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Chefredakteur Paul Kieffer schreibt an die
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September-Oktober 2014

Lebt man als bibelgläubiger Christ in einem Umfeld, in dem die Bibel nicht so gut bekannt ist, kann es vorkommen, dass man andere Menschen mit der eigenen Glaubensausübung überrascht. Ein nicht christliches Land meine ich übrigens nicht, sondern die Bundesrepublik Deutschland. Christ zu sein im Sinne des traditionellen Christentums unserer Zeit ist nicht gleichbedeutend mit bibelgläubig.

Um der Bibel zu glauben, muss man sie erst kennen. Trotz des literarischen Einflusses der Bibel auf unsere Sprache befassen sich nur wenige eingehend mit ihrem Inhalt. Über die biblische Unkenntnis der Menschen gibt es lustige Erzählungen. So sollen Quizteilnehmer gemeint haben, Sodom und Gomorra wären ein Liebespaar der Antike gewesen und die Episteln die Frauen der Apostel. Nach einer Umfrage des Nachrichtenmagazins Focus kennt weniger als die Hälfte der Konfessionschristen in Deutschland den Inhalt der Zehn Gebote „gut“. Die Bergpredigt von Jesus Christus ist nur 17 Prozent dieser Menschen bekannt, und nur wenige von ihnen können alle vier Evangelien des Neuen Testaments nennen, in denen uns die Lebensgeschichte Jesu Christi berichtet wird. Die Zahlen überraschen nicht, denn einer Allensbach-Umfrage zufolge lesen 62 Prozent der Deutschen die Bibel nie, und weitere 25 Prozent nur selten.

Zu Weihnachten sieht es anders aus, denn laut Focus wollen knapp 50 Prozent der Deutschen in den Gottesdienst gehen. Damit meinen sie wohl, die Geburt Christi zu feiern, wie es das abgewandelte Christentum unserer Zeit praktiziert.

Doch wer die Bibel kennt, weiß, dass die Bibel uns kein Gebot überliefert, der Geburt Jesu zu gedenken, noch berichtet sie uns, dass die ersten Christen ein Geburtsfest Jesu mitten im Winter erfanden. Eigentlich weiß man, dass Jesus nicht Ende Dezember geboren ist. Der Adam Clarke’s Commentary stellt dazu fest: „Da die Hirten [als Zeugen der Geburt Jesu] ihre Schafe noch nicht nach Hause gebracht hatten, müssen wir davon ausgehen, dass der Oktober noch nicht begonnen hatte“ (Abingdon Press, Nashville; Hervorhebung durch uns). Auch die Römer werden schon gewusst haben, wie sinnlos und unbeliebt eine Volkszählung (Lukas 2,1-7) im Winter gewesen wäre. Die beste Jahreszeit für ein solches Unternehmen war die Zeit nach der Ernte, also September oder Oktober, denn hierbei wurde die Volkswirtschaft kaum beeinträchtigt und das Reisen war nicht so schwer.

Zweifellos ist die Geburt Jesu ein wichtiges Ereignis gewesen und es ist auch angebracht, sich darüber zu freuen, dass Gott seinen Sohn in die Welt sandte (Johannes 3,16). Bald werden einige wenige Christen ein Fest feiern, das in die Jahreszeit fällt, in der Jesus wirklich zur Welt gekommen ist: der Herbst. Welches Fest ist es? Das Laubhüttenfest, ein biblisches Fest, obwohl man es eher mit dem Etikett „jüdisch“ versieht, was aber in der Bibel als ein Fest Gottes bezeichnet wird. Dieses Fest – das Laubhüttenfest – versinnbildlicht die kommende tausendjährige Herrschaft Christi auf der Erde. Zu diesem Zweck ist Jesus überhaupt geboren worden (Lukas 1,32-33)!

Ist es nicht interessant, dass das Christentum unserer Zeit ein „Geburtsfest“ Jesu feiert, dessen Datum nicht nachzuweisen ist und das die ersten Christen nicht hielten? Andererseits ignoriert man ein biblisch gebotenes Fest, das Jesus und seine Jünger hielten und das jedes Jahr in der Jahreszeit zu halten ist, in der Jesus zur Welt kam. Mehr über dieses „Geburtsfest“ Jesu und die anderen wahren Feste der Bibel erfahren Sie in unserer kostenlosen Broschüre Gottes Festtage – der Plan Gottes für die Menschen. Auf Anfrage senden wir Ihnen gerne ein Exemplar zu.

– GN September-Oktober 2014 PDF-Datei dieser Ausgabe

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