Ostern: Das vorchristliche Fest

Von der Redaktion

Ostern steht bald wieder vor der Tür. Doch so überraschend es auch klingen mag, das Neue Testament erwähnt Ostern überhaupt nicht. Von der Zeit Jesu bis zur Offenbarung des Johannes gibt es nicht den geringsten Hinweis darauf, dass der heute als Ostersonntag bekannte Feiertag von den ersten Christen gehalten oder als christlicher Brauch gelehrt wurde.

In den Jahrhunderten nach dem neutestamentlichen Zeitalter löste Ostern bei denen, die sich Christen nannten, das Passah ab – eine biblische Zeremonie, die Jesus, seine Apostel und die ersten Christen gehalten haben. Fast drei Jahrhunderte nachdem Jesus gekreuzigt wurde und wieder auferstand, wurde Ostern auf dem Konzil von Nizäa, das von Kaiser Konstantin einberufen wurde, offiziell eingeführt.

Wenn Jesus und die Apostel das Osterfest nicht eingeführt haben, wo kam es dann her? Viele wissenschaftliche Werke zeigen, dass Ostern ein vorchristliches heidnisches Fest war. Es entstand lange vor der Zeit Jesu. Die Tradition dieses Festes wurde durch die Weltreiche Babylon, Persien, Griechenland und Rom bis in die Neuzeit weitergegeben.

Wie steht es mit traditionellen Ostersymbolen wie dem Osterei? Ein katholischer Schriftsteller erklärt den Hintergrund: „In dem antiken Ägypten und Persien tauschten Freunde zur Frühjahrs-Tagundnachtgleiche, zu Beginn ihres neuen Jahres, bemalte Eier aus. Diese Eier waren für sie ein Fruchtbarkeitssymbol, denn das Hervorgehen eines Lebewesens vom Ei war für Menschen der Antike etwas Überraschendes. Im Nahen Osten übernahmen Christen diesen Brauch, und so ist das Osterei zu einem religiösen Symbol geworden. Es stellte das Grab dar, aus dem Jesus zu neuem Leben erweckt wurde“ (Greg Dues, Catholic Customs and Traditions, 1992, Seite 101; alle Hervorhebungen durch uns).

Hasen werden auch mit Ostern in Verbindung gebracht, denn sie waren ebenfalls ein Symbol der Fruchtbarkeit. „Kleinen Kindern wird erzählt, dass die Ostereier vom Osterhasen gebracht werden. Hasen sind ein Teil der vorchristlichen Fruchtbarkeitssymbole, weil sie sich so schnell fortpflanzen können. Der Osterhase hatte nie eine religiöse Bedeutung“ (ebenda, Seite 102).

Die Heilige Schrift billigt keine vorchristlichen Feste der Heiden. Im Gegenteil, sie verurteilt solche Feiern. Die Bibel lehnt heidnische Praktiken bzw. die Verehrung falscher Götter ab (5. Mose 12,29-32). Jesus und seine Apostel würden die Einhaltung dieses Festes nie befürworten, weil hier Heidentum mit angeblich christlichen Symbolen und Ritualen vermischt wird. Sie sind in vorchristlichen Fruchtbarkeitsriten verwurzelt, die nichts mit Jesus bzw. seiner Auferstehung zu tun haben.

Der allmächtige Schöpfergott möchte, dass treue Gläubige ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten (Johannes 4,23-24). Sie sollen alte heidnische Riten, mit denen Götzen angebetet wurden, nicht wieder aufleben lassen.

Jesus, seine Apostel und die ersten Christen feierten nicht Ostern, sondern das Passah und das Fest der Ungesäuerten Brote. Unsere kostenlose Broschüre Gottes Festtage – der Plan Gottes für die Menschen erläutert die Bedeutung dieser christlichen Feste im Detail. Und ganz zum Schluss eine Klarstellung unsererseits: Wir sind Christen und Jesu Auferstehung – und Wiederkunft – sind wesentliche Bausteine unseres Glaubens, aber Ostern feiern wir nicht.

– GN März-April 2019 PDF-Datei dieser Ausgabe

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