Die Auferstehung von den Toten:
Was lehrt die Bibel wirklich?

Die Auferstehung von den Toten: Was lehrt die Bibel wirklich? © Wikimedia Commons
Jesus Christus selbst zeigt, dass die Israeliten nicht die einzigen sein werden, die in der zweiten Auferstehung auferweckt werden, um dann gerichtet zu werden.

Die meisten bekennenden Christen haben nur eine vage Vorstellung von den Aussagen der Bibel zur Auferstehung. Worum geht es bei der Auferstehung? Welche Bedeutung hat sie in Gottes Heilsplan?

Von John Ross Schroeder

Während er in seinem Berufungsverfahren auf die Überstellung nach Rom wartete, verteidigte der Apostel Paulus seine Lehren vor König Herodes Agrippa: „Warum wird das bei euch für unglaublich gehalten, dass Gott Tote auferweckt?“ (Apostelgeschichte 26,8).

Wir könnten den Intellektuellen in unserem modernen, säkularen Zeitalter die gleiche Frage stellen. Ein Nichtglauben an die Bibel ist in Intellektuellen- und Medienkreisen weit verbreitet. Nur wenige wissen oder verstehen, was Gottes Plan für die Menschheit ist und wie die Auferstehung in sein übergeordnetes Vorhaben einzuordnen ist.

Aus dem Kontext ist ersichtlich, dass Paulus bei seinem Gespräch mit Agrippa vor allem die Auferstehung im Sinn hatte. Besonders in der frühchristlichen Ära war Christi Auferstehung ein wesentlicher Bestandteil der Botschaft der Apostel. Einer der Gründe, warum ein anderer Apostel als Ersatz für Judas Iskariot ausgewählt werden musste, war, dass einer der Männer „mit uns ein Zeuge seiner Auferstehung“ werden musste (Apostelgeschichte 1,22; alle Hervorhebungen durch uns). Wir lesen auch: „Und mit großer Kraft bezeugten die Apostel die Auferstehung des Herrn Jesus“ (Apostelgeschichte 4,33).

Paulus hatte den auferstandenen Christus persönlich gesehen und mit ihm gesprochen (1. Korinther 9,1; 15,8; Apostelgeschichte 22,6-10) und fuhr deshalb mit Begeisterung fort, Jesu Auferstehung als Tatsache zu bestätigen: „Aber Gottes Hilfe habe ich erfahren bis zum heutigen Tag und stehe nun hier und bin sein Zeuge bei Groß und Klein . . . dass Christus müsse leiden und als Erster auferstehen von den Toten“ (Apostelgeschichte 26,22-23).

Beachten Sie hier, dass diese Stelle eindeutig zeigt, dass andere folgen werden.

Die Auferstehung der Erstlinge

Gott verwendet die Analogie der landwirtschaftlichen Ernten Israels, um wichtige Aspekte seines Heilsplans zu veranschaulichen. Dieser Plan stellt ja in gewissem Sinn ein „Ernten“ der Menschheit dar, wobei die Auferstehung der Toten eine Hauptrolle spielt. Die einzelnen Aspekte dieses Planes werden durch spezifische jährliche Feste und Festtage versinnbildlicht, die wiederum Erntezeiten im alten Israel widerspiegeln.

„Erstfrüchte“ bzw. „Erstlinge“ ist ein Begriff, der sich auf den ersten Teil der Ernte bezieht. Dieser Teil wurde als heilig angesehen. Als Gottes Volk gelten wahrhaft bekehrte Christen als die Erstlinge von Gottes geistlicher Ernte (Jakobus 1,18).

Jesus ist der Erste der Erstlinge – der heiligste Teil. „Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen [gestorben] sind“ (1. Korinther 15,20). Paulus legt dar, dass Jesus „der Erstgeborene vor aller Schöpfung“, „der Erstgeborene von den Toten“ und „der Erstgeborene . . . unter vielen Brüdern“ ist (Kolosser 1,13. 18; Römer 8,29).

Hier ist in der Bibel von einer Auferstehung zu einem ewigen Leben als Geistwesen die Rede – nicht einfach eine vorübergehende Wiederherstellung zu einem Leben in einem physischen Körper. An mehreren Stellen in der Bibel wurden Menschen vor der Auferstehung Jesu zu physischem Leben auferweckt. Aber sie sind alle wieder gestorben. Paulus trifft hier eine wichtige Unterscheidung zwischen jenen und der Auferstehung der Erstlinge: „Unser Bürgerrecht aber ist im Himmel; woher wir auch erwarten den Heiland, den Herrn Jesus Christus, der unsern nichtigen [physischen, materiellen] Leib verwandeln wird, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe nach der Kraft, mit der er sich alle Dinge untertan machen kann“ (Philipper 3,20-21).

Ein ganzes Kaptitel der Bibel, 1. Korinther 15, befasst sich mit der Auferstehung. Zu Anfang wird Jesu eigene Auferstehung zum Leben bestätigt, danach folgt eine Beschreibung einer Auferstehung seiner Jünger und wahren Anhänger zu ähnlichem Leben – Gottes Erstlinge. Paulus beschreibt das Wesen dieser Auferstehung der Erstlinge: „Jetzt sind es natürliche menschliche Körper, aber wenn sie auferstehen, werden es geistliche Körper sein . . . So wie wir jetzt dem irdischen Menschen, Adam, gleichen, so entsprechen wir eines Tages dem himmlischen Menschen, Christus. Was ich damit sagen will, liebe Brüder, ist, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht erben können“ (1. Korinther 15,44. 49-50; „Neues Leben“-Übersetzung).

Sogar Christen können vor der Rückkehr Christi auf die Erde nicht ins Reich Gottes eingehen, ein Ereignis in Gottes Plan, das durch den Posaunentag versinnbildlicht wird – einen seiner jährlichen heiligen Festtage. Bei der Erfüllung dieses Tages, wenn die letzte Posaune ertönt, werden die Toten in Christus auferweckt werden und Gott wird die Ernte seiner Erstlinge im vollsten Sinne einbringen.

Wir sehen dazu in 1. Korinther 15, Verse 51-52: „Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden.“ Zu jener epochalen Zeit werden die Jünger Christi und seine wahren Nachfolger das erleben, was die Bibel „die Auferstehung, die besser ist“, nennt (Hebräer 11,35).

Mehr als eine Auferstehung

Christus hat ganz klar gesagt: „Denn wie der Vater die Toten auferweckt und macht sie lebendig, so macht auch der Sohn lebendig, welche er will“ (Johannes 5,21). Beide, sowohl der Vater als auch der Sohn, haben die Autorität und die Macht, Tote aufzuerwecken. Dann fährt Jesus fort: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die werden leben . . . Denn es kommt die Stunde, in der alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden und werden hervorgehen“ (Verse 25, 29-30).

Während mehrere Abschnitte der Bibel verdeutlichen, dass es eine zukünftige Auferstehung sowohl der gerechten als auch der ungerechten Menschen geben wird (Johannes 5,29; Daniel 12,2; Apostelgeschichte 24,15), wird der lange Zeitunterschied bei diesen beiden unterschiedlichen Gruppen von dem Apostel Johannes erst in Offenbarung 20 klargelegt: „Und ich sah Throne und sie setzten sich darauf . . . diese wurden lebendig und regierten mit Christus tausend Jahre“ (Vers 4).

Der erste Satz des nächsten Verses weist uns dann auf eine viel später erfolgende zweite Auferstehung hin: „Die andern Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis die tausend Jahre vollendet wurden“ (Vers 5).

Der letzte Satz von Vers 5 bezieht sich dann erneut auf die bereits in Vers 4 begonnene Beschreibung der Auferstehung der gerechten Heiligen: „Dies ist die erste Auferstehung.“ Diese erste Auferstehung umfasst diejenigen, die Gott treu geblieben sind und die gemeinsam mit Christus seine tausendjährige Herrschaft ausüben werden.

Vers 6 fährt dann damit fort, die Bedingungen für die erste Auferstehung zu definieren: „Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung. Über diese hat der zweite Tod keine Macht; sondern sie werden Priester Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.“

Die zweite Auferstehung

Doktrinär gesehen ist Offenbarung 20 eines der wichtigsten Kapitel der Bibel. Zum einen ist es das einzige Kapitel, das den Zeitunterschied zwischen diesen Auferstehungen aufzeigt, sowie wer jeweils daran Anteil haben wird. Beide Auferstehungen spielen eine entscheidende Rolle in Gottes Plan bei seinem Vorhaben für die Menschheit.

Die Verse 11 und 12 offenbaren einen wichtigen Teil dieser Geschichte: „Und ich [der Apostel Johannes] sah einen großen, weißen Thron und den, der darauf saß . . . Und ich sah die Toten, Groß und Klein, stehen vor dem Thron, und Bücher wurden aufgetan. Und ein andres Buch wurde aufgetan, welches ist das Buch des Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben steht.

Was sind das für Bücher, nach deren Inhalt die Menschen gerichtet werden? Offensichtlich sind das die Bücher (Mehrzahl) der Bibel. Gott richtet alle Menschen nach dem gleichen biblischen Standard, den er immer angewandt hat. Dies wird sich nicht ändern.

Um diesen wichtigen Abschnitt zu verstehen, sollten wir an das wichtige Prinzip denken, wonach die Bibel die Bibel interpretiert. Andere von den Aposteln Johannes und Paulus verfasste Bibelabschnitte haben eine große Bedeutung zum richtigen Verständnis dieser beiden Verse.

Sehen wir dazu das an, was einige Theologen als den goldenen Text der Bibel bezeichnet haben, Johannes 3, Verse 16-17: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, dass er die Welt richte, sondern dass die Welt durch ihn gerettet werde.“

Später fasste der Apostel Paulus Gottes Absichten für die Menschheit folgendermaßen zusammen: „Dies ist gut und wohlgefällig vor Gott, unserm Heiland, welcher will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat für alle zur Erlösung“ (1. Timotheus 2,3-6).

Viele der Menschen, die bei dieser zweiten Auferstehung vor Gott stehen werden, werden noch nicht einmal jemals den Namen Jesus Christus gehört haben, von einem Glauben an ihn ganz zu schweigen. Glauben wir wirklich, dass Gott sie in ihrem Unwissen zu einer Art nie endender Strafe in einem immerwährenden, brennenden Höllenfeuer verurteilen wird?

Ist das Heil nur für Gottes Erstlinge in der ersten Auferstehung vorgesehen oder deutet nicht schon allein der Begriff Erstlinge an, dass später auch noch andere das Heil erlangen werden?

Wird Gott nicht allen, die jemals gelebt haben, eine volle Gelegenheit zur Erlangung des Heils geben? Für diejenigen, die bei der zweiten Auferstehung auferweckt werden, ist das nicht eine zweite Gelegenheit, sondern ihre erste wirkliche Chance. Für Milliarden von Menschen wird das ihre erste Gelegenheit sein, Gottes Wahrheit und Plan kennenzulernen und von Jesus Christus zu hören, dem einzigen Namen, durch den wir gerettet werden können (Apostelgeschichte 4,12).

Das Tal voller Totengebeine

Die zweite Auferstehung zu vorübergehendem physischen Leben wird in Hesekiels Vision vom Tal voller Totengebeine illustriert. Dieser hebräische Prophet sah es in einer Vision: „Der Atem fuhr in sie hinein und sie wurden lebendig. Sie standen auf, und es war eine riesige Menschenmenge“ (Vers 10; „Neues Leben“-Übersetzung). Sie werden hier als stehend gezeigt, genauso wie die auferstandenen Völker in Offenbarung 20, Verse 11-12.

In Hesekiel 37, Vers 11 identifiziert Gott diese Totengebeine dann als „das ganze Haus Israel“. Zu einer Zeit in der Zukunft „wird ganz Israel gerettet werden“ (Römer 11,26). Selbst in der kühnsten Fantasie kann man nicht davon ausgehen, dass ganz Israel während dieses Zeitalters des Menschen gerettet wird. Heute wird nur eine relativ kleine Gruppe gerettet, die die Bibel „die Erstlinge“ nennt (Römer 8,23; Jakobus 1,18; vgl. mit Lukas 12,32).

Wenn aber diese umfassende Auferstehung eintausend Jahre nach der ersten Auferstehung erfolgt, dann wird Israel, „erfahren, dass ich der Herr bin, wenn ich eure Gräber öffne und euch, mein Volk, aus euren Gräbern heraufhole“ (Hesekiel 37,13). Sie kannten Gott während ihrer früheren Lebenszeit nie richtig. Jetzt werden sie zum ersten Mal die Gelegenheit dazu erhalten.

Was wird Gott dann tun? „Ich gebe euch meinen Geist, damit ihr lebt“ (Vers 14; „Neues Leben“-Übersetzung). Viele, wenn nicht die meisten, werden dann wirklich bereuen, getauft werden, Gottes Geist empfangen und bekehrt werden – gemäß dem Muster, das der Apostel Petrus offenbart hat (siehe Apostelgeschichte 2,37-39; 3,19-21).

Wenn wir alle Schriftstellen zu diesem Thema zusammenfassen und sie richtig verstehen, dann wird deutlich, dass es sich um eine Zeit des Gerichts in der Zukunft handelt. In diesem Fall bedeutet das Gericht eine Beurteilung über eine gewisse Zeitspanne hinweg, nicht ein sofortiges Strafurteil über Sünder, mit dem sie einem immerwährenden Höllenfeuer überantwortet werden. Der Apostel Paulus schrieb: „Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht“ (Hebräer 9,27).

Ein ähnliches Gericht ergeht zur Zeit über die lebenden, wahrhaft bekehrten Christen – „dem Hause Gottes“ (1. Petrus 4,17). Für die anderen erfolgt dieses Gericht nach dieser zweiten Auferstehung zu physischem Leben.

Jesus und das Gericht

Jesus Christus selbst zeigt, dass die Israeliten nicht die einzigen sein werden, die in der zweiten Auferstehung auferweckt werden, um dann gerichtet zu werden. Jesus verdeutlicht diese Tatsache unmissverständlich, wenn auch nur wenige dies verstehen und erkennen, wie Gott in seinem großen Plan allen Menschen das Heil zugänglich machen wird:

„Da fing er [Jesus] an, die Städte zu schelten, in denen die meisten seiner Taten geschehen waren; denn sie hatten nicht Buße getan: Wehe dir, Chorazin! Weh dir, Betsaida! Wären solche Taten in Tyrus und Sidon geschehen, wie sie bei euch geschehen sind, sie hätten längst in Sack und Asche Buße getan. Doch ich sage euch: Es wird Tyrus und Sidon erträglicher ergehen am Tage des Gerichts als euch.

Und du, Kapernaum . . . wenn in Sodom die Taten geschehen wären, die in dir geschehen sind, es stünde noch heutigen Tages. Doch ich sage euch: Es wird dem Land der Sodomer erträglicher ergehen am Tage des Gerichts als dir“ (Matthäus 11,20-24).

Die Menschen in Tyrus, Sidon und Sodom waren keine Hebräer oder Israeliten. Aber sie werden ebenso an der großen Auferstehung zu physischem Leben teilhaben, die in Offenbarung 20, Verse 11-12 geschildert wird.

Und sie werden nicht die einzigen sein. Christus hat deutlich gesagt: „Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jona bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jona. Die Königin des Südens [Saba] wird beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo“ (Matthäus 12,41-42; Einheitsübersetzung).

Hier beschreibt Jesus offensichtlich, wie die Menschen aus der Zeit Jonas und Salomos, die mehr als 700 und 900 Jahre zuvor gelebt hatten, zusammen mit den Menschen aus Christi eigener Zeit auferweckt werden! All diese werden nach Jesu Worten gemeinsam zum Gericht auferweckt werden.

Eine Reihe biblischer Abschnitte bestätigt und ergänzt die enorme Bedeutung dieser Periode des Gerichts, die in Offenbarung 20, Verse 11-12 beschrieben wird. Während dieser Zeit wird Gott diejenigen, die in der Vergangenheit gelebt haben, ohne ihn oder seine Lebensweise wirklich zu kennen und zu verstehen, mit seiner überreichen Gnade beschenken. Sie werden die wunderbare Gelegenheit erhalten, das Heil zu erlangen und Teil von Gottes ewiger Familie zu werden.

Unser Schöpfer ist ein Gott voll großer Barmherzigkeit. Er ist in der Tat so barmherzig, dass er es nach unermesslicher Geduld bei der Hoffnung auf echte Reue (2. Petrus 3,9) den unheilbar Bösen, die hartnäckig darauf bestehen, Böses zu denken und zu tun, nicht gestatten wird, Anteil an seinem Reich zu haben (1. Korinther 6,9; Galater 5,19-21; Offenbarung 21,8).

Ihre Strafe wird jedoch nicht eine grausame Existenz in einem immerwährenden Höllenfeuer sein, sondern ihr zweiter Tod in einem Feuersee. (Wenn Sie die wahre Bedeutung des Begriffs „Hölle“ erfahren wollen, dann können Sie dazu unsere kostenlose Broschüre Himmel oder Hölle: Was lehrt die Bibel wirklich? bestellen oder im Internet als PDF-Datei herunterladen.)

Gottes großartiges Vorhaben für die Menschheit

Das Ehrfurcht gebietende Ergebnis der Aktivitäten unseres Schöpfers auf Erden liegt darin, „viele Söhne [und Töchter] zur Herrlichkeit“ zu führen (Hebräer 2,10).

Gott erweitert seine Familie auf seine eigene Weise und gemäß seinem eigenen Zeitplan. Viele Menschen gehen davon aus, dass heute der einzige Tag des Heils ist. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. Die erste Auferstehung verkörpert die Erstlinge von Gottes Heil.

Doch eine viel größere Gruppe, die den Großteil all derjenigen umfasst, die je gelebt haben, wird das Privileg haben, eintausend Jahre später das Heil angeboten zu bekommen. Diese Gruppe verkörpert die große spätere Ernte von Menschen, die dann die Gelegenheit erhalten werden, ewiges Leben im Reich Gottes zu erlangen! (Wenn Sie den Plan Gottes besser verstehen wollen, können Sie unsere kostenlose Broschüre Gottes Festtage – der Plan Gottes für die Menschheit bestellen oder im Internet als PDF-Datei herunterladen.)

Wer hat Jesus von den Toten auferweckt?

Keine tote Person kann sich selbst auferwecken. Der Tod stellt die völlige Abwesenheit von Leben und Bewusstsein dar. Nur jemand, der lebt und mit übernatürlicher Macht ausgestattet ist, hätte eine solche erstaunliche Tat vollbringen können. Das Neue Testament offenbart an vielen Stellen eindeutig, dass es Gott, der Vater, war, der Jesus von den Toten auferweckt hat.

Beispielsweise sagte Petrus in seiner ersten Predigt zu Pfingsten: „Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dessen sind wir alle Zeugen“ (Apostelgeschichte 2,32). Kurz darauf wiederholte Petrus dieses wichtige Zeugnis. Er sagte seinen Zuhörern, dass sie „den Fürsten des Lebens“ getötet hätten, „den hat Gott auferweckt von den Toten; dessen sind wir Zeugen“ (Apostelgeschichte 3,15).

Nach seiner wundersamen Bekehrung verkündete Paulus dieses gleiche grundlegende Zeugnis, dass Gott „sie uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesus auferweckte; wie denn im zweiten Psalm geschrieben steht: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt“ (Apostelgeschichte 13,33; vgl. mit Vers 37). Er fuhr damit fort, diese entscheidende Wahrheit zu verkünden, während er von Stadt zu Stadt reiste.

Später sagte er skeptischen Intellektuellen in Athen: „Denn er [Gott] hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis richten will mit Gerechtigkeit durch einen Mann [Jesus], den er dazu bestimmt hat, und hat jedermann den Glauben angeboten, indem er ihn von den Toten auferweckt hat“ (Apostelgeschichte 17,31).

Und doch sagte Jesus: „Brecht diesen Tempel ab [damit meinte er seinen Körper, der getötet werden würde] und in drei Tagen will ich ihn aufrichten [wobei er auf seine Auferstehung anspielte]“ (Johannes 2,19; siehe Vers 21). Jesus meinte damit nicht, dass er von sich selbst aus wieder zum Leben erwachen würde. Stattdessen bezog er sich auf die Tatsache, dass er, sobald ihn der Vater in seinem Grab zum Leben erwecken würde, sich von dort, wo er tot gelegen hatte, erheben würde – er würde aus der liegenden Position aufstehen und dann aus dem Grab auffahren.

Was wir hier beachten sollten, ist Christi unerschütterliches Vertrauen darauf, dass der Vater ihn zu ewigem Geistleben auferwecken wird. Nur Augenblicke vor seinem Tod rief Christus aus: „Vater, ich befehle meinen Geist in deine Hände!“ (Lukas 23,46) – was sein völliges Vertrauen in Gott, den Vater, zeigt.

In gleicher Weise können diejenigen, die bereut und Gottes Geist empfangen haben, darauf vertrauen, dass auch sie, wie Jesus, zur Unsterblichkeit auferstehen werden. Wie Paulus uns ja sagt: „Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist, der in euch wohnt“ (Römer 8,11).

– Gute Nachrichten Januar-Februar 2009 PDF-Datei dieser Ausgabe

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