Was bringt die Zukunft?

Was bringt die Zukunft? © Gerd Altmann und Paul Kieffer/Pixabay
Wir sehnen uns nach einer Zukunft ohne unangenehme Überraschungen. Wir träumen von einer positiven Zukunft, für uns und unsere Angehörigen.

Chefredakteur Paul Kieffer schreibt an die
Abonnenten der Zeitschrift Gute Nachrichten.

März-April 2005

Wie wird Ihre Zukunft aussehen? Hoffen Sie, daß eine positive Zukunft vor Ihnen liegt? Oder gehören Sie zu den 25 Prozent der berufstätigen Menschen in Deutschland, die laut Umfragen Angst um ihren Arbeitsplatz haben? In den neuen Bundesländern soll es sogar jeder zweite Arbeitnehmer sein, der meint, einer unsicheren Zukunft entgegenzusehen.

Ich spreche bestimmt für viele Leser, wenn nicht für alle: Wir sehnen uns nach einer Zukunft ohne unangenehme Überraschungen. Wir träumen von einer positiven Zukunft, für uns und unsere Angehörigen. Für manche von uns ist es aber keineswegs sicher, daß sich unsere Hoffnung auf eine geordnete Zukunft erfüllen wird. Die Welt kann sich sehr schnell auf unvorhergesehene Weise mit negativen Folgen verändern.

Es ist beispielsweise zunehmend der Fall, daß sich die Globalisierung auf allen Gebieten der wirtschaftlichen und politischen Situation in Deutschland und in der Europäischen Union auswirkt und weiterhin auswirken wird. Die Konkurrenz auf dem Billiglohn-Sektor aus Fernost, die erhöhte Nachfrage weltweit nach Stahl und Rohöl usw. sind nicht zu ignorierende Faktoren bei jeder Diskussion über die Ankurbelung der europäischen Wirtschaft. Hinzu kommen politische Spannungen vor den südlichen Toren Europas – der Irak-Krieg und seine Nachwirkungen, das Atomprogramm im Iran und die Suche nach Frieden im Nahen Osten zwischen Israelis und Palästinensern. Aufgrund der geographischen Nähe ist die Stabilität dieser Region für Europa von größter Wichtigkeit, von den wirtschaftlichen Interessen ganz zu schweigen.

Wäre es nicht wunderbar, eine zuverlässige Quelle zu kennen, mit deren Hilfe wir einen Einblick in die großen Ereignisse der vor uns liegenden Jahre haben könnten? Ist es nicht interessant, daß Bücher, die sich mit der Zukunft befassen, immer wieder in den Bestsellerlisten auftauchen? Manche wenden sich der Astrologie und Wahrsagern zu, um die Zukunft herauszufinden.

Ich meine, daß diese zuverlässige Quelle Ihnen näher ist, als Sie denken. Durch unsere Zeitschrift Gute Nachrichten lernen Sie sie kennen. Gute Nachrichten will Antworten auf wichtige Fragen, Probleme und Ereignisse in einer Zeit zunehmender Unsicherheit geben. Andere Zeitschriften berichten über Aktuelles, seien es Meldungen aus dem Tagesgeschehen, gesellschaftliche Trends oder einfachere Themen wie Sport und die High Society. Und ich gebe zu, daß sie, wenn es nur darum geht, eine Fülle von Informationen zu verbreiten, uns gegenüber durch die Häufigkeit ihrer Erscheinungsweise und ihre stärkere Seitenzahl überlegen sind.

Auf einem Gebiet meinen wir jedoch unschlagbar zu sein. In bezug auf das aktuelle Geschehen erfährt der Leser anderer Zeitschriften nicht, wohin die wirklich wichtigen Ereignisse führen werden. Man erfährt zwar alles Mögliche über das Wer, Was, Wann und Wo, aber paradoxerweise kaum etwas über das Warum und Wohin.

Der Blickwinkel, den wir für unsere Analyse des Zeitgeschehens benutzen, überrascht manchen Leser. Alle Journalisten haben nämlich ihre Quellen, die sie für ihre Berichterstattung heranziehen. Auch wir haben eine Hauptquelle für unsere Stellungnahmen und Prognosen in Gute Nachrichten. Aus persönlicher Erfahrung bin ich überzeugt, daß unsere Quelle höchst glaubwürdig ist. Es ist eine Sache, über Nachrichten zu berichten, jedoch eine völlig andere, Weltereignisse vor dem Hintergrund biblischer Voraussagen zu analysieren und zu erklären. Gute Nachrichten hat sich dieser Aufgabe verpflichtet.

Wie Sie sehen, ist der größte Teil der vorliegenden Ausgabe der Lage im Nahen Osten gewidmet. Seit dem Tod Jassir Arafats und der Wahl seines Nachfolgers, Machmud Abbas, hat es eine sehr positive Wende in dem Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern gegeben. Wieder keimt die Hoffnung auf Frieden für diese Region, den ein Großteil der Welt den Betroffenen gönnt. Ist dies nun endlich der Anlauf, der von Erfolg gekrönt sein wird? So lobenswert die Entwicklung der letzten zwei Monate war, gibt es immer noch keine Antwort auf die Frage, wie der endgültige Status der Stadt Jerusalem aussehen soll.

Bereits im ersten Erscheinungsjahr unserer Zeitschrift (1997) hatten wir geschrieben: „Das Konfliktpotential um Jerusalem wurde wieder deutlich, als der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu Anfang März [1997] den Beginn der Bauarbeiten an der neuen jüdischen Siedlung Har Homa in Ost-Jerusalem genehmigte.

Anläßlich eines Besuchs in den USA nur wenige Tage nach dem Beginn der Bauarbeiten drückte der Präsident der palästinensischen Autonomiegebiete, Jassir Arafat, seine Überzeugung über die Möglichkeit der Stadt Jerusalem als Hauptstadt zweier Nationen aus: Genauso, wie die Vatikanstadt eine Hauptstadt in Rom ist, sollte Ost-Jerusalem seine Rolle für die Autonomiegebiete erfüllen können.

Der Standpunkt der Zeitschrift Gute Nachrichten zu den Friedenschancen im Nahen Osten ist klar und eindeutig: Ohne eine für beide Seiten befriedigende Lösung solcher Probleme, bei denen religiöse Interessen wichtig sind, wird es keinen dauerhaften Frieden im Nahen Osten geben“ (Ausgabe Mai-Juni 1997, Seite 8). An diesem Standpunkt hat sich in den letzten acht Jahren nichts geändert, noch wird sich etwas ändern.

Ich selbst wurde im Frühjahr 1967, als Schüler in der 10. Klasse, zum ersten Mal auf die wichtigen biblischen Vorhersagen zu Jerusalem hingewiesen. In den Wochen vor Ausbruch des Sechstagekrieges im Juni jenes Jahres hatten die Spannungen zwischen Israel und seinen Nachbarn stark zugenommen, so daß man mit Kampfhandlungen rechnen mußte. Am 29. Mai 1967 lehnte sich ein Kenner der Szene in einem Brief scheinbar sehr weit aus dem Fenster hinaus, als er schrieb: „Es ist sehr gut möglich, daß dieses jetzige Auflodern der Spannungen zwischen Arabern und Juden zur Einnahme wenigstens des jordanischen Stadtteils von Jerusalem führen wird, in dem die muslimische Moschee ,Felsendom‘ steht . . . die Stätte, wo einst der großartige Tempel Salomos stand . . . Dort werden Ritualopfer wieder eingeführt. Ritualopfer an diesem Ort wurden in Matthäus 24, Vers 15 prophezeit, als Jesus davon sprach. Der [in diesem Vers erwähnte] Greuel, von dem auch Daniel sprach (Daniel 11,31), wird das tägliche Opfer der Juden unterbinden.“

Vor 38 Jahren – und dazu noch vor dem Sechstagekrieg – war diese Vorhersage scheinbar sehr gewagt. Heute hat sich das fundamentalistische Christentum dieser Ansicht weitgehend angeschlossen. War sie wirklich gewagt, oder gründete sie sich auf die zuverlässigste Quelle, auf die man sich bei Zukunftsprognosen berufen kann – Jesus Christus von Nazareth?

Ich bin überzeugt, daß unser aller Zukunft hier in Europa von den Ereignissen der nächsten Jahre im Nahen Osten – besonders in bezug auf Jerusalem – auf eine Weise beeinflußt werden wird, wie man sich das heute einfach nicht vorstellen kann. Unsere Sicht der Dinge können Sie in dieser Ausgabe von Gute Nachrichten lesen, schwarz auf weiß. Ich schlage Ihnen vor, daß Sie diese Ausgabe aufheben. Es kann sein, daß Sie sie beim Geschehen der Zukunft wieder in die Hand nehmen möchten, wie ich es mehrmals mit dem oben zitierten Brief von Mai 1967 getan habe.

Im Namen unserer Mitarbeiter wünsche ich Ihnen viele nützliche Anregungen bei der Lektüre unserer Zeitschrift Gute Nachrichten und unserer kostenlosen Zusatzlektüre.

PS: In meinem letzten Brief an Sie (Ausgabe September-Oktober 2004) erwähnte ich den einjährigen Sohn eines befreundeten Ehepaares, der an Leukämie erkrankt war und deshalb in einer Kinderklinik stationär behandelt wurde. Zwei Tage nach Redaktionsschluß für jene Ausgabe ist der Kleine gestorben. Wie Sie sich vorstellen können, war die Trauerfeier ein bewegendes Erlebnis für alle Anwesenden, besonders für die Eltern, aber die Gewißheit des Wiedersehens mit ihrem Sohn, das Gott ihnen verspricht, ist ihnen ein großer Trost.

– Gute Nachrichten März-April 2005 PDF-Datei dieser Ausgabe

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