Wer war Melchisedek?

Nur wenige Personen in der Bibel haben mehr Interesse geweckt als der Priester Gottes, Melchisedek. Er wird in der Bibel an drei Stellen erwähnt. Wer ist er?

Von Martin Fekete

Melchisedek ist wahrhaft eine besondere Person, die sowohl im Alten Testament als auch im Neuen Testament erwähnt wird. Auch König David schreibt in einem seiner Psalmen über diesen Priester: „Du bist ein Priester ewiglich nach der Weise Melchisedeks“ (Psalm 110,4). Dies ist ein bedeutender Hinweis, um zu verstehen, dass nur eine Person in Frage kommt, auf den diese Beschreibung passt.

Melchisedek war Jahrhunderte vor der Einführung des levitischen Priestertums ein Priester Gottes gewesen. In 1. Mose 14, Verse 18-19, lesen wir: „Aber Melchisedek, der König von Salem, trug Brot und Wein heraus. Und er war ein Priester Gottes des Höchsten und segnete ihn und sprach: Gesegnet seist du, Abram, vom höchsten Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat.“

Nachdem Melchisedek den Zehnten von der von Abram (später wurde sein Name von Gott geändert in Abraham, vgl. dazu 1. Mose 17,5) bei der Schlacht zurückgewonnenen Beute erhalten hatte, segnete er Abram. Dieser Akt der Segnung Abrams bestätigt, dass Melchisedek die Autorität hatte, einen Segen vom höchsten Gott auszusprechen.

Auch im Neuen Testament schreibt der Autor des Hebräerbriefes von dieser bedeutungsvollen Person und gibt uns einen wichtigen Hinweis, wer Melchisedek war und welche Aufgabe er damals hatte:

„Dieser Melchisedek aber war König von Salem, Priester Gottes des Höchsten; er ging Abraham entgegen, als der vom Sieg über die Könige zurückkam, und segnete ihn; ihm gab Abraham auch den Zehnten von allem. Erstens heißt er übersetzt: König der Gerechtigkeit; dann aber auch: König von Salem, das ist: König des Friedens. Er ist ohne Vater, ohne Mutter, ohne Stammbaum und hat weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens. So gleicht er dem Sohn Gottes und bleibt Priester in Ewigkeit“ (Hebräer 7,1-3).

Hier finden wir einige bedeutende Aussagen, die für das Verständnis unbedingt notwendig sind, wer dieser Melchisedek war und heute ist.

König der Gerechtigkeit

Der hebräische Name Melchisedek selbst bedeutet „König der Gerechtigkeit“. So ist es nur verständlich, dass er zuerst mit diesem Titel benannt wird (Hebräer 7,2). Gott benennt oft Personen, wie es ihrem Wesen entspricht, so auch bei Melchisedek. Gerechtigkeit ist der Gehorsam gegenüber den Gesetzen Gottes.

Es ist unvorstellbar, dass Gott einen Menschen „König der Gerechtigkeit“ nennt, denn alle Menschen außer Jesus haben gesündigt. Der Apostel Paulus schreibt an die Gläubigen in Rom und gebraucht dabei sehr klare Worte: „Wie geschrieben steht: Da ist keiner, der gerecht ist, auch nicht einer. Da ist keiner, der verständig ist; da ist keiner, der nach Gott fragt. Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer“ (Römer 3,10-12).

König von Salem

Zweitens sehen wir, dass er „König von Salem“ war. Dies ist die Stadt Jerusalem. Salem ist das hebräische Wort für „Frieden“, somit ist Melchisedek der „König des Friedens“.

Der Prophet Jesaja identifiziert den Messias als denjenigen, der Frieden bringt über die ganze Erde: „Denn ein Kind ist geboren, der künftige König ist uns geschenkt! Und das sind die Ehrennamen, die ihm gegeben werden: umsichtiger Herrscher, mächtiger Held, ewiger Vater, Friedensfürst. Seine Macht wird weit reichen und dauerhafter Frieden wird einkehren“ (Jesaja 9,5-6; Gute Nachricht Bibel). Zum Unterschied von uns Menschen, heißt es in der Bibel, dass wir den Weg zum Frieden nicht kennen (Römer 3,17). Wenn wir unsere Welt anschauen, dann finden wir diese Aussage auch bestätigt.

Ohne Vater, ohne Mutter

Als Nächstes lesen wir, dass er „ohne Vater und ohne Mutter“ war. Diese Aussage passt auf keinen Menschen. Jeder Mensch hat einen Vater und eine Mutter. Es gab eine Zeit vor unserer Geburt und wird eine Zeit geben, nachdem wir sterben. Aber Melchisedek wird beschrieben als jemand, der schon immer existierte.

Gemäß dem ersten Kapitel des Johannesevangeliums kann es nur zwei Wesen geben, auf die diese Beschreibung passt: Gott und das Wort, das bei Gott war (Johannes 1,1-3). Auch am Schluss der Offenbarung weist Jesus selbst auf seine ewige Herkunft hin: „Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, einem jeden zu geben, wie seine Werke sind. Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende . . . Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch dies zu bezeugen für die Gemeinden“ (Offenbarung 22,12-16).

Melchisedek kann kein gewöhnlicher Sterblicher gewesen sein. Er stammte nicht von jemandem ab, sondern existierte aus sich selbst heraus. Dies trifft nur auf Gott zu, nicht aber auf einen Menschen.

Er gleicht dem Sohn Gottes

Als letzten Hinweis lesen wir in Vers 3 von Hebräer 7, dass „er dem Sohn Gottes gleicht“ (alle Hervorhebungen durch uns). Dieser Melchisedek erschien dem Abram, bevor der Messias als Mensch hier auf der Erde lebte, und darum lesen wir in dieser Aussage, dass er dem Sohn Gottes nur „gleicht“.

Zu den Tagen Abrahams war er noch nicht der menschliche Sohn Gottes, denn er war noch nicht von der Jungfrau Maria geboren worden, aber er glich dem Sohn Gottes in seiner Erscheinung. Dieser Melchisedek wurde der menschliche Sohn Gottes, als er etwa 2000 Jahre später geboren wurde.

Wer war Jesus vor seiner Menschwerdung?

Die klarste Aussage über Jesus vor seiner menschlichen Geburt finden wir in den ersten Versen des Johannesevangeliums. Johannes macht es ganz deutlich in seiner Erklärung, dass Jesus kein gewöhnlicher Mensch war.

„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort“ (Johannes 1,1). Wer war dieses „Wort“? In Vers 14 heißt es dazu: „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Johannes erklärt uns auch, dass das Wort, das „Fleisch [wurde] und unter uns [wohnte]“, Jesus von Nazareth war. Darüber hinaus gibt uns Johannes wichtige Informationen über Jesus vor seiner Menschwerdung.

In der Zeit vor seiner Menschwerdung war Jesus „das Wort“. Hier wird das griechische Wort logos verwendet, um Jesus als das Wort zu beschreiben, weil es eine der Hauptaufgaben Jesu auf Erden umfasst: den Vater zu offenbaren: „Alles ist mir übergeben von meinem Vater; und niemand kennt den Sohn als nur der Vater; und niemand kennt den Vater als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will“ (Matthäus 11,27). Im Neuen Testament benutzte Johannes das Wort logos als persönlichen Titel für denjenigen, der Fleisch und Blut wurde und unter den Menschen wohnte (Johannes 1,14).

Damit meint Johannes, dass ein persönliches Wesen, das er als logos bzw. „das Wort“ bezeichnet, Mensch wurde, und zwar in der Gestalt Jesu. Mit der Beschreibung von Johannes, dass das Wort Fleisch wurde, wird darauf hingewiesen, dass das Wort vor seiner Menschwerdung bereits als Wesen existierte.

Johannes sagt uns auch, dass sich das Wort als Person vom Vater unterscheidet, obwohl er mit dem Vater eins ist. Sie sind der gleichen Natur und Wesensart. Das Wort ist Gott genauso wie derjenige, mit dem er in der engsten möglichen Beziehung des Wesens und Lebens existiert. „Ich und der Vater sind eins“, sagte Jesus (Johannes 10,30). Das „eins sein“ vom Vater und Wort spiegelt ihre vollständige Harmonie und Übereinstimmung in Zusammenarbeit wider.

Wer oder was ist Gott?

Die einfachen, aber klaren Aussagen von Johannes vermitteln uns ein Verständnis von Gott, das durch die Erscheinung Jesu Christi dargelegt wurde. Die Bibel beschreibt zwei Wesen, die koexistieren und Gott genannt werden – Gott und das Wort. Gäbe es nur ein Wesen, hätte Johannes nicht geschrieben, „das Wort war bei Gott“.

Es stellt sich die Frage: Wenn Jesus das Wort und damit auch Gott war, wie konnte Gott, dem keine Grenzen gesetzt sind, „beschränkt“ werden? Wir wissen nicht im Detail, wie Gott dieses Wunder wirkte, aber nach der Heiligen Schrift wurde das Wort zu einem menschlichen Wesen und war in dieser Zeit einer zeitlich befristeten Existenz unterworfen, beschränkt auf Raum und Zeit und dem Leiden, der Versuchung und dem Tod ausgesetzt.

Genau das war bei Jesus der Fall. Paulus beschrieb diese Veränderung mit folgenden Worten: „Er war in allem Gott gleich, und doch hielt er nicht gierig daran fest, so wie Gott zu sein. Er gab alle seine Vorrechte auf und wurde einem Sklaven gleich. Er wurde ein Mensch in dieser Welt und teilte das Leben der Menschen. Im Gehorsam gegen Gott erniedrigte er sich so tief, dass er sogar den Tod auf sich nahm, ja, den Verbrechertod am Kreuz“ (Philipper 2,6-8; Gute Nachricht Bibel).

Jesus kannte menschliche Gefühle. Er konnte hungern und Schmerzen empfinden. Er war dasselbe Wesen wie immer, jetzt nur als Mensch, und hatte sogar Erinnerungen an seine ewige Vergangenheit mit dem Vater.

In Johannes 17, Vers 5 lesen wir: „Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.“ Mit diesem Gebet bestätigte Jesus alles, was Johannes in den ersten Versen seines Evangeliums geschrieben hatte.

Wurde Jesus erschaffen?

Johannes 1, Vers 3 enthält zwei Feststellungen, die uns sagen, dass Jesus vor seiner Menschwerdung alles erschaffen hat. „Alle Dinge sind durch dasselbe [das Wort] gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist.“ Johannes ist mit der Feststellung nicht zufrieden, dass alle Dinge durch das Wort erschaffen wurden. Er fügt noch hinzu, dass ohne das Wort nichts Erschaffenes gemacht wurde.

Paulus bestätigt die Worte des Johannes: „Denn in ihm ist alles geschaffen“ (Kolosser 1,16). In seinen weiteren Ausführungen stellt er klar, wie wir das Wort „alles“ verstehen sollen. Dazu gehört alles, „was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen“ (Vers 16).

Da Jesus alles erschuf, kann er selbst nicht zu den Dingen gehören, die erschaffen wurden. Dazu schreibt Paulus: „Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm“ (Vers 17).

Dr. Norman Geisler stellt dazu fest: „Der Kontext dieses Abschnitts stellt klar, dass es keine Ausnahmen gibt: Christus ist der Schöpfer aller Dinge einschließlich der Engel und alles anderen, sichtbar und unsichtbar. Nirgends wird klarer ausgedrückt, dass Christus keine Kreatur ist – Engel oder sonstiges –, als durch die Beziehung der Engel zu ihm. Da Christus nicht der Schöpfer von allem und gleichzeitig selbst eine Kreatur sein kann, muss zwangsläufig der Schluss gezogen werden, dass er der unerschaffene Schöpfer aller Schöpfung ist“ (Christian Apologetics, 1988, Seite 338).

Weiter schreibt Dr. Geisler: „Angesichts der klaren Lehre, dass Christus der Schöpfer und kein Teil der Schöpfung ist, sind die arischen Interpretationen von Ausdrücken wie ,der Erstgeborene‘ (Kolosser 1,15) oder ,der Anfang der Schöpfung Gottes‘ (Offenbarung 3,14) eindeutig falsch. Christus ist ,der Erstgeborene‘ in dem Sinne, dass er als unerschaffener Sohn Gottes einzigartig ist. Christus steht über der Schöpfung, er ist nicht der erste Teil in ihr“ (ebenda).

Jesus wurde nicht erschaffen. Seit Ewigkeit existierte er mit Gott, den er später als den Vater offenbarte.

Jesus existierte vor dem Anfang

Da Johannes sein Evangelium mit „im Anfang“ beginnt, scheint er sich auf 1. Mose 1, Vers 1 zu beziehen. Diese Schriftstelle sagt uns, dass Gott am Anfang „Himmel und Erde“ schuf, und Johannes berichtet uns, dass das Wort bereits „im Anfang“ existierte.

Der Schöpfer des Universums muss logischerweise vor der Erschaffung des Universums existiert haben, denn er rief das Universum ins Leben. Johannes sagt ausdrücklich, dass das Wort alle Dinge erschuf, die erschaffen wurden: „Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist“ (Johannes 1,3).

Der Apostel Paulus bestätigt, dass Jesus „alles geschaffen hat“ (Epheser 3,9) und selbst vor der Erschaffung des Universums existierte: „Und er ist vor allem, und es besteht alles in ihm“ (Kolosser 1,17). Für Paulus ist es nur logisch, dass Jesus, der alle Dinge erschuf, bereits vor der Erschaffung des Universums existiert haben muss.

Jesus selbst bestätigt seine Existenz vor der Schöpfung, als er von der „Herrlichkeit“ sprach, die er bei Gott hatte, „ehe die Welt war“ (Johannes 17,5). Jesus bestätigt uns auch die Liebe, die ihn mit Gott verband: „Denn du hast mich geliebt, ehe der Grund der Welt gelegt war“ (Johannes 17,24).

Priestertum des Melchisedeks bestätigt

Der Hebräerbrief zeigt, dass Christus von Gott in das Amt des Melchisedeks eingesetzt worden war: „Und niemand nimmt sich selbst die hohepriesterliche Würde, sondern er wird von Gott berufen wie auch Aaron. So hat auch Christus sich nicht selbst die Ehre beigelegt, Hohepriester zu werden, sondern der, der zu ihm gesagt hat: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt. Wie er auch an anderer Stelle spricht: Du bist ein Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks“ (Hebräer 5,4-6).

Das aaronitische Priestertum ist vergänglich und menschlich. Christus ist der unsterbliche Sohn Gottes, der sein Amt durch göttliche Ernennung innehat: „Dahinein ist der Vorläufer für uns gegangen, Jesus, der ein Hohepriester geworden ist in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks“ (Hebräer 6,20).

Nach dem Gesetz konnte nur ein Nachkomme Aarons aus der Familie der Leviten ein Hohepriester werden (2. Mose 40,15). Jesu Herkunft war vom Stamm Juda, deshalb konnte er nicht als Teil des levitischen Priestertums dienen: „Denn der, von dem das gesagt wird, der ist von einem andern Stamm, von dem nie einer am Altar gedient hat. Denn es ist ja offenbar, dass unser Herr aus Juda hervorgegangen ist, zu welchem Stamm Mose nichts gesagt hat vom Priestertum. Und noch klarer ist es, wenn, in gleicher Weise wie Melchisedek, ein anderer als Priester eingesetzt wird, der es nicht geworden ist nach dem Gesetz äußerlicher Gebote, sondern nach der Kraft unzerstörbaren Lebens“ (Hebräer 7,13-16).

Da aber Christus gesetzlich nicht zum Priestertum berechtigt war und das Priestertum verändert wurde, war auch eine Änderung im Gesetz notwendig: „Denn wenn das Priestertum verändert wird, dann muss auch das Gesetz verändert werden“ (Hebräer 7,12). Welches Gesetz wird hier angesprochen? Das Gesetz, das geändert wurde, war einerseits das Gesetz, das das Priestertum auf die Nachkommen Levis beschränkte. Andererseits wurden die Gesetze, die sich auf die Ritualopfer bezogen, geändert.

Die Leviten brachten täglich Opfer dar, Jesus Christus aber brachte ein Opfer für alle Zeit dar: „Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für alle Mal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi“ (Hebräer 10,10). Daher ist das Priestertum auf den Sohn Gottes nach der Ordnung des Melchisedek ewig übertragen worden.

Verbunden mit diesen Änderungen war auch die Zehntenabgabe und wer berechtigt ist, den Zehnten entgegenzunehmen. Melchisedek hatte ja schon den Zehnten von Abraham genommen, als Levi noch gar nicht geboren war: „Der aber, der nicht von ihrem Stamm war, der nahm den Zehnten von Abraham und segnete den, der die Verheißungen hatte . . . hier nehmen den Zehnten sterbliche Menschen, dort aber einer, dem bezeugt wird, dass er lebt“ (Hebräer 7,6-8). So ist auch heute der ewige Hohepriester Melchisedek berechtigt, den Zehnten zu nehmen, um seine Aufgabe zu erfüllen, die er von Gott erhalten hat.

Melchisedek, der menschgewordene Jesus Christus

In seinem Leben vor seiner Menschwerdung war Jesus als der priesterliche König Melchisedek bekannt, der „weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens“ hatte (Hebräer 7,3). Diese bedeutungsvolle Person, die Abram als Melchisedek begegnet ist und ihn gesegnet hat, ist niemand anderer als Jesus Christus, der uns heute als unser Hohepriester dient.

Wir können im Neuen Testament lesen, dass Jesus Christus nach seiner Auferstehung als ein Hohepriester „nach der Ordnung Melchisedeks“ bezeichnet wird. Der Hebräerbrief sagt es ganz deutlich: „Und als er vollendet war, ist er für alle, die ihm gehorsam sind, der Urheber des ewigen Heils geworden, genannt von Gott ein Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks“ (Hebräer 5,9-10).

In der Tat ist Jesus Christus der Urheber und Vollender unseres Heils. In einem seiner Briefe an die Gläubigen schreibt Johannes: „Meine Kinder, dies schreibe ich euch, damit ihr nicht sündigt. Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, der gerecht ist“ (1. Johannes 2,1).

Jesus ist heute unser Hohepriester und wird es in alle Ewigkeit sein. So können wir mit Sicherheit sagen, dass Melchisedek und Jesus Christus ein und dieselbe Person sind.

– INTERN Januar-Februar 2014 PDF-Datei dieser Ausgabe

Gute Nachrichten
Postfach 301509
D-53195 Bonn

Telefon: (0228) 9 45 46 36
Fax: (0228) 9 45 46 37
E-Mail: info@gutenachrichten.org

 Artikel drucken ]  Artikel versenden ] Artikel kommentieren ]


© 1997-2018     Alle Rechte vorbehalten  
Valid XHTML 1.0