Gibt es eine biblische Alternative zum Osterfest?

Wie kam es, dass Ostern, das nirgends in der Bibel erwähnt wird und Jesu Aposteln und den ersten Christen unbekannt war, die in der Bibel angeordnete Passahfeier verdrängt hat?

Von Mario Seiglie

Wie wurde Ostern zu dem populären Fest, das heute nahezu weltweit gefeiert wird? Haben Sie jemals hinter die Kulissen seiner Entstehung geschaut?

Ist es überhaupt von Bedeutung, die Wahrheit darüber zu kennen? Nun, Jesus Christus selbst sagte, dass die Wahrheit uns frei machen würde (Johannes 8,32). Er sprach dabei von der Befreiung von falschen Ideen, die uns verführen, gefangen nehmen und versklaven.

Wenn wir die Geschichte des Christentums zurückverfolgen, dann finden wir in Hinblick auf Ostern ein bedeutsames Schlüsseldatum: das Jahr 325 n. Chr. In diesem Jahr hatte der römische Kaiser Konstantin I. in Nicäa eine Versammlung von christlichen Kirchenführern einberufen, an der etwa 250 Bischöfe teilnahmen. Die kleine Stadt Nicäa liegt heute in der nordwestlichen Türkei in der Nähe von Konstantinopel, dem heutigen Istanbul. Dieses Treffen ging in die Geschichte als das erste Konzil von Nicäa ein.

Was hat dieses Konzil nun mit Ostern zu tun? In der Tat sehr viel! Denn hier wurden die Voraussetzungen für die Einführung alternativer Feste geschaffen, die nirgends in der Bibel zu finden sind. Dazu gehört auch Ostern. Obwohl man damit die von Gott angeordneten biblischen Festtage abschaffte, zeigt die Bibel deutlich, welche Festtage von Christen gehalten werden sollten.

Konstantin und das Konzil von Nicäa verwerfen biblische Praktiken

Unter der dominanten Führung von Kaiser Konstantin unterstützte die Mehrheit der Bischöfe, neben weiteren Streitpunkten, den Ersatz des christlichen Passahs der Bibel durch Ostern.

Man muss hier anfügen, dass dieses neue Fest zur Feier der Auferstehung Jesu weiterhin Pascha oder Passah genannt wurde, obwohl es mit dem Passah der Bibel nichts mehr zu tun hatte. Stattdessen war es ein religiöses Fest, das auf heidnischen Ursprüngen basierte. Erst später wurde es unter der germanischen Bezeichnung „Ostern“ bekannt. Dieser Name ist im deutschen Sprachraum bis heute allgemein mit der Auferstehungsfeier verknüpft. In einigen Sprachen wird es aber noch das Passah der Auferstehung genannt, was zur Verwirrung führen kann.

Die Auseinandersetzung über das Passah bzw. Ostern in den frühen Jahrhunderten des Christentums ging in die Geschichte als der Osterfeststreit ein. Leider stehen uns heute nur die Zeugnisse der einen Seite zur Verfügung.

In seinem Buch Constantine’s Sword behandelt James Caroll das Konzil von Nicäa und erklärt die Motive des römischen Kaisers folgendermaßen: „Unmittelbar nachdem Konstantin als Alleinherrscher an die Macht gekommen war (324 n. Chr.), beanspruchte er das Recht, allein absolute Autorität über die gesamte Kirche auszuüben. Sein Vorgehen geschah ungeachtet der Tatsache, dass er nicht getauft war. Er wurde erst unmittelbar vor seinem Tod getauft, was damals nicht ungewöhnlich war“ (New York, 2001, Seite 188; alle Hervorhebungen durch uns).

Nach dem genannten Konzil schrieb Konstantin einen unverhohlen antisemitischen Brief an die Kirchen im Römischen Reich, in dem er seine Gedanken zur Ostern-Passah-Kontroverse darlegte.

Hier Auszüge aus seinem Brief, in dem er anordnete, dass das biblische Passahfest, das die Juden seit langer Zeit in Erfüllung von Gottes Gebot hielten, von Christen nicht gehalten werden durfte:

„Zunächst schien es unwürdig zu sein, jenes hochheilige Fest nach dem Brauch der Juden zu feiern, die ihre Hände durch ihr gottloses Verbrechen befleckt haben und darum mit Recht als Menschen, auf denen Blutschuld lastet, mit Blindheit des Geistes geschlagen sind.

Wir können ja, wenn wir deren Gewohnheit zurückweisen, in der richtigeren Ordnung . . ., die Beobachtung dieses Brauches auch auf die Zukunft ausdehnen . . . Nichts soll uns also gemein sein mit dem verhassten Volke der Juden!

Denn wir haben vom Erlöser einen andern Weg erhalten, vorgezeichnet ist unserer heiligsten Religion eine Bahn, die gesetzmäßig und gebührend ist, diese wollen wir einmütig einhalten und von jener schimpflichen Gemeinschaft [der Juden] uns trennen, geliebte Brüder!“ (Eusebius, „Vier Bücher über das Leben des Kaisers Konstantin“, 3.18).

Auf den ersten Blick scheint es so, als würde Konstantin nur die Juden jüdischen Glaubens angreifen. Beachten Sie aber, was Mal und Donna Broadhurst aufschlussreich herausstellen: „Die Tatsache, dass die Christenheit niemals religiöse Gemeinschaft mit Juden hatte, die keine Christen waren, bedeutet, dass hier die Juden gemeint sind, die christliche Juden geworden waren. Die Bezugnahme auf die Juden bei der Unterweisung von Christen darin, wie das christliche Passahfest zu begehen sei, kann sich nur auf die christlichen Juden beziehen, da nicht christliche Juden den Christen niemals Vorschriften gemacht haben, wie sie das Passah zu feiern hätten. Die Kirche sollte sich also nach dem Wunsch Konstantins von der Gemeinschaft der christlichen Juden zurückziehen“ (Passover Before Messiah and After, 1987, Seite 147).

Tatsache ist somit, dass die Führer der jüdischen Christen – die Nachfolger derjenigen, die nach Gründung der Kirche den vorherrschenden Glauben des ersten Jahrhunderts bewahrt hatten –, nicht zu diesem Konzil eingeladen wurden oder es besser wussten und deshalb ablehnten, dort zu erscheinen.

Wie die Broadhursts herausstellen: „Anscheinend begann Konstantin seinen Plan zur Vereinigung der Kirche damit, dass er die Repräsentanten der [christlichen] Juden einfach nicht zum Konzil einlud. [Wie bereits erwähnt, ist es möglich, dass jüdische Kirchenführer eingeladen wurden und der Einladung nicht folgten. Andere Tatsachen über das Konzil führen aber zum ersteren Schluss.] Die Liste der Konzilsteilnehmer zeigt, dass sie alle griechische Namen hatten. Kein einziger von den Anwesenden hat einen charakteristischen jüdischen Namen. Die palästinensischen Delegierten waren aus den Küstenstädten, in denen überwiegend Nichtjuden lebten. Es ist aber bekannt, dass es zu dieser Zeit jüdische Bischöfe in Palästina gab“ (ebenda; Seite146).

Mit dem Schwert gegen die „Vierzehner“

Als Kaiser duldete Konstantin keinerlei Dissens. So setzte er schon bald sein Schwert gegen diejenigen ein, die sich seinen Wünschen hinsichtlich der Lehren der katholischen oder allgemeinen Kirche widersetzten. Der Historiker Robin Lane Fox merkt an: „In Nicäa drohte der Kaiser persönlich denjenigen Bischöfen die Verbannung an, die nicht unterschreiben wollten. Er untersuchte auch andere Berichte über Ketzereien“ (Pagans and Christians, 1986, Seite 656).

Letzten Endes wurden die Bischöfe, die mit den Entscheidungen von Nicäa nicht einverstanden waren, verbannt und ihre Werke verboten. Es begann eine bösartige Verfolgung der christlichen Juden und aller, die als Ketzer gebrandmarkt wurden. Somit wurde die römische Kirche, die vorher verfolgt war, selbst zum obersten Verfolgungsorgan gegen alle, die die Befolgung der Anordnungen der Bibel gewählt hatten und nicht die Gebote einer Kirche, die folgenschwere Kompromisse eingegangen war.

„Der Osterfeststreit wurde auf dem Konzil von Nicäa ‚gelöst‘, und zwar nicht theologisch, sondern politisch“, so führen die Broadhursts weiter aus. „Er wurde durch die Eliminierung der einen Sichtweise gelöst. Das Kirchengesetz war verkündet worden. Hinfort durfte kein Christ mehr das christliche Passah in der Weise begehen, wie es [der Apostel] Johannes, Philippus und andere [christliche] Juden gefeiert haben.

Für alle war nun eine Feier an dem auf den 14. [des Monats Nisan, dem ersten hebräischen Monat des Jahres] folgenden Sonntag verbindlich. Einmal als ‚Quartodezimaner‘ [‚Vierzehner‘] respektiert, die an dem Glauben festhielten, der ihnen von den Aposteln vermittelt wurde, wurden sie nunmehr als Ketzer bezeichnet“ (ebenda, Seite 148).

Was war das Ergebnis des Konzils? Der Historiker Jesse Hurlbut beschreibt die Konsequenzen unumwunden: „Während einerseits der Triumph der Christenheit viele positive Ergebnisse hervorbrachte, brachte die Allianz von Kirche und Staat in der Folge viele Übel. Die Einstellung der Christenverfolgung war ein Segen, aber die Etablierung des Christentums als anerkannte Staatsreligion wurde zum Fluch.

Jedermann wollte Mitglied der Kirche werden, und nahezu jeder wurde auch aufgenommen . . . Die Formen und Zeremonien des Heidentums schlichen sich fortschreitend in den Gottesdienst ein. Einige der alten heidnischen Feste wurden Kirchenfeste mit geänderten Namen und Anbetungsformen . . . Als Ergebnis der Machtergreifung der Kirche sehen wir nicht, dass das Christentum die Welt gemäß seinen Idealen verändert, sondern dass die Welt die Kirche dominiert“ (A History of the Christian Church, 1918, Seiten 78-79).

325 n. Chr. als Auftakt zum finsteren Mittelalter

Das Jahr 325 n. Chr. war also ausschlaggebend für die Entstehung des traditionellen Christentums. Die Broadhursts kommen zu dem Schluss: „Insofern das christliche Passah betroffen ist, kann das Jahr 325 n. Chr. mit dem Konzil von Nicäa als Beginn des dunklen Zeitalters betrachtet werden. Einhergehend damit, den [christlichen] Juden den Rücken zu kehren, wendeten sich die Heiden von den jüdischen Schriften [dem Alten Testament] ab.

Sie verwarfen den jüdischen Beitrag auf ihren Glauben, den Lebensstil und die Anbetung . . . Es bedurfte Jahrhunderte später einer bedeutenden Reformation [im 16. Jahrhundert], um damit zu beginnen, den Horror und die Vernichtung zu beenden, die die Kirche über die Welt gebracht hatte, als die Heiden in Nicäa offiziell den Grundsatz annahmen, ‚nichts mit den Juden gemeinsam zu haben‘ “ (ebenda; Seite 149).

Einige Jahre später, im Jahr 332 n. Chr., wies Konstantin mit folgender Warnung und Drohung diejenigen scharf zurecht, die den katholischen Lehren widersprachen: „Da also dieses Unheil, das eure Verderbtheit verursacht, unmöglich länger ertragen werden kann, so schreiben wir durch dieses Gesetz vor, dass keiner von euch es fortan mehr wage, Zusammenkünfte zu veranstalten.

Darum haben wir auch den Befehl gegeben, eure Häuser, in denen ihr diese Zusammenkünfte haltet, wegzunehmen, und so weit geht unsere Sorge, dass nicht nur nicht öffentlich, sondern nicht einmal in einem Privathaus oder an Privatorten Versammlungen von euch abergläubischen Toren abgehalten werden dürfen. Übrigens, was das Bessere ist, kommet ihr alle, denen an der wahren und reinen Gottesverehrung gelegen ist, in die katholische Kirche und schließet euch an ihre Heiligkeit an, durch die ihr auch zur Wahrheit gelangen könnt“ (Eusebius, „Vier Bücher über das Leben des Kaisers Konstantin“, 3.65).

In Bezug auf die Folgen des Konzils von Nicäa stellt der Historiker Will Durant fest: „Wahrscheinlich wurden in den zwei Jahren (342/343 n. Chr.) mehr Christen durch Christen hingemetzelt als bei allen Christenverfolgungen zusammen, die in der Geschichte Roms durch Heiden erfolgten“ (The Story of Civilization, Band 4: „The Age of Faith“, 1950, Seite 8). Diejenigen, die sich der Kirche von Rom, die jetzt mit dem mächtigen römischen Staat vereinigt war, widersetzten, erlitten unerbittliche Verfolgung.

Die römische Kirche verwirft den biblischen Kalender

Die Beschlüsse des Nizäischen Konzils führten bei der kalendarischen Festlegung der nunmehr als christlich bezeichneten Feiertage dazu, dass der jüdische Kalender durch den römischen Kalender ersetzt wurde. Diejenigen, die weiterhin das wahrhaft christliche Passah feierten, so wie es ihnen von den Aposteln aufgetragen wurde, mussten wegen Verfolgung in den Untergrund gehen.

Der Historiker Henry Chadwick stellt hinsichtlich der Osterstreitfrage fest: „Die Intervention von Viktor von Rom [gemeint ist die Entscheidung, unter Androhung der Exkommunikation Ostern zu halten anstatt des christlichen Passahs] stellte sich als erfolgreich in dem Sinne heraus, dass sich seine Sichtweise schließlich durchsetzte. Es dauerte aber eine lange Zeit, bis diejenigen ausstarben, die Ostern am 14. Tag feierten“ (The Early Church, 1967, Seite 85). Mit „Ostern“ ist hier das wahre Passah gemeint, und diejenigen, die es hielten, wurden als „Quartodezimaner“ bezeichnet.

„Trotz der Energie, mit der die Kirchenkonzile sie verurteilten, existierte die Gruppe noch im neunten Jahrhundert. Es war unmöglich, in einer so wichtigen praktischen Frage eine solche Vielfalt zuzulassen. Es gibt aber wenig Zweifel daran, dass die Quartodezimaner Recht hatten hinsichtlich ihrer Überzeugung, den ältesten Brauch der Apostel bewahrt zu haben. Sie wurden zu Ketzern, weil sie einfach nicht mit der Zeit gingen“ (ebenda).

Damit begann von etwa 325 bis 1585 ein Zeitraum von 1260 Jahren, in dem Christen, die an den Anweisungen der Bibel bezüglich des Passahs festhielten, fliehen und sich vor einer aggressiven Kirche und der staatlichen Verfolgung verstecken mussten.

Interessanterweise finden wir in der Bibel eine Prophezeiung, die beschreibt, wie die Kirche – symbolisiert durch eine Frau – vor Verfolgung an einen Zufluchtsort fliehen muss, an dem sie für 1260 Tage in Sicherheit bewahrt wird (Offenbarung 12,1-6). Gemäß der Bibel kann im prophetischen Zusammenhang ein „Tag“ einem Jahr entsprechen (siehe 4. Mose 14,34; Hesekiel 4,6). Somit kann dieser in Offenbarung 12 erwähnte Zeitraum sich tatsächlich auf die Zeit beziehen, in der die Kirche vor der teuflischen Verfolgung für diesen schrecklichen Zeitraum von 1260 Jahren fliehen musste, bis das finstere Mittelalter endete und eine neue Zeit der religiösen Toleranz begann.

Dank der damals einsetzenden Entwicklung profitieren wir noch heute in vielen Demokratien der heutigen Welt zum großen Teil von dem Prinzip der Glaubensfreiheit, das sich allmählich nach dem Ende der religiösen Verfolgung durchsetzte.

Der wiederkehrende Christus führt Gottes Feste wieder ein

Kommen wir nun zum 21. Jahrhundert. Ausgehend von dem bisher Dargelegten wagen wir zu fragen, ob es etwas Besseres bzw. biblisch Fundiertes gibt, als Ostern zu begehen?

Um diese Frage zu beantworten, stellen Sie sich bitte die folgende Szene vor: Jesus Christus ist wieder zur Erde zurückgekehrt als Herrscher über diese Erde – so wie er es versprochen hat (Matthäus 24,30).

Beachten Sie, was sich nun ereignet. Wir finden es vorhergesagt in Sacharja 14, Verse 3-19: „Und der Herr wird ausziehen und kämpfen gegen diese Heiden, wie er zu kämpfen pflegt am Tage der Schlacht. Und seine Füße werden stehen zu der Zeit auf dem Ölberg, der vor Jerusalem liegt nach Osten hin . . . Und der Herr wird König sein über alle Lande . . .

Und alle, die übrig geblieben sind von allen Heiden, die gegen Jerusalem zogen, werden jährlich heraufkommen, um anzubeten den König, den Herrn Zebaoth, und um das Laubhüttenfest zu halten. Aber über das Geschlecht auf Erden, das nicht heraufziehen wird nach Jerusalem, um anzubeten den König, den Herrn Zebaoth, über das wird’s nicht regnen.

Und wenn das Geschlecht der Ägypter nicht heraufzöge und käme, so wird auch über sie die Plage kommen, mit der der Herr alle Heiden schlagen wird, wenn sie nicht heraufkommen, um das Laubhüttenfest zu halten. Darin besteht die Sünde der Ägypter und aller Heiden, dass sie nicht heraufkommen, um das Laubhüttenfest zu halten.“

Doch dieses Fest ist nicht das einzige, das allen Menschen zur Einhaltung auferlegt wird. Jesus wird weltweit durchsetzen, dass die Menschen nicht nur Gottes Jahresfeste, sondern auch den wöchentlichen Sabbat halten. All diejenigen, die sich weigern, werden streng diszipliniert. Letztendlich werden alle Nationen Gottes Herrschaft akzeptieren. Dann endlich werden auf dieser Erde Frieden, Freude und Eintracht Einzug halten.

Zu den dann zu haltenden Festen wird Ostern aber nicht gezählt werden. Stattdessen werden das wahre christliche Passah und die unmittelbar darauffolgenden Tage der ungesäuerten Brote gehalten werden.

Ostern als Ersatz für die wahren Feste der Bibel

Kurz vor seinem Tod tat Jesus Christus seinen Jüngern kund, welches Fest er halten würde, wenn er zurückkehrt. Es war nicht die von Menschen erdachte Fälschung Ostern. Vielmehr sagte er: „Mich hat herzlich verlangt, dies Passahlamm [im Urtext steht nur: Passah] mit euch zu essen, ehe ich leide. Denn ich sage euch, dass ich es nicht mehr essen werde, bis es erfüllt wird im Reich Gottes“ (Lukas 22,15-16). Ganz klar: eines der Feste, das Christus in seinem Reich wieder halten wird, ist das christliche Passah!

In ähnlicher Weise erinnert der Apostel Paulus die Gläubigen in Korinth daran, das Passah und dann das Fest der Ungesäuerten Brote zu halten. Er schrieb: „Darum schafft den alten Sauerteig weg, damit ihr ein neuer Teig seid, wie ihr ja ungesäuert seid. Denn auch wir haben ein Passahlamm, das ist Christus, der geopfert ist. Darum lasst uns das Fest feiern nicht im alten Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern im ungesäuerten Teig der Lauterkeit und Wahrheit“ (1. Korinther 5,7-8).

Die wahren Feste Gottes wurden aus dem Kalender der Mainstream-Christenheit entfernt, als das Konzil zu Nicäa bestimmte, dass die Menschen nicht den biblischen Anweisungen bezüglich der Feste zu folgen hätten, sondern vielmehr einer völlig abweichenden Zeitrechnung. Wie wir gesehen haben, griff das Konzil von Nicäa das erste der jährlichen biblischen Feste an – das christliche Passah –, und wählte stattdessen den Ostersonntag. Logischerweise wurden mit diesem Dekret gleichzeitig auch die anderen jährlichen Festtage Gottes bezüglich ihrer Einhaltung angegriffen, da die Feste in 3. Mose 23 als eine fest verbundene Einheit dargestellt werden.

Der Ersatz der Feste der Bibel durch menschlich erdachte Feste sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Jahrhunderte vor dieser Änderung wurde im Buch Daniel prophezeit, dass ein solcher Wechsel irgendwann vorgenommen werden würde, wenn ein zukünftiger hochmütiger Herrscher die biblische Zeitrechnung und die biblischen Gesetze außer Kraft setzen würde. (In Anbetracht dessen, dass viele Bibelprophezeiungen dualer Natur sind, können die damaligen Ereignisse auch ein Vorläufer von ähnlichen Veränderungen in der Endzeit sein.)

Wir weisen darauf hin, dass nur die Bibel, das inspirierte Wort Gottes, zur Festlegung der Termine für Gottes heilige Festtage autorisiert ist. Menschliche Traditionen sind hingegen keine Grundlage zur Bestimmung religiöser Feiern, die Gott wohlgefällig sind. Genau das hat aber der Prophet Daniel vorausgesagt: „Er wird den Höchsten lästern und die Heiligen des Höchsten vernichten und wird sich unterstehen, Festzeiten und Gesetz zu ändern“ (Daniel 7,25). Gemeint ist, neben anderen abscheulichen Revisionen, der Ersatz biblischer Feste durch Feiern, deren Ursprung auf heidnische Bräuche zurückzuführen ist.

Ja, es gibt etwas, das weit besser und befriedigender ist als das Osterfest. Es ist das christliche Passah, das von den Aposteln Jesu und den ersten Christen gehalten wurde. Obwohl es nach dem Konzil von Nicäa im Jahr 325 n. Chr. umfassend „ausradiert“ wurde, hielten die treuen Nachfolger Gottes und Jesu Christi weiterhin das Passah, dieses biblische Fest von tiefer Bedeutung, trotz der drohenden Gefahr vor Verfolgung, die in manchen Fällen sogar bis zum Tode ging.

Wir können uns auf den Tag freuen, wenn Jesus Christus zur Erde zurückkehrt und alle wahren christlichen Feste wiederherstellen wird, die in der fernen Vergangenheit von verführten und machtbesessenen Menschen geändert wurden. Die gute Nachricht ist, dass wir heute schon alle Feste Gottes voller Freude begehen und jedes Jahr wunderbare Gemeinschaft mit Gleichgesinnten haben können. Dabei können wir, wie Jesus es in Johannes 4, Verse 23-24 betont hat, Gott in der Wahrheit anbeten.

– GN März-April 2015 PDF-Datei dieser Ausgabe

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