Die Zukunft aller Menschen: die Auferstehung

Viele Menschen glauben an die unsterbliche Seele. Sie meinen, die Seele lebt nach dem Tod des Körpers weiter. Die Bibel lehrt hingegen, dass wir ewiges Leben erst durch eine Auferstehung erhalten. Wussten Sie, dass die Bibel mehr als eine Auferstehung erwähnt?

Von Noel Horner

Die Auferstehung von den Toten ist eine der grundlegenden Lehren des wahren christlichen Glaubens (Hebräer 6,1-2). Die Wahrheit der Bibel über Leben nach dem Tod war zur Zeit des Alten Testaments König David bekannt (Psalm 17,15), ebenso den Propheten Jesaja (Jesaja 26,19) und Daniel (Daniel 12,2). Eines Tages werden alle Menschen, die jemals gelebt haben, wieder zum Leben erweckt.

Jesus Christus sagte auch die Zeit in der Zukunft voraus, wenn „alle, die in den Gräbern sind, seine [Jesu] Stimme hören werden und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts“ (Johannes 5,28-29).

Gottes großes Vorhaben mit den Menschen erfüllt sich stufenweise. Wenn jemand heute berufen bzw. getauft wird und den heiligen Geist erhält (vgl. dazu Apostelgeschichte 2,38), beginnt für ihn eine Zeit des Gerichts. Das heißt, Gott beurteilt nun seine Lebensführung. Das Gericht beginnt „an dem Hause Gottes“, das die Kirche Gottes ist (1. Petrus 4,17).

Doch nach der Bibel ist heute, die jetzige Ära, nicht der „einzige Tag des Gerichts“. Die Heilige Schrift offenbart mehr als einen Zeitabschnitt des Gerichts und damit verknüpft mehr als eine Auferstehung.

Die Wahrheit über das Gericht und die Auferstehungen ist wie ein Puzzle, dessen einzelne Teile alle erst mit der Niederschrift des letzten Buches der Bibel, der Offenbarung, zur Verfügung standen. Dieses Buch heißt deshalb Offenbarung, weil Gott darin Wahrheiten offenbarte, die zuvor unbekannt waren! Am Anfang des Buches heißt es: „Dies ist die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat, seinen Knechten zu zeigen, was in Kürze geschehen soll“ (Offenbarung 1,1). Durch seinen Sohn Jesus Christus inspirierte Gott die Bekanntgabe wichtiger Details über die zukünftige Auferstehung von Milliarden von Menschen.

Was war die allgemeine Vorstellung über Leben und Tod zur Zeit Jesu und seiner Apostel? Im Gegensatz dazu wollen wir auch sehen, was die Bibel zu diesem Thema wirklich lehrt.

Unterschiedliche Ansichten zur Zeit Jesu

Um die Lehre der Bibel in Bezug auf Leben und Tod zu verstehen, ist es hilfreich, die religiösen Ansichten zur Zeit Jesu als Hintergrund zu kennen.

Von den Evangelien des Neuen Testaments und anderen historischen Berichten erfahren wir, dass es zu Jesu Lebzeiten mindestens drei große jüdische Sekten gegeben hat: die Essener, Pharisäer und die Sadduzäer.

Die Sadduzäer gehörten größtenteils zum priesterlichen Geschlecht und waren mit dem Tempeldienst in Jerusalem assoziiert. Sie waren wohlhabend, einflussreich und oft durch ihre Gier korrumpiert. Einerseits genossen sie ein gewisses Maß an Respekt aufgrund ihrer religiösen Funktion, andererseits waren sie manchen Juden aufgrund ihrer Zusammenarbeit mit der römischen Besatzungsmacht suspekt.

Die Pharisäer waren eifrige Studenten des Gesetzes und auch Gesetzeslehrer. Unter den Juden damals waren sie die einflussreichste Sekte mit ihrer strengen Auslegung sowohl der Thora als auch der mündlichen Traditionen, die durch die Ältesten der Juden übermittelt worden waren.

Die Essener werden nicht in den Evangelien erwähnt. Sie legten großen Wert auf die Absonderung von der übrigen Gesellschaft und lebten deshalb abgeschieden von den Städten und Dörfern der Juden. Sie beteiligten sich auch nicht an den Streitigkeiten zwischen den Pharisäern und Sadduzäern. Die Bewohner der Kommune Qumran am Toten Meer scheinen Teil der Essener gewesen zu sein.

Diese Sekten hatten unterschiedliche Theologien und Philosophien, die bei den Juden jener Zeit nicht ohne Wirkung blieben. Ein Thema, bei dem sie nicht einer Meinung waren, hatte mit dem Leben nach dem Tod zu tun.

Die Lehre von der unsterblichen Seele

Der jüdische Historiker des ersten Jahrhunderts n. Chr., Flavius Josephus, berichtet, dass die Pharisäer und die Essener an die Unsterblichkeit der Seele glaubten, mit einer Belohnung der Gerechten und einer Bestrafung der Bösen in einem körperlosen Leben nach dem Tod (Jüdische Altertümer, 18. Buch, 1. Kapitel, Absätze 3 und 5).

Dieser Glaube war auch mit der biblischen Lehre über die Auferstehung verknüpft, denn beide Sekten glaubten ebenfalls an die spätere Wiedervereinigung der Seele der Gerechten mit einem Geistkörper, um letztendlich in das ewige Leben einzugehen (ebenda; siehe auch Hippolytus, Refutatio omnium haeresium, 9. Buch, Kapitel 22-23).

Ihr Glaube an die Auferstehung war bibelkonform, der Glaube an die Unsterblichkeit der Seele hingegen nicht. Interessanterweise ist diese Vorstellung noch heute üblich, auch in dem abgewandelten Christentum unserer Zeit. Demnach fährt die körperlose Seele guter Menschen in den Himmel, während die der Bösen in die Hölle hinabsteigt. Diese Ideen widersprechen jedoch der Bibel, die uns lehrt, dass die Seele nicht ewig lebt, sondern sterben kann (Hesekiel 18,4; 18,20; Matthäus 28,10). In diesem Sinn bestätigt die Bibel, dass die Toten ganz ohne Bewusstsein sind (Prediger 9,5. 10).

Wo hatte die Lehre von der Unsterblichkeit der Seele ihren Ursprung, da sie keine biblische Sichtweise ist? In der griechischen Kultur war der Glaube an eine vom physischen Körper unabhängige Seele weitverbreitet, wurde er doch von einem ihrer bekanntesten Philosophen gelehrt, Platon. „Platons Vorstellung war, dass die Seele unzertrennlich war und über Selbstbewegungskräfte verfügte . . . Sie existierte vor dem Leben des Körpers, in dem sie wohnte, und ihn überlebte“ nach dem Tod des Körpers (Edward Fudge, The Fire That Consumes, 1994, Seite 32).

In den Jahrhunderten nach den Eroberungsfeldzügen von Alexander dem Großen im Nahen Osten dominierten die Kultur und Sprache der Griechen diese Region. Obwohl das Römische Reich Griechenland später als die dominante Macht im östlichen Mittelmeerraum ablöste, wurde es von griechischer Kultur und Philosophie stark beeinflusst. Der Einfluss der Griechen machte sich auch bei den Juden vor und zur Zeit Christi bemerkbar.

Jüdische Sekten beurteilten die Auferstehung unterschiedlich

Die Sadduzäer unterschieden sich von den Essenern und Pharisäern darin, dass sie weder an die unsterbliche Seele glaubten, noch an die Auferstehung (Josephus, ebenda, Absatz 4; Hippolytus, Kapitel 24). Für sie war nur die Thora als göttliche Autorität verbindlich – die ersten fünf Bücher des Alten Testaments. Darin wird die Auferstehung nicht explizit erwähnt.

Die biblischen Propheten Jesaja und Daniel sagen eine Auferstehung von den Toten voraus, aber die Sadduzäer, da sie nur die Thora akzeptierten, wiesen deren Aussagen zurück. Für sie war es eine neue Lehre, eine Irrlehre. „Die Sadduzäer widersetzten sich vehement der neuen Lehre der Auferstehung des Körpers. Ihre Sicht war, dass man, wenn man stirbt, tot ist und bleibt“ (Eduard Lohse, The New Testament Environment, 1986, Seite 61). In Markus 12, Verse 18-27 können wir nachlesen, wie die Sadduzäer ein Streitgespräch zu diesem Thema mit Jesus führen wollten.

Die Sadduzäer hatten großen Streit mit den Pharisäern bei diesem Thema, denn die Pharisäer glaubten an die Auferstehung. Die konträren Standpunkte werden in der Apostelgeschichte deutlich, als der Apostel Paulus vom Sanhedrin verhört wurde.

Vor diesem hohen Gericht der Juden sagte Paulus: „Ich bin ein Pharisäer und ein Sohn von Pharisäern. Ich werde angeklagt um der Hoffnung und um der Auferstehung der Toten willen. Als er aber das sagte, entstand Zwietracht zwischen Pharisäern und Sadduzäern und die Versammlung spaltete sich. Denn die Sadduzäer sagen, es gebe keine Auferstehung noch Engel und Geister; die Pharisäer aber lehren beides“ (Apostelgeschichte 23,6-8).

Die Pharisäer waren mit ihrer Sichtweise der biblischen Wahrheit deutlich näher als die Sadduzäer, aber ihr Glaube an eine Seele, die nach dem Tod des Körpers weiterlebte, zeugte vom Einfluss der griechischen Kultur.

Die griechische und römische Vorstellung vom Tod

Die griechische Sicht des Todes war zur Zeit Jesu weitverbreitet. Die Hölle als Aufbewahrungsort der Seele nach dem Tod fußt auf dem griechischen Konzept von Hades als Unterwelt, in der die körperlosen Seelen der Verstorbenen wohnten. Demnach lebte die Seele ewig in der Finsternis von Hades – kein schönes Schicksal.

Die Wahrheit der Bibel ist hingegen barmherzig und gerecht. Nach der Bibel ist das endgültige Schicksal der unverbesserlichen Bösen nicht ein Leben in ewiger Qual, sondern der ewige Tod.

Heute gibt es Konfessionschristen, die die Unvereinbarkeit eines liebevollen und barmherzigen Gottes mit ewiger Qual in einem immer brennenden Höllenfeuer erkennen. Deshalb interpretieren sie die Hölle als einen Zustand der ewigen Trennung von Gott. Dabei ignorieren sie aber die klaren Aussagen der Bibel über ein alles vernichtendes Feuer – gehenna genannt – in der griechischen Sprache des Neuen Testaments.

Obwohl Jesu Landsleute nicht die volle biblische Wahrheit über die Auferstehung verstanden, war ihr Verständnis weitaus besser als das der Griechen, denn sie hatten das Alte Testament. Aber die Bibel war noch nicht vollständig, denn erst mit der Offenbarung Jesu an den Apostel Johannes war die Niederschrift der ganzen Heiligen Schrift abgeschlossen. Der Inhalt der Offenbarung vermittelt uns einen klareren Einblick in das Schicksal der Toten und damit auch in die Erfüllung von Gottes Plan für die Menschen.

Der Glaube der Jünger Jesu

Jesu erste Jünger waren in der Mehrheit keine Mitglieder der diversen jüdischen Sekten. Dennoch glaubten sie an die Auferstehung. Das erfahren wir z. B. im Johannesevangelium. Jesus war nach dem Tod von Lazarus nach Betanien gekommen, um dessen Schwestern Maria und Marta zu besuchen. Jesus hatte vor, Lazarus von den Toten wieder zum Leben zu erwecken.

Jesus sagte Maria: „Dein Bruder wird auferstehen“ (Johannes 11,23). Das Wort Auferstehung wird vom griechischen Wort anastasis übersetzt. Anastasis setzt sich aus zwei griechischen Wörtern zusammen: ana, mit der Bedeutung „wieder“, und histemi, mit der Bedeutung „zum Stehen zu bringen“. Mittels der Kraft seines himmlischen Vaters wollte Jesus ein Wunder wirken und Lazarus aus dem Grab hervorbringen, sodass er wieder leben konnte.

Was meinte Marta in Bezug auf eine zukünftige Auferstehung ihres Bruders Lazarus? Dazu sagte sie: „Ich weiß wohl, dass er auferstehen wird – bei der Auferstehung am Jüngsten Tage“ (Johannes 11,24). Uns wird nicht gesagt, ob sie daran glaubte, weil sie das in den Predigten Jesu gehört hatte oder bereits vorher daran glaubte, bevor sie Jesus kennenlernte. Auf jeden Fall deckte sich ihre Aussage in etwa mit dem Glauben der Pharisäer. Die Pharisäer glaubten, dass alle Menschen einmal in der Zukunft zeitgleich auferstehen sollten:

„Die Juden, die an die Auferstehung glaubten, meinten, dass diese am letzten Tag, wenn Gott den neuen Himmel und die neue Erde erschafft, stattfinden wird. Es sollte für alle Menschen zum selben Zeitpunkt erfolgen“ (Craig Evans and N. T. Wright, Jesus, the Final Days: What Really Happened, 2009, Seite 89). Doch was lehrt die Bibel wirklich?

„Die erste Auferstehung“ – Gottes treue Diener erhalten ewiges Leben

Ein Schlüssel zum richtigen Verständnis der Auferstehung ist, dass Gott heute nicht dabei ist, alle Menschen zur Errettung zu berufen. Das dürfte, wenn wir nur einige Fakten berücksichtigen, offensichtlich sein. In der Menschheitsgeschichte gab es Milliarden von Menschen, die den Namen Jesus Christus nie gehört oder eine Bibel gesehen haben. Viele Babys und Kinder sind gestorben, ohne ein Bewusstsein für ihre Taten und deren Tragweite erlangt zu haben. Heute gibt es Millionen von Menschen, die den wahren Gott der Bibel und seinen Plan für die Menschen nicht kennen. Was hat Gott mit ihnen vor?

Jesus sagte deutlich, dass es nicht an dem Menschen selbst liegt, zu ihm zu finden (Johannes 6,44), jedenfalls nicht in dieser Zeit. Er sagte aber auch: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Johannes 14,6).

Da Gott die Mehrheit der Menschen heute nicht beruft, dies aber auf andere Weise als seinen Willen bekannt gibt, wird er sie durch eine zukünftige Auferstehung von den Toten auferstehen lassen, um Jesus Christus kennenzulernen und die Gelegenheit zu bekommen, das ewige Leben zu erlangen. In den vergangenen Jahrhunderten war das Geheimnis der Auferstehung nur wenigen Menschen bekannt.

„Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden“, schrieb der Apostel Paulus (1. Korinther 15,51). Ein „Geheimnis“ in der Sprache des Neuen Testaments hat die Bedeutung einer offenbarten Wahrheit. Beim Erschallen einer Posaune wird Jesus zurückkehren, und „zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen“ (1. Thessalonicher 4,16).

Es gilt zu beachten, dass bei dieser Auferstehung nicht alle Toten wieder leben werden. Es sind nur „die Toten, die in Christus gestorben sind“, wahre Christen der vergangenen Jahrhunderte, die Gott bis zu ihrem Tod treu blieben. Zusammen mit ihnen werden die zum Zeitpunkt der Wiederkehr Jesu noch lebenden Christen das ewige Leben erhalten (1. Korinther 15,51-52).

Welche Funktion haben diejenigen, die bei Jesu Wiederkehr in das ewige Leben eingehen? Gott gab Johannes die letzten Puzzleteile mittels einer Vision, in der es um die Belohnung der Heiligen geht. „Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre“ (Offenbarung 20,6).

Diese Auferstehung wird „die erste Auferstehung“ genannt. Sie findet zum Schluss dieser „bösen, gegenwärtigen Welt“ statt (Galater 1,4), wenn Gott sein Volk durch das zweite Kommen Christi erlösen wird.

Wenn es in der Bibel heißt, dass „der zweite Tod keine Macht hat“, wird damit ausgedrückt, dass die Heiligen ewig leben werden. Nach ihrer Auferstehung werden sie dem Tod nie wieder ausgesetzt sein. Stattdessen wird ihr Leben von Glückseligkeit und Freude gekennzeichnet sein. Unter göttlicher Inspiration schrieb König David: „Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich“ (Psalm 16,11).

Und die anderen?

Was passiert aber mit den anderen Menschen? In Offenbarung 20, Vers 5 lesen wir dazu: „Die andern Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet wurden.“ Die zu dieser Gruppe gehörenden Menschen haben die Wahrheit der Bibel nie richtig verstanden und den wahren Gott nie gekannt. Gott verurteilt sie aber deswegen nicht zu ewiger Qual oder dazu, nie wieder von dem Schlaf des Todes auferweckt zu werden. Sie werden wieder leben, und zwar durch eine Auferstehung zu physischem bzw. sterblichem Leben, bei dem sie ihre erste Gelegenheit (keine zweite, wie einige falsch behaupten) zur Reue, zum Empfang des heiligen Geistes und des ewigen Lebens haben werden.

Denken wir an Jesu Ermahnung an seine ungläubigen Landsleute, die ihn nicht angenommen haben. Jesus sagte ihnen, dass die Menschen aus früheren sündhaften Generationen bereut hätten, wenn sie seine großen Wunder erlebt hätten. Er fügte hinzu: „Es wird dem Land der Sodomer erträglicher ergehen am Tage des Gerichts als dir [d. h. die Stadt Kapernaum]“ (Matthäus 11,24).

Zu den „andern Toten“ gehören also auch die Bewohner der antiken Stadt Sodom, die Gott einst aufgrund ihrer Bosheit vernichtete. Für die Sodomer kommt aber noch die Zeit, in der sie die Gelegenheit bekommen werden, Gott kennenzulernen und zu bereuen. Das wird dann ihre Zeit des Gerichts sein.

Es gibt noch eine weitere Auferstehung zum ewigen Tod im Feuersee (Offenbarung 20,14-15). Diejenigen, die dieses Schicksal erleiden, haben sich trotz besseren Wissens und der echten Möglichkeit zur Reue gegen Gott entschieden und Jesus als ihren persönlichen Erlöser abgelehnt. Über sie heißt es in Hebräer 10, Vers 29: „Eine wie viel härtere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Bundes für unrein hält, durch das er doch geheiligt wurde, und den Geist der Gnade schmäht?“

Die Gnade ist Gottes Geschenk an die Menschen! Dazu gehört auch die Vergebung der Sünden durch das Sühneopfer Jesu Christi. Mit unseren Sünden haben wir Jesus gekreuzigt. Sind wir nun von Gott berufen und haben bereut, dürfen wir ihn nicht abermals kreuzigen, indem wir Gott den Rücken zukehren. Das ist das Resultat, wenn wir den heiligen Geist empfangen haben (vgl. dazu Apostelgeschichte 2,38) und Gott später ablehnen (Hebräer 6,4-8). Wer das tut, wird zum ewigen Tod verurteilt.

Auf Gottes Verheißung der Auferstehung ist Verlass

Auf dem Weg nach Damaskus fiel Saulus, der spätere Apostel Paulus, zu Boden, als er ein glänzendes Licht vom Himmel sah. Dabei hörte er die Stimme des auferstandenen Christus (Apostelgeschichte 9,1-9). Als Pharisäer glaubte Saulus an die Auferstehung, dem Verständnis dieser jüdischen Sekte gemäß. Nach seiner Bekehrung lernte er viel mehr darüber.

Einige Jahre später musste er in einem Brief an die Gemeinde zu Korinth die Wahrhaftigkeit der Auferstehung Jesu bestätigen. Manchmal wird das Kapitel, in dem er dieses Thema behandelte – 1. Korinther 15 – als das „Auferstehungskapitel“ bezeichnet. Die Auferstehung Jesu ist die Garantie für die spätere Auferstehung aller Menschen (1. Korinther 15,20-22).

In bewegten Worten beschreibt Paulus die Auferstehung der Knechte Gottes, die „plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune“ stattfinden wird. Das, was er von Jesus Christus gelernt hatte (Galater 1,12), gab Paulus an die Korinther weiter, als er ihnen die kommende Wiedererweckung verstorbener Christen und die Verwandlung der zur Zeit der Wiederkehr Christi lebenden Christen darlegte (1. Korinther 15,51-53).

Die Auferstehung ist eine Grundlehre der Heiligen Schrift. Sie verkörpert die Hoffnung aller Menschen auf die vollständige Erlösung durch das rettende Opfer Jesu Christi. Dabei handelt es sich nicht einfach um die Errettung im metaphorischen Sinn, sondern um eine buchstäbliche Verwandlung als verherrlichte Angehörige der Familie Gottes in aller Ewigkeit.

Der Apostel Johannes beschrieb das endgültige Resultat dieser Verwandlung durch einen erstaunlichen Vergleich: „Wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist“ (1. Johannes 3,2). Durch die Auferstehung erhalten wir nicht nur ewiges Leben, sondern wir werden auch Jesus Christus ähnlich sein – eine wunderbare Perspektive für alle, die auf Gott vertrauen und ihm treu dienen!

– GN November-Dezember 2014 PDF-Datei dieser Ausgabe

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