Der Sabbat in Geschichte und Prophezeiung

Stellen Sie sich vor, Sie öffnen die Bibel zum ersten Mal. Beim Lesen treffen Sie auf die Stelle, wo es heißt: „Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst.“ Wie wäre Ihre Reaktion? Wir berichten von einer Gruppe, die allein durch ihr Bibellesen die Notwendigkeit der Sabbatheiligung erkannte.

Von Darris McNeely

Beim erstmaligen Lesen der Bibel stoßen Sie auf die Stelle, in der es heißt: „Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligst.“ Dann lesen Sie auch, dass Jesus Christus und seine Jünger den Sabbat hielten und dass Jesus der „Herr über den Sabbat“ ist.

Wie reagieren Sie auf Ihre neuen Erkenntnisse? Folgen Sie Christus, dem Herrn über den Sabbat?

Die Geschichte berichtet uns von Menschen, die genau das taten, als sie mit der klaren Lehre der Heiligen Schrift konfrontiert wurden. Auch die Nachfolger Christi werden das bei seiner Rückkehr tun.

Die Autorin Judith Shulevitz stellt in ihrem Buch The Sabbath World: Glimpses of a Different Order of Time fest: „Wenn die Menschen anfangen, das Buch [die Bibel] zu lesen, dann fangen sie an, den Sabbat zu halten. Und wenn sie den Sabbat halten, dann lesen sie das Buch“ (2010, Seite 7).

Genau das passierte einer Gruppe Gläubiger in Siebenbürgen im 16. und 17. Jahrhundert. Mit der biblischen Lehre über den Sabbat konfrontiert, erkannten sie, dass sie keine andere Wahl hatten, als Gott durch das Halten seines Sabbats zu gehorchen.

Was würden Sie tun, wenn Sie in der Bibel den Willen Gottes erkennen würden, wonach wir den Sabbat halten sollen? Was geschah mit dieser Gruppe in Siebenbürgen?

Es beginnt mit einer Einstellung

Das Leben im mittelalterlichen Europa lässt sich mit unserem Leben heute überhaupt nicht vergleichen. Könige, Prinzen, Landvogte und Priester bestimmten, welchen Beruf man ausübte und woran man glauben sollte.

Aber auf einmal gab es ein helles, brennendes Licht zum Schluss dieses finsteren Zeitalters: die Heilige Schrift, zum ersten Mal in die eigene Sprache übersetzt. Manche Menschen fingen an, die Bibel zu lesen und erkannten dabei, dass vieles von dem, was sie gelehrt worden war, nicht mit dem übereinstimmte, was die Bibel wirklich sagt.

So kam es dazu, dass die Christen in Siebenbürgen auf ihrer Suche nach der Wahrheit eines der dunkelsten Geheimnisse des traditionellen Christentums entdeckten: Der Gottesdienst am Sonntag stammt nicht von Gott, sondern ist lediglich eine menschliche Tradition. Jesus und seine Apostel hielten nicht den Sonntag, sondern den siebten Tag der Woche.

Was taten die Christen in Siebenbürgen? Sie kamen zu dem Schluss, dass auch sie den Sabbat halten mussten.

Im Großen und Ganzen wurde ihre Geschichte von ihrem Anführer Andreas Eossi geprägt. Eossi war ein reicher Adliger, der viel Land besaß. Ihm gehörten drei Dörfer und weitere kleinere Ländereien. Doch er war ein sehr trauriger Mann aufgrund von Schicksalsschlägen. Seine Frau und seine drei Söhne waren früh gestorben. Er war zwar reich, aber einsam. Hinzu kam auch noch seine körperliche Verfassung, denn er war gehbehindert.

Um sich zu beschäftigen und Trost zu finden, begann Eossi die Bibel zu lesen. Dabei machte Eossi dieselbe Erfahrung wie viele andere Menschen, wenn sie anfangen, sich unvoreingenommen mit der Bibel zu befassen. Sein Bibellesen überzeugte ihn, dass das traditionelle Christentum seiner Zeit den Sabbat zu Unrecht auf den Sonntag verlegt hatte.

Schon bald leitete Eossi eine wachsende Gruppe von Sabbatariern in Siebenbürgen. Auf dem Höhepunkt dieser Bewegung gab es mehr als 20.000 Sabbatarier, die in den Wäldern und Bergen Osteuropas lebten und die biblische Lebensweise lehrten.

Verfolgung wegen des Sabbats

Doch diesen Gläubigen standen schwierige Zeiten bevor. Im Osten lauerte Gefahr durch das muslimische Osmanische Reich. Zu Hause verfolgten die Leiter der christlichen Kirche sie wegen ihres biblischen Glaubens. So verbot das politische und religiöse Establishment 1595 das Halten des Sabbats.

Als ihre Heiligung des Sabbats dann allgemein bekannt wurde, richtete sich die Verfolgung gezielt gegen Eossi und seine Nachfolger. Ihr Eigentum einschließlich ihrer Ländereien wurde beschlagnahmt. Man verbrannte ihre Schriften, und viele der Siebenbürgen-Sabbatarier wurden misshandelt oder gar ins Gefängnis geworfen. Die Verfolgung durch die katholische und protestantische Obrigkeit intensivierte sich mit der Zeit.

Eine besonders erstaunliche Geschichte über die Verfolgung der Siebenbürgen-Sabbatarier ist die des Andreas Fischer, der ein Schüler Eossis war. Als Wanderprediger besuchte Fischer Sabbatarier überall in Osteuropa. Die religiösen Führer verlangten, dass er das Sabbathalten und andere Glaubensansichten, die sich von denen der Lutheraner oder Protestanten unterschieden, aufgab.

Eines Tages wurden Fischer und seine Frau verhaftet. Sie bekamen folgendes Ultimatum: Gebt das Sabbathalten auf oder ihr werdet hingerichtet. Doch sie blieben standhaft und weigerten sich, Kompromisse mit der Bibel einzugehen. Tragischerweise wurde Fischers Frau durch Ertrinken hingerichtet. Als Fischer an der Reihe war, wurde er an einen Festungsturm gehängt, um dort zu sterben.

Doch er starb nicht. Niemand weiß genau, was geschah: ob er von Freunden gerettet wurde, ob das Seil riss oder ob göttliches Eingreifen ihm das Leben rettete. Auf jeden Fall entkam Fischer der Hinrichtung und predigte danach noch zehn weitere Jahre in Sabbatarier-Gemeinden in Osteuropa. Aber dann erlitt Fischer das gleiche Schicksal wie das so vieler anderer Sabbatarier. Er wurde wieder gefangen genommen und konnte diesmal nicht entkommen.

Als die Verfolgung die übrige Sabbatarier-Gemeinde Mitte des 17. Jahrhunderts erfasste, kam sie schnell und auch etwas unerwartet. Obwohl den Sabbatariern oft Strafen für den Fall angedroht wurden, wenn sie sich nicht öffentlich vom Halten des Sabbats distanzierten, war es eigentlich eher die Ausnahme, dass die Behörden ihre Drohungen wahr machten. Als das religiöse Establishment aber endlich etwas unternahm, wurde schnell und brutal gehandelt.

Bekannte Sabbatarier wurden verhaftet und zum Tode verurteilt. Die Urteile wurden jedoch nur selten vollstreckt. Stattdessen kamen die Verurteilten ins Gefängnis. Man versprach ihnen aber die Freilassung, sollten sie schwören, den Sabbat nie wieder zu halten.

In fast allen dieser Fälle wurden die Sabbatarier auch enteignet, wodurch sie obdachlos und bettelarm wurden. Nach der großflächigen Verfolgung verschwanden die lebendigen und wachsenden Sabbatariergemeinden Osteuropas. Die Sabbatarier, die Gott treu blieben, mussten sich unter anderen christlichen Minderheiten verstecken. Sie hielten den Sabbat heimlich und stets in Angst vor der Entdeckung.

Nun, heute haben sich die Zeiten geändert. Die meisten Menschen können ohne Verfolgung den Sabbat halten. Als ich vom Sabbat erfuhr und anfing, ihn zu halten, änderte dies mein Leben und meine Beziehung zu meinen Mitmenschen nachhaltig. Aber ich hatte keine Erfahrungen wie einst diese Menschen in Osteuropa.

Die Geschichte der Männer und Frauen, die den Samstag als Sabbat hielten, ist faszinierend. Es war ein Zeitalter des religiösen Erwachens.

Die Vision der Zukunft, die der Sabbat vermittelt

Für die Siebenbürgen-Sabbatarier war der biblische Sabbat mehr als nur ein Ruhetag. Diese Menschen erhielten durch die Wahrheit des Sabbats einen kleinen Einblick in das seit Langem prophezeite Reich Gottes. Ihre eigenen Schriften offenbaren diese Einsicht. Beim Lesen der Lehren Christi am Sabbat sahen sie das Reich Gottes.

Für sie war der Sabbat ein Zeichen zwischen dem Schöpfer und seinem auserwählten Volk. Durch das Halten des Sabbats und der biblischen Festtage glaubten sie, einen Bund mit demselben Gott einzugehen, der die Kinder Israel aus der Knechtschaft in Ägypten gerettet und sie zu einer Nation gemacht hatte.

Damit sind wir wieder bei einem bereits erwähnten Konzept. Als diese Menschen anfingen, die Bibel zu lesen, erkannten sie die Wahrheit des siebten Tages bzw. des Sabbats. Sie lasen die Bibel, um mehr über Gott und den Sinn des Lebens zu erfahren. Sie wollten einen Sinn für ihre arme und scheinbar hoffnungslose Existenz finden.

Die Bibel warf Licht in eine dunkle Welt, das wie ein leuchtender Stern auf eine verwirrte und verführte europäische Kultur wirkte. Einige – und zu ihnen gehörten diese Menschen in Osteuropa – verstanden die Lehre vom Sabbat und setzten sie als Teil ihrer Lebensführung um. Der Sabbat beeinflusste nunmehr ihren gesamten Lebensinhalt und ihre Beziehung zu Gott.

Sie erkannten, dass Gott durch seine Gebote einen Bund mit dem alten Israel geschlossen hatte. Durch das Halten dieser Gebote gingen auch sie einen geistlichen Bund mit Gott ein. Dieser neue Bund war ein besserer Bund mit besseren Verheißungen. Er gründete sich auf Gnade durch Jesus Christus, denselben Gott, der den ersten Bund geschaffen hatte. Er ist zur Erde gekommen, um für unsere Sünden zu sterben, und wiederauferstanden. Heute lebt er als König der Könige und Herr aller Herren, der bald zur Erde zurückkehren wird.

Durch das Halten des Sabbats gewannen sie Erkenntnis und die Hoffnung auf das zukünftige Reich Gottes. Sie erkannten, dass der Sabbat der biblische Schlüssel zum richtigen Verständnis vom kommenden Reich Gottes mit Jesus Christus als Herrn ist. Man kann diese Wahrheit nicht wirklich verstehen, ohne ein richtiges Verständnis des Sabbats zu haben.

Christus ist der Herr über den Sabbat: „Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen. So ist der Menschensohn ein Herr auch über den Sabbat“ (Markus 2,27-28; Hervorhebung durch uns). Jesus hielt den Sabbat und lehrte uns, wie wir ihn heute halten sollten. Vielleicht überrascht es Sie, aber wenn Sie sich unsere Broschüre Der biblische Ruhetag – Samstag oder Sonntag? anschauen – und wenn Sie die Schriftstellen der Bibel mit dem Inhalt der Broschüre vergleichen –, dann werden Sie sehen, dass Christus uns gelehrt hat, den Sabbat zu nutzen, um den Vater und ihn selbst anzubeten.

Jesus lehrte uns, Gutes zu tun. Er zeigte uns, wie wir durch das Halten des Sabbats ein besseres Leben genießen können. Weit davon entfernt, den Sabbat abzuschaffen, zeigte uns Christus, wie wir unsere Lebensqualität verbessern können.

Wenn man diesen Tag richtig vor Gott hält, dann entsteht eine geistliche Verbindung, die real und wahrhaftig ist. Sie ist das Fundament der einzig wichtigen Beziehung, die uns helfen kann, Herausforderungen und Prüfungen, Hochs und Tiefs, Triumphe und Tragödien in diesem zeitlich befristeten Leben zu verkraften. Als Christus sagte, „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ (Johannes 14,6), zeigte er in diesem oftmals schwierigen Leben den Weg nach vorne.

Der Sabbat als Mittel der geistlichen Erneuerung

Wer beginnt, den Sabbat zu halten, erlebt den Eintritt in eine Dimension, in der Gott wohnt. Den Sabbat durch Gottesdienst und Gemeinschaft mit Gleichgesinnten zu halten lässt sich mit der geistlichen Gemeinschaft mit Gott und Christus vergleichen.

Er ist der Schlüssel zu unserem rastlosen modernen Lebensstil. Jeder von uns kennt den Stress dieses Lebens. Doch nicht jeder kennt den Weg, um mit Gott in Einklang zu kommen, um mit seiner Hilfe den extremen Druck der modernen Gesellschaft bewältigen zu können. Den Sabbat zu halten ist der fehlende Schlüssel zu einem ruhigeren Leben. Den Sabbat zu halten bedeutet in Gottes Welt einzutreten.

Es gibt einen weiteren Punkt, den Sabbatarier lernen – ob in der Vergangenheit oder Gegenwart –, wenn sie die Bibel lesen. Sie verstehen die Kontinuität zwischen dem Alten und dem Neuen Testament. Beide erzählen die vollständige Geschichte von Gottes Gnade und bieten die Erlösung durch Jesus Christus an. Man versteht, wie sich die Bibel zusammensetzt und wie wichtige Prophezeiungen des Alten und Neuen Testaments noch in der Zukunft erfüllt werden müssen.

Hierin liegt die Herausforderung. Beweisen Sie die Existenz Gottes, indem Sie seinen Sabbat halten. Handeln Sie im Glauben und beweisen Sie sich, dass die biblischen Lehren über den Sabbat wahr sind. Im Buch Jesaja macht Gott diese bemerkenswerte Aussage:

„Achtet den Sabbat als einen Tag, der mir geweiht ist und an dem ihr keine Geschäfte abschließt! Er soll ein Feiertag für euch sein, auf den ihr euch freut. Entweiht ihn nicht durch eure Arbeit, durch Geschäfte oder leeres Geschwätz! Achtet ihn vielmehr als einen Tag, an dem ihr Zeit habt für mich, den Herrn. Wenn ihr das tut, werde ich die Quelle eurer Freude sein. Ich werde euch über Berge und Schluchten tragen“ (Jesaja 58,13-14; „Hoffnung für alle“-Übersetzung).

Es beginnt mit einer Einstellung

Gottes Reich kommt auf diese Erde und Christus wird über alles herrschen. Im Buch Daniel erfahren wir durch eine Prophezeiung, dass dieses Reich „keinem anderem Volk überlassen [wird]“ (Daniel 2,44; Schlachter-Bibel). Wer sind diejenigen, die Jesu wahre Nachfolger sind und das Reich Gottes empfangen werden? Nach dem Buch der Offenbarung sind es „die, die Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu“ (Offenbarung 12,17). Werden Sie dazu gehören?

Hier ist unsere Herausforderung an Sie: Nehmen Sie Ihre Bibel und fangen Sie an, sie von 1. Mose an zu lesen. Sie müssen nicht sehr weit lesen, nur bis zum zweiten Kapitel, und Sie finden einen Hinweis auf den Sabbat – und das setzt sich in der ganzen Bibel fort. Schreiben Sie alle Stellen auf, wo der Sabbat erwähnt wird.

So werden Sie dieselbe Wahrheit finden, die so viele Menschen seit Jahrhunderten entdeckt haben. Sie werden sehen, dass der Sabbat ein wichtiges Thema im Wort Gottes ist. Und Sie werden vor der gleichen Entscheidung stehen: im Buch weiter zu lesen oder es zu schließen und das Leben wie bisher fortzusetzen. Wir hoffen, dass Sie etwas ändern und anfangen werden, einen neuen Lebensweg mit Gott an seinem heiligen Sabbat zu gehen.

Der Sabbat ist ein Schlüssel zum Reich Gottes. Der neutestamentliche Hebräerbrief sagt: „Gottes Volk erwartet also bis heute die Zeit der Ruhe, den wahren Sabbat“ („Hoffnung für alle“-Übersetzung). Jesus und seine Nachfolger hielten den Sabbat. Seine authentischen Jünger tun es noch heute.

Gott gebietet uns, innezuhalten und über seinen Lebensweg nachzudenken. Machen Sie mal eine Pause von dieser schnelllebigen Welt und erfahren Sie geistliche Erholung und kommen Sie Ihrem Schöpfergott näher. Seien Sie wie die Siebenbürgen-Christen von einst und halten Sie den Sabbat!

Welcher Tag ist Gottes Sabbat?

Welcher Tag ist nun Gottes Sabbat? Gott hat geboten, den siebten Wochentag als seinen Sabbat zu halten. Viele Menschen meinen, der Sonntag sei Gottes Sabbat, weil die meisten Kirchen ihn als Ruhetag und Tag der Anbetung halten. Dass der Samstag jedoch der siebte Tag der Woche ist, zeigt Ihnen nahezu jedes Lexikon oder jede Enzyklopädie. Dagegen ist der Sonntag der erste Tag der Woche.

Der siebentägige wöchentliche Zyklus ist seit der Schöpfungswoche erhalten geblieben: Obwohl die Menschen den Kalender wiederholt verändert haben, sind die Wochentage immer in ihrer richtigen Reihenfolge geblieben, mit dem Sonntag als erstem und dem Samstag als dem siebten Tag jeder Woche. Die Bezeichnung des Tages „Mittwoch“ [Mitte der Woche] gibt auch einen sprachlichen Hinweis aus der Antike, welcher Tag der siebte ist, trotz der Entscheidung des deutschen Normenausschusses (DIN 1355), wonach ab Januar 1976 eine künstliche Festlegung des Wochenbeginns mit Montag beschlossen wurde.

Es war das jüdische Volk, das das Wissen um den Sabbat als den siebten Wochentag aus der Zeit lange vor Christi Geburt bis heute treu bewahrt hat. Ihm war anvertraut, „was Gott geredet hat“, seine göttlichen Worte und Anordnungen (Römer 3,1-2). Sie können die ganze Bibel durchlesen, doch Sie werden keine Stelle finden, die eine Verlegung von Gottes Sabbat auf den Sonntag rechtfertigt. Wie aber kam es, dass der Sonntag zum Haupttag von Ruhe und Anbetung wurde?

Erst sehr spät, als das letzte Buch der Bibel, die Offenbarung, längst geschrieben war, wurde die Heiligung des Sonntags anstelle des Sabbats eingeführt. Bis zu den Schriften von Bar­nabas und Justinian (135 bzw. 150 n. Chr.) findet man keine eindeutigen Hinweise auf den Sonntag als einen Tag christlicher Anbetung. Unter der Regierung des Kaisers Hadrian (117-135 n. Chr.) scheint sich der Sonntag als Tag der Anbetung durchgesetzt zu haben.

Hadrian ließ die Juden im gesamten römischen Reich verfolgen und verbot ihre Praktiken, ganz besonders das Halten des Sabbats. So kam es offenbar dazu, dass sich auch viele Christen dem Sonntag zuwendeten, einem Tag, den die Römer als Tag der Sonnenverehrung hielten.

– GN März-April 2016 PDF-Datei dieser Ausgabe

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