Ist es nicht an der Zeit, daß auch Sie das Buch lesen?

Ist es nicht an der Zeit, daß auch Sie das Buch lesen? © Scott Ashley
Trotz der großen Verbreitung der Bibel befassen sich nur wenige eingehend mit ihrem Inhalt. Warum besitzt man ein Buch, das man nie oder nur ganz selten liest?

Die Bibel erhebt den erstaunlichen Anspruch, das inspirierte Wort Gottes zu sein, die göttliche Lebensanleitung für Männer, Frauen und Kinder überall auf der Welt.

Von Tom Robinson

Die Bibel ist das eine Buch, das im Besitz von mehr Menschen ist als jedes andere. Mit geschätzten 2,5 Milliarden verbreiteten Exemplaren und Übersetzungen in mehr als 2200 Sprachen und Dialekten ist die Heilige Schrift das „meistverkaufte und am weitesten verbreitete Buch der Welt“. Zugleich ist die Bibel das älteste Buch, das mechanisch gedruckt wurde (Sächsische Zeitung, 2. November 2002).

Viele Jahrhunderte lang gab es die Bibel, außer in der Originalsprache, nur als lateinische Übersetzung, die Bibel der römisch-katholischen Kirche. Die Gläubigen dieser Kirche hatten im allgemeinen keinen Zugang zu der offiziellen Übersetzung ihrer Kirche. Mit der protestantischen Reformation auf dem europäischen Festland und dem Ausscheiden Englands aus der römischen Kirche gab es neue Übersetzungen der Bibel, die sich rasch unter dem Volk verbreiteten.

Trotz der großen Verbreitung der Bibel befassen sich jedoch nur wenige eingehend mit ihrem Inhalt. Über die biblische Unkenntnis der Menschen gibt es lustige Erzählungen. So sollen Quizteilnehmer gemeint haben, Sodom und Gomorra wären ein Liebespaar der Antike gewesen und die Episteln die Frauen der Apostel. Viele Menschen tun sich schwer, auch nur eines der vier Evangelien richtig zu nennen. Nach einer Umfrage des Nachrichtenmagazins Focus kennt weniger als die Hälfte der Konfessionschristen in Deutschland den Inhalt der Zehn Gebote „gut“. Die Bergpredigt von Jesus Christus ist nur 17 Prozent dieser Menschen bekannt.

Warum besitzt man ein Buch, das man nie oder nur ganz selten liest? Bevor wir uns damit befassen, warum es sich lohnt, die Bibel zu lesen, wollen wir auf die Frage eingehen, warum die Menschen der Bibel skeptisch gegenüberstehen.

Ein Buch voller Irrtümer?

Für manche ist die Bibel ein Buch der Irrtümer, Ungereimtheiten und Wi dersprüche. Für sie ist sie nichts als ein Kuriosum, das in einer Zeit, die von den Errungenschaften der Naturwissenschaften dominiert wird, überholt ist.

Der scheinbare Widerspruch zwischen Naturwissenschaft und Bibel begann mit dem polnischen Astronomen Nikolaus Kopernikus, der in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts zu dem Schluß kam, das Weltbild des Abendlandes sei überholungsbedürftig. Im Mittelalter galt als unumstößlicher Glaubenssatz, die Erde sei der Mittelpunkt des Universums, um den alle Himmelskörper kreisten.

Dazu der Historiker William Manchester: „Man hielt die Erde für eine unbewegliche Scheibe, um die sich die Sonne drehte ... Der übrige Kosmos bestand aus dem von Engeln bewohnten, verträumt über den Wolken gelegenen Himmel und der unter dem Boden Europas brennenden Hölle. Jeder glaubte, ja wußte das“ (William Manchester, A World Lit Only by Fire, Little, Brown and Co., Boston, 1993, Seite 89).

Nach jahrelangem Studium mathematischer Tafeln, ergänzt durch eigene Beobachtungen, gelangte der Domherr zu Frauenburg zu einem ganz anderen Ergebnis: Die Erde ist doch keine Scheibe, um die sich die Sonne dreht; sie ist eine Kugel, die eine eigene Laufbahn um die Sonne zieht. Diese Entdeckung des Kopernikus versetzte manche kirchliche Instanzen in heftige Erregung. Im Laufe der Zeit fand Kopernikus Unterstützung für seine Ketzerei. So bestätigte der Astronom Galileo Galilei die Theorie des Klerikers, zog seine Thesen aber wegen angedrohter Folter zurück. Die Erkenntnisse der Naturwissenschaften ließen sich jedoch auf Dauer nicht unterdrücken. Der Bann, in dem die Religion den Geist des Menschen gefangenhielt, wurde gebrochen.

Die Entdeckung des Kopernikus stellte die kirchlichen Autoritäten vor ihre größte Glaubwürdigkeitskrise. Zur Verteidigung ihrer Position führten sie Meinungen ins Feld, die durch wissenschaftliche Beobachtungen und Experimente zunichte gemacht wurden. Mit Bibelglauben und Kirchenvertrauen sollte es nie wieder so werden wie einst. Dadurch wurde die Legitimität der Heiligen Schrift in den Augen vieler Menschen unterhöhlt.

Der Schein, die Bibel sei widerlegt worden, war jedoch trügerisch. Nur die falschen Interpretationen einzelner Schriftstellen waren erschüttert worden, nicht die Bibel selbst. Das Weltbild der Kirche gründete seinerzeit auf den Irrtümern des Astronomen Ptolemäus, der im 2. Jahrhundert n. Chr. gelebt hatte. Es gibt aber keinerlei Anhaltspunkte dafür, daß Christus oder die Apostel an dieses Weltbild glaubten.

Nicht die Bibel, sondern ihre offizielle Auslegung durch die kirchlichen Institutionen wurde in Frage gestellt. Die Tatsachen bestätigten vielmehr, daß die Aussagen der Bibel mit den Entdeckungen der Naturwissenschaften im Einklang sind. Mehr Informationen dazu finden Sie in unserer kostenlosen Broschüre Die Bibel – Wahrheit oder Legende?, die wir Ihnen auf Anfrage gerne zusenden.

Können widersprüchliche Glaubensauffassungen richtig sein?

Während manche Beobachter besorgt fragen, ob nicht ein Kulturkampf zwischen Christentum und Islam ausgebrochen ist, reichen anderen Menschen die unterschiedlichen Meinungen unter Christen zum Inhalt der Bibel als Rechtfertigung für deren Ablehnung. Das Christentum von heute setzt sich bekanntlich aus Hunderten verschiedener Konfessionen und Glaubensgemeinschaften zusammen, die zum Teil sehr unterschiedliche – ja, sogar widersprüchliche – Lehren haben. Nur wenige verspüren das Bedürfnis, einmal nachzusehen, was die Bibel wirklich zu sagen hat. Sie vertrauen darauf, daß ihre Eltern, religiöse Führer und andere bereits für sie zusammengefaßt haben, was die wesentlichen Inhalte der Bibel sind. Man hört aber gelegentlich die Meinung, daß solche Unterschiede, solange man an Jesus glaube, unwichtig seien.

Leider waren die Unterschiede nicht immer so unwichtig. In den Nachbarländern Deutschland und Frankreich findet man beispielsweise auf den Plätzen vieler Städte und Gemeinden – oft in der Nähe eines Kirchengebäudes – Gedenktafeln für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Zum Teil handelt es sich bei den ehemalig verfeindeten Gefallenen um Angehörige derselben Konfession! Wie konnten sich Angehörige derselben Konfession auf die Bibel berufen, als sie in den Schützengräben lagen und ihren Gewehrlauf auf Konfessionsbrüder in den Schützengräben des Feindes richteten?

Wessen Bibelauslegung war richtig, als das christliche Polen 1939 gemeinsam von Deutschland und der Sowjetunion angegriffen wurde? Unter den Soldaten der Wehrmacht, die damals an dem Polenfeldzug teilnahmen, waren nämlich auch Angehörige derselben Konfession, die in Polen mit Abstand am stärksten vertreten ist.

Die geschilderte Situation erscheint um so verworrener, wenn man die Haltung der Großkirchen in Deutschland zu Beginn des Zweiten Weltkriegs bedenkt. „In dieser entscheidenden Stunde“, schrieben die deutsch-österreichischen Bischöfe zu Kriegsbeginn im September 1939, „ermutigen und ermahnen wir unsere katholischen Soldaten, aus Gehorsam zum Führer ihre Pflicht zu tun und bereit zu sein, ihre ganze Person zu opfern“ (Kirche und Faschismus, Jugenddienst-Verlag, Wuppertal, 1968, Seite 58, Hervorhebung durch uns).

Nach dem geglückten Überfall auf Polen dankten die deutschen evangelischen Kirchenführer Gott und Hitler in ihrer Kanzelankündigung zum Erntedankfest 1939: „Und mit dem Dank gegen Gott verbinden wir den Dank an alle, die in wenigen Wochen eine solche gewaltige Wende heraufgeführt haben: an den Führer und seine Generäle ... Wir loben Dich droben, Du Lenker der Schlachten, und flehen, mögst stehen uns fernerhin bei“ (ebenda, Seite 63-64).

Solche Stellungnahmen sind in Wirklichkeit jedoch keine Rechtfertigung für die Ablehnung der Bibel. Der Wortlaut des sechsten Gebots ist klar verständlich: „Du sollst nicht töten“ (2. Mose 20,13). Die Mehrheit des traditionellen Christentums deutet dieses Gebot trotzdem so, daß Christen unter gewissen Umständen „gerechte Kriege“ führen dürfen. Der britische Historiker Paul Johnson beschreibt, wie diese Idee in die römisch-katholische Kirche und später in die protestantischen Kirchen Einzug hielt. Johnson führt die Lehre von gerechten Kriegen und gerechtfertigter Gewalt von Christen auf Augustinus zurück, den Bischof und Theologen des vierten Jahrhunderts:

„Das damalige [Römische] Reich war ein totalitärer Staat. Staatliche Folter wurde angewandt, wann immer der Staat es wollte ... Wenn der Staat solche Methoden für seine eigenen miserablen Ziele nutzte, konnte die Kirche dann nicht dasselbe und noch mehr für ihre viel ‚höheren‘ Ziele tun? [Augustinus] akzeptierte nicht nur Verfolgung, sondern wurde der Theoretiker der Verfolgung. Auf seinen Theorien ruhten später alle Rechtfertigungen für die Inquisition. Zum ersten Mal benutzte er auch die Übereinstimmung mit dem Staat für kirchliche Zwecke, berief sich sogar auf die Rechtmäßigkeit des Staates als notwendige und andauernde Allianz mit der Kirche bei der Ausrottung der Dissidenten“ (Paul Johnson, A History of Christianity, Penguin Books, 1976, Seite 116-117).

In der gegenwärtigen babylonischen Verwirrung unter Christen in bezug auf die Auslegung der Bibel kann nicht jeder die richtige Interpretation haben (siehe Offenbarung 17). Unter Christen gibt es unterschiedliche Ansichten darüber, wer Gott ist, welche Schriften seine Offenbarung an die Menschheit darstellen und sogar darüber, wie man ihn anbeten soll. Darüber hinaus gibt es Meinungsverschiedenheiten bei einer Vielzahl anderer entscheidender Fragen. Ganz offensichtlich müssen sich dabei einige Christen im Irrtum befinden.

Haben Sie den Mut, sich einzugestehen, daß Sie einer dieser Menschen sein könnten? Vertreten Sie Glaubensauffassungen, deren biblischen Wahrheitsgehalt Sie selbst nie überprüft haben?

Statt die Bibel unvoreingenommen zu prüfen, wollen manche Menschen die Aussagen der Heiligen Schrift so verbiegen, daß sie mit ihren eigenen Ansichten übereinstimmen. Die Folgen sind erschütternd. Weil der Mensch seinen eigenen Weg bestimmen will, lehnt er solides biblisches Wissen ab, mit dessen Hilfe man die chaotischen Zustände, die wir heute erleben, verhindert hätte. Kein Wunder, daß Gott uns sagt: „Mein Volk ist dahin, weil es ohne Erkenntnis ist“ (Hosea 4,6) – ohne wahre, geistliche Erkenntnis.

Die Bedienungsanleitung

Der Apostel Paulus beschrieb die Heilige Schrift als nützlich zur Lehre, zur Zurechtweisung und zur Besserung (2. Timotheus 3,15-17). Die Bibel ist ein großer geistlicher Spiegel. Sie offenbart Mängel in unserem Denken und Handeln, sie spiegelt uns wider, wie wir wirklich sind, nicht wie wir in unserer Vorstellung sind. Die Bibel zeigt uns, wie Gott uns sieht.

Nehmen wir eine Analogie aus der heutigen Zeit. Wie würden Sie vorgehen, wenn Sie gerade einen neuen Videorecorder gekauft hätten und wissen wollten, wie man ihn programmiert? Sie könnten einfach experimentieren, indem Sie die verschiedenen Knöpfe drücken. Aber das könnte dazu führen, daß Sie das Datum und die Uhrzeit falsch einstellen oder andere Fehlfunktionen auslösen. Viel schlauer wäre es da, die Bedienungsanleitung zu lesen. Diese würde Ihnen nicht nur mitteilen, wie Sie Ihren Videorecorder programmieren und pflegen sollten, sie würde auch genau erklären, wie dieser eigentlich funktioniert.

Wie können wir herausfinden, zu welchem Zweck Gott uns Menschen geschaffen hat? Die größte Mehrheit der Menschen hat da meistens nur experimentiert, indem sie sozusagen eine Menge falscher Knöpfe bedient hat. Das Ergebnis? Nichts weniger als all die Probleme, die uns über den Kopf zu wachsen drohen! Aber es gibt einen Ausweg aus unseren Schwierigkeiten und Problemen. Dieser Ausweg wird durch die Bedienungsanleitung für den Menschen, die Bibel, deutlich gemacht. Unser „Hersteller“, der Schöpfergott, gab sie uns, damit wir wissen können, wozu er uns geschaffen hat und wie wir leben sollen, um diese Bestimmung für unser Leben zu erreichen.

Ungeachtet der Anschuldigungen über Ungereimtheiten und Widersprüche ist die Bibel, in ihrer ursprünglichen Form, die absolute Wahrheit. Die Bibel ist das einzige Buch, das Jahrhunderte im voraus die Zustände und die wachsenden Unruhen unserer heutigen Zeit und darüber hinaus korrekt vorhergesagt hat. Von allen Büchern hat allein die Bibel fehlerfrei den Aufstieg und Niedergang bestimmter Nationen und Reiche vorhergesagt, sowie das Schicksal, auf das unsere gegenwärtige Zivilisation so eifrig zustrebt.

Keine von menschlichem Geist ausgedachte Literatur hat je etwas Ähnliches zuwege gebracht. Solche erstaunlichen Prophezeiungen sind ein Beweis dafür, daß Gott der wahre Autor der Bibel ist.

Wahrheit von Unwahrheit trennen

Obwohl der Mensch seit Jahrtausenden Lösungen für seine Probleme gesucht hat – durch die Wissenschaft, Philosophie, religiöse Traditionen oder sogar durch okkulte Praktiken – hat er bei seiner Suche völlig versagt. Warum? Weil er sich geweigert hat, sich mit dieser schriftlichen Offenbarung seines Schöpfers auseinanderzusetzen. Die Bibel bezeugt unmißverständlich, daß Gott allen Menschen ein glückliches und erfülltes Leben wünscht. Er hat kein Interesse daran, wie ein grausamer Diktator über uns zu herrschen. Es gilt zu verstehen, daß die Anleitungen, die er uns in der Bibel gibt, uns zu unserem Besten dienen; sie bewahren uns vor Schaden und sie sind der einzige sichere Weg zu Frieden und Glück.

Gehen wir nicht einfach davon aus, daß unser eigenes religiöses Erbe frei von Irrtümern ist. Schließlich warnt uns die Bibel vor einer Zeit der religiösen Verwirrung, in der viele „die Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Fabeln zukehren“ werden (2. Timotheus 4,4). Der Bibel zufolge gründen viele traditionelle Glaubenslehren nicht auf der Heiligen Schrift.

Wir sollten auch nicht blindlings das akzeptieren, was wir in religiösen Publikationen lesen, selbst wenn es sich um die Zeitschrift Gute Nachrichten handelt. Wir sollten statt dessen der Bibel selbst glauben. Wir laden Sie dazu ein, unsere Veröffentlichungen am Wort Gottes zu messen, denn die Bibel selbst ist es, die uns auffordert: „Prüft aber alles, und das Gute behaltet“ (1. Thessalonicher 5,21).

Wie aber tun wir das? Im Neuen Testament hörten sich die Einwohner von Beröa Paulus’ Lehren an – Lehren, die ganz anders waren als alles, was sie jemals gehört hatten. Anfangs wußten sie deshalb nicht, ob er ein Diener Gottes oder ein falscher Prophet war. Was taten sie also? „Die Juden in Beröa waren aufgeschlossener als die in Thessalonich. Sie nahmen die Botschaft mit großer Bereitwilligkeit [ohne Vorurteile] auf und studierten täglich die Heiligen Schriften, um zu sehen, ob das, was Paulus sagte, auch zutraf“ (Apostelgeschichte 17,11; Gute Nachricht Bibel).

Es ist in gleicher Weise entscheidend, daß wir uns darum bemühen, unseren eigenen Verstand von Vorurteilen und früheren Annahmen frei zu machen. Dann können auch wir die Bibel daraufhin untersuchen, was sie wirklich aussagt.

Haben wir Ihr Interesse dafür geweckt, eine eigene Entdeckungsreise durch die Heilige Schrift zu unternehmen? Wir hoffen es! Unser kostenloser Fernlehrgang zur Bibel steht Ihnen dafür zur Verfügung. Auf Anfrage senden wir Ihnen die ersten vier Lektionen gerne zu!

Schlüssel zum Verständnis der Bibel

Lesen Sie die Bibel mit einem offenen Sinn. Seien Sie bereit, es zuzugeben, wenn Sie sich im Irrtum befinden und seien Sie bereit, sich zu ändern, auch wenn es bedeuten sollte, daß Sie eine liebgewonnene Glaubensüberzeugung oder Tradition aufgeben müssen. Wenn Sie dieses eine Prinzip erfolgreich anwenden, werden Sie in diesem Wettlauf um geistliche Wahrheit schon weit voraus sein (Apostelgeschichte 17,11; Jesaja 8,20).

Planen Sie Zeit für das Bibellesen ein. Es können leicht alltägliche Ablenkungen auftreten. Deshalb ist es wichtig, eine feste Studienzeit einzuplanen und möglichst auch einzuhalten. Im Laufe der Zeit werden Sie sich auf dieses tägliche Erlebnis freuen (Epheser 5,15-17).

Die Bibel ist wie ein Puzzle. Nur wenn all die Einzelteile auf richtige Weise zusammengefügt werden, kann ein klares Bild entstehen. Nehmen wir etwa das Beispiel von Jesus Christus, der Dutzende von relevanten Schriftstellen aus allen Teilen des Alten Testaments zitiert hat, um seine Aussagen zu untermauern.

Lesen Sie bestimmte Themen. Konzentrieren Sie sich gelegentlich auf ein bestimmtes einzelnes Thema. Ziehen Sie dazu eine Konkordanz oder eine andere Bibelstudienhilfe zum Zusammenführen aller Bibelstellen heran, die für das bestimmte Thema relevant sind. Dadurch können Sie feststellen, was Gott alles zu einem bestimmten Thema zu sagen hat (2. Timotheus 2,15; siehe zum Beispiel das Original der Lutherbibel von 1545). Als Starthilfe können Sie auch unseren kostenlosen Fernlehrgang zur Bibel bestellen.

Lesen Sie auch die gesamte Bibel. Gehen Sie einmal die Bibel von Anfang bis Ende durch. Indem Sie jeden Abschnitt der Bibel lesen, vermitteln Sie sich selbst eine breitgefächerte Perspektive und umfassende Vertrautheit mit der Bibel, die Ihnen dabei helfen werden, vorgefaßte Meinungen über bestimmte doktrinäre Themen abzulegen.

Lassen Sie die Bibel sich selbst auslegen. Wenn etwas verwirrend oder sogar widersprüchlich erscheint, dann nutzen Sie klare Bibelstellen zur Auslegung derjenigen, bei denen Sie Verständnisschwierigkeiten haben. Die Schriftstellen der Bibel widersprechen einander nicht, sie ergänzen sich gegenseitig. Um einen bestimmten Vers in der Bibel richtig zu verstehen, sollten wir ihm auch nicht unsere persönliche Perspektive aufzwingen. Statt dessen sollten wir den Kontext und andere relevante Bibelstellen nutzen, um die korrekte Bedeutung festzustellen (2. Petrus 1,20; Johannes 10,35; 17,17; Jesaja 28,9-10).

Machen Sie sich Notizen. Schreiben Sie sich Notizen und erklärende Kommentare in Ihre Bibel oder ein Notizbuch. Das wird Ihnen dabei helfen, sich an Schlüsselkonzepte oder thematisch zusammenhängende Schriftstellen zu erinnern. Manche Bibelleser nutzen ein auf Farbe oder Symbolen basierendes Markierungssystem, um Schlüsselverse gemäß entsprechender Kategorien (wie Doktrinen, Zurechtweisung, Prophezeiung usw.) zu kennzeichnen. Das kann Ihnen Zeit sparen, wenn Sie später einen Vers in einem bestimmten Bibelabschnitt suchen.

Setzen Sie Studienhilfen ein. Viele Bibelstudienhilfen können von Nutzen sein. Sie können Ihnen einen hilfreichen historischen Hintergrund vermitteln oder Sie auf andere Bibelstellen verweisen, die das, was Sie gerade lesen, erhellen. Zu solchen Hilfsmitteln gehören Konkordanzen, Lexika, Wörterbücher, Landkarten und Kommentare. Bedenken Sie dabei aber immer, daß diese Hilfsmittel keine Bibelschriften sind und Irrtümer enthalten können.

Bemühen Sie sich um Anleitung. In jedem Fachgebiet ist es ratsam, sich an Menschen, die in diesem Bereich qualifiziert sind, um Hilfe zu wenden. Gott hat seinen Dienern aufgetragen, Menschen zu einem volleren Verständnis seines Wortes zu führen. Falls Sie Fragen haben, dann können Sie uns gerne kontaktieren. Wir haben Literatur zu einer Reihe von biblischen Themen verfügbar (Sprüche 11,14; Nehemia 8,8; Apostelgeschichte 8,30-31; 18,26; Römer 10,14-15).

Rekapitulieren und meditieren Sie. Nehmen Sie sich die Zeit, über das, was Sie gelernt haben, nachzudenken. Wenn etwas schwer zu verstehen scheint, dann nehmen Sie sich etwas Zeit, dessen Bedeutung zu überdenken, in dem Sie das, was Sie bereits gelernt haben, als Ausgangspunkt benutzen. Denken Sie darüber nach, was die Bibel aussagt oder wie Sie die Verse in Ihrem Alltag einsetzen können (Psalm 1,1-3; 119,97-99; 139,17-18).

Nehmen Sie Anleitung und Zurechtweisung an. Gehen Sie die Bibel mit einer belehrbaren, demütigen Einstellung an. Das Wort Gottes urteilt über unsere intimsten Gedanken, es kann uns offenbaren, wer wir wirklich sind. Es kann uns jeden Charakterfehler offenlegen. Seien Sie also bereit, seine Zurechtweisung anzunehmen (Jeremia 10,23-24; Jesaja 66,1-2. 5; Römer 8,6-9; Matthäus 5,48).

Beweisen Sie, daß die Bibel recht hat. Stellen Sie die Bibel auf den Prüfstand, indem Sie die Dinge, die Sie lernen, auch praktizieren. Achten Sie darauf, wie die Anleitung der Bibel eine positive Veränderung in Ihrem Leben bewirkt. Der beste Weg, zu beweisen, daß Gottes Gebote und Lehren wahren Frieden und Segnungen mit sich bringen, ist danach zu leben (1. Johannes 3,22; Johannes 10,10; 8,31-32; Maleachi 3,10).

Bleiben Sie standhaft. Lassen Sie es, nachdem Sie sich bewiesen haben, daß etwas wahr ist, nicht zu, daß Sie von der neugewonnenen Erkenntnis wieder abgebracht werden. Durch intensives Bibelstudium können frühere Ansichten durch neue Erkenntnisse umgestoßen werden. Bedenken Sie auch, daß die Bibel vor falschen Lehrern warnt, die Sie mit ihren verkehrten Interpretationen in die Irre führen können. Bitten Sie Gott um seine Hilfe dabei, den wahren Lehren der Bibel treu zu bleiben (Judas 1,3; 2. Timotheus 3,13-15; Kolosser 1,22-23; 1. Thessalonicher 5,21; Psalm 119,10-16).

– Gute Nachrichten März-April 2006 PDF-Datei dieser Ausgabe

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