Von der Redaktion

Kuba und die Ukraine: zweierlei Maß?

Manche Leser dieser Ausgabe werden sich an die Kuba-Krise vor 52 Jahren erinnern können. Ausgelöst wurde die Konfrontation zwischen der Sowjetunion und den USA im Oktober 1962 durch die Stationierung von sowjetischen Mittelstreckenraketen auf Kuba, nur ca. 180 km von der südlichen Spitze des US-Bundesstaats Florida entfernt. Von Kuba aus wäre ein Großteil der kontinentalen USA durch die sowjetischen Raketen erreichbar gewesen.

Zwei Wochen lang hielt die Welt sozusagen den Atem an, als die beiden Supermächte in der Zeit des Kalten Kriegs einem militärischen Schlagabtausch sehr nahe kamen. Der Ausgang der Krise bedeutete die Akzeptanz der Forderung der Amerikaner, dass es keine sowjetische Militärpräsenz vor der Haustür Amerikas geben darf.

Bei den sogenannten „Zwei-plus-vier-Gesprächen“ des Jahres 1990 zwischen den Siegermächten des Zweiten Weltkriegs und den beiden deutschen Staaten soll es im Rahmen der deutschen Wiedervereinigung ein nicht protokolliertes Gentlemen’s Agreement zwischen der Sowjetunion und den USA gegeben haben. Demnach sollen die USA zugesichert haben, dass sich die Nato in Europa, nach Osten hin, nicht bis an die Grenze zur Sowjetunion ausbreiten würde. Die Auflösung des Ostblocks war damals vorauszusehen, und deshalb wäre eine solche Zusicherung den Sowjets wichtig gewesen.

Wenn es diese Abmachung tatsächlich gegeben hat, wurde sie nicht gehalten. Heute grenzt die Nato mit ihren baltischen Mitgliedern direkt an Russland. Vor diesem Hintergrund scheint die Frage legitim zu sein, ob es nicht Russland erlaubt sein darf, die gleichen Vorbehalte gegenüber einer Nato-Mitgliedschaft der Ukraine zu haben, wie die USA sie vor fünf Jahrzehnten gegenüber einer sowjetischen Militärpräsenz auf Kuba hatten.

Welche Entwicklung ist nun in den kommenden Jahren zu erwarten? Wir können erwarten, dass das Verhältnis zwischen Europa und Russland von Spannungsfeldern wie der Ukraine negativ beeinflusst wird. Wir können auch erwarten, dass sich die seit Jahren zunehmende Kooperation zwischen Russland und China stark intensivieren wird. Möglicherweise werden dabei andere Länder im Osten mit einbezogen. Ist es nicht interessant, dass China und Indien, im Gegensatz zur Europäischen Union und den USA, Verständnis für Russlands Annexion der Krim bekundeten?

Sie fragen sich vielleicht, worauf unsere geopolitische Prognose beruht. Wenn es darum geht, das Weltgeschehen zu hinterfragen, beziehen wir uns auf die zuverlässigste Quelle, die es gibt. Wir haben uns der Aufgabe verpflichtet, Weltereignisse und -trends im Lichte der Bibel zu analysieren und zu erklären.

Die Prophezeiungen der Bibel weisen auf eine umfassende Konfrontation zwischen der westlichen Welt (in Form der Streitkräfte des „Königs des Nordens“) und einer gigantischen Armee aus den Regionen entlang und jenseits des Euphrats hin. Wenn Sie sich einen Einblick in diese Prophezeiungen verschaffen möchten, empfehlen wir Ihnen unsere kostenlosen Broschüren Biblische Prophezeiung: Ein Blick in Ihre Zukunft? und Das Buch der Offenbarung verständlich erklärt.

– GN September-Oktober 2014 PDF-Datei dieser Ausgabe

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