Von der Redaktion

Die Ehe im Wandel der Zeit

Die Hollywood-Schauspielerin Scarlett Johansson verkündete kürzlich eine Meinung, die der Heiligen Schrift klar widerspricht: Die Monogamie sei unnatürlich. Jesus Christus, der bei der Schöpfung Ausführende, sah das anders: „Habt ihr nicht gelesen: Der im Anfang den Menschen geschaffen hat, schuf sie als Mann und Frau und sprach: Darum wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und an seiner Frau hängen, und die zwei werden ‚ein‘ Fleisch sein? So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ‚ein‘ Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, das soll der Mensch nicht scheiden“ (Matthäus 19,4-6).

Es werden aber Stimmen laut, denen das, was der Schöpfer für die Menschen vorgesehen hat – der Bund von einem Mann und einer Frau für ein ganzes Leben, nicht genügt: Sie plädieren für polyamouröse Beziehungen [eine „Gruppenpartnerschaft“]. Dazu gehört der deutsche Autor Friedemann Karig, der die monogame Partnerschaft als „das eigentlich kranke Modell“ bezeichnet (Die Welt, 20. Februar 2017). Karig sieht polyamouröse Beziehungen als die Lösung zu narzisstischen Reaktionen wie Eifersucht.

Heute bedeutet die Ehe längst nicht mehr nur eine Lebensgemeinschaft von Mann und Frau. Nach dem modernen Verständnis von Moral und Recht können gleichgeschlechtliche Beziehungen auch eine Ehe sein. Demnach könnten Menschen unterschiedlichen oder aber des gleichen Geschlechts auch eine polyamouröse Beziehung eingehen. Und siehe da, ca. 9000 km von Deutschland entfernt, wurde in Kolumbien die weltweit erste polyamouröse Lebensgemeinschaft rechtlich eingetragen – eine Gruppenehe dreier Männer.

Die drei Männer – ein Schauspieler, ein Sportlehrer und ein Journalist – „wollen unser Zuhause, unsere Familie, unsere [kolumbianische] Verfassung und unser Recht bestätigen, weil wir sonst keine legale Grundlage hatten, um eine Familie zu sein“, so der Bericht eines kolumbianischen Rundfunksenders. Die Drei teilten alles miteinander, „Zeit, Geld, Wohnraum und Sexualität“, hieß es weiter.

In Gesellschaften, in denen sich die Definition der Ehe nicht mehr auf die traditionelle Ehe zwischen Mann und Frau beschränkt, stellen Befürworter der Gruppenehe die Frage: Aus welchem Grund will der Gesetzgeber mehreren Personen unterschiedlichen oder des gleichen Geschlechts eine eingetragene Partnerschaft [= „Ehe“] verwehren bzw. verbieten?

„Die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe [in den USA und in Deutschland] schafft einen Präzedenzfall, wonach es keine gültige rechtliche Prämisse dafür gibt, mehreren Personen, die heiraten wollen, die Ehe zu verbieten. Wir mögen lediglich darin unterschiedlicher Meinung sein, ob das eine ,gute‘ Sache ist oder nicht“, meinte Anita Wagner Illig, die sich in Amerika für die Anerkennung der Gruppenehe einsetzt.

Was meinen Sie, wann wird die Gruppenehe bei uns legal sein? Wir meinen, dass es bei der allgemeinen Ablehnung von göttlichen Maßstäben der Moral nur eine Frage der Zeit ist, bis polyamouröse Ehen hierzulande eingegangen werden können. Schließlich hätte niemand 1949 bei der Verkündung des Grundgesetzes gedacht, dass mit „Schutz der Ehe“ und „Recht auf Leben“ auch eine Homo-Ehe und die Abtreibung gemeint waren.

Für alle, die sich hingegen für Gottes unveränderliches Grundgesetz interessieren, empfehlen wir unsere kostenlose Broschüre Die Zehn Gebote.

– GN Juli-August 2017 PDF-Datei dieser Ausgabe

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