie.
Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausherr wüsste, zu welcher Stunde der Dieb kommt, so ließe er nicht in sein Haus einbrechen. Seid auch ihr bereit! Denn der Menschensohn kommt zu einer Stunde, da ihr’s nicht meint“ (Lukas 12,35-40).
Bereit sein, jederzeit, das ist das Wichtigere. Denn selbst wenn Sie genau wüssten, wann Christus wiederkommen würde, wüssten Sie dennoch nicht, wann Sie sterben werden. Das kann jederzeit geschehen. Deshalb möchte Gott, dass wir ihm alle Zeit nah sind, und ihn jeden Tag lieben, indem wir seine Gebote halten und ihm dienen.
Beherzigen Sie die Warnung vor Irrlehrern!
Als Paulus seinen zweiten Brief an die Christen in Korinth schrieb, war der Einfluss falscher Lehrer bereits sehr groß. Deshalb zielte ein Teil des Briefes (2. Korinther 10,1 bis 13,10) darauf ab, den Gläubigen in Korinth die Fehler in der Haltung und den Handlungen dieser Lehrer sowie die Irrtümer in ihren Lehren aufzuzeigen.
Lesen Sie 2. Korinther 11, Verse 2-15 und erstellen Sie zwei Listen, um die Eigenschaften der falschen Lehrer mit den Eigenschaften des Paulus zu vergleichen. Diese Übung wird Ihnen dabei helfen, besser zu wissen, was Sie akzeptieren und was Sie ablehnen sollten, wenn Sie etwas hören oder lesen, das angeblich biblische Lehre ist.
In dieser Zeitschrift und unseren Broschüren erfahren Sie mehr über die großen Ereignisse, die in der Bibel für die Endzeit prophezeit werden. Sie erfahren auch, was das wahre Evangelium und das Reich Gottes sind und wie Sie sich auf das ewige Leben in diesem Reich vorbereiten können.