Voraussetzung für gute Frucht:
das Unkraut der Sünde entfernen

Voraussetzung für gute Frucht: das Unkraut der Sünde entfernen © photoAC/Pixabay
Wenn Sie einen Gemüse- oder Blumengarten, einen Rasen, Acker- oder Weideland besitzen, dann kennen Sie Unkraut. Sie haben es nicht gesät – es wächst einfach!

Zu siegen bedeutet, den Feind zu verstehen. In unserem geistlichen Kampf sind wir selbst der Feind! Die menschliche Natur ist wie ein Acker, der mit schädlichem Unkraut übersät ist. Wir müssen das Unkraut mit der Wurzel herausreißen und es durch den heiligen Geist ersetzen, damit wir gute Frucht hervorbringen.

Von Don Hooser

Wenn Sie einen Gemüse- oder Blumengarten, einen Rasen, Acker- oder Weideland besitzen, dann kennen Sie Unkraut. Sie haben es nicht gesät – es wächst einfach!

Reißen Sie das Unkraut mit der Wurzel heraus

Seit dem Tag, an dem Adam und Eva rebellierten und Gott die Erde mit „Dornen und Disteln“ (1. Mose 3,17-19) verflucht hat, ist das Unkraut ein universelles Problem. Wenn der Erdboden brach liegt, wird er sehr schnell von Unkraut überwuchert. Ebenso wurde die geistliche Blöße der Menschheit von schädlichem und abscheulichem „Unkraut“ überdeckt – den vielen egoistischen und sündigen Eigenschaften der menschlichen Natur.

Probleme mit „schädlichem Unkraut“ (Pflanzen, Büsche und Bäume, die schädlich und schwierig zu kontrollieren sind) helfen uns unsere sündigen Handlungen und Einstellungen zu verstehen. Seine Wurzeln rauben benachbarten Pflanzen lebenswichtiges Wasser und Nährstoffe. Die Blätter versperren das nötige Sonnenlicht. Oft ist das schnell wuchernde Unkraut ungesund für Tiere.

Ein vernachlässigter Garten wird Unkraut statt Früchten und Gemüse hervorbringen. Ebenso hat die menschliche Natur die Tendenz, „Unkraut“ statt gute Frucht zu produzieren. Dieses Unkraut ist eine ständige Bedrohung für unser geistliches Überleben!

Deshalb rät uns das Wort Gottes, unsere menschliche Natur mit aller Macht zu bekämpfen und uns von allem zu „reinigen, was Körper und Geist beschmutzt“ (2. Korinther 7,1; Gute Nachricht Bibel; alle Hervorhebungen durch uns). Mit anderen Worten: der Schöpfergott möchte, dass wir den Garten von Unkraut befreien!

Die menschliche Natur wird aber sofort jedes Vakuum auffüllen. Wir müssen deshalb schlechte Gewohnheiten durch gute ersetzen, damit die schlechten Eigenschaften nicht wiederkehren, so wie das Unkraut wieder emporkommt, wenn der Acker brach liegt. „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“ (Römer 12,21). Wir müssen Sünde, die zum Tod führt, durch Gehorsam, der zur Gerechtigkeit führt, ersetzen (Römer 6,16).

Sünden des Fleisches durch die Frucht des Geistes ersetzen

Paulus nannte die sündigen Eigenschaften der menschlichen Natur „Werke des Fleisches“ (Galater 5,19). So wie ein Bauer das Unkraut bekämpft, müssen auch wir gegen diese Eigenschaften ankämpfen (Verse 16-18).

Hier ist eine Liste dieser Eigenschaften: „Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: Ehebruch, Unzucht, Unreinheit, Zügellosigkeit; Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Streit, Eifersucht, Zorn, Selbstsucht, Zwietracht, Parteiungen; Neid, Mord, Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, wie ich schon zuvor gesagt habe, dass die, welche solche Dinge tun, das Reich Gottes nicht erben werden“ (Galater 5,19-21; Schlachter-Bibel).

Die menschliche Natur muss durch Gottes Natur ersetzt werden, welche sich durch Liebe definiert. Das Konzept der Liebe wird durch die universellen Gebote des Schöpfergottes näher erläutert (1. Johannes 4,8; 5,3). Dieser Austausch beginnt, wenn wir das Geschenk des heiligen Geistes empfangen. Mit der Hilfe von Gottes Geist können wir die Sünden aus unserem Leben entfernen und stattdessen die herrliche Frucht des Geistes kultivieren: „Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Freundlichkeit und Güte, Treue, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung“ (Galater 5,22-23; Gute Nachricht Bibel).

Wir sollten beachten, dass selbst eine einzige sündige Charaktereigenschaft, die wir nicht aus unserem Leben entfernen wollen, uns vom Reich Gottes fernhält. Gott akzeptiert keine Entschuldigungen. Aber Gott wird uns vergeben, wenn er echte Reue erkennt. Echte Reue hat zwei Bestandteile: es tut uns wirklich leid und wir machen eine 100-prozentige Richtungsänderung vom Ungehorsam zum Gehorsam (2. Korinther 7,9-10; 2. Chronik 7,14).

Gebraucht wird: Gottes Gnade und Gottes Geist

Die einzige Macht, die Böses wirklich überwinden kann, ist die Macht des heiligen Geistes. Nur wenn „Gottes Geist in euch wohnt“ und wir vom heiligen Geist geführt werden, können wir „die Taten des Fleisches [Handlungen, die durch die menschliche Natur motiviert sind]” töten (Römer 8,9. 13-14). Paulus benutzte den Ausdruck „töten“. Das Ziel ist es, die Sünde für immer zu entfernen.

„Was sollen wir tun“, um den heiligen Geist zu bekommen? Petrus antwortete: „Tut Buße [bereuet] und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des heiligen Geistes“ (Apostelgeschichte 2,37-38).

Petrus sprach hier zwei große Geschenke Gottes an: 1. die Vergebung der Sünden; 2. die Gabe des heiligen Geistes. Dies sind Aspekte von Gottes Gnade uns gegenüber.

Durch die Gnade wird Gott Sie zu seinem Garten oder Obstgarten machen. Durch seinen Geist müssen wir ihn dann „bebauen und bewahren“, das Unkraut bekämpfen und „viel Frucht bringen“ (1. Mose 2,15; Johannes 15,8).

Aufgepasst: das Böse kommt in vielen Formen

Oftmals erkennen Menschen Sünde nicht als Sünde, weil sie Gottes Gebote nicht kennen. Sünde wird als „Gesetzlosigkeit“ definiert – das Brechen von Gottes Geboten (1. Johannes 3,4; Elberfelder Bibel). „Durch das Gesetz lernen wir erst die ganze Macht der Sünde kennen“ (Römer 3,20; Gute Nachricht Bibel). Deshalb müssen wir das Buch lesen! Es offenbart nicht nur Gottes Gebote, sondern es gibt uns auch eine Liste von Sünden, die uns hilft, die schockierende Vielfalt der Sünden zu erkennen.

Jesus sagte über die vielen Sünden, die in uns entstehen: „Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen heraus böse Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Missgunst, Lästerung, Hochmut, Unvernunft. Alle diese bösen Dinge kommen von innen heraus und machen den Menschen unrein“ (Markus 7,21-22).

Weil es zahlreiche Arten von Sünde gibt, ist es sehr leicht selbstgerecht zu werden. Wenn wir Tausende Arten von Sünde vermeiden, können wir versucht sein, stolz und zufrieden zu sein, weil wir nur drei oder vier Sünden begehen. Aber für Gott ist jede Sünde eine abscheuliche eiternde Wunde und eine widerwärtige Beleidigung gegenüber seiner Heiligkeit. Jede Sünde verdient die Todesstrafe. Gutes Benehmen kann das nicht ausgleichen. Auf unserer Waage mag das Gute in unserem Leben überwiegen, aber Gott sieht es anders.

Gott möchte nicht, dass wir auch nur eine Sünde tolerieren (Jakobus 2,8-12). Paulus ermahnte uns, jegliche Sünde zu meiden (1. Timotheus 6,10-11).

Gründe, warum jede Sünde schädlich ist

Ein weiteres Problem ist, dass manche Sünden als gering eingestuft werden. Paulus wies darauf hin, dass wir die „ganze Verworfenheit“ der Sünde erkennen sollen (Römer 7,13; Gute Nachricht Bibel). Sünde ist Gift. Wenn man einen Tropfen Gift in ein Glas Wasser tut, wird das Wasser das Gift nicht ausgleichen. Ein Tropfen vergiftet das ganze Glas.

Sünde ist der Weg Satans, des Anstifters der Sünde – derjenige, der ständig die Saat der Versuchung und der Verführung streut (Offenbarung 12,9. 17).

Wenn man sündigt, ob bewusst oder unbewusst, bedeutet das, dass man dem Teufel folgt – auf dem Weg fort von Gott. Jegliche Versuchung ist ein Test für unsere Loyalität gegenüber Gott.

Eine Sünde führt zur nächsten. Sie breitet sich wie eine Infektion aus. Ein schlechter Apfel verdirbt den ganzen Korb voller Äpfel. Ein kranker Ast muss abgeschnitten werden, bevor sich die Krankheit auf die anderen Äste überträgt. Unkraut vermehrt sich und breitet sich aus.

Paulus verglich Sünde mit Backhefe. Ein bisschen Hefe vermehrt sich sehr schnell durch den ganzen Teig. „Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? Darum schafft den alten Sauerteig [Sünde] weg“ (1. Korinther 5,6-8).

Vorsicht auch vor „Unkraut“, das nicht von Natur aus Sünde ist

Jesu Gleichnis von dem Sämann lehrt einige wichtige Lektionen (Matthäus 13,3-9. 18-23).

Das Predigen des Evangeliums wird mit der Aussaat verglichen. Menschen, die zuhören, glauben, gehorchen und wachsen, werden mit „gutem Land“ oder fruchtbarem Boden verglichen. Hier kann die Saat keimen, Wurzeln schlagen, wachsen und viel Frucht tragen (Matthäus 13,23).

Obwohl viele Menschen für eine Weile zuhören, gibt es nach der Bibel drei Gründe, weswegen die meisten Menschen nicht durchhalten und keine Frucht bringen. Ein Grund ist zu viel Unkraut – Aktivitäten, Wünsche, Sorgen, falsch eingesetzte Energien und Gedanken, die einem die Zeit stehlen und somit Gott aus unserem Leben verdrängen.

„Wieder bei anderen ist es wie bei dem Samen, der in das Dornengestrüpp fällt. Sie hören zwar die Botschaft; aber sie hat bei ihnen keine Wirkung, weil sie sich in ihren Alltagssorgen verlieren und sich vom Reichtum verführen lassen. Dadurch wird die Botschaft erstickt“ (Matthäus 13,22; Gute Nachricht Bibel). Markus fügt weitere Dornen hinzu: „die Begierden nach allem andern“ (Markus 4,19).

Diese Verse weisen auf verschiedene Zerstreuungen hin. Dazu gehören Materialismus und Habgier. Weitere Punkte sind, wenn man zu beschäftigt ist und keine Zeit mehr bleibt, wenn das Leben zu kompliziert ist und vereinfacht werden muss und wenn man nur das Vergnügen sucht. Ein weiterer Punkt sind Sorgen, die durch ein Vertrauen in Gott ersetzt werden müssen.

Was lernen wir daraus? Selbst Dinge, die an sich keine Sünde sind, können mit Unkraut verglichen werden, wenn sie unser geistliches Wachstum und das Tragen von guter Frucht verhindern. Tatsächlich machen wir uns dem Götzendienst schuldig, wenn Gott bei uns nicht an erster Stelle steht. Jesus mahnte uns: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen“ (Matthäus 6,33).

– Gute Nachrichten Januar-Februar 2010 PDF-Datei dieser Ausgabe

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