Von der Redaktion

Sind wir antikatholisch?

Wie die ausgewählten Leserzuschriften auf Seite 9 in der vorliegenden Ausgabe zeigen, beschränkt sich unsere Arbeit keineswegs auf eine „Einbahnstraße“, bei der wir nur austeilen und nicht zuhören. Wir interessieren uns für die Meinung unserer Leser zu den Themen in unseren Publikationen, auch wenn diese Meinung nicht der unseren entspricht.

Solche Rückmeldungen sind wertvoll, da sie uns Einsichten in die Denkweise unserer Leser vermitteln. Außerdem können sie als Gradmesser für die Verständlichkeit unserer Beiträge dienen. Ab und zu gibt es eine Leserzuschrift, die uns fragen lässt, ob wir uns missverständlich ausdrücken bzw. unseren Standpunkt unklar dargelegt haben. So erging es uns bei einem der Leserbriefe, die Sie auf Seite 9 lesen können: „Sie [unsere Zeitschrift Gute Nachrichten] ist antikatholisch und nicht bibelgerecht.“

Es war nicht das erste Mal, dass uns eine antikatholische Haltung vorgeworfen wurde. Vor einiger Zeit hatte ein anderer Abonnent unsere Lektüre wie folgt kommentiert: „Ich lese einige Ihrer Artikel wirklich gerne. Dabei überkommt mich jedoch manchmal das seltsame Gefühl, dass viele Ihrer Artikel geschickt formuliert sind, um die verschiedenen christlichen Konfessionen zu entzweien. Da scheint die römisch-katholische Kirche eine besondere Zielscheibe zu sein. Ihre Artikel scheinen dem Katechismus der einen heiligen katholischen Kirche zu widersprechen.“

Es ist nicht unsere Aufgabe, den Katechismus irgendeiner Konfession zu bewerten. Stattdessen weisen wir in der Zeitschrift Gute Nachrichten und in unserer Zusatzlektüre konsequent auf die biblisch belegte Sichtweise der ersten Christen hin. Wir meinen, dass der Glaube und die Lehren der frühen Kirche heute weitgehend unbekannt sind, selbst unter bekennenden Christen. Wir wollen unseren Lesern aus diesem Blickwinkel Antworten geben und die Zukunftsperspektive vermitteln, die der ersten Christengeneration zu eigen war und mit der Zeit verloren ging.

Die Bibel, nicht die Tradition, ist für uns immer die übergeordnete Messschnur zur Beurteilung von Ansichten. Die zitierten Leserzuschriften zeigen uns, dass unsere sachliche Darstellung biblischer Inhalte bei manchen Lesern so ankommt, als wären wir gegen Andersgläubige oder andere Glaubensgemeinschaften, wenn die Aussagen der Bibel kirchlichen Traditionen oder der heutigen Mainstream-Theologie zuwiderlaufen.

Kurzum: Wir sind weder antikatholisch noch antiprotestantisch. Wir sind auch nicht gegen Andersgläubige. Im Gegenteil: Wir freuen uns, wenn andere Konfessionen bibelkonform lehren! Wir begrüßen es, wenn Kirchenvertreter in gesellschaftspolitischen Fragen Standpunkte vertreten, die mit biblischen Prinzipien übereinstimmen.

Wir möchten nicht, dass Sie uns blindlings glauben. Stattdessen fordern wir unsere Leser immer wieder dazu auf, unsere Artikel mit einem kritischen Auge zu lesen, indem sie sie mit der Bibel vergleichen. Wenn das, was wir schreiben, mit der Bibel übereinstimmt, sollten Sie „das Gute behalten“ (1. Thessalonicher 5,21). Im Gegenzug erwarten wir, dass ein Leser seine Meinung, wonach unsere Lektüre nicht bibelgerecht sei, mit konkreten Beispielen belegt.

– GN September-Oktober 2015 PDF-Datei dieser Ausgabe

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