Jesus Christus: Der Schöpfer des Sabbats

Jesus gab ein perfektes Beispiel einer Gott wohlgefälligen Lebensweise. Sollen wir heute den Sabbat halten, wie er es tat?

Von Steve Myers

Inwiefern sind Sie als Christ bereit, in den Fußstapfen Jesu Christi nachzufolgen? Der Apostel Johannes sagt uns dazu: „Wer sagt, dass er in ihm [Jesus] bleibt, der soll auch leben, wie er gelebt hat“ (1. Johannes 2,6).

In einem Punkt wollen die allermeisten Christen heute dem Beispiel Jesu nicht folgen. Jesus hielt nämlich den biblischen Ruhetag, den Sabbat, vom Sonnenuntergang am Freitag bis Sonnenuntergang am Samstag.

Bekennende Christen des abgewandelten Christentums unserer Zeit begründen ihr abweichendes Verhalten mit Aussagen wie „Nun, der Sabbat gehörte zum Alten Testament“, „Der Sabbat hat nichts mit der Erlösung zu tun“, „Wir sind heute frei und müssen unseren Gottesdienst nicht auf nur einen Tag in der Woche beschränken“ oder „Der Sabbat wurde im Neuen Testament auf den Sonntag verlegt“.

Wäre Jesus heute wieder auf Erden, welchen Ruhetag würde er halten? Über ihn heißt es in Hebräer 13, Vers 8: „Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.“

Womit wollen Sie nun Ihre Ablehnung des Ruhetags, den Jesus gehalten hat, begründen?

Jesus gab uns ein Beispiel

Wie war Jesus „gestern“ – in der Vergangenheit? Um diese Frage zu beantworten, sollen wir eine Aussage der Bibel beachten, die von einer Zeit handelt, bevor die Erde erschaffen wurde. Wussten Sie, dass der biblische Bericht über die älteste Zeit der Geschichte nicht am Anfang der Bibel steht? Es geht nämlich um einen Zeitpunkt vor den Ereignissen, die in 1. Mose, Kapitel 1 beschrieben werden.

Ob Sie es glauben oder nicht, ist dieser Bericht ein wichtiger Schlüssel bei der Suche nach der Antwort auf die Frage, ob Sie heute den Sabbat halten sollen. Und er dient nicht nur zum richtigen Verständnis des Sabbats, sondern der ganzen Bibel. Wo finden wir ihn? Im Neuen Testament, am Anfang des Johannesevangeliums. Dort lesen wir:

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist . . . Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns“ (Johannes 1,1-3. 14).

Warum sind diese Verse so wichtig? Sie sagen, dass ein Wesen, das das „Wort“ genannt wird, bereits vor der Erschaffung der Welt existierte. Außerdem sagen sie uns, dass dieses „Wort“ Fleisch wurde – ein stoffliches Wesen. Anhand dieser Tatsachen können wir wichtige Zusammenhänge erkennen.

Das Wort ist kein anderer als derjenige, der als Jesus Christus zur Erde kam. Das Wort und Jesus Christus sind ein und dasselbe Wesen. Außerdem war das Wort „bei Gott“, womit Gott, der Vater, gemeint ist. Und das Wort selbst wird auch Gott genannt!

Wir erfahren nicht nur, dass das Wort Jesus Christus wurde, sondern auch, dass er vor seiner Menschwerdung schöpferisch tätig war. Er erschuf alle Dinge im Einklang mit dem perfekten Willen des Vaters. Alles, was existiert, wurde „durch dasselbe gemacht“!

Der Sabbat war von der Schöpfung an geheiligt

In 1. Mose 2, Verse 1-3 lesen wir: „So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.“

Überlegen wir jetzt einige Fragen und die Antworten auf diese Fragen:

Wer schuf Himmel und Erde? Das Wort – derjenige, der Jesus Christus wurde –, im Einklang mit dem Willen des Vaters.

Wer heiligte den Sabbat am siebten Tag der Woche? Das Wort – derjenige, der Jesus Christus wurde.

Wer segnete den Sabbat am siebten Tag der Woche? Das Wort – derjenige, der Jesus Christus wurde.

Wer ruhte am siebten Tag der Woche von all seinen Werken? Das Wort – derjenige, der Jesus Christus wurde.

Diese Fragen und Antworten sind ein wichtiger Schlüssel zum richtigen Verständnis des Sabbats und seiner Bedeutung für alle Menschen. Vor Noah, Abraham und Mose und lange vor dem Alten Bund schuf das Wort – derjenige, der Jesus wurde – den Sabbat.

Es war nicht ein x-beliebiger Wochentag, den wir jede Woche neu oder nach eigenem Gutdünken bestimmen dürfen. Es war der siebte Tag, den das Wort segnete und heiligte. Diese Zeit, von Sonnenuntergang am Freitag bis Sonnenuntergang am Samstag, ist der Sabbat. Nach der Bibel werden die Tage „vom Abend an bis wieder zum Abend“ gezählt: von Sonnenuntergang zu Sonnenuntergang (3. Mose 23,32).

Das, was Gott heiligt, hebt er besonders hervor. Es unterscheidet sich von dem, was nicht geheiligt wurde, und ist ihm sehr wichtig. Der Sabbat ist daher als geheiligte Zeit einzigartig. Nicht nur das: Jesus, das Wort, gab allen ein Beispiel an diesem Tag: Er ruhte von all seinen Werken.

Der Sabbat ist immer noch heilig

Denken wir nochmals an die bereits zitierte Bibelstelle in Hebräer 13, Vers 8, in der uns gesagt wird, dass Jesus derselbe „gestern, heute und in Ewigkeit“ ist. „Gestern“ schuf Jesus den Sabbat zum Schluss der Schöpfungswoche.

Den Wahrheitsgehalt dieser Bibelstelle können wir bestätigen, indem wir Jesu Haltung zum Sabbat beim Fortschreiten der Zeit analysieren. Befassen wir uns nun mit der Zukunft, nachdem Jesus, wie verheißen, zur Erde zurückgekehrt sein wird. Der Prophet Jesaja sagt das Halten des Sabbats in dieser Zeit voraus: „Und alles Fleisch wird einen Neumond nach dem andern und einen Sabbat nach dem andern kommen, um vor mir anzubeten, spricht der Herr“ (Jesaja 66,23).

Ist das nicht erstaunlich? Es mag Sie auch überraschen! Unser Erlöser Jesus legte den Sabbat als Ruhetag fest. Er rief ihn bei der Schöpfung ins Leben. Und Jahrtausende später, nachdem er zur Erde zurückgekehrt sein wird, ist der Sabbat als Tag der Anbetung immer noch für „alles Fleisch“ – alle Menschen – geheiligt.

Vergessen wir nicht, was „heilig“ für Gott bedeutet. Damit ist etwas Besonderes gemeint, das ihm überaus wichtig ist. Hinsichtlich der Wochentage gilt die Bezeichnung „heilig“ allein dem siebten Tag der Woche, dem Sabbat. Mit „heilig“ ist unter keinen Umständen der Sonntag gemeint!

Das Unerwartete bei der Prophezeiung Jesajas ist, dass der Sabbat nicht allein als jüdischer Tag der Anbetung beschrieben wird. Der Sabbat wurde nicht um der Israeliten willen gemacht, sondern für alle Menschen. Jesaja sagt uns, dass „alles Fleisch“ – alle Menschen – Gott am Sabbat anbeten wird.

An anderer Stelle beschreibt Jesaja das Verhalten, das Gott wohlgefällig ist. Dieses Verhalten ist für alle Menschen wichtig – nicht nur die Juden –, die eine Beziehung zu Gott haben wollen. Demnach sollen wir den Sabbat halten und vor Gott kommen, sodass der Tempel Gottes „ein Bethaus . . . für alle Völker [heißen]“ wird (Jesaja 56,6-8).

Der Sabbat ist auch für Sie

Lassen Sie sich von den klaren Aussagen der Heiligen Schrift führen oder erheben Sie sich mit eigenen Auslegungen über die Bibel? In diesem Beitrag geht es um die konkrete Frage: Welchen Tag soll ich als Ruhetag halten, wenn ich zu den wahren Nachfolgern Jesu Christi gehören will?

Viele Christen haben eigene Ideen in Bezug auf den Sabbat. Doch nicht die eigene Meinung oder die Tradition des abgewandelten Christentums unserer Zeit, sondern die Aussagen der Bibel sind hier maßgebend und definieren, was wir vielleicht als „authentische Anbetung“ bezeichnen dürfen. Welcher Wochentag fällt Ihnen ein, wenn Sie das Wort Sabbat hören oder lesen? Wir haben bereits gesehen, dass das Wort – derjenige, der Jesus Christus wurde – den Sabbat bei der Schöpfung als Ruhetag heiligte. In den Prophezeiungen Jesajas wird der Sabbat Tausende von Jahren später, in einer noch zukünftigen Zeit, bestätigt. Wie verhielt sich Jesus als Mensch? Welches Beispiel gab er uns hinsichtlich des Sabbats?

Die Evangelien des Neuen Testaments berichten vom Wirken Jesu im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Als Mensch auf der Erde war er Immanuel, „Gott mit uns“ (Matthäus 1,23). Die Berichte der Evangelien beschreiben zwar die Vergangenheit, aber Jesus ist derselbe „gestern, heute und in Ewigkeit“, sodass sein Verhalten als Mensch vor 2000 Jahren, was den Sabbat anbelangt, konsequent sein müsste.

Wie hat Jesus als Mensch seinen himmlischen Vater geehrt? Welchen Tag hielt er als Ruhetag? Die Bibel beschreibt Jesu gewohnheitsmäßige Praktik: „Und er kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge und stand auf und wollte lesen“ (Lukas 4,16; Hervorhebung durch uns).

Wir dürfen nicht die Wichtigkeit dieser Aussage herunterspielen. Es war Jesu Gewohnheit, Gott am Sabbat in der Synagoge anzubeten! Welcher Wochentag war das vor 2000 Jahren? Es war derselbe Wochentag, den Jesus selbst als das Wort bei der Schöpfung geheiligt hatte. Er wusste also, welcher Wochentag der Sabbat war! Er hielt ihn von Sonnenuntergang am Freitag bis Sonnenuntergang am Samstag.

Der Sabbat wurde nie geändert

Hielt Jesus den Sabbat, wie einige meinen, damit wir ihn nicht zu halten brauchen? Dürfen wir den Tag, den Jesus als Ruhetag hielt, ignorieren? Das lehren heute viele Pastoren – leider!

Doch Jesus hat kein einziges Mal gesagt, dass wir sein Beispiel ignorieren dürfen. Er lehrte genau das Gegenteil: „Wer mir dienen will, der folge mir nach“ (Johannes 12,26). Er hat auch niemals gesagt, dass die Apostel oder die Kirche die Befugnis haben, den biblischen Ruhetag vom Sabbat auf den Sonntag zu verlegen.

Jesus war das Wort in Menschengestalt, „Gott mit uns“, der als das Wort den Sabbat geschaffen hatte. Er hatte ihn geheiligt und hielt ihn auch als Mensch heilig. Er sagt uns, dass wir ihm nachfolgen sollen – wir sollen Gott ehren, wie er es getan hat. Und in Markus 2, Vers 28 nannte er sich den Herrn „über den Sabbat“. Welcher Tag ist „des Herrn Tag“? Es ist der siebte Tag der Woche, der Sabbat, über den Jesus der Herr ist! Es ist nicht Sonntag oder ein anderer Wochentag. Jesu Tag der Anbetung seines himmlischen Vaters war der Sabbat!

Der Sabbat wurde für alle Menschen gemacht

Heute ist Jesus nach wie vor der Herr „über den Sabbat“. Manche mögen einwenden, dass Jesus nur deshalb den Sabbat hielt, weil er Jude war. Schließlich könnte man das von einem Juden erwarten! Befassen wir uns kurz mit diesem falschen Argument.

In dem Zusammenhang, in dem Jesus sich den Herrn „über den Sabbat“ nannte, erwähnte er noch etwas, das viele Christen übersehen, das aber zum richtigen Verständnis des Sabbats notwendig ist. Jesus sagte: „Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen“ (Markus 2,27).

Man kann schnell über diese Feststellung hinweglesen und seine Bedeutung verkennen. Manche meinen, dass der Sabbat nur für die Juden war, als Bürde. Jesus sagte aber, dass der Sabbat „um des Menschen willen gemacht“ wurde – nicht um der Juden willen! Gemeint ist auch nicht der Mensch als Einzelperson, sondern die Menschheit insgesamt.

Als derjenige, der den Sabbat ursprünglich eingesetzt hatte, sagte Jesus sinngemäß: „Der Sabbat wurde zum Wohlergehen aller Menschen gemacht.“

Im Gegensatz zum Standpunkt fast aller Konfessionen hat Jesus den Sabbat als Ruhetag weder geändert noch annulliert. Er ist konsequent und ändert sich nicht. Er hat den Sabbat nicht für nur eine Gruppe von Menschen oder eine begrenzte Zeitdauer vorgesehen. Er wurde zur Zeit der Schöpfung für die Menschen gemacht, und das gilt nach wie vor.

Deshalb halten authentische Christen, die in Jesu Fußstapfen nachfolgen wollen, den Sabbat von Sonnenuntergang am Freitag bis Sonnenuntergang am Samstag. Sie halten denselben Tag als wöchentlichen Ruhetag, den Jesus gehalten hat. Sie wissen, dass der Sabbat nicht „jüdisch“ ist. Nein, er ist der christliche Ruhetag, über den Jesus der Herr ist. Und ein Christ ist jemand, der so lebt, wie Jesus Christus gelebt hat.

Werden Sie Jesu Beispiel folgen?

Ich hoffe sehr, dass Sie Jesu Haltung gegenüber dem Sabbat beherzigen werden. Das Wort Gottes zeigt, dass Jesus den Sabbat schuf, bestätigte und selbst hielt. Er ruft uns auf, seinem Beispiel zu folgen.

Haben Sie noch Zweifel, ob der Sabbat für Christen wichtig ist? Vergessen Sie nicht, dass alle Menschen den Sabbat in der Zukunft halten werden, wenn Jesus nach seiner Wiederkehr über alle Nationen herrscht (Jesaja 66,23). Darüber hinaus zeigt Hebräer 4, dass der Sabbat heute für Christen bindend gültig ist. (Mehr Informationen dazu finden Sie in unserer kostenlosen Broschüre Der biblische Ruhetag – Samstag oder Sonntag?.)

„Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest“, heißt es in Gottes Grundgesetz, den Zehn Geboten. Warum sollen wir des Sabbats gedenken? Weil er uns an die Schöpfung und unseren Schöpfer erinnert. Er erinnert uns auch an unsere Befreiung von der Knechtschaft der Sünde. Und er ist eine Vorausschau auf die tausendjährige Herrschaft Jesu Christi, wenn die ganze Menschheit wahre Ruhe erleben wird!

Wischen Sie den Staub von Ihrer Bibel und finden Sie heraus, was sie über den Sabbat aussagt. Ihre aufrichtige Auseinandersetzung mit dem Wort Gottes wird dazu führen, dass Sie eine Entscheidung treffen müssen. Werden Sie nach einem jeden Wort leben, „das aus dem Mund Gottes geht“ (Matthäus 4,4)?

Nach der Bibel ist klar, dass Jesus der Herr über den Sabbat ist. Indem er den Sabbat am siebten Tag der Woche hielt, bestätigte Jesus, dass er gestern, heute und derselbe in Ewigkeit ist. Beherzigen wir sein Beispiel!

Die Vereinte Kirche Gottes, der Herausgeber dieser Publikation, hat Gemeinden im deutschsprachigen Raum, die sich am Sabbat zum Gottesdienst treffen. Sie finden mehr Informationen über diese Gemeinden im Internet.

Wer in Jesu Fußstapfen nachfolgen und den Sabbat heilig halten will, ist bei unseren Gottesdiensten herzlich willkommen!

– GN März-April 2016 PDF-Datei dieser Ausgabe

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