Gottes größtes Wunder

Ihre Bibel und die Natur zeugen von vielen göttlichen Wundern. Eines zählt aber zu den größten. Könnten Sie daran beteiligt sein?

Von Jerold Aust

Ist es möglich, die natürliche Rotation der Erde auf ihrer Achse kurz zurückzusetzen, um sie dann wieder in ihre normale Bewegung zu bringen, ohne die Erdoberfläche zu beschädigen? Wissenschaftler würden dies bezweifeln. Aber Ihre Bibel berichtet davon, dass dieses unglaubliche Wunder tatsächlich stattgefunden hat!

König Hiskia von Juda (ca. 715-686 v. Chr.) lag im Sterben und bat Gott um Heilung. Gott hörte sein reumütiges Gebet und versprach ihm Heilung und weitere fünfzehn Lebensjahre. Der König bat um ein Zeichen als Bestätigung, und erstaunlicherweise bot Gott ihm zwei Möglichkeiten an. Der König konnte darum bitten, den Schatten der Sonnenuhr um zehn Grad vor- oder zurückzusetzen: „Dies Zeichen wirst du vom Herrn haben, dass der Herr tun wird, was er zugesagt hat: Soll der Schatten an der Sonnenuhr zehn Striche vorwärts gehen oder zehn Striche zurückgehen?“ (2. Könige 20,9).

Der König war weise: „Es ist leicht, dass der Schatten zehn Striche vorwärts gehe. Das will ich nicht, sondern dass er zehn Striche zurückgehe“ (2. Könige 20,10). Gott setzte dann den Schatten der Sonnenuhr um zehn Grad zurück – ein unglaubliches Wunder (2. Könige 20,8-11).

Ist das eines der größten Wunder Gottes? Die Sonne selbst und ihre phänomenale Beziehung zur Erde sind schon große Wunder.

Die wunderbare Sonne

Die Sonne, ein lodernder Stern, befindet sich in einer bemerkenswerten Position zu unserem Planeten, ca. 149,6 Millionen Kilometer entfernt. Läge sie näher, wäre sie zu heiß, um Leben zu ermöglichen. Weiter weg wäre es zu kalt. Die perfekte Lage der Sonne sorgt für die einzig bekannte bewohnbare Umgebung im ganzen Universum.

Die Sonnenstrahlen versorgen jeden Organismus auf der Erde mit Nahrung. Pflanzen produzieren Nahrung durch den Prozess der Fotosynthese. Diese Pflanzen werden wiederum von Tieren gefressen, die wiederum von anderen Tieren gefressen werden. So entsteht das herrliche Wunder der Nahrungskette, die allen Organismen der Erde Leben gibt.

Die genaue Lage der Sonne, zusammen mit der genauen Rotation der Erde um die Sonne und ihre Rotation um die eigene Achse schaffen die Jahreszeiten, die für unterschiedliche Temperaturen und Wetterlagen sorgen. Auch dies ist für das Leben erforderlich. All dies ist ein herrliches Wunder des Schöpfergottes!

Aber die selbst regulierende und regenerative Kraft der Sonne ist nicht Gottes größtes Wunder. Es war auch nicht die Umkehr der Erdumdrehung zur Zeit Hiskias. Was ist also das größte Wunder?

Das größte Wunder Gottes

Es ist kein Wunder, dass Christus in der Heiligen Schrift als „die Sonne der Gerechtigkeit“ (Maleachi 3,20) bezeichnet wird, wenn man bedenkt, welche Parallelen es zu den lebensspendenden Qualitäten der Sonne und dem Werk Gottes in unserem Leben durch Jesus Christus gibt. Jesus scheint auf uns und seine Nachfolger und bewirkt unglaubliche Veränderungen in unserem Leben. Diese Metapher weist auf Gottes größtes Wunder hin: Seine Verwandlung der menschlichen Gesinnung und des Herzens hin zur Gesinnung Jesus Christi, wenn wir uns dem Schöpfergott freiwillig und treu ergeben (Epheser 2,10; Galater 2,20).

Das größte Wunder wird nicht mit wissenschaftlichen Instrumenten gemessen, so wie bei der Sonne, sondern durch Glauben, der sich in Werken ausdrückt:

„So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber. Aber es könnte jemand sagen: Du hast Glauben und ich habe Werke. Zeige mir deinen Glauben ohne die Werke, so will ich dir meinen Glauben zeigen aus meinen Werken . . . So seht ihr nun, dass der Mensch durch Werke gerecht wird, nicht durch Glauben allein“ (Jakobus 2,17-18. 24).

Gott erwartet eindeutig unsere rückhaltlose Teilnahme an seinem größten Wunder. Unsere Erlösung ist keine Einbahnstraße. Sie und ich sind an unserer wundersamen Verwandlung direkt beteiligt!

Damit dieses Wunder erfüllt werden kann, müssen Menschen lernen, wie Gott zu denken (Johannes 17,21; Römer 12,2). Der Apostel Paulus behauptete, dass er und andere Christen die Gesinnung Christi hatten: „Der geistliche Mensch aber beurteilt alles und wird doch selber von niemandem beurteilt. Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen? Wir aber haben Christi Sinn“ (1. Korinther 2,16; alle Hervorhebungen durch uns). Ist uns bewusst, dass auch wir diese Gesinnung haben können?

Ihre Bibel enthält viele Beispiel von Männern und Frauen, die so dachten wie Gott: Abel, Henoch, Noah, Abraham, Sara, Isaak, Israel, Josef, Mose, Rahab, Gideon, Barak, Samson, Jeftah, David, Samuel und andere Propheten Gottes (siehe Hebräer 11). Sie waren alle aus Fleisch und Blut, so wie Sie und ich. Jeder von ihnen wurde in seinem Denken verwandelt, um Gottes Lebensweg durch Glauben zu folgen (Hebräer 11,1-2). Ihr Herz wurde in ein empfängliches verwandelt (2. Korinther 3,3). Die Verwandlung der eigenen Gesinnung von der menschlichen zur göttlichen verkörpert das größte aller Wunder!

Wie findet dieses Wunder statt?

Wie geschieht dieses große Wunder? Der Schöpfergott gibt allen Menschen die Wahl, zwischen Gut und Böse zu entscheiden. Er ermahnt uns, das Gute zu wählen (5. Mose 30,19). Von Natur aus liegt es aber uns Menschen nicht, Gott zu gehorchen (Römer 8,7). Unsere menschliche Natur ist egoistisch und steht sich selbst am nächsten (Jeremia 17,9).

Deshalb hilft Gott den Berufenen durch die übernatürliche Kraft des heiligen Geistes, damit sie sich für seine Denkweise entscheiden können (1. Korinther 2,10-14). Jesus Christus verwandelt uns durch den heiligen Geist, damit wir Gottes Weg gehen können, der zu ewigem Leben führt (1. Korinther 11,31-32).

Ich habe schon erwähnt, dass der Schöpfergott unsere Mitarbeit fordert. Diejenigen, die freiwillig mit ihm durch Gebet zusammenarbeiten und demütig seinen Weg suchen, werden auch anderen helfen können, die die gleichen Schwierigkeiten haben wie sie. Dies ist Gottes Plan für uns. So verwandelt er uns in sein geistliches Bildnis.

Als Gott sagte: „Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei“ (1. Mose 1,26), meinte er damit allein seine Anatomie? Oder schließt das auch sein geistliches Bildnis mit ein? Da Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können (1. Korinther 15,50), bleibt uns nur Gottes geistliches Bildnis: „So wie wir jetzt dem Menschen gleichen, der aus Erde gemacht wurde, so werden wir künftig dem gleichen, der vom Himmel gekommen ist“ (Vers 49; Gute Nachricht Bibel). Durch folgende Schritte kann unser Schöpfergott uns durch Jesus Christus zu seinem geistlichen Bildnis verwandeln: Wir werden von Gott berufen, dann auserwählt und bekommen dabei die Hilfe, die wir brauchen, um Gott treu bleiben zu können.

Von Gott berufen

Jesus identifizierte seine zukünftigen auferstandenen Heiligen – seine wahren Nachfolger – eindeutig durch diese drei verwandelnde Schritte: „Bei ihm [dem Lamm, d. h. Jesus] sind seine treuen Anhänger, die es erwählt und berufen hat“ (Offenbarung 17,14; Gute Nachricht Bibel). Zuerst beruft Gott uns bzw. er zieht uns. Jesus sagte: „Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage“ (Johannes 6,44; siehe auch Johannes 6,65).

Gott berief Mose durch das Wunder eines brennenden Busches (2. Mose 3,2-10). Die Apostel wurden durch die Lehren und das Beispiel Jesu Christi berufen (Apostelgeschichte 1,1-3). Gottes Berufung ist heilig und einzigartig (2. Timotheus 1,9). Allein können wir Gott nicht kennenlernen (Matthäus 13,11). Wir lernen Gott kennen, wenn er uns beruft und uns seine Wahrheit zeigt, die uns von den weltlichen Wegen befreit (Johannes 8,32).

Sehen wir uns das Sabbatgebot als Beispiel an. Die Bibel lässt keinen Zweifel an Gottes Sabbattag (2. Mose 20,8-11). Vielen Christen ist aber nicht bewusst, was für ein Segen der Sabbat ist. Jesus selbst hielt den Sabbat und nannte sich selbst den Herrn des Sabbat (Matthäus 12,8). Die Apostel erkannten, dass sie seinem Beispiel folgen sollten. Deshalb hielt auch die frühe Gemeinde den Sabbat in Übereinstimmung mit der Heiligen Schrift (2. Mose 20,8-11; Apostelgeschichte 13,14. 42. 44).

Es ist nicht verwunderlich, dass der Schöpfergott der Menschheit gebot, den Sabbat zu halten. Denn er ist eine wunderbare Gelegenheit, die persönliche Beziehung zu Gott zu pflegen bzw. zu intensivieren. Der Sabbat ist wie ein wöchentlicher „Ruf“, wo Gottes Volk von der täglichen Arbeit und den Ablenkungen herausgerufen wird, um sich gemeinsam auf ihn und seinen Plan zu konzentrieren.

Wenn Gott Sie beruft, dann verpflichten Sie sich, ihm Ihr Leben zu übergeben. Sie haben die Gelegenheit, von ihm auserwählt zu sein, wenn Sie sich seinem Willen treu unterordnen.

Von Gott auserwählt

Diejenigen, die auf Gottes Berufung reagieren und sie annehmen, bereuen ihre Übertretung der Gebote Gottes (1. Johannes 3,4). Gleichzeitig üben sie Glauben gegenüber Gott aus, indem sie seiner Aufforderung nachkommen (Apostelgeschichte 2,38) und sich von einem Prediger Gottes taufen lassen.

Wenn man bereut, Jesus Christus als Erlöser annimmt und ihm gehorchen möchte, dann gibt Gott einem das Geschenk seines heiligen Geistes (Apostelgeschichte 2,38; 19,5-6). Damit werden Gottes Berufene zu seinen Auserwählten: „Denn viele sind berufen, aber wenige auserwählt“ (Matthäus 20,16; Schlachter-Bibel). Gottes Heilige haben das Siegel seines Geistes (Epheser 1,13-14).

Wie werden die Auserwählten Christi identifiziert? Nach der Berufung beginnen die Menschen, mehr über Gott, seinen Plan für sie und seine Erwartung an sie zu erfahren. Wer anfängt, die Gebote zu halten wie z. B. das Sabbatgebot, wird zur Taufe geführt und wird dadurch das Geschenk des heiligen Geistes erhalten (Apostelgeschichte 2,38). Der Nachfolger Christi wird dann zu seinem Freund, der ihn auf dieser Erde repräsentiert: „Denn alles, was ich [Jesus] von meinem Vater gehört habe, habe ich euch kundgetan“ (Johannes 15,15).

Der auserwählte Heilige muss dann bis zum Ende treu ausharren.

Treue gegenüber Gott

Gott erwartet von seinen Heiligen, dass sie bis ans Ende ihres Lebens treu bleiben: „Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden“ (Matthäus 24,13; Schlachter-Bibel; siehe auch Matthäus 10,22).

Gottes Volk erlebt täglich Prüfungen. Es kann ermüdend sein, in einer gottfernen Gesellschaft Gottes Lebensweg zu praktizieren (2. Timotheus 3,1-7). Wenn wir nicht wachsam sind, können wir vom göttlichen Lebensweg abfallen (1. Korinther 10,12). Wir sollten Stolz ablegen und stattdessen göttliche Demut nachahmen. Wir müssen Böses durch Gutes ersetzen (Römer 12,21).

Jesus stellt den Treuen folgende Frage: „Doch wenn der Menschensohn kommen wird, meinst du, er werde Glauben finden auf Erden?“ (Lukas 18,8). Einige werden nicht treu sein (Matthäus 24,10), andere aber schon (Offenbarung 3,10).

Zu den auferstandenen Heiligen, die Christus bei seiner Rückkehr auf den Ölberg folgen werden (Sacharja 14,3-4), gehören die, die in diesem Leben berufen und auserwählt wurden und Gott bis zum Ende treu geblieben sind (Offenbarung 17,14).

Gehören Sie zu Gottes größten Wundern?

Gottes wunderbarer Plan ist es, Menschen nach seinem geistlichen Bildnis neu zu erschaffen: „Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, dass wir Gottes Kinder heißen sollen – und wir sind es auch! Darum kennt uns die Welt nicht; denn sie kennt ihn nicht. Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder; es ist aber noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber: wenn es offenbar wird, werden wir ihm gleich sein; denn wir werden ihn sehen, wie er ist. Und ein jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist“ (1. Johannes 3,1-3).

Wir sollen seine Kinder werden! „Ich will euch annehmen und euer Vater sein und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein, spricht der allmächtige Herr“ (2. Korinther 6-17-18). Wir werden Milliarden Menschen in Christi zukünftigem Reich dienen (1. Korinther 6,2).

„Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und lässt wachsen, dass sie gibt Samen zu säen und Brot zu essen, so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht wieder leer zu mir zurückkommen, sondern wird tun, was mir gefällt, und ihm wird gelingen, wozu ich es sende“ (Jesaja 55,10-11). Gott wird alle retten, die bereit sind, sich ihm gänzlich unterzuordnen (1. Timotheus 2,4).

Werden Sie Gottes Berufung heute annehmen? Wenn Sie das tun, dann können Sie „das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums [werden], dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht“ (1. Petrus 2,9).

Gottes herrliches Licht ist Jesus Christus, das Licht der Welt (Johannes 8,12; Johannes 9,5). Er ist die Sonne der Gerechtigkeit, die auf uns scheint und die die nötige Veränderung bringt. Er hilft uns, so zu denken, wie er es tut (1. Korinther 2,13-16) – damit wir auch das Licht der Welt sein können (Matthäus 5,14).

Wir sind heute dazu berufen, ein Teil von Gottes größtem Wunder zu sein, indem unser Herz und Verstand verwandelt und wir ihm ähnlich werden. „Die Weisen und Verständigen aber werden leuchten wie die Sonne am Himmel. Und diejenigen, die vielen Menschen den richtigen Weg gezeigt haben, leuchten für immer und ewig wie die Sterne“ (Daniel 12,3; „Hoffnung für alle“-Übersetzung).

Mögen Sie schon heute zu Gottes größtem Wunder werden!

– GN November-Dezember 2016 PDF-Datei dieser Ausgabe

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