Ein Hohepriester für unsere Errettung

Gott hat den Auftrag und das Wirken Jesu Christi, unseres großen Hohepriesters, im Voraus geplant. Durch Jesu Leben als unser Hohepriester werden wir errettet.

Von Roger Foster

Im ersten Kapitel des Hebräerbriefs zitiert der Verfasser bestimmte Schriftstellen, die beweisen, dass der prophezeite Messias nicht nur als der Sohn Davids, sondern auch als der Sohn Gottes kommen würde (Vers 2), ja sogar das „Ebenbild“ Gottes (Vers 3) sein würde. Auch ist „der Name, den er ererbt hat“, weitaus höher als der Name der Engel (Vers 4). Dieses Thema des höheren Priestertums Jesu Christi, das er als der Messias innehat, zieht sich durch den Rest des Hebräerbriefes.

Weil die Herrschaft des Messias über das Königreich Israel von den Juden so sehr erwartet worden war, zitiert der Verfasser des Hebräerbriefes nun die Psalmen, um zu beweisen, dass Gott beabsichtigt, seine Verheißung, erneut einen Sohn Davids auf den Thron über Israel zu setzen, einzuhalten. Derjenige, der diesen Thron einnehmen wird, wird aber nicht nur ein Sohn Davids sein, sondern auch der Sohn Gottes. Hebräer 1, Vers 8 zitiert eine Stelle aus den Psalmen, die zeigt, dass Gott den „Thron“ seines „Sohnes“ über das „Reich“, das er ihm verheißen hat, errichten wird.

Der zitierte Abschnitt verheißt: „Gott, dein Thron bleibt immer und ewig; das Zepter deines Reichs ist ein gerechtes Zepter. Du liebst Gerechtigkeit und hassest gottloses Treiben; darum hat dich der Herr, dein Gott, gesalbt mit Freudenöl wie keinen deinesgleichen [die vorhergehenden Propheten]“ (Psalm 45,7-8; alle Hervorhebungen durch uns).

Der Ausdruck „gesalbt“ weist auf das hebräische Wort für Messias hin – der Gesalbte. Das entsprechende griechische Wort ist Christos, von dem „Christus“ im deutschen Sprachgebrauch herrührt.

In Hebräer 2, Vers 5 fährt der Verfasser damit fort zu zeigen, dass der Messias zum göttlichen Herrscher über die „zukünftige Welt“ eingesetzt werden wird, statt über die Reiche des gegenwärtigen Zeitalters. Jesus ist aber natürlich bereits als Haupt seiner wahren Kirche, die der Leib Christi ist, eingesetzt worden (Epheser 1,22-23).

Was die Reichweite von Christi Herrschaft anbelangt, so weist der Verfasser des Hebräerbriefes auf Folgendes hin: „Wenn er ihm alles unter die Füße getan hat, so hat er nichts ausgenommen, was ihm nicht untertan wäre. Jetzt aber sehen wir noch nicht, dass ihm alles untertan ist. Den aber, der eine kleine Zeit niedriger gewesen ist als die Engel, Jesus, sehen wir durch das Leiden des Todes gekrönt mit Preis und Ehre; denn durch Gottes Gnade sollte er für alle den Tod schmecken“ (Hebräer 2,8-9).

Gottes erste Priorität für den Messias bestand darin, der gesamten Menschheit einen Erlöser zu bieten – all denjenigen, die bereuen würden, die Tür zur Rechtfertigung und zum Heil zu eröffnen. Jesus, der prophezeite Messias, musste zuerst den Auftrag dieses Erlösers erfüllen – die Reue zu predigen und dann die Todesstrafe für die Sünde, die wir alle verdienen, auf sich zu nehmen. Es war daher nicht prophezeit worden, dass sein Reich bei seinem ersten Kommen errichtet werden würde. Es wird aber bei seiner Wiederkehr errichtet werden.

Im dritten Kapitel kommt der Verfasser direkt zum Hauptpunkt: Mose und Jesus waren beide Gott treu, aber Christus ist größer als Mose (Verse 1-3). Mose war ein treuer Knecht in Gottes Haus (Verse 4-5). „Christus aber war treu als Sohn über Gottes Haus. Sein Haus sind wir, wenn wir das Vertrauen und den Ruhm der Hoffnung festhalten“ (Vers 6). Mit anderen Worten ist Christi Stellung in Gottes Familie höher als die des Mose und all der anderen Kinder Gottes, die in Gottes ewige Familie eingehen werden.

Für die Juden war der Tempel Gottes Haus. Bis zur Zerstörung des Tempels im Jahre 70 n. Chr. war das Judentum eine tempelorientierte Religion. Fast jeder Aspekt ihrer Anbetung Gottes drehte sich um den Tempel. Aber nach 70 n. Chr. wurde das Judentum – als Folge der Zerstörung des Tempels – aus der Notwendigkeit heraus in eine dezentrale, synagogenorientierte Religion umgewandelt. Ihre Priester hatten nun keine durchführbaren Aufgaben mehr.

Christen hatten andererseits weiterhin einen „großen Hohepriester . . . Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat“ (Hebräer 4,14). Aber die erhabene Stellung dieses Hohepriesters bedeutet nicht, dass er unerreichbar wäre oder nicht verstehen würde, was wir als Menschen durchmachen. Weil er selbst Mensch gewesen war, ist er kein Hohepriester, „der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde“ (Hebräer 4,15).

Ein entscheidender Grund für die Ernennung Christi als Hohepriester bestand in der Schaffung einer Lösung für das Problem der Sünde – und darin, einen Hohepriester zu haben, der in der Lage sein würde, jedem Menschen, der vor dem Thron Gottes im Gebet niederknien und um Hilfe bitten würde, zur Seite zu stehen. Und mit Christus haben wir einen Hohepriester, der sowohl ewig und allmächtig ist, als auch einen Hohepriester, der das Leben als Mensch erfahren hat.

In Hebräer 5 wird der Punkt betont, dass die Änderung beim Priestertum durch eine Ernennung durch Gott, den Vater, eingeführt wurde. „So hat auch Christus sich nicht selbst die Ehre beigelegt, Hohepriester zu werden, sondern der, der zu ihm gesagt hat: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt [zitiert aus Psalm 2,7]. Wie er auch an anderer Stelle spricht: Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks [zitiert aus Psalm 110,4]“ (Hebräer 5,5-6).

Der perfekte Hohepriester

Als Nächstes vergleicht der Hebräerbrief Jesu Christi Beispiel an vollkommenem Gehorsam mit der gleichen Art von Gehorsam, die er von seinen Nachfolgern erwartet. Kapitel 5 fährt fort: „So hat er, obwohl er Gottes Sohn war, doch an dem, was er litt, Gehorsam gelernt. Und als er vollendet war, ist er für alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber des ewigen Heils geworden“ (Verse 8-9).

Jesus gehorchte den alttestamentlichen Schriften. Er gebietet seinen Jüngern, seinem Beispiel zu folgen und auch andere diesen Gehorsam zu lehren (Matthäus 28,19-20).

Der Verfasser des Hebräerbriefes tadelt dann diejenigen Christen, die nachlässig darin waren, die echte Fähigkeit zur richtigen Anwendung der Schrift auf ihr eigenes Leben zu entwickeln: „Und ihr, die ihr längst Lehrer sein solltet, habt es wieder nötig, dass man euch die Anfangsgründe der göttlichen Worte [die hebräischen Schriften] lehre und dass man euch Milch gebe und nicht feste Speise. Denn wem man noch Milch geben muss, der ist unerfahren in dem Wort der Gerechtigkeit, denn er ist ein kleines Kind“ (Hebräer 5,12-13).

In Hebräer 6, Vers 1 fährt er mit diesem Appell fort: Wir wollen „uns zum Vollkommenen wenden“. Die nachfolgenden Verse handeln von den Prinzipien, auf denen ein erleuchtetes Streben nach geistlicher Vollkommenheit basieren muss, und von der ernsthaften Ausdauer, die wir benötigen, wenn wir in diesem Streben fortfahren wollen.

Im siebten Kapitel kommt der Verfasser dann wieder auf das Priestertum Christi zu sprechen. Er erklärt, dass es für die Einsetzung von Jesus Christus in das hohepriesterliche Amt bereits einen entsprechenden Präzedenzfall gegeben hat, ein früheres Vorbild. Die Schrift hat ausdrücklich vorhergesagt, dass Christus ein Hohepriester „nach der Ordnung Melchisedeks“ und nicht „nach der Ordnung Aarons“ werden würde (Vers 11).

Melchisedek war Jahrhunderte vor der Einführung des levitischen Priestertums ein Priester Gottes gewesen (siehe 1. Mose 14,18-19). Nachdem er den Zehnten (den zehnten Teil) der von Abraham bei einer Schlacht zurückgewonnenen Beute erhalten hatte, segnete Melchisedek Abraham. Dieser Akt der Segnung Abrahams bestätigt, dass Melchisedek größer war als Abraham.

Man kann auf eine solche Art und Weise nur von jemandem „gesegnet“ werden, der größer als man selbst ist. Das bestätigt daher auch, dass Jesus, der den gleichen Rang innehat wie Melchisedek, als Höherer über Abraham steht und damit auch über dem levitischen Priestertum, das von Abraham abstammt. Dies belegt, dass Jesus Christus, der von Geburt aus nicht aus dem priesterlichen Stamm Levi stammte, nichtsdestoweniger von der Schrift als unser neuer Hohepriester legitimiert ist.

Damit kommen wir zu dem entscheidend wichtigsten Punkt, der im Hebräerbrief behandelt wird. „Denn wenn das Priestertum verändert wird, dann muss auch das Gesetz verändert werden“ (Hebräer 7,12).

Ein neuer Hohepriester und eine Änderung des Gesetzes

In Kapitel 8-10 erklärt der Verfasser, dass die Übertragung des Priestertums auf Jesus Christus der Hauptgrund dafür ist, dass bestimmte Änderungen im Gesetz erforderlich geworden waren, um diesem Übergang gerecht zu werden.

An dieser Stelle ist es äußerst wichtig zu verstehen, dass eine Abänderung bestimmter Punkte eines etablierten Gesetzeswerkes nicht das gesamte Gesetzeswerk abschafft – es werden nur bestimmte Teile modifiziert. Dies zu verstehen ist von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, zu verstehen, wie, warum und auf welche Weise das Gesetz, dessen Niederschrift in Buchform am Berg Sinai ihren Anfang nahm, modifiziert werden konnte.

Zuerst müssen wir den Grund für diese Änderung verstehen. Er wird klar und deutlich erklärt: „Das ist nun die Hauptsache bei dem, wovon wir reden: Wir haben einen solchen Hohepriester, der da sitzt zur Rechten des Thrones der Majestät im Himmel und ist ein Diener am Heiligtum und an der wahren Stiftshütte, die Gott aufgerichtet hat und nicht ein Mensch“ (Hebräer 8,1-2).

Um einem neuen und bleibenden Hohepriester und ein neues und zutreffenderes Konzept des Tempels, in dem Gott durch die Gabe des heiligen Geistes tätig anwesend sein würde, gerecht zu werden, waren Änderungen im Gesetz erforderlich.

Jesus Christus ersetzte den levitischen Hohepriester. Daher hat die Kirche, die er ins Leben gerufen hat, Vorrang vor dem physischen Tempel.

Wie Paulus erklärt: „So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau ineinander gefügt wächst zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. Durch ihn werdet auch ihr mit erbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist“ (Epheser 2,19-22).

Neue Beziehung, neue Betonung

Mit diesen Änderungen ging auch eine erhöhte Erwartung Gottes an sein Volk einher. Der Sinai-Bund hat keine dauerhafte Gerechtigkeit hervorgebracht. Seine Priester konnten die Rolle, die Jesus Christus unter dem Neuen Bund vollständig erfüllt, nur symbolisch erfüllen. Einige Änderungen am Gesetz waren also von entscheidender Bedeutung als Stütze für diese neue und bessere Beziehung. Die neue Betonung würde nun auf der Änderung der Herzen und der Denkweise der Menschen liegen, statt auf der Fortführung einer Reihe von bildhaften Ritualen und Zeremonien (Hebräer 8,10).

Die physische Stiftshütte mit ihrem zeremoniellen und symbolischen Anbetungssystem stellte nur eine vorübergehende Maßnahme dar. Ihr Wert lag in ihrer Symbolik – sie hat Gottes Plan, der auf viel umfassendere Weise in der Zukunft verwirklicht werden sollte, auf bildhafte Weise dargestellt. Die von ihr ausgehenden Dienste waren „ein Gleichnis für die gegenwärtige Zeit: Es werden da Gaben und Opfer dargebracht, die nicht im Gewissen vollkommen machen können den, der den Gottesdienst ausrichtet“ (Hebräer 9,9).

Keiner der zeremoniellen Aspekte des Sinai-Bundes konnte Gerechtigkeit im Hinblick auf die Herzen, den Verstand und die Handlungen der Menschen definieren. Diese rituellen Dienste konnten die Menschen nur an ihre Schuld erinnern, die sie durch das Brechen der geistlichen Gesetze, die die Sünde definieren, auf sich laden. Sie befassten sich nur mit äußerlichen „Satzungen über Speise und Trank und verschiedene Waschungen, die bis zu der Zeit einer besseren Ordnung auferlegt sind“ (Vers 10).

Diese „Zeit einer besseren Ordnung“ nahm mit Jesu Christi erstem Auftreten als der Messias ihren Anfang. Wie der Hebräerbrief erklärt, verkörperte das damalige ritualistische Anbetungssystem des Tempels „nur einen Schatten der künftigen Güter, nicht die Gestalt der Dinge selbst; darum kann es durch die immer gleichen, alljährlich dargebrachten Opfer die, die vor Gott treten, niemals für immer zur Vollendung führen“ (Hebräer 10,1; Einheitsübersetzung).

Die Verwendung des Worts Schatten als Beschreibung für dieses System aus Ritualen ist hilfreich für unser Verständnis dessen, was der Hebräerbrief uns über das zeremonielle Opfersystem mitteilt. Genauso wie ein sich nähernder Schatten die Form und den Umriss dessen, was kommt, aufzeigt, so hat der Sinai-Bund auch nur eine teilweise Darstellung der Rolle Jesu Christi als das eine große Opfer für die Sünden der Menschheit und seine nachfolgende Rolle als unser Hohepriester offenbart.

Die bei der Stiftshütte und dem Tempel dargebrachten Opfer, die Christi Rolle im Voraus andeuteten, stellten das Hauptaugenmerk des Anbetungssystems des Alten Bundes dar. Aber laut dem Verfasser des Hebräerbriefes war der Wert dieser Opfer eindeutig nur symbolischer Natur. „Hätte man nicht aufgehört zu opfern, wenn die Opfernden ein für allemal gereinigt und sich keiner Sünde mehr bewusst gewesen wären?“ Die Erklärung: „Aber durch diese Opfer wird alljährlich nur an die Sünden erinnert, denn das Blut von Stieren und Böcken kann unmöglich Sünden wegnehmen“ (Hebräer 10,2-4; Einheitsübersetzung).

Es ist äußerst wichtig zu beachten, dass der Verfasser des Hebräerbriefes, der, um es noch einmal zu wiederholen, nach traditioneller Auffassung und mit großer Wahrscheinlichkeit Paulus selbst war, die Erörterung der Änderungen im Gesetz auf dessen vorübergehende und zeremonielle Aspekte begrenzt.

Er deutet an keiner Stelle an, dass irgendein Gesetz Gottes, das Gerechtigkeit oder Sünde definiert, ein Ende genommen haben könnte. Im Gegenteil, Paulus schreibt in Römer 3, Vers 20: „Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde.“ Die Sünde wird durch Gottes Gesetz definiert (1. Johannes 3,4). So ist es immer gewesen und so wird es auch immer sein.

Der Hebräerbrief erklärt dazu: „Denn wenn wir bewusst weiter sündigen, nachdem wir mit Gottes Hilfe die Wahrheit erkannt haben, gibt es kein anderes Opfer mehr für diese Sünden. Dann bleibt nur noch das furchtbare Warten auf das göttliche Gericht und das wütende Feuer, das seine Feinde verzehren wird“ (Hebräer 10,26-27; „Neues Leben“-Übersetzung). Jeder, der Jesu Christi Opfer zur Sündenvergebung in Anspruch nehmen will, kann nicht gleichzeitig „bewusst weiter sündigen“ und dabei von Gott akzeptiert werden.

Die Bestimmungen, die im Hebräerbrief als geändert dargestellt werden, schließen keine Gesetze mit ein, die die Sünde definieren. Stattdessen betont der Verfasser, dass ein Tag der Abrechnung und des Gerichts weiterhin ein fester Bestandteil von Gottes Plan für diejenigen ist, die sich weigern, mit dem Sündigen aufzuhören. Er stuft diejenigen, die sich bewusst und absichtlich oder mutwillig dazu entschließen, weiterhin zu sündigen, als Feinde Gottes ein.

Gehorsam durch Glauben

In Hebräer 10, Verse 35-36 beginnt der Verfasser mit dem Bemühen, das Vertrauen seiner Leser in die Umsetzung vom „Willen Gottes“ zu stärken. In Kapitel 11 führt er dann Beispiele aus dem Alten Testament über Menschen an, die den Glauben hatten, auch unter schwierigen Umständen das zu tun, was Gott ihnen geboten hatte. Er stellt sie als Menschen dar, deren Beispiel wir folgen sollten. Sie waren Gott auch in extrem schwierigen Situationen gehorsam. Wir sollten dem nicht nachstehen.

„Darum auch wir“, sagt der Verfasser, weil „wir eine solche Wolke von Zeugen [die gehorsamen Diener Gottes, die im Alten Testament erwähnt werden] um uns haben, lasst uns ablegen . . . die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist“ (Hebräer 12,1).

Der Hebräerbrief ermutigt treue Christen eindeutig, dem Beispiel von Gottes Dienern im Alten Testament zu folgen, die sich aufgrund ihres Glaubens geweigert haben zu sündigen – selbst als ihr eigenes Leben auf dem Spiel stand. Dieser Glaube besteht in dem Mut, ungeachtet aller persönlichen Risiken und Schwierigkeiten, das zu tun, was Gott befiehlt. Gott zu gehorchen stellt einen lebendigen und aktiven Glauben dar, nicht einen toten oder untätigen, der ohne Überzeugung ist oder den Mut nicht aufbringt, Gottes Willen zu tun.

Jakobus macht das sehr deutlich: „Aber es könnte jemand sagen: Du hast Glauben und ich habe Werke. Zeige mir deinen Glauben ohne die Werke, so will ich dir meinen Glauben zeigen aus meinen Werken. Du glaubst, dass nur einer Gott ist? Du tust recht daran; die Teufel glauben’s auch und zittern. Willst du nun einsehen, du törichter Mensch, dass der Glaube ohne Werke nutzlos ist? Ist nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerecht geworden, als er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? Da siehst du, dass der Glaube zusammengewirkt hat mit seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden“ (Jakobus 2,18-22).

Nur dadurch, dass wir ständigen Zugang zu einem lebendigen, bleibenden Hohepriester haben, ist es uns möglich, Gott auf eine Art und Weise zu gehorchen, die sein Wohlgefallen findet. Hebräer 4, Verse 14-16 fasst das mit den folgenden Worten zusammen:

„Weil wir denn einen großen Hohepriester haben, Jesus, den Sohn Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis. Denn wir haben nicht einen Hohepriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde. Darum lasst uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit, wenn wir Hilfe nötig haben“ (Hebräer 4,14-16).

Beschneidung oder eine „neue Kreatur“ in Christus

Der jüdische Brauch, dass Heiden (Nichtjuden) beschnitten werden mussten, um in die jüdische Gemeinschaft aufgenommen werden zu können, bedrohte die Einheit der frühen Kirche. Die Apostel hielten eine spezielle Konferenz in Jerusalem ab, um diese Frage zu behandeln, damit die richtige Sicht der Rechtfertigung durch den Glauben an bzw. von Christus nicht verdreht werden würde.

In einem Brief an die heidnischen Gemeinden bestätigten die Apostel am Ende der Konferenz schriftlich, dass sie alle in dieser Angelegenheit übereinstimmten. Sie erklärten, dass sie „gehört haben, dass einige von den Unsern, denen wir doch nichts befohlen hatten, euch mit Lehren irregemacht und eure Seelen verwirrt haben“ (Apostelgeschichte 15,24).

Diejenigen, die die Gemeinden in Antiocha und anderen Gebieten verunsichert hatten, hatten versucht, die christlichen Heiden davon zu überzeugen: „Wenn ihr euch nicht nach dem Brauch des Mose beschneiden lasst, könnt ihr nicht gerettet werden“ (Vers 1, Einheitsübersetzung).

Das Neue Testament spricht von der Beschneidung des Herzens. Aber selbst Mose hatte lange zuvor prophezeit: „Der Herr, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden. Dann wirst du den Herrn, deinen Gott, mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele lieben können, damit du Leben hast“ (5. Mose 30,6; Einheitsübersetzung).

Auch Paulus bestätigt dies, indem er schreibt: „Der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das ist die Beschneidung des Herzens, die im Geist und nicht im Buchstaben geschieht. Das Lob eines solchen ist nicht von Menschen, sondern von Gott“ (Römer 2,29).

Wahre Juden – wahre Christen – sind daher diejenigen, die geistlich beschnitten sind. Durch den Geist Gottes sind sie in der Lage, dem rebellischen menschlichen Denken Widerstand zu leisten und es dem Gehorsam Gott gegenüber zu unterwerfen.

Von denen, die darauf bestanden, dass gläubige Heiden die äußeren symbolischen Aspekte des Gesetzes einhalten sollten, waren viele von dem Wunsch nach Eintracht mit der unbekehrten jüdischen Gemeinde motiviert. Wie wir in Kapitel 2 gesehen haben, sind diese Aspekte des Gesetzes nicht mehr länger erforderlich. Der Hebräerbrief erklärt das ausführlich. Aber dieser Brief war noch nicht geschrieben worden, als die Frage der Beschneidung der Heiden in Galatien zu einer Krise führte.

Paulus betont die Bedeutung von Christi Tod

In Bezug auf die gleiche Frage erklärt Paulus den Galatern: „Die Ansehen haben wollen nach dem Fleisch, die zwingen euch zur Beschneidung, nur damit sie nicht um des Kreuzes Christi willen verfolgt werden“ (Galater 6,12).

In der frühen neutestamentlichen Kirche versuchten bestimmte falsche Lehrer die Bekehrten aus den Heiden davon zu überzeugen, dass sie nicht einfach durch Reue, den Glauben an das Evangelium und die Annahme des Opfers Jesu Christi zur Vergebung ihrer Sünden gerechtfertigt werden (die Sündenvergebung erlangen) könnten.

Sie lehrten stattdessen, dass die Rechtfertigung nur möglich war, wenn sie sich körperlich beschneiden ließen und auch andere zeitlich befristete Gesetze, die am Berg Sinai verkündet worden waren, einhalten würden. Die Apostel lehnten dieses Argument kategorisch ab.

Paulus hat sich in seinem Brief an die Galater vehement gegen diese Sicht ausgesprochen. Die Heidenchristen in der Provinz Galatien wurden dazu verlockt, die Beschneidung anzunehmen, damit die Barrieren für eine Gemeinschaft zwischen ihnen und den Juden aufgehoben werden würden.

Die Juden begrenzten ihren Kontakt mit Heiden weitgehend auf das Geschäftsleben. Es war verboten, am gleichen Tisch gemeinsam eine Mahlzeit einzunehmen. Sogar Petrus zögerte zuerst, gegen dieses Tabu zu verstoßen (Apostelgeschichte 10,25-29).

Das Argument derjenigen, die die Galater zu verführen suchten, war, dass die Beschneidung unerlässlich wäre, um als Teil vom Volk Gottes (der Juden) angesehen zu werden. Die Beschneidung hätte Heiden den Zugang zur gesamten jüdischen Gemeinschaft eröffnet. Sie hätte auch die Spannungen zwischen den Christen und den nicht gläubigen Juden weitgehend abgebaut.

Aber der Versuch, dieses Problem durch die Beschneidung zu lösen, drohte eine wesentlich wichtigere Identitätsfrage aufzuwerfen. Die physische Beschneidung identifizierte die Juden lediglich als die leiblichen Nachkommen Abrahams. Gott bot sowohl den Juden als auch den Heiden gemeinsam die Rechtfertigung und das Heil als seine Kinder an – nicht durch eine fleischliche Beschneidung, sondern durch Jesus Christus.

Was war die Hauptschwäche des Sinai-Bundes?

Wo lag beim Sinai-Bund das Problem? Die meisten Menschen gehen davon aus, dass das Problem bei den Gesetzen lag, die Gott Israel gegeben hatte, dass sie irgendwie fehlerhaft waren und dass Jesus Christus gekommen ist, um sie abzuschaffen und aufzuheben. Stimmt das aber mit der Bibel überein?

In Hebräer 8, Vers 7 lesen wir, dass es in der Tat eine Schwachstelle bei jenem Bund gab: „Wäre am ersten Bund nichts auszusetzen gewesen, so hätte es keinen zweiten gebraucht“ (Gute Nachricht Bibel).

Wo also lag das Problem? Der nächste Vers erklärt es uns: „Aber Gott musste sein Volk tadeln; er sagte ja zu ihnen: Die Zeit kommt, da werde ich mit dem Volk von Israel und dem Volk von Juda einen neuen Bund schließen“ (Vers 8, Gute Nachricht Bibel). Die Hauptschwäche des Sinai-Bundes lag nicht bei seinen Gesetzen, sondern darin, dass es dem Volk an einem Herzen mangelte, das bereit war, ihnen zu gehorchen. Weil sie den heiligen Geist nicht erhalten hatten, waren die Einwohner Israels nicht in der Lage, die volle Absicht und den Zweck von Gottes Lehren zu verstehen und zu verwirklichen.

Paulus fasst diese Schwäche folgendermaßen zusammen: „Aber nicht nur das, Gott strafte sie auch mit Blindheit. Denn bis zum heutigen Tag ist das Alte Testament für sie wie mit einer Decke verhüllt. Sie lesen es zwar, aber seinen Sinn verstehen sie nicht. Weil diese Decke erst dann weggenommen wird, wenn sie an Christus glauben, liegt sie bis heute auf ihren Herzen, wenn aus den Büchern des Mose vorgelesen wird. Aber wenn sich Israel dem Herrn zuwendet, wird die Decke weggenommen“ (2. Korinther 3,14-16; „Hoffnung für alle“-Übersetzung).

Das Volk des alten Israel konnte, wie die meisten Menschen heute auch, den vollen geistlichen Wert der Lehren, die Gott durch Mose vermittelte, nicht begreifen. Der Grund dafür ist einfach: „Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden“ (1. Korinther 2,14).

Wie dankbar können wir Gott dafür sein, dass er es uns unter den Bedingungen des Neuen Bundes erlaubt, einen neuen Geist zu empfangen, der uns dazu befähigt, dem Gesetz Gottes zu gehorchen! Wie Gott in Hesekiel 11, Verse 19-20 verheißen hat: „Ich will ihnen ein anderes Herz geben und einen neuen Geist in sie geben und will das steinerne Herz wegnehmen aus ihrem Leibe und ihnen ein fleischernes Herz geben, damit sie in meinen Geboten wandeln und meine Ordnungen halten und danach tun. Und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein.“

Gottes Gesetz: Last oder Segen?

Eine weitverbreitete Lehre über das Gesetz, das Gott dem alten Israel gab, ist, dass es eine Last war – eine Belastung, die Jesus Christus abschaffen musste. Im Kern behaupten die Befürworter dieser Sichtweise, dass Gott die Israeliten nur aus der ägyptischen Sklaverei befreit hat, um sie dann durch ein Gesetzessystem, das so streng und unzumutbar war, das man es nur als unterdrückerisch bezeichnen kann, erneut zu versklaven.

Ist diese Sichtweise gerechtfertigt? Der Apostel Johannes sieht das anders. Indem er im ersten Jahrhundert ähnliche Argumente bekämpft, schreibt er mit unmissverständlicher Deutlichkeit: „Seine Gebote sind nicht schwer.“ Er fügt hinzu: „Das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten“ (1. Johannes 5,3).

Warum also hat Gott sein Gesetz gegeben? Er sagt wiederholt, dass er es zum Nutzen der Menschen getan hat – um ihnen große Segnungen zu bescheren. Sehen Sie, wie deutlich der nachfolgende Vers diese Wahrheit bestätigt:

• „Daher sollst du auf seine Gesetze und seine Gebote, auf die ich dich heute verpflichte, achten, damit es dir und später deinen Nachkommen gut geht und du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt für alle Zeit“ (5. Mose 4,40; Einheitsübersetzung).

• Direkt nachdem er die Zehn Gebote übermittelt hatte, rief Gott aus: „Ach dass sie ein solches Herz hätten, mich zu fürchten und zu halten alle meine Gebote ihr Leben lang, auf dass es ihnen und ihren Kindern wohlginge ewiglich!“ (5. Mose 5,29).

• „Wandelt in allen Wegen, die euch der Herr, euer Gott, geboten hat, damit ihr leben könnt und es euch wohlgeht und ihr lange lebt in dem Lande, das ihr einnehmen werdet“ (5. Mose 5,33).

• „[Ihr] sollt halten die Gebote des Herrn, eures Gottes, seine Vermahnungen und seine Rechte, die er dir geboten hat, dass du tust, was recht und gut ist vor den Augen des Herrn, auf dass dir’s wohlgehe“ (5. Mose 6,17-18).

• „Wenn ihr diese Rechte hört und sie haltet und danach tut, so wird der Herr, dein Gott, auch halten den Bund und die Barmherzigkeit, wie er deinen Vätern geschworen hat, und wird dich lieben und segnen und mehren, . . . wie er deinen Vätern geschworen hat. Gesegnet wirst du sein vor allen Völkern“ (5. Mose 7,12-14).

• „Nun, Israel, was fordert der Herr, dein Gott, noch von dir, als dass du den Herrn, deinen Gott, fürchtest, dass du in allen seinen Wegen wandelst und ihn liebst und dem Herrn, deinem Gott, dienst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, dass du die Gebote des Herrn hältst und seine Rechte, die ich dir heute gebiete, auf dass dir’s wohlgehe?“ (5. Mose 10,12-13).

• Psalm 119 (das längste Kapitel der Bibel) stellt eine ausgedehnte Lobpreisung von Gottes Gesetzen wegen der Weisheit und der Segnungen, die aus ihrer Befolgung erwachsen, dar.

Viele andere Bibelabschnitte bringen den gleichen Gesichtspunkt zum Ausdruck. Manche von ihnen benennen sogar spezifische Segnungen, die aus dem Halten bestimmter Gebote erwachsen. Zwei komplette Kapitel – 3. Mose 26 und 5. Mose 28 – betonen den deutlichen Unterschied zwischen den wundervollen nationalen Segnungen, die sich für das israelitische Volk aus dem Halten von Gottes Geboten ergeben würden, und den schlimmen Folgen, die sie erleiden würden, wenn sie diese ablehnten.

Gottes Gesetze sind dazu bestimmt, Segnungen zu bringen. Sie definieren ein Verhalten, das ganz automatisch zu Frieden, Sicherheit und Wohlstand führt. 5. Mose 4, Verse 5-7 sagt uns, dass Israel, wenn es Gott gehorsam gewesen wäre, Gottes verheißene Segnungen in einem solchen Ausmaß erhalten hätte, dass die Israel umgebenden Nationen darauf aufmerksam geworden wären und innegehalten hätten. Dann hätten diese Nationen dieselben Gesetze auch für sich selbst gewählt, damit sie ebenfalls in den Genuss der gleichen wunderbaren Vorteile gekommen wären!

Gottes Gesetze sind ganz deutlich keine Last, für die manche sie halten, sondern ein Segen!

Wie Gott Gerechtigkeit mit Gnade ausgleicht

Gott ist nicht nur ein Gott der Gerechtigkeit, sondern auch ein Gott der Barmherzigkeit. Sowohl seine Gerechtigkeit gegenüber denen, die ihm vorsätzlich nicht gehorchen, und seine Gnade denen gegenüber, die ihn respektieren, ihm gehorsam sind und seine Hilfe suchen, werden beide im zweiten seiner Zehn Gebote zum Ausdruck gebracht.

Dieses Gebot endet mit den Worten: „Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern, an der dritten und vierten Generation von denen, die mich hassen, der aber Gnade erweist an Tausenden von Generationen von denen, die mich lieben und meine Gebote halten“ (2. Mose 20,5-6; Elberfelder Bibel).

Gott schafft einen Ausgleich zwischen Gerechtigkeit und Gnade, indem er auf das Herz achtet – ob es noch eine Möglichkeit zur Reue gibt. Solange es diese Möglichkeit gibt, will Gott nicht, „dass jemand zugrunde geht, sondern dass alle sich bekehren“ (2. Petrus 3,9; Einheitsübersetzung). Es wird aber eine Zeit kommen, zu der alle, die sich weigern zu bereuen, zugrunde gehen werden.

Das ist auch der Grund, warum die Anwendung von Gottes Gesetz unter dem Neuen Bund zuerst die innere Haltung desjenigen in Betracht zieht, der gesündigt hat. Jemandem, der bereit ist zu einem „sündige nicht mehr“, wird daher Gnade erwiesen, statt verurteilt zu werden. Aber denjenigen, die sich dafür entscheiden, weiterhin zu sündigen, sagt Jesus: „Ihr alle werdet genauso umkommen, wenn ihr euch nicht bekehrt“ (Lukas 3,3; Einheitsübersetzung).

Inwiefern ist der Neue Bund „neu“?

Im Neuen Testament ist das griechische Wort, das mit „neu“ im „Neuen Bund“ übersetzt wird, bis auf eine Ausnahme kainos. Es bedeutet „neu im Sinne von Form oder Beschaffenheit; von anderer Wesensart als das, was im Gegensatz dazu als alt bezeichnet wird“ (Vine’s Complete Expository Dictionary of Old and New Testament Words, 1985, Stichwort „new“, Hervorhebung durch uns).

Nur in Hebräer 12, Vers 24 wird das andere griechische Wort neos für „neu“ im „Neuen Bund“ verwendet. Neos bedeutet „das, was ,neu‘ ist in Bezug auf die Zeit; das, was kürzlich eingeführt wurde; es wird für das Junge verwendet und auch so übersetzt, vor allem in dem vergleichenden Maß von ,jünger‘; was neos ist, muss daher seiner Beschaffenheit oder seiner Eigenschaften nach eine Reproduktion des Alten sein“ (ebenda, Hervorhebung durch uns).

Keines der beiden griechischen Wörter, die mit „neu“ übersetzt werden, deutet an, dass jeder Aspekt des Sinai-Bundes oder Alten Bundes ersetzt worden ist. Jedes von beiden deutet lediglich an, dass der neue Bund die Qualität des ursprünglichen Bundes erhöht oder verbessert hat.

Der Neue Bund eröffnet ohne Frage eine bessere Beziehung zu Gott als die Beziehung, die nur sinnbildlich im früheren Bund dargestellt wurde. Um diese bessere Beziehung zu ermöglichen, wurden einige neue Merkmale diesem „neuen“ (oder qualitativ verbesserten) Bund hinzugefügt und einige überholte Merkmale wurden ersetzt. Es gibt aber auch Merkmale, die beiden Bünden gemeinsam und unverändert geblieben sind.

Diese neue Beziehung kann nur durch Jesus Christus eingegangen werden, unseren neuen Hohepriester und unser wahres Sühneopfer für die Sünde. Christi Tod hat, indem er die Strafe für die Sünden der Menschheit auf sich genommen hat, die Tür für alle geöffnet, die bereit sind, zu bereuen, dann Gottes heiligen Geist zu erhalten und von Gott als seine Söhne und Töchter akzeptiert zu werden. Als unser bleibender Hohepriester ersetzt Jesus den Hohepriester, der lediglich ein menschlicher Nachkomme von Moses Bruder Aaron war.

Gottes „neuer“ Bund bietet auch ungeheuer bessere Verheißungen. Er verzichtet aber auf keines jener geistlichen Prinzipien, die auf ewig Gottes Denken und Charakter widerspiegeln. Diese Prinzipien werden in den Schriften des Alten Testaments zutreffend und zulänglich dargelegt. Jesus und all seine Apostel, Paulus eingeschlossen, nutzen diese Schriften als ihre Autorität für die wahren Lehren Gottes (Matthäus 4,4; Apostelgeschichte 17,2; Römer 1,1-2; 2. Timotheus 3,14-17).

– INTERN Dezember 2007 PDF-Datei dieser Ausgabe

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