Würden wir uns warnen lassen?

Würden wir uns warnen lassen? © Aaron Burden/Unsplash
Wenn wir in die Schriften des Alten Testaments und der Apostel Jesu Christi schauen, finden wir in der Tat viele Prophezeiungen, die sich auf eine Endzeit beziehen.

Von der Redaktion

Seit Hunderten von Jahren hat es Voraussagen über den Weltuntergang gegeben. Nicht allein diejenigen, die die Bibel zu verstehen glaubten, machten sich Gedanken über das Schicksal der Menschheit. Die Beschäftigung mit dem „Ende der Welt“ scheint schon immer eine große Leidenschaft der Menschen gewesen zu sein.

Im 12. Jahrhundert sahen die Kreuzritter in der Wiedereroberung Jerusalems aus der Hand der Moslems einen Sieg über den endzeitlichen Antichristen. Der Entdecker der neuen Welt, Christopher Columbus, glaubte, seine Reise nach Indien würde die Rückkehr Jesu Christi auf die Erde beschleunigen. Isaak Newton schrieb ein Buch über biblische Prophetie, in dem er beweisen wollte, daß die Welt durch göttliche Vorsehung regiert wird.

Wie viele seiner Zeitgenossen war auch der pragmatische Theologe Martin Luther überzeugt, daß der „liebe jüngste Tag“ zu seinen Lebzeiten kurz bevorstünde oder zumindest in spätestens 100 Jahren eintreffen würde. Noch während er das Alte Testament übersetzte, befürchtete der große Reformator, die Wiederkunft Christi könnte sich noch vor dem Abschluß seiner Bibelübersetzung ereignen.

Immer wieder hat es Leute gegeben, die meinten zu wissen, wie und wann unsere Welt zu Ende gehen wird. Aber fehlgeschlagene Erwartungen über das Zeitende führten zu einer tiefen Enttäuschung bei vielen ernsthaft religiösen Personen und Gruppen. Zum Schluß mußten sie doch feststellen, daß sie sich geirrt hatten. Für manche war die Enttäuschung so groß, daß sie das Kind mit dem sprichwörtlichen Bade ausschütteten: Statt zu erkennen, daß ihre Interpretation der Heiligen Schrift falsch war, verwarfen sie die Bibel insgesamt.

Wenn wir in die Schriften des Alten Testaments und der Apostel Jesu Christi schauen, finden wir in der Tat viele Prophezeiungen, die sich auf eine Endzeit beziehen. Sollen wir sie ernst nehmen? Haben sie eine Bedeutung für unser Leben heute? Sind die Zustände unserer heutigen Welt möglicherweise ein Beleg dafür, daß sich diese Voraussagen in unserer Zeit doch erfüllen werden?

In ihren Aussagen sind die Prophezeiungen der Bibel eindeutig: Es wird eine Zeit unheilvoller Erschütterungen geben. Sie wird in der Wiederkehr des Messias und dem Etablieren einer neuen Weltordnung gipfeln, die die Bibel das Reich Gottes nennt. Die Erfüllung dieser Ereignisse liegt offensichtlich noch in der Zukunft. Die entscheidende Frage ist: wann?

Andererseits mag die Antwort auf diese Frage nicht von großem Belang sein. Die Geschichte zeigt, daß wir uns vor herannahendem Unheil nicht so gern warnen lassen. Ein Beispiel aus unserer Zeit ist die Küstenregion am Golf von Mexiko in den Südstaaten der USA. Dort gehören Hurrikane jedes Jahr zu den vorhersehbaren Wetterphänomenen. Trotzdem bauen die Menschen Häuser und Geschäfte bis an die Wassergrenze. Das Resultat ist dann genauso vorhersehbar wie das Eintreffen der Hurrikane selbst: große Zerstörungen und der Verlust menschlichen Lebens.

In unserem Leitartikel geht es um die Bewohner einer antiken Stadt, Pompeji, die die Zeichen ihrer Zeit nicht erkannten. Dafür bezahlten auch sie mit ihrem Leben. Wir hoffen, daß sich unsere Leser, sollten sie in Zukunft eine ernsthafte Warnung bekommen, anders verhalten werden.

– Gute Nachrichten Januar-Februar 2006 PDF-Datei dieser Ausgabe

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