Hat Jesus Christus behauptet, Gott zu sein?

Von Scott Ashley

Wie in dem Begleitartikel dargelegt, nahm Jesus in Johannes 8, Vers 58 für sich in Anspruch, der „ich bin“ zu sein, woraufhin eine aufgebrachte jüdische Menge ihn wegen Gotteslästerung steinigen wollte (Vers 59). Darüber hinaus hat sich Jesus auch auf andere Weise dem JHWH des Alten Testaments gleichgesetzt. Lassen Sie uns hier einige Beispiele ansehen.

Jesus sagte von sich: „Ich bin der gute Hirte“ (Johannes 10,11). David verkündet im ersten Vers seines berühmten 23. Psalms: „Der Herr [JHWH] ist mein Hirte.“ Jesus behauptete, der Richter aller Menschen und Nationen zu sein (Johannes 5,22. 27). Joel 4, Vers 12 sagt jedoch, der Herr [JHWH] wird „zu Gericht sitzen über alle Völker“ (Einheitsübersetzung).

Jesus sagte: „Ich bin das Licht der Welt“ (Johannes 8,12). Jesaja 60, Vers 19 sagt: „Der Herr [JHWH] wird dein ewiges Licht und dein Gott wird dein Glanz sein.“ Auch David sagt in Psalm 27, Vers 1: „Der Herr [JHWH] ist mein Licht und mein Heil.“

Jesus bat Gott, den Vater, im Gebet, ihn wieder zu göttlicher Herrlichkeit zu verwandeln: „Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war“ (Johannes 17,5).

In Offenbarung 1, Vers 17 sagt Jesus, dass er der Erste und der Letzte sei, was mit dem identisch ist, was JHWH über sich selbst in Jesaja 44, Vers 6 sagt: „Ich bin der Erste und ich bin der Letzte.“

Es steht außer Frage, dass Jesus sich als den Herrn (JHWH) des Alten Testaments verstanden hat.

Bei seiner Gefangennahme hatte Jesu offenkundiger Gebrauch des Begriffs „ich bin“ eine große Wirkung auf diejenigen, die gekommen waren, um ihn festzunehmen: „Als Jesus zu ihnen sagte: ,Ich bin es‘, wichen sie zurück und fielen zu Boden“ (Johannes 18,6; Gute Nachricht Bibel).

Die Gute Nachricht Bibel verweist in Vers 5, wo Jesus sagt „ich bin“ auf Johannes 8, Vers 24 mit der Anmerkung: „Wörtlich ich bin; ebenso in Vers 28. Jesus verwendet hier die Formel, mit der im Alten Testament Gott von sich selbst spricht und sich seinem Volk gegenüber als den Retter und Herrn der Welt bezeichnet.“

Im Original sagt Jesus „ich bin“, was als „ich bin es“ übersetzt wurde. Dadurch wird aber verschleiert, dass Jesus hier höchstwahrscheinlich erneut behauptete, der „ich bin“ der alttestamentlichen Schriften zu sein.

Jesus nahm für sich die Vollmacht in Anspruch, Sünden zu vergeben

Jesus behauptete auch auf andere Weise, göttlich zu sein. Als er einen Gelähmten heilte, sagte er auch zu ihm: „Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben“ (Markus 2,5). Die Schriftgelehrten, die das hörten, kamen zu dem Schluss, dass er Gott lästerte, wie sie es richtigerweise verstanden: „Wie redet der so? Er lästert Gott! Wer kann Sünden vergeben als Gott allein?“ (Vers 7).

Als Antwort auf die Frage der Schriftgelehrten sagte Jesus: „Was denkt ihr solches in euren Herzen? ... Damit ihr aber wisst, dass der Menschensohn Vollmacht hat, Sünden zu vergeben auf Erden – sprach er zu dem Gelähmten: Ich sage dir, steh auf, nimm dein Bett und geh heim“ (Verse 8-11).

Die Schriftgelehrten wussten, dass Jesus eine Vollmacht für sich in Anspruch nahm, die nur Gott allein zustand. Erneut ist es der Herr [JHWH], der im Alten Testament als derjenige dargestellt wird, der Sünden vergibt (Jeremia 31,34).

Christus nahm für sich die Macht in Anspruch, Tote aufzuerwecken

Jesus nahm noch eine andere Macht für sich in Anspruch, die nur Gott allein besitzt: die Macht, die Toten aufzuerwecken. Sehen Sie hier seine Aussage in Johannes 5, Verse 25-29:

„Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die werden leben ... Es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden und werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.“

Es kann keinen Zweifel daran geben, was Jesus gemeint hat. Er sagte in Vers 21 zudem: „Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will.“

Bevor Jesus Lazarus von den Toten auferweckte, sagte er zu Lazarus’ Schwester Marta: „Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt“ (Johannes 11,25). Und er verkündete von jeder Person, die der Vater in diesem Zeitalter berufen und ihm zuführen würde: „Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage“ (Johannes 6,44; siehe auch Vers 40 bzw. 54).

Vergleichen Sie das mit 1. Samuel 2, Vers 6, wo uns gesagt wird: „Der Herr [JHWH] tötet und macht lebendig, führt hinab zu den Toten und wieder herauf.“ Paulus sagt uns in 2. Korinther 1, Vers 9, dass es „Gott [ist], der die Toten auferweckt“.

Jesus wies uns an, in seinem Namen zu beten

Jesus forderte seine Jünger nicht nur auf, an ihn zu glauben, sondern auch im Gebet in seinem Namen zu bitten: „Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, damit der Vater verherrlicht werde im Sohn“ (Johannes 14,13). Gott im Gebet im Namen Jesu anzurufen ist außerordentlich wichtig, denn „niemand kommt zum Vater denn durch mich“, stellte Jesus fest (Vers 6).

In Bezug auf Jesu Namen schreibt der Apostel Paulus: „Darum hat Gott ihn auch erhöht und ihm den Rang und Namen verliehen, der ihn hoch über alle stellt. Vor Jesus müssen alle auf die Knie fallen – alle, die im Himmel sind, auf der Erde und unter der Erde; alle müssen feierlich bekennen: Jesus Christus ist der Herr! Und so wird Gott, der Vater, geehrt“ (Philipper 2,9-11; Gute Nachricht Bibel).

Paulus bestätigt, dass Jesus Gott ist, denn der Vater stellt den Namen Jesus über alle anderen Namen und damit auf die gleiche Ebene des Vaters, vor dem wir im Gebet niederknien. Jesus verspricht, diese Gebete zu erhören: „Das will ich tun“ (Johannes 14,13).

Jesus offenbarte sich den Juden gegenüber auf vielfältige Weise als „Gott unter uns“. Darüber entsetzten sie sich und hielten ihm Gotteslästerung vor. Sie waren einige Male so erbost, dass sie ihn auf der Stelle töten wollten.

Jesu besondere Beziehung zu Gott, dem Vater

Jesus sah sich selbst als einzigartig hinsichtlich seiner Beziehung zu Gott, dem Vater, weil er der einzige war, der den Vater offenbaren konnte. „Niemand kennt den Sohn als nur der Vater; und niemand kennt den Vater als nur der Sohn und wem es der Sohn offenbaren will“ (Matthäus 11,27).

Dr. William Lane Craig schreibt in seiner Verteidigung des christlichen Glaubens, dass dieser Vers „uns sagt, dass Jesus behauptet, der Sohn Gottes in einem exklusiven und absoluten Sinn zu sein. Jesus sagt hier, dass seine Beziehung der Sohnschaft mit Gott einzigartig ist. Und er behauptet auch, dass er der einzige ist, der den Menschen den Vater offenbaren kann. Mit anderen Worten, Jesus behauptete die absolute Offenbarung Gottes zu sein“ (Reasonable Faith, 1994, Seite 246).

Darüber hinaus hat Jesus verkündet: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“ (Johannes 14,6).

Jesus nahm für sich in Anspruch, das Schicksal der Menschen in den Händen zu halten

Bei mehreren Gelegenheiten bestätigte Jesus, dass er derjenige ist, durch den die Menschen ewiges Leben erlangen können. „Denn das ist der Wille meines Vaters, dass, wer den Sohn sieht und glaubt an ihn, das ewige Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tage ... Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer glaubt, der hat das ewige Leben“ (Johannes 6,40. 47; vgl. auch Vers 54).

Wie wir bereits gesehen haben, sagt Jesus, dass die Menschen nicht nur an ihn glauben müssen, sondern auch daran, dass er derjenige sein wird, der sie am Ende auferwecken wird. Niemand, der nur ein Mensch ist, kann diese Funktion übernehmen. Dr. Craig fügt hinzu: „Jesus behauptete, dass die Einstellung der Menschen ihm gegenüber der entscheidende Faktor für Gottes Urteil am Tag des Jüngsten Gerichts sein wird. ,Ich sage euch aber: Wer mich bekennt vor den Menschen, den wird auch der Menschensohn bekennen vor den Engeln Gottes. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes‘ (Lukas 12,8-9).

Täuschen wir uns hier nicht: Wenn Jesus nicht der göttliche Sohn Gottes wäre, dann könnte dieser Anspruch nur als der beschränkteste und anstößigste Dogmatismus gesehen werden. Denn Jesus sagte, dass das Heil der Menschen von ihrem Bekenntnis zu Jesus selbst abhängt“ (Seite 251).

Die Schlussfolgerung ist zwingend: Jesus erklärte sich als zugleich mit dem Vater für göttlich und im Besitz der Autorität und den Vorrechten, die Gott allein zukommen!

– INTERN Januar-Februar 2017 PDF-Datei dieser Ausgabe

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