Welche Feste hielten die ersten Christen?

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Frage: Sie kennen mich nicht, aber ich lernte Sie durch die italienischen Zeitung Libero kennen. Das Interview mit einem Ihrer Autoren fand ich im Internet, als ich auf der Suche nach Christen war, die die Feste der Bibel halten. Ich bin an der Bibel sehr interessiert. Wenn ich darin lese, stelle ich fest, dass Jesus unser Passah genannt wird und Pfingsten der Gründungstag der Kirche war. Wenn diese beiden biblischen Feste so wichtig sind, gehe ich davon aus, dass es die anderen auch sind. Wenn ich mich aber mit christlichen Kirchen befasse, fällt mir auf, dass sie diese Feste nicht halten. Sie sagen, ihre Bedeutung sei erfüllt und deshalb brauchen wir sie nicht mehr zu halten. In dem Libero-Interview sagte Ihr Autor, dass Sie sich von anderen Kirchen gerade durch das Halten dieser Feste unterscheiden. Sagen Sie mir dann bitte, welche Bedeutung das nächste Jahresfest, der Posaunentag, hat und ob dieses Fest eine zukünftige Bedeutung hat oder nur an vergangene Ereignisse erinnert.

Antwort der Redaktion: Wir freuen uns über Ihren Mut und Ihr Interesse an der biblischen Wahrheit. Sie stellen Fragen zu Themen, die nur wenige Menschen wirklich verstehen. Die Symbolik des Posaunentags hat mit einem Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte zu tun, der in der Zukunft liegt.

Der Posaunentag versinnbildlicht nichts weniger als die Rückkehr Jesu Christi zur Erde, um das Reich Gottes hier aufzurichten! Die Offenbarung enthüllt eine Reihe von welterschütternden Ereignissen, die durch Engel, die sieben Posaunen erschallen lassen, dargestellt werden. Der siebte Engel bläst die letzte Posaune, die Christi Herrschaft ankündigt: „Es sind die Reiche der Welt unseres Herrn und seines Christus geworden“ (Offenbarung 11,15).

Die Rückkehr Jesu ist das letzte Ereignis, das im Zusammenhang mit dem Blasen der prophetischen Posaunen steht. Diese letzte der sieben Posaunen kündigt eine sensationelle Nachricht an! Der Posaunentag bedeutet auch die künftige Erfüllung von unzähligen alttestamentlichen Prophezeiungen, die das Kommen eines Messias voraussagen, der als König mit Macht und Autorität herrschen wird. Unmittelbar nach der Auferstehung Jesu erwarteten deshalb seine Apostel einen als Herrscher auftretenden Messias. Als er ihnen in jenen ersten Tagen erschien, stellten sie ihm Fragen wie: „Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel?“ (Apostelgeschichte 1,6).

In den Jahren seines irdischen Wirkens hatte Jesus die Unterschiede zwischen seinem ersten und seinem zweiten Kommen angesprochen. Als Pontius Pilatus, Statthalter Judäas, Jesus unmittelbar vor der Kreuzigung verhörte, sagte Jesus klar, dass er zu jener Zeit nicht als Herrscher gekommen war.

Den Regierenden seiner Zeit sagte Jesus: „Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden darum kämpfen, dass ich den Juden nicht überantwortet würde; nun aber ist mein Reich nicht von dieser Welt.“ In diesem Abschnitt heißt es dann weiter: „Da fragte ihn Pilatus: So bist du dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeugen soll“ (Johannes 18,36-37).

In der Bibel wurden Posaunen u. a. verwendet, um wichtige Mitteilungen anzukündigen oder Alarm zu schlagen. Dank ihrer Fähigkeit, in größeren Entfernungen gehört zu werden, eigneten sich Posaunen in idealer Weise, um auf sich aufmerksam zu machen.

Die neutestamentlichen Autoren offenbarten zusätzliche Erkenntnisse zur Bedeutung des Posaunenblasens, wie z. B. Paulus’ Beschreibung der Rückkehr Jesu Christi: „Denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ertönt, wenn die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallen, herabkommen vom Himmel, und zuerst werden die Toten, die in Christus gestorben sind, auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zugleich mit ihnen entrückt werden auf den Wolken in die Luft, dem Herrn entgegen“ (1. Thessalonicher 4,16-17).

Paulus beschrieb die Zeit der Auferstehung zum ewigen Leben für die Erstlinge, über die Pfingsten etwas aussagt: „. . . in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen, und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden“ (1. Korinther 15,52).

Der Apostel Johannes verband das Blasen einer Posaune mit der Rückkehr Jesu Christi, als er schrieb: „Und der siebente Engel blies seine Posaune; und es erhoben sich große Stimmen im Himmel, die sprachen: Es sind die Reiche der Welt unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (Offenbarung 11,15). Diese Bibelstellen zeugen von der dramatischen Bedeutung des Posaunentages.

Die anderen Festtage im Herbst – Versöhnungstag, Laubhüttenfest und Letzter Großer Tag – offenbaren, wie Gott dem Großteil der Menschheit die Errettung durch Jesus Christus ermöglichen wird.

Warum halten die allermeisten Kirchen heute diese Tage nicht? Sie folgen in den Fußtapfen des Christentums nach, das nach dem Ableben der ersten Christengeneration entstanden ist und viele der Lehren und Praktiken der ersten Christen durch nicht biblische Rituale ersetzt hat.

– GN September-Oktober 2015 PDF-Datei dieser Ausgabe

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