Wenn die Falle zuschnappt

Wenn die Falle zuschnappt © Sergii Kolesnikov/123rf.com
Die Zustände, die in der Bibel vorausgesagt sind, müssen Sie nicht aus heiterem Himmel treffen. Denn Sie können erfahren, was Jesus für eine arglose Welt angekündigt hat.

Die Corona-Pandemie zeigt, wie schnell die Welt auf den Kopf gestellt werden kann. Jesus Christus sagte voraus, die Ereignisse und Entwicklungen der Endzeit würden die meisten Menschen kalt erwischen. Das sollte Ihnen aber nicht passieren!

Von Justin Palm

Trotz der Unmengen an Geschichtsbüchern, die es in den Bibliotheken und Buchhandlungen der Welt gibt, bleiben in unserem Wissen der Vergangenheit viele Lücken. Viele von uns bemühen sich, die Berichte der Historiker zu studieren, Dokumentarfilme zu sehen und die älteren Mitglieder der Gesellschaft nach ihren Erfahrungen zu fragen. Und dennoch können wir allenfalls nur die groben Entwicklungen erfassen. Viele Einzelheiten fallen einfach unter den Tisch.

Erst als ich schon das siebzehnte Lebensjahr vollendet hatte, erfuhr ich von der sogenannten Spanischen Grippe, die 1918 die Welt erfasste. Die Todeszahlen und die Wirren der damaligen Zeit waren für mich entsetzlich. Leichen wurden aufgetürmt. Überall trugen die Menschen Masken. Die Krankenhäuser kamen mit der Belastung einfach nicht zurecht. Und auch in der Gesellschaft zeigten sich Umbrüche. Ich verstand nicht, warum man mir das nicht schon früher erklärt hatte.

Häufig wird im Rückblick auf die Geschichte übersehen, wie schnell bestimmte Ereignisse vonstatten gingen. Mal gab es eine lange, allmähliche Entwicklung, bis eine gewisse Schwelle erreicht war und alles zusammenbrach. Das sieht man zum Beispiel an Rom. Dann gab es andere Fälle, wo etwas aus heiterem Himmel kam, wie wenn einem ohne Vorwarnung der Boden unter den Füßen entzogen wird. Ein Beispiel dafür waren die Angriffe auf die beiden Wolkenkratzer in New York und das Verteidigungsministerium in Washington am 11. September 2001. Die gekaperten Flugzeuge kamen auch im buchstäblichen Sinn aus heiterem Himmel.

Die gegenwärtige Corona-Pandemie ist ein weiteres Beispiel für eine plötzliche Veränderung. Die Voraussagen für das Jahr 2020, die Anfang Januar gemacht wurden, enthielten keinerlei Hinweise auf das Stilllegen vieler Betriebe, auf Reiseeinschränkungen, auf volkswirtschaftliche Zusammenbrüche, auf Massenarbeitslosigkeit, grassierende Panik, Hamsterkäufe und zahlreiche Todesfälle in aller Welt.

Das, was wir gerade erleben, hat niemand kommen sehen. Selbst die Mediziner, die vor der Möglichkeit einer Epidemie warnten, konnten nicht wissen, wie sich Covid-19 ausbreiten würde und welche Gegenmaßnahmen man ergreifen müsste.

Was können wir aus der Geschichte von anderen plötzlichen Umbrüchen lernen? Und werfen biblische Prophezeiungen ein Licht auf die Gegenwart?

Hundert Tage bis zu einer verwandelten Gesellschaft

Wir wollen dazu einen Blick auf eine kurze Zeitspanne in der Geschichte Deutschlands zwischen den beiden Weltkriegen werfen. In der Tat wurde keine Zeitspanne der Menschheitsgeschichte derart intensiv unter die Lupe genommen, und das aus gutem Grund. Denn innerhalb kürzester Zeit wurde ein Staatsgebilde aus dem Boden gestampft, das für noch nie da gewesene Schrecknisse verantwortlich war, die noch heute in zahlreichen Büchern und Filmen ihren Niederschlag finden.

Ein neues Buch mit dem Titel Hitler’s First Hundred Days des amerikanischen Geschichtsprofessors Peter Fritzsche zeichnet nach, wie schnell Adolf Hitler die Macht über Deutschland in seinen Händen konzentrieren konnte. Auch heute kann alles Schlag auf Schlag gehen, und das sollten wir besonders im Auge behalten, wenn wir die Entwicklung in Europa betrachten.

Hier ein Ausschnitt aus einer Rezension zu diesem neuen Buch aus der New York Times:

„Der Historiker Peter Fritzsche zeigt, wie die Nationalsozialisten und Hitler nach seiner Ernennung zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 keine Zeit verschwendeten, der Weimarer Republik den Todesstoß zu versetzen und die ‚beliebteste Diktatur‘ des 20. Jahrhunderts zu errichten.

Die Veränderungen waren außerordentlich gewagt und wurden mit höchster Geschwindigkeit eingeführt. Am Tag 4 ließen Hitler und seine konservativen Verbündeten jede Zeitung und Zeitschrift verbieten, die für die neue Regierung ‚Verachtung‘ zeigte. Am Tag 7 verschmolz Hitler die paramilitärischen Sturmabteilungen mit der staatlichen Polizei.

Der Reichstagsbrand am Tag 29 lieferte Hitler einen willkommenen Vorwand für die Unterzeichnung der Reichstagsbrandverordnung zum Schutz von Volk und Staat durch den Reichspräsidenten Paul von Hindenburg. Durch diese Verordnung wurden die Grundrechte der Weimarer Verfassung außer Kraft gesetzt. In der Reichstagswahl eine Woche später konnten die Nationalsozialisten ihre Macht ausbauen. Am Tag 61 setzten sie einen landesweiten Boykott jüdischer Geschäfte durch. Sechs Tage später entfernten sie sämtliche Juden aus dem Öffentlichen Dienst“ (Jennifer Szalai, „A Sobering Look at How Quickly Hitler Transformed Germany“, 17. März 2020).

Schockierend, aber wahr! Nach hundert Tagen, kaum mehr als drei Monate, war Deutschland nicht mehr wiederzuerkennen. Es war eine grauenhafte und gefährliche Diktatur geworden.

Die Verfasserin der Buchrezension führt weiter aus:

„Die Betrachtung einer Zeitspanne von hundert Tagen, besonders in diesem gut geschriebenen, ernüchternden Buch, lässt die vorher kaum denkbare, urplötzliche Verwandlung der deutschen politischen Landschaft in aller Klarheit hervortreten . . .

Die hundert Tage bringen uns zum 9. Mai 1933. Zu diesem Zeitpunkt bestand keine Ähnlichkeit mehr mit der Weimarer Republik, die nur wenige Monate zuvor bestanden hatte. Was es vorher an oppositionellen Kräften gegeben hatte, war entweder mit staatlich gelenkten Organisationen verschmolzen oder vollends aufgelöst worden.

Die neue Verfassung, wenn man überhaupt von einer Verfassung sprechen kann, erlaubte die Verwaltung des Landes durch Notverordnungen, einen Zustand, der von einem emigrierten Wissenschaftler mit einem Belagerungszustand verglichen wurde. Am Tag 101 organisierten deutsche Studenten Bücherverbrennungen. Am Tag 166 wurden Sterilisationsgesetze [bzw. das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses] verkündet.“

Wie die Veränderungen in den dreißiger Jahren in Deutschland in einem atemberaubenden Tempo über die Bühne gingen, so kann sich die Weltlage auch heute von einem Tag auf den anderen verwandeln. Die Covid-19-Pandemie hat uns alle kalt erwischt. Inzwischen erleben wir Einschränkungen und Verbote, wie wir sie noch nie gekannt haben. Das Wirtschaftsleben rund um den Globus hat sich im Laufe weniger Wochen von Grund auf verändert, und es ist denkbar, dass geopolitische Umbrüche folgen werden.

Die Pandemie ist ein Beispiel dafür, dass selbst die Experten nicht immer in der Lage sind, einschneidende Veränderungen vorauszusehen, deren Folgen auch katastrophal sein können.

Wie wäre es aber, wenn es eine zuverlässige Quelle gäbe, die uns die Zukunft offenbarte?

Tatsache ist, dass es eine solche Quelle gibt. Nur wird ihr selten ernsthafte Aufmerksamkeit geschenkt.

Die Zukunft wird offenbart

Den meisten Menschen, auch bekennenden Christen, sind die Einzelheiten biblischer Prophezeiungen unbekannt. Aber Gott lässt uns nicht im Ungewissen über die Zukunft. An mehreren Stellen erklärt Jesus, was vor seiner Wiederkehr passieren wird. Kurz vor dem Erscheinen des Reiches Gottes – einer prophezeiten Zeit weltweiten Friedens und Wohlstandes – wird die Welt von schrecklichen Zuständen erfasst werden.

Wie der Volksmund sagt, ist es immer unmittelbar vor der Morgendämmerung am Dunkelsten.

In einer Beschreibung der Endzeit sagt Jesus: „Hütet euch aber, dass eure Herzen nicht beschwert werden mit Fressen und Saufen und mit täglichen Sorgen und dieser Tag nicht plötzlich über euch komme wie ein Fallstrick; denn er wird über alle kommen, die auf der ganzen Erde wohnen. So seid allezeit wach und betet, dass ihr stark werdet, zu entfliehen diesem allen, was geschehen soll, und zu stehen vor dem Menschensohn“ (Lukas 21,34-36).

Gott ließ das alles für uns schriftlich festhalten, damit wir Menschen in der Lage sind, einer solchen Katastrophe zu entgehen. Denn es ist nicht sein Wunsch, dass wir vorzeitig sterben, sondern dass wir uns von unseren bösen Wegen abkehren und gottgefällig leben, wie er durch den Propheten Hesekiel deutlich macht:

„So wahr ich lebe, spricht Gott der Herr: Ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe. So kehrt nun um von euren bösen Wegen. Warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause Israel?“ (Hesekiel 33,11).

Es ist nicht Gottes Wunsch, dass die Menschheit sich auslöscht. Wenn er zulässt, dass Katastrophen über uns hereinbrechen, dann geht es ihm darum, dass wir daraus lernen, uns an ihn zu halten. Sein Vorhaben für uns ist eine herrliche Zukunft, die in der Bibel beschrieben wird. Dieses Vorhaben wird er auch erfüllen, und dann werden alle Menschen und Völker miteinander und mit Gott in Eintracht leben.

Die gute Nachricht

Trotz der schlechten Nachrichten, die täglich auf uns niederprasseln, können wir daraus Trost schöpfen, dass sie ein Hinweis darauf sind, dass das Reich Gottes kommen wird. Wie Jesus sagte: „[Wenn] ihr seht, dass dies alles [die schlimmen Merkmale der Endzeit] geschieht, so wisst, dass das Reich Gottes nahe ist“ (Lukas 21,31).

Es besteht noch Hoffnung! Es gibt Licht am Ende des Tunnels.

Wenn die Bibel unser Zeitalter als die „Endzeit“ bezeichnet, ist keineswegs damit gemeint, dass es bald mit der Menschheit oder gar mit der Erde aus sein wird. Was zu Ende geht, ist die Missherrschaft des von Satan beeinflussten Menschen über sich selbst. Sie wird vom Reich Gottes abgelöst, das bei der Wiederkehr Christi eingeleitet und über die ganze Erde herrschen wird. Wie die Evangeliumsbotschaft Christi verkündet, wird die ganze Welt ein Zeitalter erleben, das von Gesundheit, Frieden und Sicherheit geprägt ist, weil die Menschen und Völker den von Gott vorgezeichneten Weg des Lebens beschreiten werden.

Aber vorher kommt die schlimmste Zeit, die der Mensch jemals erlebt hat. Diese dunkle Zeit ist noch nicht da, und es ist auch nicht anzunehmen, dass sie unmittelbar bevorsteht. Nach der gegenwärtigen Krise mit der Covid-19-Pandemie kann es sein, dass wir wieder eine eher ruhige Zeit erleben. Aber die Erfahrung der letzten Monate lehrt uns, dass die Welt innerhalb kürzester Zeit auf den Kopf gestellt werden kann. Irgendwann wird das in noch weit größerem Maßstab passieren als heute.

Obwohl die meisten Menschen den Warnungen Gottes kein Gehör schenken werden, können Sie eine Ausnahme sein.

Die Zustände, die in der Bibel vorausgesagt sind, müssen Sie nicht aus heiterem Himmel treffen. Denn Sie können erfahren, was Jesus für eine arglose Welt angekündigt hat. Pandemien sind zwar ein Merkmal der Endzeit, aber längst nicht das einzige.

Die Zeit zum Handeln ist jetzt!

Eine mächtige Botschaft des Apostels Paulus versieht die Warnungen von Jesus mit einem Ausrufezeichen:

„Ihr selbst wisst genau, dass der Tag des Herrn kommen wird wie ein Dieb in der Nacht. Wenn sie sagen werden: Es ist Friede, es hat keine Gefahr –, dann wird sie das Verderben schnell überfallen wie die Wehen eine schwangere Frau und sie werden nicht entfliehen. Ihr aber, liebe Brüder, seid nicht in der Finsternis, dass der Tag wie ein Dieb über euch komme. Denn ihr alle seid Kinder des Lichtes und Kinder des Tages. Wir sind nicht von der Nacht noch von der Finsternis. So lasst uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein!“ (1. Thessalonicher 5,2-6; Hervorhebung durch uns).

Was werden Sie machen? Werden Sie schlafen oder wachen? Werden Sie sich noch heute bemühen, Ihr Leben nach den moralischen Maßstäben Gottes auszurichten? Sind Sie bereit, sich mit seinem Wort zu beschäftigen und ihm durch Gebet näherzukommen?

Der Prophet Jesaja ermahnt uns: „Suchet den Herrn, solange er zu finden ist; ruft ihn an, solange er nahe ist“ (Jesaja 55,6). Es ist noch nicht zu spät, uns vorzubereiten, damit wir den kommenden Katastrophen entgehen und vor dem Menschensohn bei seiner Wiederkehr stehen können!

– Gute Nachrichten Mai-Juni 2020 PDF-Datei dieser Ausgabe

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