Eine moderne Geschichte aus zwei Städten

Zwei Welthauptstädte stehen derzeit im Rampenlicht. Beide spielen eine wichtige Rolle auf der heutigen politischen und religiösen Bühne. Uns aber interessiert ihre Zukunft.

Von Darris McNeely

Charles Dickens’ Roman Eine Geschichte aus zwei Städten beschreibt Ereignisse im Leben der Hauptdarsteller, die die bewegte Zeit nach der französischen Revolution erleben. Paris und London – die beiden Städte, die im Titel des Romans gemeint sind – waren im 18. bzw. 19. Jahrhundert bedeutende Städte. Ihre Bedeutung ist heute nicht mehr ganz so groß; zwei andere Städte stehen im Jahr 2000 immer öfter in den Schlagzeilen. Die eine stellt Freiheit, Würde und ewiges Leben im Reich Gottes dar; die andere bemühte sich um die Versklavung der Menschheit durch geistliche Finsternis. Die Zukunft dieser beiden Städte, welche Gottes Volk verstehen sollte, ist für die Erfüllung biblischer Prophezeiung entscheidend.

Nahost-Friedensverhandlungen

Die Friedensverhandlungen, die im Sommer in Camp David geführt wurden, endeten ergebnislos, weil sich Israelis und Palästinenser über den zukünftigen Status von Jerusalem nicht einigen konnten. In ihrer Ausgabe vom 21. Mai 2000 beschrieb die New York Times dieses Hindernis für einen endgültigen Frieden im Nahen Osten: „Selten wird Jerusalem von israelischen oder palästinensischen Führern außer in schwarz-weiß Begriffen öffentlich erörtert. Auf der einen Seite ist es die ,ewige ungeteilte Hauptstadt‘ Israels, und andererseits die zukünftige Hauptstadt des palästinensischen Staates – anscheinend unvereinbare Konzepte, die viele intelligente Politiker zu der Empfehlung veranlassen, die Frage solle in den gegenwärtigen, aber angeblich endgültigen Friedensgesprächen ausgeklammert bleiben“ (alle Hervorhebungen durch uns).

In der Tat bleibt der Status Jerusalems ungelöst und droht ein Haupthindernis zu bleiben, das jeglichen Durchbruch bei den Friedensverhandlungen verhindern wird. Der Prophet Sacharja beschrieb die zentrale und beunruhigende Lage Jerusalems in der geopolitischen Szene der Endzeit: „Siehe, ich will Jerusalem zum Taumelbecher zurichten für alle Völker ringsumher, und auch Juda wird’s gelten, wenn Jerusalem belagert wird. Zur selben Zeit will ich Jerusalem machen zum Laststein für alle Völker. Alle, die ihn wegheben wollen, sollen sich daran wund reißen; denn es werden sich alle Völker auf Erden gegen Jerusalem versammeln“ (Sacharja 12,2-3).

Die heutigen Führer dieser Region scheinen in ihrer Gier über die zukünftige Kontrolle über Jerusalem vom „Taumelbecher“ getrunken zu haben. Der umstrittenste Teil der Stadt ist der Tempelberg. Dort stehen zwei islamische Heiligtümer; angrenzend an dieses Areal befindet sich die Klagemauer, die für Juden wichtig ist. Die Palästinenser wollen ihre Fahne über diesen Stadtteil hissen und einen bedeutenden Sieg in dem alten Kampf zwischen Arabern und Juden ausrufen.

Eine kurze Geschichte der Stadt Jerusalem

Zur Geschichte Jerusalems gehört eine Folge von Veränderungen, Revolutionen, Belagerungen, Niederlagen und Hungersnöten, jeweils gefolgt von Ären des Wiederaufbaus. Ihren Höhepunkt erlebte die Stadt zur Zeit Davids und seines Sohnes Salomo, der den fabelhaften Tempel baute, die in den Büchern Könige beschrieben wird.

In den Jahrhunderten seit der Vertreibung der Juden durch die Römer war die Stadt oft ein mit Blut getränkter Zankapfel. Christen und Moslems schlachteten sich gegenseitig ab, um die Stadt für sich zu gewinnen. Tausende von Menschen starben unter dem Banner des Kreuzes bzw. des Halbmondes innerhalb und vor der Stadtmauer Jerusalems.

Von 1948 bis 1967 war Jerusalem eine unter Arabern und Juden geteilte Stadt. Im Sechstagekrieg vertrieb Israel die Jordanier und vereinigte die Stadt. Seither haben die Israelis den Gläubigen der großen Religionen freien Zugang zu ihren heiligen Stätten gegeben. Die Bemühungen um die Schaffung eines palästinensischen Staates ließen die Emotionen, die Jerusalem auf sich vereinigt, wieder aufflammen. Es ist vorauszusehen, daß sich diese hauptsächlich in bezug auf den Tempelberg entladen werden.

Wie sieht die Zukunft aus?

Die biblische Prophezeiung offenbart, daß Jerusalem im Mittelpunkt der Schlüsselereignisse vor der Rückkehr Christi stehen wird: „Wenn ihr nun sehen werdet das Greuelbild der Verwüstung stehen an der heiligen Stätte, wovon gesagt ist durch den Propheten Daniel, – wer das liest, der merke auf! –, alsdann fliehe auf die Berge, wer in Judäa ist“ (Matthäus 24,15-16). Dies bezieht sich auf die Siebzig-Wochen-Prophezeiung Daniels, die wir in Daniel 9 finden.

Sich widerstreitende Ideen werden die Zukunft Jerusalems prägen. In jedem Krieg müssen viele Menschen leiden; dies ist auch Teil der Ölbergprophezeiung Jesu Christi für Jerusalem: „Wenn ihr aber sehen werdet, daß Jerusalem von einem Heer belagert wird, dann erkennt, daß seine Verwüstung nahe herbeigekommen ist. Alsdann, wer in Judäa ist, der fliehe ins Gebirge, und wer in der Stadt ist, gehe hinaus, und wer auf dem Lande ist, komme nicht herein. Denn das sind die Tage der Vergeltung, daß erfüllt werde alles, was geschrieben ist. Weh aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! Denn es wird große Not auf Erden sein und Zorn über dies Volk kommen, und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt unter alle Völker, und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind“ (Lukas 21,20-24).

Eine andere Stadt

Was wird die Ursache dieser Leiden sein? Um diese Frage zu beantworten, sehen wir uns nun die andere der beiden Städte an.

In Offenbarung 17 beschreibt der Apostel Johannes eine Frau, die den Namen „das große Babylon“ an ihrer Stirn trägt (Vers 5). Was versinnbildlicht diese Frau? „Und die Frau, die du gesehen hast, ist die große Stadt, die die Herrschaft hat über die Könige auf Erden“ (Vers 18).

In dieser Prophezeiung wird eine große Stadt beschrieben, die Babylon genannt und einer endzeitlichen Vereinigung von Nationen vorstehen wird, die symbolisch als Tier dargestellt werden. Handelt es sich bei der Stadt um eine buchstäbliche Wiederbelebung der alten Stadt Babylon, oder sollen wir nach einer anderen Stadt Ausschau halten? Als erstes müssen wir uns mit der Geschichte Babylons befassen.

In 1. Mose 11 wird die Errichtung eines großen Turms an einem Ort namens Babel beschrieben. Dieser Turm steht als Sinnbild für die Entwicklung der menschlichen Kultur ohne die Erkenntnis Gottes als ihr Kern: Der Mensch fängt an, eine Zivilisation getrennt von und im Widerstand zu Gott aufzubauen. Gott darf die Fortsetzung dieser Entwicklung nicht zulassen, um ein voreiliges Voranschreiten der Ereignisse in seinem Plan zu verhindern. Deshalb greift er ein, indem er die Sprachen der Menschen verwirrt, womit er ihre Zerstreuung wirksam herbeiführt.

Später entstand die Stadt Babylon an dieser Stätte. Die Stadt wurde zum Gegensatz für Gottes Vorhaben und zum Feind des Volkes Gottes. Babylon leitet sich von einem Wort ab, das „Verwirrung“ bzw. „verwirren“ bedeutet, womit die symbolisch von dieser Stadt ausgehende geistliche Verwirrung angedeutet wird, die die ganze Welt beeinflußt. Eine moderne Stadt, „das große Babylon“, wird, wie die alte Stadt Babylon, den kulturellen und religiösen Rahmen für die endzeitliche politisch-religiöse Macht bestimmen, die in der Offenbarung als Tier dargestellt wird.

Das Interpreter’s Dictionary of the Bible erklärt die biblische Symbolik dieses babylonischen Erbes: „Als Bereich des Teufels ... ist Babylon ... zu verstehen als erztypisches Haupt aller etablierten weltlichen Auflehnung gegen Gott. Babylon ist eine von alters her existierende Realität, einschließlich götzendienerischer Königreiche so unterschiedlich wie Sodom, Gomorra, Ägypten, Tyrus, Ninive und Rom ... Babylon, die Mutter der Hurerei, ist die große Quelle und das Sammelbecken aller Feindschaft gegen Gott sowie der gebündelte Ausdruck des ,einen Sinnes‘ (Offenbarung 17,13. 17), der Macht und Autorität den falschen Göttern verleiht. Als solches ist sie die Antithese der jungfräulichen Braut Christ, der heiligen Stadt, des neuen Jerusalems [und] des Reiches Gottes“ (Seite 338, Stichwort „Babylon“).

Wird diese endzeitliche Stadt eine Wiederbelebung der buchstäblichen Stadt Babylon sein, oder spricht die Bibel symbolisch? Die Vorstellung, daß die alte Stadt Babylon wiederaufgebaut würde, wird durch eine Reihe von Büchern von Tim Lahaye mit dem Titel Left Behind [die „Finale“-Reihe] genährt. In diesen Büchern findet man den Sitz der New World Order und des Antichristen in Babylon, im heutigen Irak. Sollten wir aber dort suchen?

Die „Frau“, die Johannes in Vision sah, ist eine Stadt (Vers 18), deren Wurzeln in Babel und Babylon zu suchen sind. Auf diese Beschreibung paßt heute nur eine Stadt – Rom –, zu der auch die Vatikanstadt gehört, Sitz der römisch-katholischen Kirche. Was sagt Johannes unter der Inspiration des heiligen Geistes? Wir entdecken eine Reihe von verblüffenden Ähnlichkeiten zwischen seinen Worten und der Geschichte und der Tradition der römischen Kirche.

In Offenbarung 17 sagt Johannes, daß die Frau „eine Hure“ ist (Vers 1) und daß die Könige auf der Erde mit ihr „Hurerei getrieben haben“ (Vers 2). Die Hurerei zwischen der „Frau“ [dem babylonischen System] und den „Königen auf Erden“ [den Nationen] findet symbolisch auf geistlicher Ebene statt.

Die von Johannes beschriebene Stadt ist Gott geistlich untreu, beansprucht aber eine geistliche Beziehung mit Gott, die Gott vor aller Welt verneinen wird. Es ist in diesem Zusammenhang interessant, daß die römisch-katholische Kirche seit Jahrhunderten für sich in Anspruch nimmt, die Mutterkirche des Christentums zu sein. Die Geschichte belegt auch ganz deutlich, daß ihre Päpste in der Vergangenheit behauptet haben, der Vikar Christi zu sein.

Der Vatikan im Rampenlicht

Am 5. September 2000 wurde eine 32seitige Stellungnahme mit dem Titel Dominus Iesus veröffentlicht. Darin wird behauptet, „daß die Kirche Christi ... nur in der katholischen Kirche weiter besteht ..., daß außerhalb ihres sichtbaren Gefüges vielfältige Elemente der Heilung und der Wahrheit zu finden sind ... Es gibt also eine einzige Kirche Christi, die in der katholischen Kirche subsistiert ... wird. Die Kirchen, die zwar nicht in vollkommener Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen ..., sind echte Teilkirchen“ (Pressemitteilung des vatikanischen Presseamtes vom 5. September 2000).

Im besonderen wiederholt das Dokument die alte katholische Doktrin, wonach das Heil nur durch die christliche Offenbarung zugänglich ist. Nichtchristliche Lehren mögen Elemente der Wahrheit aufweisen, sind aber insgesamt geistlich mangelhaft. Das Gleiche läßt sich auch auf andere christliche Glaubensrichtungen beziehen. Katholiken werden ermahnt, an der Lehre festzuhalten, daß der einzige Weg zum geistlichen Heil über die katholische Kirche führt. Religiöser Relativismus, die Idee, daß alle Glaubensrichtungen gleichwertig sind, wird verneint: „Diese Glaubenswahrheit nimmt nichts von der Tatsache weg, daß die Kirche die Religionen der Welt mit aufrichtiger Ehrfurcht betrachtet, schließt aber zugleich radikal jene Mentalität des Indifferentismus aus, die durchdrungen ist von einem religiösen Relativismus, der zur Annahme führt, daß eine Religion gleich viel gilt wie die andere“ (ebenda).

Offizielles katholisches Dogma lehrt, daß das volle Heil nur durch ihre Riten und Lehren zugänglich sei; alle anderen Glaubensrichtungen litten unter „Mängeln“ (ebenda).

Ein Becher und Farben

Wir finden ein weiteres „Beweisstück“ in Offenbarung 17, Vers 4: „Und die Frau war bekleidet mit Purpur und Scharlach und geschmückt mit Gold und Edelsteinen und Perlen und hatte einen goldenen Becher in der Hand, voll von Greuel und Unreinheit ihrer Hurerei.“

Im alten Rom waren Purpur und Scharlach als Farben den römischen Kaisern vorbehalten, ein Symbol des Königshauses. Interessant ist, daß römische Soldaten Christus mit einem „Purpurmantel“ kleideten und ihn spöttisch „König der Juden“ nannten (Matthäus 27,28-29). Die von heutigen katholischen Bischöfen und Kardinälen benutzten Farben Purpur und Scharlach wurden vom römischen Reich übernommen. Dazu der Historiker Will Durant: „Als das Christentum Rom eroberte, übertrugen sich die kirchliche Struktur der heidnischen Kirche, der Titel und das Staatsgewand des Pontifex Maximus wie Mutterblut auf die neue Religion, und das eingenommene Rom nahm ihren Eroberer gefangen. Die Zügel und die Tüchtigkeit der Regierung wurden von einem sterbenden Reich an ein viriles Papsttum übergeben“ (The Story of Civilization, Band 3, „Caesar and Christ“ [„Der Kaiser und Christus“], 1944, Seite 671-672; Hervorhebung durch uns).

In der katholischen Messe ist kein Gefäß so wichtig wie der Meßbecher. Nach der Tradition soll sie ein goldener Becher sein; ist das Äußere Silber, so soll die Innenseite Gold sein.

Eine Litanei der Verfolgung

Johannes setzt seine Beschreibung in Offenbarung 17, Vers 6 fort: „Und ich sah die Frau, betrunken von dem Blut der Heiligen und von dem Blut der Zeugen Jesu. Und ich wunderte mich sehr, als ich sie sah.“

In der ersten Jahreshälfte veröffentlichte Papst Johannes Paul II. eine historische Entschuldigung für die Verfolgungen der Vergangenheit, ausgeführt von Leuten, die für die Kirche handelten. Obwohl die Entschuldigung vorsichtig formuliert war und nicht sagte, daß sich die Kirche geirrt hatte, wurde damit die Aufmerksamkeit auf die lange Geschichte von Verfolgungen gegenüber denen gelenkt, die es wagten, sich der Lehre der katholischen Kirche zu widersetzen.

Es wird behauptet, daß das christliche Rom viel mehr Juden als das heidnische Rom tötete. Am 15. Juli 1099 zerstörten Soldaten des ersten Kreuzzuges Jerusalem, wobei alle Muslime in der Stadt umkamen. Alle Juden in der Stadt wurden in eine Synagoge gepfercht und lebendig verbrannt. Für viele war die letzte Szene in diesem Leben der Anblick des Schwertes und des mit einem Kreuz geschmückten Schildes ihres „christlichen“ Henkers. Ein weiteres Beispiel seien die Tausende und Abertausende, die während der Inquisition zu Tode gefoltert wurden.

Herrschaft über die Könige der Erde

Noch ein weiteres Beweisstück verdient unsere besondere Aufmerksamkeit: „Und die Frau, die du gesehen hast, ist die große Stadt, die die Herrschaft hat über die Könige auf Erden“ (Vers 18).

In vergangenen Jahrhunderten hat der Papst Könige gekrönt und abgesetzt. Papst Leo III. krönte Karl den Großen, den großen König der Franken, zu Weihnachten im Jahr 800. Die geistliche Macht der Kirche wurde von Papst Gregor VII. klar gezeigt, als er Heinrich IV. exkommunizierte, der daraufhin seine Reue durch sein Erscheinen vor der päpstlichen Residenz, barfuß im Schnee stehend, bekundete.

Papst Clement IV. hatte die Macht, Millionen seiner Mitbürger, Italiener, an einen französischen König zu „verkaufen“. Im Gegenzug erhielt der Papst eine jährliche Zahlung. Der Papst drohte mit Exkommunizierung, sollte die fällige Jahreszahlung nicht geleistet werden. Freilich ist es heute kaum vorstellbar, daß Papst Johannes Paul II. etwas derartiges täte. Die Glaubensartikel, mit denen dieses Verhalten gerechtfertigt wurde, sind immer noch Teil des katholischen Glaubensguts, eine Tatsache, die von vielen übersehen wird, die nur das heutige Gesicht der Kirche kennen.

Man darf auch nicht übersehen, daß es, als Johannes im letzten Jahrzehnt des ersten Jahrhunderts die Offenbarung in Vision sah, nur eine Stadt gab, die er und die Kirche Gottes mit „Babylon“ in Verbindung gebracht hätten: Rom. Rom hatte Jerusalem belagert und den Tempel zerstört. Rom hatte Paulus und viele andere Christen hingerichtet. Rom hatte Johannes’ Exil nach Patmos veranlaßt. Zur Zeit der ersten Christen war Rom Mittelpunkt einer großen heidnischen Religion mit ihren Bräuchen, Traditionen und Lehren, von denen etliche in dem abgewandelten Christentum der römischen Kirche wieder auftauchten. Keine andere Stadt in der Geschichte hat so viel Ähnlichkeit mit der Beschreibung von Johannes in Offenbarung 17 und 18.

Die heutige Situation

Mittlerweile harrt die Frage nach dem zukünftigen Status von Jerusalem einer Lösung. Könnte es sein, daß der Vatikan seine Dienste zur Trennung dieses gordischen Knotens anbietet?

Im Juli, als israelische und palästinensische Führer in Camp David mit US-Präsident Clinton zusammentrafen, wies der Papst auf die Wichtigkeit Jerusalems für drei große Weltreligionen hin: „Ich rufe alle [an den Friedensverhandlungen] beteiligten Parteien auf, die Wichtigkeit der geistlichen Dimension Jerusalems mit seinen heiligen Stätten und der diese Stätten betreffenden Gemeinschaft dreier monotheistischer Religionen nicht zu vernachlässigen“ (zitiert aus dem Sydney Daily Telegraph vom 24. Juli 2000).

Eine Lektion für Gottes Volk

Diese Geschichte aus zwei Städten wird ihren Höhepunkt bei der Rückkehr Christi und seinem Gericht auf alle Nationen erreichen. Die Prophezeiungen der Bibel deuten an, daß „Babylon“ und Jerusalem in dem endzeitlichen Chaos das Leben eines jeden Menschen auf Erden berühren werden.

Gottes Auserwählte haben die Weisheit, richtig zu unterscheiden. Wenn es um diese beiden Städte geht, zeigt Gott, daß seinem Volk keine Wahl gegeben ist, die klaren Grenzen zwischen diesen beiden Städten vermischen oder gar verwischen zu dürfen. Die eine Stadt versklavt die „Leiber und Seelen von Menschen“ (Offenbarung 18,13). Diese Stadt mit ihrer Kultur der Verführung und des Todes wird die ganze Welt beeinflussen, bevor sie zugrunde gerichtet wird. Gott ruft sein Volk auf, diese Stadt zu verlassen, bevor es zu spät ist (Offenbarung 18,1-5).

Christen werden ermahnt, nach dem himmlischen Jerusalem zu trachten, unserer Mutter (Galater 4,26). Es ist eine Stadt des Lichtes, der Wahrheit und der Herrlichkeit, die die ganze Menschheit von der seit Jahrhunderten andauernden Verführung der großen falschen Stadt befreien wird (Offenbarung 21,9-11). Die schlimme Zeit der Trübsal und des Tags des Herrn wird der herrlichen Zukunft weichen, endgültig besiegelt in dem Licht des neuen Jerusalem.

– INTERN November 2000 PDF-Datei dieser Ausgabe

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