Haben Sie schon einmal versucht, jemanden zu Ihrem Glauben zu bekehren? Ihre Absicht war sicherlich aufrichtig, aber von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Von Paul Kieffer

Ich kann mir vorstellen, dass manche Leser der Intern oder unserer Zeitschrift Gute Nachrichten eine ähnliche Erfahrung gemacht haben wie ich. Wie ich haben viele unserer Leser Gottes Wahrheit akzeptiert und sie lieben gelernt. Wir sind nicht von selbst darauf gekommen, sondern unser Schöpfer hat sie uns offenbart.

Für solche Menschen ist diese Wahrheit ihr höchster Lebensinhalt geworden. Früher war unser Blick, wie bei allen Menschen, denen Gott den Verstand zum Verständnis seiner Wahrheit noch nicht geöffnet hat, nur auf des Hier und Jetzt, auf das Materielle gerichtet. Jetzt aber steht Gott im Mittelpunkt unseres Denkens. Jetzt richtet sich unser Interesse nicht mehr primär auf uns selbst, sondern mehr nach außen.

Das gilt besonders für das Verhältnis innerhalb der Familie sowie zu Freunden und Verwandten. Wir begeistern uns für das, was wir erkennen durften, und deshalb neigen wir am Anfang manchmal zu schwärmerischem Eifer. Wir möchten, dass die Menschen, die uns nahestehen, auch von der Verheißung des ewige Lebens im Reich Gottes erfahren.

Und was tun wir in unserer Begeisterung für die neue Erkenntnis, die Gott uns verstehen ließ? Wir versuchen sie mit anderen Menschen zu teilen, und zwar unaufgefordert. Man handelt zweifelsohne aus gutgemeinten Beweggründen heraus. Ich bin da keine Ausnahme, das habe ich auch anfangs getan. Mit welchem Resultat?

Das Resultat war ähnlich wie bei einer Frau vor einigen Jahren, die unsere Literatur studierte und mehr Begeisterung als Besonnenheit besaß. Sie wollte ihren Mann und ihre Kinder von ihren neuen Erkenntnissen überzeugen und redete oft auf sie ein. Anstatt aber ihre Familie zu überzeugen, erreichte sie lediglich, dass eine dissonante Atmosphäre in ihrer Familie herrschte!

Diese Frau redete auch auf ihre Nachbarn ein und erweckte den Eindruck, als wollte sie alle bekehren. Das Ergebnis war, dass ihre Bekannten sich von ihr distanzierten und sie mieden.

Dem Ehepartner die eigene religiöse Überzeugung einreden zu wollen, ist einer der schwerwiegendsten Fehler, die ein neu bekehrter Christ überhaupt begehen kann. Tun Sie es nicht, wenn Sie Ihren Mann bzw. Ihre Frau lieb haben! Tun Sie es nicht, wenn Sie Ihren Erlöser lieben, der für Sie gestorben ist und jetzt für Sie lebt.

Denken wir vor allen Dingen immer an folgende Aussage Jesu: „Es kann niemand zu mir [Jesus] kommen, es sei denn, dass ihn ziehe der Vater, der mich gesandt hat“ (Johannes 6,44). In derselben Weise, wie Gott uns den Sinn für seine Wahrheit geöffnet hat – er hat uns gezogen! –, muss er das auch bei anderen Menschen tun.

Dabei gibt Gott jedem Menschen die Entscheidungsfreiheit in Fragen der Ethik und Moral. Gott sei Dank hat niemand die Macht, Ihnen eine unerwünschte religiöse Überzeugung aufzuzwingen. Jeder Mensch muss für sich seine eigene Entscheidung treffen.

In der Freude über neu gewonnene Erkenntnisse übersehen wir oft, dass unsere Fähigkeit, diese zu verstehen, nicht unserer eigenen Intelligenz bzw. unserem eigenen Erfassungsvermögen zu verdanken ist, sondern dem Eingreifen Gottes. Menschen, in deren Leben Gott noch nicht auf ähnliche Weise eingegriffen hat, können die Dinge nicht verstehen, die wir erkennen durften! Dazu schrieb der Apostel Paulus:

„Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben. Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit. Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist? So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes.

Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist aus Gott, dass wir wissen können, was uns von Gott geschenkt ist ... Der natürliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist ihm eine Torheit und er kann es nicht erkennen; denn es muss geistlich beurteilt werden“ (1. Korinther 2,9-12. 14; alle Hervorhebungen durch uns).

Aber, so werden jetzt einige fragen, hat Jesus uns nicht gesagt, wir seien das Licht der Welt? Sollen wir unser Licht nicht leuchten lassen?

Definitiv! Aber haben Sie auch gelesen, wie wir Jesus zufolge unser Licht leuchten lassen sollen? „Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“ (Matthäus 5,14-16).

Jesus sagte nicht: „... damit sie eure guten Argumente hören.“ Jesus sagte vielmehr, die Leute sollten unsere guten Werke sehen. Ein Licht spricht nicht, es leuchtet!

Soll das nun heißen, dass man überhaupt niemanden auf eine unserer Broschüren oder die Zeitschrift Gute Nachrichten aufmerksam machen darf? Nun, hier kommt es ganz auf das Wie an. Wenn Sie eine Publikation beiläufig in einem Gespräch erwähnen und dabei andeuten, dass sie für Ihren Freund oder Ihre Freundin von Interesse sein könnte, dann ist nichts dagegen einzuwenden. Wir würden das sogar begrüßen!

Aber gehen Sie dabei nicht zu weit! Drängen Sie niemanden; versuchen Sie nicht, Ihren Gesprächspartner zu überzeugen oder ihm „Religion beizubringen“. Wir dürfen Menschen, die in diesen Fragen anders denken als wir, niemals Predigten halten. Es hängt also sehr viel davon ab, wie man etwas an den Mann bringt.

Möglicherweise würden Sie Ihren Bekannten und Freunden einen großen Dienst erweisen, wenn Sie ihnen bei Gelegenheit einmal ein Heft unserer Zeitschrift Gute Nachrichten zeigten. Nötigen Sie aber niemanden zur Lektüre! Versuchen Sie nie, jemanden zu überreden oder zu überzeugen.

Wenn jemand dann von sich aus kein Interesse zeigt, lassen Sie ihn in Ruhe. Wenn er aber mehr wissen will, dann erzählen Sie ihm, dass er diese Zeitschrift kostenlos beziehen kann, und zeigen Sie ihm unsere Anschrift im Impressum, damit er uns schreiben kann, um sein Abonnement selbst zu bestellen.

Wenn Fragen gestellt werden

Wenn wir unserer Verantwortung nachkommen und ein Beispiel für die wahre christliche Lebensweise geben, kann es vorkommen, dass uns Fragen zu unserem Verhalten gestellt werden. Vielleicht möchte jemand wissen, warum wir samstags nicht arbeiten oder bestimmte traditionelle christliche Feiertage nicht feiern. Wie sollen wir uns verhalten, wenn wir gefragt werden?

Gott verschafft uns damit eine Wirkungsmöglichkeit! Der Apostel Petrus schrieb diesbezüglich: „Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, und das mit Sanftmut und Gottesfurcht“ (1. Petrus 3,15-16).

Wir, die wir dank der Gnade Gottes die Antwort auf die großen menschlichen Seinsfragen erkennen durften, sollten stets bereit und willens sein, unsere von Gott geschenkte Erkenntnis mit allen zu teilen, die danach fragen. Bedeutet das, dass wir dann „grünes Licht“ fürs Predigen haben?

Nein! Leider neigen manche aber dazu, jede Frage als Gelegenheit für langatmige Belehrungsvorträge auszunutzen. Sie meinen, bei einer schlichten Frage die Möglichkeit zu erkennen, alles, was sie in letzter Zeit gelernt haben, loszuwerden und einmal so richtig über die Fehler und Irrtümer der Menschen herzuziehen. Salomos Beschreibung in den Sprüchen passt hierzu: „Ein Tor lässt seiner ganzen Erregung freien Lauf, aber ein Weiser hält sie zurück“ (Sprüche 29,11; Einheitsübersetzung).

Was gilt es zu beachten, wenn wir Fragen beantworten? Es ist vor allem wichtig, zunächst das Motiv des Fragestellers zu erkennen. Ist er innerlich offen, oder will er nur ein Streitgespräch anfangen? Ist er bloß ein bisschen neugierig, oder sucht er ernsthaft nach neuem Wissen, neuen Erkenntnissen?

In den meisten Fällen gilt: Je knapper man antwortet, desto besser (knapp heißt allerdings nicht „barsch“ oder „kurz angebunden“).

Denken wir an Jesu Ermahnung: „Ihr sollt das Heilige nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt ihr nicht vor die Säue werfen, damit die sie nicht zertreten mit ihren Füßen und sich umwenden und euch zerreißen“ (Matthäus 7,6). Damit soll natürlich nicht gesagt werden, dass jeder, der die Wahrheit nicht akzeptieren will, zu den „Hunden“ oder „Säuen“ zählt. Es handelt sich lediglich um eine Analogie.

Jemandem, der ernsthaft an der gottgewollten Lebensweise interessiert ist, sollten Sie natürlich seine Fragen nach bestem Wissen beantworten. Sie sollten aber nicht ins Extrem verfallen wie der Tor in Sprüche 29, Vers 11, der gleich alles heraussprudelt, was ihm am Herzen liegt.

Sagen Sie genug, um den Fragesteller für den Augenblick zufriedenzustellen. Tun Sie das aber so, dass genug Neugier in ihm bleibt, dass er sich bei Gelegenheit mit weiteren Fragen an Sie wendet.

Wenn der Fragesteller wirklich echtes, intensives Interesse zeigt, können Sie ihm vielleicht eine unserer Broschüren leihen, sollte diese seine spezielle Frage beantworten. Eine andere Möglichkeit bei echtem Interesse ist, den Bezug unserer Zeitschrift Gute Nachrichten zu empfehlen.

Bedenken Sie aber immer, dass wir, ganz gleich, wie gut wir argumentieren können, niemanden bekehren können. Denn nur Gott kann einem Menschen die Augen für seine Wahrheit öffnen (Johannes 6,44). Wenn Gott in einem Ihrer Freunde wirkt, wird dieser von sich aus den Wunsch haben, mehr zu lernen. Wenn Gott aber nicht selbst seinen Sinn aufnahmebereit macht, werden Sie bei ihm nur Ablehnung hervorrufen, wenn Sie ihm die Wahrheit aufzudrängen suchen.

„Allen alles sein“

Ein weiteres Prinzip bei der Beantwortung von Fragen besteht darin, eine Sprache zu verwenden, die der Fragesteller auch versteht. In unseren Publikationen verkünden wir die biblische Wahrheit in einer modernen Ausdrucksweise, die dem Durchschnittsleser verständlich ist.

Es besteht keinerlei Notwendigkeit, das Evangelium in altertümlicher, religiös klingender, salbungsvoll-frömmelnder Sprache zu predigen. Im Gegenteil: Durch eine solche Ausdrucksweise fühlen sich die meisten Leute heute ja abgestoßen.

Der Apostel Paulus zum Beispiel machte es sich zum Grundsatz, alles zu vermeiden, was andere vor den Kopf stoßen oder sie beleidigen könnte. Er kleidete seine Botschaft in ein zeitgemäßes Gewand, damit die Menschen seiner Tage bereit waren, ihn zumindest anzuhören.

„Denn obwohl ich frei bin von jedermann, habe ich doch mich selbst jedermann zum Knecht gemacht, damit ich möglichst viele gewinne. Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne. Denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich wie einer unter dem Gesetz geworden – obwohl ich selbst nicht unter dem Gesetz bin –, damit ich die, die unter dem Gesetz sind, gewinne.

Denen, die ohne Gesetz sind, bin ich wie einer ohne Gesetz geworden – obwohl ich doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin in dem Gesetz Christi –, damit ich die, die ohne Gesetz sind, gewinne. Den Schwachen bin ich ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise einige rette“ (1. Korinther 9,19-22).

Beim Predigen des Evangeliums wirken wir nicht wie Verkäufer, aber ein Prinzip aus der Werbung trifft schon auf unser Bemühen zu. Um gute Ergebnisse zu erzielen, muss man zunächst einmal wissen, wie die angesprochene Lesergruppe dem betreffenden Produkt gegenüber eingestellt ist. Man darf diejenigen, die man zu überzeugen sucht, nicht vor den Kopf stoßen.

Man muss sich von ihrem Standpunkt aus an sie wenden, nicht vom eigenen Standpunkt aus. Um sie von der Richtigkeit eines anderen Standpunktes zu überzeugen, muss man zunächst auf ihren Standpunkt eingehen. In unserem Fall sagen wir dazu, dass wir unsere Leser dort abholen müssen, wo sie sind.

Zwar wurden die meisten, die Paulus predigen hörten, nicht von Gott berufen, aber er sprach sie in ihrer Sprache an, damit sie wenigstens lange genug zuhörten, um sein Zeugnis zu vernehmen und darüber nachzudenken. Auch gegenüber den wenigen von Gott Berufenen bediente sich Paulus einer Ausdrucksweise, die sie verstanden. Damit vermied er, sie zu brüskieren oder irgendwie abzuschrecken.

Lassen wir uns die Weisheit des Paulus eine Lehre sein. Gehen Sie im Gespräch auf die Frage ein, was den anderen interessiert, und seien Sie dabei offen und freundlich! Machen Sie es nicht so wie jener Mann, der stolz erklärte: „Ich bringe es immer fertig, die Bibel in meine Gespräche einzubauen.“ Eine „Bibelpredigt“ ist genau das, was die meisten nicht verstehen und auch gar nicht hören wollen.

Unsere Vorbildfunktion

Wer die Wahrheit erkennen darf, hat auf jeden Fall die Pflicht, seinen Mitmenschen ein Vorbild zu sein. Wir hatten bereits Jesu Aufruf gelesen: „So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“ (Matthäus 5,16).

Wohlgemerkt, Jesus sagte „damit sie eure guten Werke sehen“ – Werke, nicht Worte! Petrus mahnt alle Christen: „Euer Leben mitten unter den Menschen, die Gott nicht kennen, muss einwandfrei sein. Wenn sie euch alles mögliche Böse nachsagen, sollen sie eure guten Taten sehen und von ihren eigenen Augen eines Besseren belehrt werden“ (1. Petrus 2,12, Gute Nachricht Bibel). Die Früchte einer Lebensführung nach dem Willen Gottes sollte man sehen, nicht hören.

An einer anderen Stelle spricht Petrus über die Beziehung zwischen einer Frau, die die Wahrheit Gottes kennenlernen durfte, und einem Mann, der ihrer neuen Lebensauffassung kein Interesse entgegenbringt:

„Ihr Frauen, ordnet euch in derselben Weise euren Männern unter! Auch ohne viele Worte sollt ihr allein durch euer Vorbild eure Männer für Christus gewinnen, sofern sie bisher nicht auf seine Botschaft hören wollten. Wenn sie euer vorbildliches Leben und eure Ehrfurcht vor Gott sehen, wird sie das überzeugen“ (1. Petrus 3,1-2; „Hoffnung für alle“-Bibel).

Es gibt allzu viele Männer und Frauen, die sich ihren Ehepartner zum Feind gemacht haben, weil sie die neugefundene Wahrheit unbedingt mit ihm teilen wollten. Petrus meinte mit der oben zitierten Stelle: Der Ehepartner (oder auch der Freund bzw. Bekannte) kann (wenn Gott mitwirkt) dadurch gewonnen werden, dass er sieht, wie man lebt.

Wenn Gott in Ihrem Leben wirkt und Sie den Weg zum ewigen Leben erkennen, den er für die Menschheit vorgesehen hat, und Sie beginnen, sich an diesem neuen Ziel auszurichten, dann werden die Menschen in Ihrem Umfeld sicher eine Veränderung wahrnehmen. Man wird diesen Wandel sehen, ohne dass Sie etwas sagen.

Für die Menschen, die Gott beruft, ist nichts aufregender, als in Gottes Wort neue Wahrheiten zu entdecken. Und dass man diese begeisternden Erkenntnisse dann auch mit anderen teilen will, ist auch nur natürlich. Dass man das biblische Prinzip beachtet, als Christ ein Licht zu sein, gibt einem die Möglichkeit zum Teilen dessen, was man gelernt hat.

Was sollte anderen Menschen auffallen?

Überlegen wir einmal kurz, welche Veränderungen dann in Ihrem Leben sichtbar werden sollten. Das ist notwendig, weil man leicht in Versuchung kommt, sich allzusehr auf die Veränderung äußerlicher Dinge (Essgewohnheiten, Freizeitgestaltung usw.) zu konzentrieren oder sich seiner Bibelkenntnisse zu rühmen. Solche äußerlichen, sozusagen materiellen Veränderungen sind jedoch kaum geeignet, großen Eindruck zu machen.

Wenn andere dagegen einen Wandel in Ihrer ganzen Lebenseinstellung sehen, wenn sie sehen, dass die üblichen Alltagssorgen, Zweifel, Unsicherheitsgefühle und Frustrationen verschwinden, wenn sie bei Ihnen mehr Glück, Freude und Zufriedenheit feststellen, dann müssen sie einfach beeindruckt sein.

Viele Punkte der göttlichen Wahrheit können einem Andersdenkenden ziemlich gegen den Strich gehen. Aber wer kann etwas gegen Liebe, Geduld und Güte sagen? Wer könnte etwas gegen einen hilfsbereiten Nachbarn haben, gegen eine liebevolle Ehefrau, einen geduldigen Gatten oder einen fleißigen Mitarbeiter?

Die große Frage ist: Was wird Ihrer Umgebung auffallen, wenn Sie Ihre Lebensführung ändern? Werden es die kleinen, äußerlichen Veränderungen sein, die ein Andersgesinnter nicht begreift? Werden Sie in Ihrer Nachbarschaft bekannt sein für Ihre erfolglosen „Bekehrungsversuche“?

Oder werden die Leute anfangen, in Ihnen einen besseren Nachbarn, einen besseren Vater, eine bessere Mutter, einen besseren Arbeiter zu sehen? Wird Ihr Leben wirklich zum Vorbild für Ihre Mitmenschen werden, wenn man vielleicht auch einiges, was Sie denken oder tun, für etwas merkwürdig halten mag? Werden andere in Ihnen Eigenschaften sehen, die sie selbst gern aufweisen möchten?

Jeder wünscht sich im Grunde die Eigenschaften eines echten Christen, aber die meisten wissen nicht, wie sie Glück, Erfüllung und einen Sinn im Leben erreichen können. Diese Attribute sollten andere in Ihnen sehen. Denken Sie daran, dass Taten aussagekräftiger sind als Worte.

Durch ständiges Einreden, gutes Argumentieren usw. werden wir niemanden bekehren können. Nur Gott kann einen Menschen bekehren.

Wenn Gott Sie neue Erkenntnisse verstehen lässt, verkünden Sie sie nicht gleich der ganzen Welt. Lassen Sie stattdessen die Welt sehen, was diese Erkenntnisse in Ihnen bewirken! Kommen Sie der Aufforderung Jesu nach, Ihrem Umfeld ein Licht der neuen Lebensweise zu sein, zu der Gott Sie berufen hat.