Zehn Dinge über Gott,
die Sie wissen sollten

Zehn Dinge über Gott, die Sie wissen sollten © NASA
Nur wenige Menschen kennen und verstehen Gott. Warum? Weil die meisten Menschen ihre Vorstellung von Gott von anderen Menschen übernehmen, anstatt von der Bibel.

Kann es sein, dass die Menschen einen Gott ablehnen, den sie gar nicht kennen? Was wissen Sie über Gott?

Von John Ross Schroeder

Ein berühmter britischer Richter, der für seinen starken Glauben an Gott bekannt war, traf manchmal auf Menschen, die sagten, dass sie nicht an Gott glauben würden. Er bat sie dann immer, den Gott zu beschreiben, an den sie nicht glaubten. Nachdem er sich ihre Antwort angehört hatte, sagte er ihnen, dass auch er nicht an den Gott glauben würde, den sie gerade beschrieben hatten.

Heutzutage kennen und verstehen nur wenige Menschen Gott! Mit den Worten eines Theologen ausgedrückt: „Der moderne Mensch sucht Gott oft vergeblich.“

Der Hauptgrund dafür ist, dass die meisten Menschen ihre Vorstellung von Gott von anderen Menschen übernehmen, nicht aus Gottes inspiriertem Wort, der Bibel. Deshalb entspricht ihre Gottessicht auch fast nie wirklich dem, was die Bibel über Gottes Wesen offenbart.

Ein weiterer Grund ist, dass viele religiöse Lehrer keinen Zugang zu dem wahren Schlüssel, der uns Gottes Wahrheit eröffnet, wahrgenommen haben. Dieser Schlüssel ist die Gabe von Gottes heiligem Geist – die allen zugänglich ist, die der Schöpfer beruft und die bereit dazu sind, anzuerkennen, wer und was wir im Vergleich zu ihm sind (Jesaja 66,1-2). Und diese Gabe von Gottes Geist wird nur denjenigen gegeben, „die ihm gehorchen“ (Apostelgeschichte 5,32) – eine biblische Bedingung, die von viel zu vielen Theologen übersehen wird.

Der Apostel Paulus erklärt den einzigen Weg, durch den diese Begrenzung im menschlichen Verständnis überwunden werden kann: „Sondern es ist gekommen, wie geschrieben steht: Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben. Uns [Christi wahre Nachfolger] aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit“ (1. Korinther 2,9-10; alle Hervorhebungen durch uns).

Ohne Gottes heiligen Geist sind die Menschen hilflos bei ihrem Bemühen, die Dinge Gottes zu verstehen: „Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden“ (Vers 14).

Wie können wir also die Dinge Gottes entdecken? „Der Himmel verkündet die Herrlichkeit Gottes und das Firmament bezeugt seine wunderbaren Werke“, kündet König David (Psalm 19,2; „Neues Leben“-Übersetzung).

Die Bibel selbst ist aber der vorrangige Schlüssel, um Gott zu kennen und zu verstehen. Wie geschrieben steht: „Denn die ganze Heilige Schrift ist von Gott eingegeben“ (2. Timotheus 3,16; „Hoffnung für alle“-Übersetzung).

Lassen Sie uns hier kurz zehn Haupteigenschaften Gottes betrachten, die uns sein Wort lehrt (mit dem Verständnis, dass er noch viele weitere hat).

1. Gott ist unser Schöpfer

Gott ist der über alles erhabene Schöpfer von allem. In den letzten eineinhalb Jahrhunderten hat sich die Evolutionstheorie zu einem großen Hindernis für einen Glauben an Gott als den Schöpfer entwickelt. Diese atheistische Vorstellung dominiert mittlerweile das Denken der Intellektuellen dieser Welt. Tatsächlich beruht ein großer Teil der modernen akademischen Bildung auf einem irrationalen Glauben an eine Reihe glücklicher Zufälle – auf einer Evolution ohne Intelligenz. (Wenn Sie mehr über die Fehlerhaftigkeit dieser weit verbreiteten Theorie erfahren wollen, dann können Sie unsere kostenlose Broschüre Schöpfung oder Evolution: Kennen Sie alle Fakten? bestellen oder im Internet als PDF-Datei herunterladen.)

Gott, der Vater, bewirkte die Schöpfung über und durch seinen Sohn Jesus. Sehen Sie hier, was der Apostel Paulus uns sagt: „Gott . . . der alles erschaffen hat durch Jesus Christus“ (Epheser 3,9; Schlachter-Bibel). Paulus erklärte der Gemeinde von Kolossä diese erstaunliche Wahrheit näher: „Denn in ihm [Jesus] ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, es seien Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen“ (Kolosser 1,16).

Christus ist der Schöpfer! Der Hebräerbrief bestätigt diese Wahrheit: „Gott . . . hat . . . in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welt gemacht hat“ (Hebräer 1,1-2).

Der Ehrfurcht gebietende Schöpfungsbericht in 1. Mose wird durch die Anfangsverse des Johannesevangeliums bestätigt und vervollständigt: „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist“ (Johannes 1,1-3). Vers 14 sagt uns, dass „das Wort“, durch das Gott alles geschaffen hat, Jesus Christus ist. (Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, können Sie unsere kostenlose Broschüre Die alles entscheidende Frage: Gibt es einen Gott? bestellen oder im Internet als PDF-Datei herunterladen.)

2. Gott ist der höchste Gesetzgeber

Der Apostel Jakobus, der Bruder unseres Herrn, erinnert uns daran, dass „alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe . . . von oben herab[kommt], von dem Vater des Lichts, bei dem keine Veränderung ist noch Wechsel des Lichts und der Finsternis“ (Jakobus 1,17). Eine der größten Gaben, die Gott der Menschheit gegeben hat, ist sein geistliches Gesetz. Der Apostel nennt es dann „das vollkommene Gesetz der Freiheit“ (Vers 25). Er nennt es auch „das königliche Gesetz“ (Jakobus 2,8).

Ein bekannter britischer Juraprofessor schrieb: „Das Gesetz durchdringt alles. Es existiert in jeder Lebenszelle. Es hat praktisch auf jeden von uns beständige Auswirkungen . . . Es regiert die Luft, die wir atmen, die Nahrung und die Getränke, die wir zu uns nehmen, unsere Reisen, unsere Sexualität, unsere Familienbeziehungen und unser Eigentum“ (Gary Slapper, How the Law Works, 2007, Seite 1).

Warum glauben und lehren dann so viele religiöse Menschen, dass Gottes Gesetz ein Joch der Knechtschaft ist? Wie haben sie da nur Gottes Wort verdreht! Das gesamte Universum funktioniert nach den Gesetzen der Physik. Wir können uns absolut darauf verlassen, dass der Komet Halley zu einer bestimmten Zeit am Himmel erscheinen wird. Unsere zivilisierte Welt erleidet enormen Schaden, wenn die Kräfte der Anarchie die Oberhand gewinnen. Ohne Gesetz könnte die menschliche Zivilisation nicht lange überleben.

Der Prophet Jesaja sagt uns: „Der Herr ist unser Gesetzgeber“ (Jesaja 33,22; Schlachter-Bibel). Jakobus sagt: „Einer nur ist der Gesetzgeber, der die Macht hat, zu retten und zu verderben“ (Jakobus 4,12; Schlachter-Bibel).

Jesus Christus fasste die Zehn Gebote in zwei umfassenden Prinzipien zusammen: die Liebe zu Gott – „das höchste und größte Gebot“ – und die Liebe zum Nächsten (Matthäus 22,36-39). Gottes Gebote sind ein Gesetz der Liebe: „Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten; und seine Gebote sind nicht schwer“ (1. Johannes 5,3).

3. Gott ist die Liebe

Das Wort Liebe ist der vielleicht am missbräuchlichsten verwendete Begriff in der deutschen Sprache. Ein lüsternes Verlangen danach, einen anderen Menschen zu besitzen, ist sicherlich keine wahre Liebe. Liebe wird so oft mit Begierde in der Welt des Films und Fernsehens verwechselt. Viele werden durch die endlose Zahl von Fantasiefilmen, die zügellose Erotik anpreisen, zur Sünde verleitet. Drehbücher, in denen sich positive zwischenmenschliche Beziehungen zu wahrer romantischer Liebe entwickeln, werden für die Unterhaltungsmedien nur selten geschrieben.

Das Neue Testament wurde ursprünglich in Griechisch verfasst, einer Sprache, die den besonderen Vorteil bietet, dass sie unterschiedliche Begriffe für unterschiedliche Formen der Liebe hat. Agape ist der Begriff, der Gott selbst am besten beschreibt. Dieses Wort bedeutet in der Regel eine selbstlose, aufrichtige Anteilnahme am Wohlergehen anderer.

Der Apostel Johannes beschreibt das folgendermaßen: „Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist von Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist die Liebe“ (1. Johannes 4,7-8). Unser Schöpfer lehrt die Menschen beständig, sowohl Gott als auch den Nächsten zu lieben.

Liebe ist der höchste Ausdruck von Gottes heiligem Geist (Galater 5,22). Sie ist die erste Gabe Gottes, nach der jeder Christ streben sollte.

Der Apostel Paulus sagt uns, wie sich Liebe in einer geistlich verwandelten Person auswirken sollte: „Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit [Sünde], sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe hört niemals auf“ (1. Korinther 13,4-8).

Was ist der höchste, perfekte Ausdruck der Liebe von Gott, dem Vater, für die Menschen, die in ihren Sünden gefangen sind? Die Bibel gibt uns die Antwort: „Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben“ (Johannes 3,16).

4. Gott ist gerecht und voller Gnade

Gottes Liebe umfasst sowohl Gerechtigkeit als auch Gnade. Er ist ein Gott der Gerechtigkeit und gleichzeitig ein Gott voller Barmherzigkeit. Aufgrund der göttlichen Eigenschaft der Gerechtigkeit muss die Strafe für unsere Sünden – für unsere Übertretungen von Gottes Gesetz (siehe 1. Johannes 3,4; Einheitsübersetzung) – beglichen werden. Aber aufgrund der göttlichen Gnade ist Christus für unsere Sünden gestorben. Weil „der Lohn der Sünde“ der Tod ist (Römer 6,23; Einheitsübersetzung), erlitt der sündenlose Christus an unserer Statt einen grausamen Tod, damit der Gott der Gerechtigkeit uns auch seine große Barmherzigkeit erweisen kann – und uns so unsere Sünden freigebig vergeben und uns ewiges Leben geben kann.

Gott nimmt die Sünde sehr ernst! Sünde stellt eine Rebellion gegen Gott dar, der jegliche Form des Bösen ablehnt. Billige Gnade war nie Teil von Gottes Plan und steht seinem göttlichen Charakter völlig entgegen. Wir alle haben sein geistliches Gesetz gebrochen und uns von ihm entfernt. Wahre Reue ist der erste Schritt auf unserem Weg zurück zu ihm.

Aber die Versöhnung mit Gott, dem Vater, konnte nur durch den höchst denkbaren Preis ermöglicht werden – das vergossene Blut seines Sohnes Jesus Christus. Wie der Apostel Petrus sagt: „Ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise, sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes“ (1. Petrus 1,18-19).

Wenn Jesus zurückkehrt, um auf Erden zu regieren, dann wird er auf der gesamten Welt wieder die Ordnung Gottes herstellen – und dies mit „Recht und Gerechtigkeit“ tun (Jesaja 9,6). Er wird auch „mit Gerechtigkeit richten die Armen und rechtes Urteil sprechen den Elenden im Lande“ (Jesaja 11,4).

Wir sollten niemals Gottes Gerechtigkeit und sein Richteramt übersehen, die er so großzügig mit großer Barmherzigkeit verbindet. Jakobus erklärte: „Barmherzigkeit aber triumphiert über das Gericht“ (Jakobus 2,13). Paulus schrieb: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes“ (2. Korinther 1,3).

5. Gott ist ewig

Kurz vor seinem qualvollen Leiden, das in seinem Tod gipfelte, hat Jesus Christus gebetet: „Und nun, Vater, verherrliche du mich bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war“ (Johannes 17,5). Der Apostel Paulus schrieb in seinem Brief an Titus von der „Hoffnung auf das ewige Leben, das Gott, der nicht lügt, verheißen hat vor den Zeiten der Welt“ (Titus 1,2). Gott existierte vor allem anderen!

Denken Sie daran: Jesus Christus ist „gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit“ (Hebräer 13,8). Ca. 60 Jahre nach seiner Auferstehung sagte der verherrlichte Jesus Christus: „Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige“ (Offenbarung 1,8). Das „A und O“ oder „Alpha und Omega“ ist ein griechischer Ausdruck, der auf „die ewige schöpferische Existenz Gottes“ hinweist (The New Bible Dictionary, 1974, Seite 26).

Hebräer 7, Vers 3 spricht von demjenigen, der „weder Anfang der Tage noch Ende des Lebens“ hat. Das ist der Hohepriester Melchisedek (Vers 1), derjenige, der später zu Jesus Christus wurde. Christi Existenz war „von Ewigkeit her“ (Micha 5,1).

Der Prophet Jesaja berichtet diese Ehrfurcht gebietende Wahrheit über Gott: „Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist“ (Jesaja 57,15). Gott, der Vater, und Jesus Christus (das Wort) haben schon immer existiert. Sie sind göttliche Geistwesen (Johannes 4,24). Niemand hat sie geschaffen. Sie existierten bereits vor dem Anbeginn der Schöpfung. Sie sind ewig!

6. Gott ist eine Familie

Der Apostel Paulus rief aus: „Deshalb beuge ich meine Knie vor dem Vater, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden“ (Epheser 3,14-15).

Gott ist nicht eine in sich abgeschlossene Dreieinigkeit, sondern eine sich erweiternde Familie. Was die Dreieinigkeitslehre anbelangt, so sind die einleitenden Worte von The Oxford Companion to the Bible zum Thema Dreieinigkeit sehr aufschlussreich:

„Die Dreieinigkeit ist ein überaus wichtiger Bestandteil der späteren christlichen Lehre. Es ist daher bemerkenswert, dass der Begriff im Neuen Testament nicht vorkommt. Ebenso kann das entwickelte Konzept von drei gleichberechtigten Partnern in der Gottheit, das wir in späteren Ausformulierungen des Glaubensbekenntnisses finden, im Rahmen des Kanons [des Neuen Testaments] nicht klar festgestellt werden“ (Bruce Metzger und Michael Coogan, Herausgeber, 1993, Seite 782; Hervorhebung durch uns).

Das Wort später ist hier ein wichtiger Schlüssel zum Verständnis, warum der allgemein verbreitete christliche Glaube später mit der Dreieinigkeitslehre belastet wurde. Erst lange nachdem die Bibel geschrieben worden war, kamen Theologen erstmals mit dieser Lehre auf. Im Laufe der Jahrhunderte haben dann andere weitere Elemente hinzugefügt und sie erweitert.

Leider wurde die Dreieinigkeitslehre zu einem wesentlichen Hindernis für das klare Verständnis der biblischen Wahrheit, dass Gott eine göttliche Familie ist.

Gott, der Vater, steht der Gottfamilie vor. Sie besteht gegenwärtig aus Gott, dem Vater, und Gott, dem Sohn, Jesus Christus. Ihr Plan und Wunsch richtet sich völlig darauf, „viele Söhne [und Töchter] zur Herrlichkeit“ zu führen (Hebräer 2,10). Das war von Anfang an geplant.

Jesus Christus ist „der Erstgeborene von den Toten“ (Kolosser 1,18) – „der Erstgeborene . . . unter vielen Brüdern“ (Römer 8,29). Diese Bibelstellen bedeuten, dass noch viele weitere bei der ersten Auferstehung als solche Geistwesen wie der Vater und Christus in diese Familie aufgenommen werden, und zwar dann, wenn die Gerechten zu ewigem Leben auferweckt werden (siehe 1. Korinther 15, 49-54; 1. Johannes 3,1-2; Offenbarung 20,6).

Diejenigen, die wahrhaft bekehrt sind und Gottes heiligen Geist erhalten haben, werden bereits jetzt als Teil der Familie angesehen (siehe erneut Epheser 3,14-15). Sie warten auf ihre Verwandlung bei Jesu Wiederkehr.

Zu jener Zeit wird Jesus „unsern nichtigen Leib verwandeln, dass er gleich werde seinem verherrlichten Leibe“ (Philipper 3,21). Dann kann in vollem Sinne gesagt werden: „[Ich werde] euer Vater sein und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein, spricht der allmächtige Herr“ (2. Korinther 6,18).

Sogar dieser höchst wichtige Schritt umfasst nur die Erstfrüchte von Gottes Heil, denn er wird im Laufe der Zeit noch unzählige weitere Kinder seiner Familie hinzufügen. (Wenn Sie mehr über die Bestimmung des Menschen wissen wollen, können Sie unsere kostenlose Broschüre Das Geheimnis Ihrer Existenz bestellen oder im Internet als PDF-Datei herunterladen.)

7. Gott ist der große Heiler

Trotz der erstaunlichen Errungenschaften und Fortschritte der medizinischen Wissenschaft leidet die Menschheit weiterhin an der Zuckerkrankheit, Krebs, Herzerkrankungen, AIDS, einer ganzen Reihe schädlicher Suchtkrankheiten und endlosen chronischen Erkrankungen. Manche Medikamente können den Heilungsprozess fördern, haben aber manchmal auch schwere Nebenwirkungen. Die Menschen bedürfen immer noch dringend der göttlichen Heilung.

Im Laufe der Zeit hat es der Schöpfer Ärzten und Forschern ermöglicht, großartige Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie unser menschlicher Körper funktioniert. Jesus Christus hat sich nie gegen die Ärzte seiner Zeit ausgesprochen. Bei einer Gelegenheit sagt er ganz im Gegenteil: „Die Starken bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken“ (Matthäus 9,12). Lukas, der mit dem Apostel Paulus umfangreiche Reisen unternahm und einen großen Teil des Neuen Testaments verfasste, wurde „der Arzt, der Geliebte“ genannt (Kolosser 4,14).

Das mag alles zutreffend sein, aber den meisten Christen ist nicht bewusst, dass die Bibel Gott als unseren Heiler beschreibt. „[Ich] bin der Herr, der dich heilt“, sagt er (2. Mose 15,26; Elberfelder Bibel). Aber Gottes Macht, Wunder zu wirken, findet in unserer weitgehend weltlichen Gesellschaft nicht immer Anklang. Sogar vor 2000 Jahren konnte Jesus laut Bibel in einer bestimmten Gegend des Heiligen Landes „kein Wunder tun; nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie. Und er wunderte sich über ihren Unglauben“ (Markus 6,5-6; Einheitsübersetzung).

Nichtsdestoweniger heilte Christus viele Kranke in der Zeit seines irdischen Wirkens: „Und Jesus ging ringsum in alle Städte und Dörfer, lehrte in ihren Synagogen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen“ (Matthäus 9,35). Trotzdem stehen viele heute der göttlichen Heilung mit Misstrauen gegenüber, wobei sogar religiöse Menschen davon ausgehen, dass die Zeit der Wunder geschichtlich überholt ist.

Ein bekannter britischer Theologe hat dieser üblichen Einschätzung richtigerweise widersprochen: „Auch nur die Möglichkeit von Wundern entweder aus theologischen Vorurteilen oder wissenschaftlichem Säkularismus zu leugnen, grenzt an das Absurde. Da wir glauben, dass Gott der souveräne Schöpfer des Universums ist, ist er sicherlich in der Lage, in seine eigene Welt einzugreifen. Wir haben kein Recht, ihn entweder in einer unserer hübschen kleinen Schubladen einzusperren oder ihm vorzuschreiben, was er tun darf“ (John Stott, Evangelical Truth, 2003, Seite 124).

Viele Christen kennen nicht einmal die biblischen Anweisungen für den Krankheitsfall: „Ist jemand unter euch krank, der rufe zu sich die Ältesten der Gemeinde, dass sie über ihm beten und ihn salben mit Öl in dem Namen des Herrn“ (Jakobus 5,14). Was soll dann daraufhin geschehen? „Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten“ (Vers 15). Aber wir sollten die Art und Weise und den Zeitpunkt Gottes Entscheidung überlassen, wie Vers 16 andeutet.

Jesus sagte: „Euch geschehe nach eurem Glauben“ (Matthäus 9,29). Wenn Sie verstehen wollen, wie Sie im Glauben wachsen können, dann empfehlen wir Ihnen unsere kostenlose Broschüre Lebendiger Glaube bestellen oder im Internet als PDF-Datei herunterladen.

8. Gott ist der höchste Planer

Alle Menschen sind in Gottes Augen wichtig. Der erste Mann und die erste Frau stellten die Krone seiner physischen Schöpfung dar. Schließlich hat er sie nach seinem Ebenbild geschaffen (1. Mose 1,26-27), und wir sind alle ihre Nachkommen.

Jesus Christus sagte: „Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde [er bezog sich dabei auf seine Kreuzigung, die bald erfolgen sollte], so will ich alle zu mir ziehen“ (Johannes 12,32). Der erste Schritt in Gottes Plan für die Menschheit war das Opfer seines Sohnes, sodass uns unsere Sünden vergeben werden können. Aber sein göttlicher Plan endet nicht an dieser Stelle.

Beachten Sie, was Paulus den Christen in Ephesus sagte: „Ich sollte ans Licht bringen, wie Gott seinen verborgenen Plan verwirklicht. Er, der alles geschaffen hat, hat diesen Plan vor aller Zeit gefasst und als sein Geheimnis bewahrt. Jetzt macht er ihn den Mächten und Gewalten in der himmlischen Welt durch seine Gemeinde bekannt“ (Epheser 3,9-10; Gute Nachricht Bibel).

In diesem gegenwärtigen Zeitalter befindet sich noch vieles in Chaos und Verwirrung. „Denn wir wissen, dass die ganze Schöpfung bis zu diesem Augenblick mit uns seufzt und sich ängstet“ (Römer 8,22). Aber das wird nicht immer der Fall sein. Lesen Sie den nächsten Vers: „Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir den Geist als Erstlingsgabe haben, seufzen in uns selbst und sehnen uns nach der Kindschaft, der Erlösung unseres Leibes [zur Zeit der Auferstehung]“ (Vers 23).

Kurz zuvor hatte Paulus geschrieben: „Denn das ängstliche Harren der Kreatur wartet darauf, dass die Kinder Gottes offenbar werden“ (Römer 8,19). Gott wird alles mit der Hilfe seiner auferweckten Heiligen richtigstellen. Das ist der Grund, warum er während dieses Zeitalters des Menschen die Erstfrüchte seiner Familie beruft. Zur rechten Zeit werden noch viele weitere zum Heil berufen werden.

Gott wird sein großes Vorhaben in der schrittweisen Reihenfolge, wie sie die Bibel offenbart, verwirklichen. Unser Schöpfer hat alle sieben Stufen seines majestätischen Plans durch das Halten seiner jährlichen biblischen Feste offenbart. Um diese einzelnen Stufen zu verstehen, können Sie unsere kostenlose Broschüre Gottes Festtage – der Plan Gottes für die Menschheit bestellen oder im Internet als PDF-Datei herunterladen.

9. Gott offenbart die Zukunft

Kein menschlicher Seher oder Prophet hätte den erstaunlichen jeweiligen Aufstieg und Fall von Nationen, Führern und Völkern, wie er in der Bibel vorausgesagt worden ist, korrekt vorhersagen können. Gott rät uns allen: „Gedenkt des Vorigen, wie es von alters her war [die Dinge, die er bereits verwirklicht hat]: Ich bin Gott, und sonst keiner mehr, ein Gott, dem nichts gleicht. Ich habe von Anfang an verkündigt, was hernach kommen soll, und vorzeiten, was noch nicht geschehen ist“ (Jesaja 46,9-10).

Unser Schöpfer „ruft, was [noch] nicht ist, als wäre es [schon] da“ (Römer 4,17; Schlachter-Bibel). Er hat die Macht, die Voraussicht und die Weisheit, die Dinge gemäß seines großen Plans und Vorhabens für die Menschheit zu verwirklichen. „Wie ich’s gesagt habe, so lasse ich’s kommen; was ich geplant habe, das tue ich auch“ (Jesaja 46,11).

Gott sagt nicht nur eine herrliche Zukunft des Wohlstands, des Friedens und der Fülle voraus, sondern auch eine Zeit schrecklicher Katastrophen, die die Menschheit zuerst über sich selbst bringen wird. Auch wenn unsere expandierende moderne Technologie, die exponentiell wächst, uns viele arbeitssparende Mittel beschert, von denen unsere Vorväter nur träumen konnten, hat sie auch zu unkalkulierbaren Mitteln der Selbstzerstörung geführt, die unsere Sicherheit bedrohen.

In der Zwischenzeit nehmen Gewalt, Krankheiten, Hunger, Armut und Elend immer schneller zu, genauso wie Gott das vor langer Zeit in seinem Wort prophezeit hat. Er ist ein lebendiger Gott der Liebe und Barmherzigkeit, der Gerechtigkeit und des Mitleids – und er wird eingreifen, um die Menschheit vor sich selbst zu retten (Matthäus 24,21-22).

Wenn Gott nicht existieren würde, dann wäre unser Schicksal wahrhaft auf tragische Weise besiegelt und die gesamte Menschheit dem Untergang geweiht. Aber er ist unser lebendiger Gott, der eingreifen wird. Er ist sich der gegenwärtigen Welttrends durchaus bewusst und tief besorgt über unsere selbst verursachte Notlage. Die Menschheit ist in einer zerstörerischen Falle der Rebellion gegen unseren Schöpfer gefangen – und wir sind völlig hilflos, wenn es darum geht, uns selbst daraus zu befreien.

Darum wird Gott, der Vater, seinen Sohn Jesus Christus auf die Erde zurückschicken, damit er uns vor uns selbst retten kann (Offenbarung 11,15). Christus wird, zusammen mit seinen verherrlichten Anhängern aus diesem Zeitalter, während einer eintausendjährigen A¨ra ungeheuerlichen Wohlergehens persönlich und direkt über die Menschheit herrschen (Offenbarung 20,4-6). Während dieser Zeit des Millenniums werden viele Milliarden Menschen dadurch, dass das Wort Gottes von Jerusalem aus an alle Völker ergeht, zu wahrer Reue geführt werden.

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10. Sie liegen Gott am Herzen!

Diana, die Prinzessin von Wales (1961-1997), richtete die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf Fürsorglichkeit und Mitgefühl. Der britische Historiker und Journalist Paul Johnson schrieb: „Sie hatte die höchste fürstliche Gabe, selbst der unbedeutendsten Person das Gefühl zu vermitteln, dass sie ihr wichtig war, der Empfänger ihrer ungeteilten Aufmerksamkeit und nicht mehr länger ausgeschlossen und ignoriert war, sondern in einen warmen Kreis eingebracht worden war, wo sie willkommen geheißen, geschätzt und wichtig genommen wurde.“

Fürsorge und Mitleid sind göttliche Eigenschaften, die Menschen manchmal übersehen, wenn sie an unseren Schöpfer denken. Aber König David tat das nicht. Er rief aus: „Du, Herr, du bist ein Gott voll Liebe und Erbarmen, du hast viel Geduld, deine Güte und Treue sind grenzenlos“ (Psalm 86,15).

In den Evangelien lesen wir: „Jesus stieg aus und sah die große Menge; und sie jammerten ihn und er heilte ihre Kranken“ (Matthäus 14,14). Der Apostel Jakobus schrieb: „Der Herr ist barmherzig und ein Erbarmer“ (Jakobus 5,11).

Die sündige Welt, in der wir leben, erzeugt in vielen Menschen unweigerlich eine große ängstliche Sorge. Aber der Apostel Petrus fordert uns dazu auf, Gott zu vertrauen: „So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werft auf ihn; denn er sorgt für euch“(1. Petrus 5,6-7). Gott ist der größte Fürsorger!

David hat die Fürsorge unseres Schöpfers und seine Sorge um unser Wohl mit diesen Worten zum Ausdruck gebracht: „Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat: der dir alle deine Sünde vergibt und heilet alle deine Gebrechen, der dein Leben vom Verderben erlöst, der dich krönet mit Gnade und Barmherzigkeit“ (Psalm 103,2-4).

Zusammenfassung

Eine Stelle im Epheserbrief fasst zusammen, was Gott will, dass sein Volk über ihn wissen und verstehen soll. Paulus sagte den Christen, an die er schrieb, dass er im Gebet um Folgendes für sie bat: „. . . dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen. Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist und wie überschwänglich groß seine Kraft an uns, die wir glauben, weil die Macht seiner Stärke bei uns wirksam wurde“ (Epheser 1,17-19).

Auch unser Gebet ist, dass Sie danach streben werden, Ihren Schöpfer zu verstehen und das annehmen werden, was er Ihnen offenbart. So können Sie erleben, wie seine Macht in Ihrem Leben wirkt!

– Gute Nachrichten Januar-Februar 2009 PDF-Datei dieser Ausgabe

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