Ostern und die frühere Freundin Ostara

Von der Redaktion

Können Sie sich vorstellen, dass ein Ehemann auf dem Nachttisch neben seinem Ehebett das Foto einer „anderen Frau“ – einer früheren Freundin etwa – platzieren würde? Die meisten Ehefrauen, auch in unserer angeblich aufgeklärten Zeit der sexuellen Freiheit, würden wohl daran Anstoß nehmen.

Die Bibel vergleicht die Beziehung des alten Israel zu Gott und die Beziehung heutiger Christen zu Jesus mit der Beziehung zwischen einem Ehemann und seiner Frau. Aufgrund dieses Vergleichs können wir den Sinn des ersten der Zehn Gebote auf die Ehe übertragen. Gott will nicht, dass wir andere Götter anbeten – er freut sich nicht über das Foto einer „anderen Frau“, das auf dem Nachttisch steht.

Ohne es zu erkennen, legen viele bekennende Christen in ihrem Wandel mit Gott genau dieses Verhalten an den Tag. Sie sehen sich in der Nachfolge Jesu Christi und bekennen sich zu ihm, während sie in dieser Jahreszeit Erinnerungen an eine andere Frau, die in der Zeit vor Jesus angehimmelt wurde, wachhalten. Werden sie auf ihr widersprüchliches Verhalten angesprochen, meinen sie, dass es nicht so wichtig ist, da man die Anbetung der „anderen Frau“ in eine christliche Feier umgewandelt hat. Welche Feier meinen wir damit? Die Feier der Auferstehung Jesu Christi, die das abgewandelte Christentum unserer Zeit zu Ostern begeht.

Es ist kein Geheimnis, dass Ostern erst lange nach dem Ableben von Jesus und den Aposteln eingeführt wurde. Diese Feier ist also, was ihren Ursprung angeht, überhaupt nicht christlich. Vielen bekennenden Christen ist unbekannt, dass sich das Wort „Ostern“ von dem Namen einer antiken Göttin ableitet. In Europa war sie unter der Bezeichnung Ostara bekannt, die Göttin des Frühlings. Bei Ausgrabungen im Nahen Osten fand man Darstellungen dieser Göttin. In Babylon nannte man sie Ischtar. Das berühmte Tor im Berliner Pergamonmuseum trägt den Namen dieser Göttin. Von diesem Namen stammt übrigens die Bezeichnung „Easter“ für Ostern ab, die von den englischsprachigen Völkern benutzt wird.

Ischtar war die Hauptgöttin der Babylonier und Assyrer, die u. a. als Göttin der Fruchtbarkeit, der Liebe und des Geschlechtslebens verehrt wurde. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass Eier und Hasen beliebte Symbole des Osterfestes sind. Beide haben nichts mit der Auferstehung Jesu Christi zu tun, wohl aber mit antiken Fruchtbarkeitsritualen. Um bei unserem Vergleich zu bleiben, ist es bei diesen Symbolen in etwa so, als würde ein Ehemann seine Frau an Liebesspiele mit anderen Frauen erinnern wollen. So ist jedenfalls die bildhafte Sprache der Bibel, deren sich Gott bei seiner Enttäuschung über das Volk Israel bedient.

Nun steht Ostern wieder vor der Tür. Jesus, seine Apostel und die ersten Christen feierten jedoch nicht Ostern, sondern das Passah und das Fest der Ungesäuerten Brote. Unsere kostenlose Broschüre Gottes Festtage – der Plan Gottes für die Menschen erläutert die Bedeutung dieser christlichen Feste im Detail. Wir empfehlen Ihnen auch den Beitrag unseres Autors Darris McNeely in dieser Ausgabe. Er schreibt: „Ich bin Christ, aber Ostern feiere ich nicht.“ Dennoch ist Jesu Auferstehung ein wesentlicher Baustein seines christlichen Glaubens.

– GN März-April 2015 PDF-Datei dieser Ausgabe

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