Mut zur christlichen Zivilcourage

Durch den heiligen Geist schenkt Gott uns Glauben. Aber wir müssen darauf reagieren. Wir sind keine Automaten. Die Entscheidung, mutig zu sein, ist unsere.

Von Paul Kieffer

Im Laufe der Jahrhunderte hat es immer wieder Menschen gegeben, die sich für das, was sie glaubten, „an die Wand stellen“ ließen. Sie hatten die Courage, für ihre Überzeugungen sogar angesichts des Todes einzustehen.

Im 16. Jahrhundert entstand eine Gruppe in Europa, die als Wiedertäufer bekannt wurden. Es waren einfache Leute, die sich entschlossen, einander zu taufen, da sie erkannten, dass die Taufe durch Besprengen mit Wasser bedeutungslos war. Katholiken und Protestanten wurden gleichermaßen von diesem Phänomen, dass einfache Leute in solcher Weise für ihre Überzeugung aufstanden, erschüttert.

Es wurden mancherorts Erlässe herausgegeben, dass jeder, der einer Versammlung der Wiedertäufer beiwohnte, nicht nur in Wasser getaucht, sondern ertränkt werden sollte. Im Verlaufe einiger Jahrhunderte wurden mehr Wiedertäufer gemartert als irgendeine andere christliche Gruppe in der Geschichte. Eine Stimme wurde wieder hörbar, die über Jahrhunderte verstummt war – die Stimme von hingebungsvollen Männern und Frauen, die um ihrer Überzeugung willen bereit waren, sich gegen alle Obrigkeit zu stellen.

Am Glauben festhalten bei Androhung des Todes

Eine Anhängerin der Wiedertäufer schrieb aus dem Gefängnis in Antwerpen an ihre Tochter, die nur wenige Tage alt war. Ihr Mann war, nachdem sie nur sechs Monate verheiratet gewesen waren, hingerichtet worden. Ihr wurde gestattet, zuerst noch ihr Kind zur Welt zu bringen, bevor man sie ebenso hinrichten würde. Sie schrieb diesen Brief, um ihrer Tochter zu hinterlassen, dass sie sich niemals schämen sollte, dass ihre Eltern um ihres Glaubens willen auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden waren.

„Oh, dass es dem Herrn gefallen hätte, dass ich dich hätte großziehen können! Aber es war nicht sein Wille . . . Schäme dich nicht über uns. Dies ist der Weg, den auch die Apostel und Propheten gegangen sind . . . Wir wissen mit Sicherheit, dass wir uns wiedersehen werden . . . Lass keine schmutzige Rede aus deinem Munde kommen . . . Nimm ein Buch zur Hand . . . Lerne über deine Rettung . . . Schäme dich nicht, unseren Glauben zu bekennen“ (Conscience be my Guide, Geoffrey Bould, Zed Books Ltd, London, 1991, Seite 103-104).

Was meinen Sie? Hatten diese Leute die Zivilcourage in Bezug auf ihren Glauben an die biblische Taufe? Wieweit würden wir für unsere Überzeugungen Zivilcourage zeigen? Das christliche Leben besteht darin, in Zivilcourage Entscheidungen für den Glauben zu treffen.

Die Haltung dieses Ehepaares der Wiedertäufer, ihrem Glauben bis zum Schluss treu zu bleiben, war als abschließende Entscheidung sicherlich die bitterste in einer ganzen Serie von Entscheidungen, standhaft zu bleiben. Wieweit sind wir bereit, für die Verteidigung der biblischen Wahrheiten zu gehen, die uns lieb sind?

Das Gericht fängt nun am Hause Gottes an, der Kirche Jesu Christi (1. Petrus 4,17). Gott ist sehr an unserem Herzen interessiert. Er erkennt an unserem Verhalten, was in unserem Herzen ist. Es gibt tägliche, manchmal unscheinbar anmutende Gelegenheiten, zu zeigen, wo wir stehen.

Unsere Überzeugung wird herausgefordert werden

Gottes Wort ist keine Sammlung interessanter intellektueller Ansichten. Stattdessen zeigt es uns einen gesamten Lebensweg. Das bedeutet, dass wir oftmals herausgefordert werden über das, was wir als biblisch wahr ansehen.

Wir werden durch das Leben in der Welt, wie sie heute ist, herausgefordert, beeinflusst durch das Wesen, das sie regiert. (Viele Konfessionschristen wissen nicht, dass der wahre Gott dieser Welt Satan der Teufel ist, vgl. 2. Korinther 4,4.) So kann es manchmal leichter sein, Kompromisse mit der biblischen Wahrheit, die einen Lebensweg darstellt, zu schließen. Es wäre für die Wiedertäufer auch einfacher gewesen, hätten sie ihren Glauben einfach widerrufen.

Von Zeit zu Zeit sollen wir uns selbst fragen, wo wir stehen – und ggf. die notwendige Last auf uns nehmen und über unsere Identität nachdenken. Sind wir zu sehr in diese Welt integriert, dass es nur mehr der Tag, an dem wir Gottesdienst halten, und ein paar Feiertage sind, die uns von unserem Umfeld unterscheiden?

Vor einigen Jahren wurden wir ganz speziell in Bezug auf die Feiertage und den Sabbat herausgefordert – Dinge, an denen wir festhalten mussten. Wir wissen aber, dass unsere Berufung viel mehr beinhaltet als nur Tage, die wir gemeinsam halten.

Wenn wir nicht aufpassen, kann die Gewohnheit, uns an einem bestimmten Tag zu treffen, eine bloße äußere Form werden, ohne geistliche Substanz. Gottes Lebensweg ist aber von geistlicher Substanz. Echter Glauben produziert Substanz im Leben der Menschen, die Gott berufen hat.

Der Mut des Stephanus für seinen Glauben

Zahllose Beispiele in Gottes Wort illustrieren die Notwendigkeit, Gottes Weg zu gehen und Zivilcourage zu haben, wenn dieser Weg in verschiedener Weise angefochten wird. Es ist eine Tatsache in unserem christlichen Leben, dass unsere Überzeugung herausgefordert werden wird – manchmal sogar sehr heftig, wie das Beispiel des Stephanus zeigt.

„Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und große Zeichen unter dem Volk. Da standen einige auf von der Synagoge der Libertiner und der Kyrenäer und der Alexandriner und einige von denen aus Zilizien und der Provinz Asien und stritten mit Stephanus. Doch sie vermochten nicht zu widerstehen der Weisheit und dem Geist, in dem er redete“ (Apostelgeschichte 6,8-10).

Was war die Reaktion auf die gewaltige Manifestation der Kraft Gottes in Stephanus?

„Da stifteten sie einige Männer an, die sprachen: Wir haben ihn Lästerworte reden hören gegen Mose und gegen Gott. Und sie brachten das Volk und die Ältesten und die Schriftgelehrten auf, traten herzu und ergriffen ihn und führten ihn vor den Hohen Rat und stellten falsche Zeugen auf, die sprachen: Dieser Mensch hört nicht auf, zu reden gegen diese heilige Stätte und das Gesetz. Denn wir haben ihn sagen hören: Dieser Jesus von Nazareth wird diese Stätte zerstören und die Ordnungen ändern, die uns Mose gegeben hat“ (Verse 11-14).

Das waren Lügen. Stephanus hatte das Gegenteil gelehrt – dass Gottes Gesetz gehalten werden muss. In Apostelgeschichte 7 sprach Stephanus ausführlich über die Geschichte Israels. Alles verlief ruhig, bis er die Anschuldigung von Gotteslästerung aufgriff und sie gegen seine Beschuldiger und deren Vorfahren richtete.

„Welchen Propheten haben eure Väter nicht verfolgt? Und sie haben getötet, die zuvor verkündigten das Kommen des Gerechten, dessen Verräter und Mörder ihr nun geworden seid. Ihr habt das Gesetz empfangen durch Weisung von Engeln und habt’s nicht gehalten. Als sie das hörten, ging’s ihnen durchs Herz, und sie knirschten mit den Zähnen über ihn“ (Apostelgeschichte 7,52-54).

Wir haben Stephanus’ Ankläger auf die gerechte Anschuldigung von Verrat und Mord reagiert? „Er aber, voll heiligen Geistes, sah auf zum Himmel und sah die Herrlichkeit Gottes und Jesus stehen zur Rechten Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen. Sie schrien aber laut und hielten sich ihre Ohren zu und stürmten einmütig auf ihn ein, stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn“ (Verse 55-58).

Es ist erstaunlich, was Menschen im Namen der Religion alles tun. Stephanus war bereit, die Wahrheit zu reden und die daraus resultierenden Konsequenzen zu erdulden. Gott war bereit, ihm durch alles hindurchzuhelfen.

Stephanus war der erste christliche Märtyrer nach der Kreuzigung Jesu, aber einer, dem eine lange Reihe gefolgt ist, die auch jeden Preis zu zahlen bereit waren, um an ihren Überzeugungen festzuhalten.

Glauben und Überzeugung

Als erster Märtyrer der neutestamentlichen Gemeinde war Stephanus eine Fortsetzung der Helden des Glaubens, über deren Standhaftigkeit uns der Hebräerbrief berichtet:

„Frauen haben ihre Toten durch Auferstehung wiederbekommen. Andere aber sind gemartert worden und haben die Freilassung nicht angenommen, damit sie die Auferstehung, die besser ist, erlangten. Andere haben Spott und Geißelung erlitten, dazu Fesseln und Gefängnis. Sie sind gesteinigt, zersägt, durchs Schwert getötet worden; sie sind umhergezogen in Schafpelzen und Ziegenfellen; sie haben Mangel, Bedrängnis, Misshandlung erduldet. Sie, deren die Welt nicht wert war, sind umhergeirrt in Wüsten, auf Bergen, in Höhlen und Erdlöchern. Diese alle haben durch den Glauben Gottes Zeugnis empfangen und doch nicht erlangt, was verheißen war, weil Gott etwas Besseres für uns vorgesehen hat; denn sie sollten nicht ohne uns vollendet werden“ (Hebräer 11,35-40).

Diese Beispiele sollen uns nicht erschrecken, sondern ermutigen, d. h., uns Mut geben für unseren Weg mit Gott.

„Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasst uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns ständig umstrickt, und lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der, obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die Schande gering achtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes. Gedenkt an den, der so viel Widerspruch gegen sich von den Sündern erduldet hat, damit ihr nicht matt werdet und den Mut nicht sinken lasst. Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die Sünde“ (Hebräer 12,1-4).

Glauben ist aufs Engste verbunden mit Überzeugung. Wenn wir Glauben und Überzeugung zeigen, gefallen wir Gott – dies ist ein lebenslanger Prozess.

„Durch Glauben wurde Henoch entrückt, damit er den Tod nicht sehe, und wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor seiner Entrückung ist ihm bezeugt worden, dass er Gott gefallen habe“ (Hebräer 11,5).

Henoch ging über 300 Jahre lang mit Gott. Wie andere Gerechte erlebte er viele Situationen, in denen sein Glauben herausgefordert wurde. Er hatte Gottes Wohlgefallen, weil er Glauben hatte. „Aber ohne Glauben ist’s unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt“ (Vers 6).

Beachten Sie, dass Gott für die, die ihn von Herzen suchen (und nicht nur halbherzig nach ihm Ausschau halten), eine Belohnung bereithält. Dieses Suchen ist täglich erforderlich.

Abraham, der Vater der Gläubigen, musste diesen Glauben zeigen. Wir kennen den Bericht sehr gut, warum Abraham diese hohe Anerkennung von Gott erhielt.

„Und als sie an die Stätte kamen, die ihm Gott gesagt hatte, baute Abraham dort einen Altar und legte das Holz darauf und band seinen Sohn Isaak, legte ihn auf den Altar oben auf das Holz und reckte seine Hand aus und fasste das Messer, dass er seinen Sohn schlachtete. Da rief ihn der Engel des Herrn vom Himmel und sprach: Abraham! Abraham! Er antwortete: Hier bin ich. Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts; denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest und hast deines einzigen Sohnes nicht verschont um meinetwillen“ (1. Mose 22,9-12).

Abraham hatte zuvor andere Dinge erlebt, bevor es ihm möglich war, so etwas anzugehen. Es erforderte unglaubliche Courage, und es zeigte Abrahams große Überzeugung.

Die richtige Perspektive

Sind die Prüfungen unseres Glaubens, die wir erlebt haben und vielleicht zurzeit erleben, größer gewesen als die Prüfungen Abrahams oder der Wiedertäufer? Es scheint uns im Vergleich nicht so zu sein – und doch kann es der Fall sein, dass wir uns sehr stark bedrängt fühlen! Es wird in Zukunft aber noch größere Tests geben, auf die wir uns gefasst machen sollen.

Einige der Apostel wurden angegriffen, weil sie die Auferstehung Jesu Christi von den Toten gepredigt haben. Sie wurden eingesperrt und unter Verwahrung gehalten.

„Sie [die jüdische Obrigkeit] sahen aber den Freimut des Petrus und Johannes und wunderten sich; denn sie merkten, dass sie ungelehrte und einfache Leute waren, und wussten auch von ihnen, dass sie mit Jesus gewesen waren.

Sie sahen aber den Menschen, der gesund geworden war, bei ihnen stehen und wussten nichts dagegen zu sagen. Da hießen sie sie hinausgehen aus dem Hohen Rat und verhandelten miteinander und sprachen: Was wollen wir mit diesen Menschen tun? Denn dass ein offenkundiges Zeichen durch sie geschehen ist, ist allen bekannt, die in Jerusalem wohnen, und wir können’s nicht leugnen. Aber damit es nicht weiter einreiße unter dem Volk, wollen wir ihnen drohen, dass sie hinfort zu keinem Menschen in diesem Namen reden.

Und sie riefen sie und geboten ihnen, keinesfalls zu reden oder zu lehren in dem Namen Jesu. Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen: Urteilt selbst, ob es vor Gott recht ist, dass wir euch mehr gehorchen als Gott. Wir können’s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben“ (Apostelgeschichte 4,13-20; alle Hervorhebungen durch uns).

Als diese Leute den Freimut von Petrus und Johannes sahen, waren sie erstaunt. Diese Apostel hatten einen Grund mutig zu sein, denn Gottes Geist war mit ihnen.

Unsere Entscheidung für die Zivilcourage

Gott schenkt uns die Überzeugung. Aber wir müssen darauf reagieren. Wir sind keine Automaten. Die Entscheidung, mutig zu sein, ist Ihre und meine. Wenn wir uns in einer Situation befinden und im letzten Moment schwach werden, ist es deshalb, weil Gott nicht stark genug ist, um uns zu helfen?

Nein, denn jeder von uns hat seinen eigenen Teil zu tun. Sie und ich treffen die Entscheidung. Manchmal sind Menschen couragiert und manchmal nicht. Wenn sie es nicht sind, bestehen sie den Test nicht.

Die Jünger wurden ins Gefängnis geworfen – und ein Engel öffnete die Gefängnistüren und brachte sie heraus. Stellen Sie sich die Wirkung dieses Ereignisses vor!

Durch einen Engel hat Christus sie ermutigt, weiter zu predigen, obwohl dies weitere Feindseligkeit der Obrigkeit über sie brachte. „Geht hin und tretet im Tempel auf und redet zum Volk alle Worte des Lebens“ (Apostelgeschichte 5,20).

Sie gingen bei Tagesanbruch in den Tempel und lehrten – wieder wurden sie vor die Autoritäten zitiert. Der Hohepriester wies sie eindringlich zurecht: „Haben wir euch nicht streng geboten, in diesem Namen nicht zu lehren? Und seht, ihr habt Jerusalem erfüllt mit eurer Lehre und wollt das Blut dieses Menschen über uns bringen“ (Vers 28).

Die Apostel waren standhaft gegenüber der religiösen und zivilen Macht. „Petrus aber und die Apostel antworteten und sprachen: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Der Gott unsrer Väter hat Jesus auferweckt, den ihr an das Holz gehängt und getötet habt. Den hat Gott durch seine rechte Hand erhöht zum Fürsten und Heiland, um Israel Buße und Vergebung der Sünden zu geben. Und wir sind Zeugen dieses Geschehens und mit uns der heilige Geist, den Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen. Als sie das hörten, ging’s ihnen durchs Herz, und sie wollten sie töten“ (Verse 29-33).

Feststehen in Zeiten der Anfechtung

Daniel wurde auch mit einer direkten Attacke gegen seinen Glauben und seine Verhaltensweisen konfrontiert. Er hat sich ebenso unerschrocken erwiesen wie die Apostel. Eifersüchtige Mitregenten unter Darius fassten einen verschwörerischen Plan, ihn zu eliminieren. „Da sprachen die Männer: Wir werden keinen Grund zur Anklage gegen Daniel finden, es sei denn wegen seiner Gottesverehrung“ (Daniel 6,6).

Sie schmiedeten einen hinterlistigen Plan. „Es haben die Fürsten des Königreichs, die Würdenträger, die Statthalter, die Räte und Befehlshaber alle gedacht, es solle ein königlicher Befehl gegeben und ein strenges Gebot erlassen werden, dass jeder, der in dreißig Tagen etwas bitten wird von irgendeinem Gott oder Menschen außer von dir, dem König, allein, zu den Löwen in die Grube geworfen werden soll. Darum, o König, wollest du ein solches Gebot ausgehen lassen und ein Schreiben aufsetzen, das nicht wieder geändert werden darf nach dem Gesetz der Meder und Perser, das unaufhebbar ist“ (Verse 8-9).

Obwohl Daniel wusste, dass dieses Dokument erlassen worden war, fuhr er fort, in sein Haus zu gehen und dreimal am Tag auf seine Knie zu fallen – er hatte nicht einmal die Fenster geschlossen! Er tat, wovon er überzeugt war, dass es getan werden musste. Er war sehr mutig. Daniel landete in der Löwengrube und Gott errettete ihn.

Dies sind einige der Beispiele von Courage und Überzeugung. Diese alle waren Menschen aus Fleisch und Blut, mit denselben Emotionen und Gefühlen von Schwachheit, die Sie und ich haben. Und doch sind sie mit Gottes Hilfe festgeblieben, als sie herausgefordert wurden.

Im Kampf gegen eine böse Welt schenkt Gott uns Glauben. Aber es ist unsere Verantwortung, Mut zu zeigen. Das griechische Wort für „Märtyrer“ ist dasselbe, das auch für „Zeuge“ verwendet wird. In diesem Sinne sind wir täglich Märtyrer, die rechte Entscheidungen als Zeugnis für andere treffen.

Das Märtyrertum ist das intensivste Zeugnis, das man ablegen kann. Es ist unsere Verantwortung, Courage zu zeigen. Wenn Herausforderungen kommen, werden wir nur dann die Kraft haben, standhaft zu bleiben, wenn wir vorher im Glauben nach den Maßstäben gelebt haben, für die wir eintreten.

Die täglichen Entscheidungen, die wir treffen, um Gott im Glauben zu gehorchen – trotz des Drucks, es nicht zu tun –, sind das, was uns die Gelegenheit zum Aufbau unserer Zivilcourage gibt. Haben wir den Mut dazu?

– INTERN März-April 2017 PDF-Datei dieser Ausgabe

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