
Mut ist eine wichtige christliche Eigenschaft. Gekleidet mit der Waffenrüstung Gottes sollen wir in unserem christlichen Kampf gegen Satan mutig voranschreiten.
Von John Elliott
Josua stand am Jordan und Gott gebot ihm: „Mach dich nun auf und zieh über den Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Kindern Israel, gegeben habe“ (Josua 1,2). Zu einem kritischen Zeitpunkt erinnerte ihn Gott daran, dass er mit ihm sein würde: „Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen ... Sei nur getrost und ganz unverzagt, dass du hältst und tust in allen Dingen nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat“ (Josua 1,5. 7). Gott wusste, dass es Josua bei der neuen Herausforderung, Israel in das Gelobte Land zu führen, Mut kosten würde, seinem Gesetz treu zu bleiben.
Heute brauchen Christen – genauso wie einst Josua – besonderen Mut, um Gottes Geboten treu zu bleiben. Wie können wir mutige Christen sein? Als Menschen neigen wir dazu, uns auf uns selbst zu verlassen und unsere eigenen inneren Kraftreserven „anzuzapfen“. Bei rein physischen Aufgaben mag das hilfreich sein, aber unsere geistliche Lebenskraft ist Gott – durch seinen Geist. Wahre Kraft kommt vom Herrn, der die Quelle des Lebens selbst ist. Paulus schrieb: „Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke“ (Epheser 6,10).
Wie kann ein jeder von uns das Werk, zu dem wir persönlich berufen worden sind, mit größerem Mut und vermehrter Kraft tun? Die Antwort hat mit der persönlichen Vorbereitung auf die vor uns liegende Aufgabe zu tun. Um eine wichtige Aufgabe in der richtigen Weise tun zu können, brauchen wir die richtigen Fertigkeiten, Werkzeuge, Kleidung und Gesinnung. Für Christen bedeutet dies, dass wir ein besonderes Gewand anziehen, das die „Waffenrüstung Gottes“ genannt wird: „Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels“ (Vers 11).
Wenn wir am Werk Gottes Anteil haben wollen, brauchen wir Mut! Dieser Mut gründet sich nicht auf unsere Gefühle oder menschliche Logik, sondern auf die Kraft des heiligen Geistes Gottes. In Epheser 6, Vers 14 sagt uns Paulus: „So steht nun fest, umgürtet an euren Lenden mit Wahrheit und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit“ (alle Hervorhebungen durch uns).
Erkennen Sie den Mut, der in dieser Aufforderung vorausgesetzt wird? Gott möchte, dass wir als seine Jünger mutig handeln. Wir können heute damit anfangen, aufzustehen und uns mutig dem Feind entgegenzustellen! Wir sollen nicht davor zurückschrecken, in einer Krise angemessene Schritte zu tun. Paulus legt für uns den Weg mutigen Handelns dar.
Zunächst sollen wir den Gurt der Wahrheit anlegen (Vers 14). Dieser Gurt hält Ihr Schwert fest, also sollen Sie ihn fest anziehen! Die Wahrheit ist die absolute Realität Gottes und sein vollkommener Lebensweg, die sich nie ändert. Sie können sich immer auf sie verlassen, ungeachtet der gegenteiligen Aussagen von Menschen oder gar Geistwesen. Die unwandelbare Wahrheit Gottes ist die Grundlage des ganzen Universums.
In den Aussagen der Bibel wird die zentrale Rolle der Wahrheit immer wieder betont: „Treu ist Gott und ... wahrhaftig ist er“ (5. Mose 32,4); „Dein Wort ist die Wahrheit“ (Johannes 17,17); „Denn der Geist ist die Wahrheit“ (1. Johannes 5,6); „Dein Gesetz ist Wahrheit“ (Psalm 119,142); „Daran erkennen wir, dass wir aus der Wahrheit sind“ (1. Johannes 3,19).
Wir kennen die Wahrheit und ihre Quelle. Jeden Tag haben wir eine echte Gelegenheit, die Wahrheit zu suchen, indem wir mit Gott reden, uns mit seinem Wort beschäftigen, seinen heiligen Geist in Anspruch nehmen und uns davon leiten lassen und nach seinen Geboten leben. Darüber hinaus trägt die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten zur gegenseitigen Festigung in der Wahrheit bei.
Unsere persönliche Auseinandersetzung mit der Wahrheit verleiht uns die Kühnheit, das Richtige ungeachtet persönlicher Konsequenzen zu tun, wenn wir in allen Aspekten der Wahrheit fest gegründet stehen. Die Wahrheit zu suchen, erfordert nur ein wenig Zeit an jedem Tag. Also sollen wir diese Suche nicht hinausschieben, als würde es sich um ein großes Projekt handeln. Wir sollten Zeit mit Gott verbringen, und das täglich. So bleiben wir in der Wahrheit gegründet. Durch regelmäßigen Kontakt wird diese Zeit interessant, fesselnd und erleuchtend.
Als Nächstes sollen wir den „Panzer der Gerechtigkeit“ anziehen (Epheser 6,14). Gerechtigkeit ist eine den Geboten Gottes entsprechende Lebensweise. Gottes Gebote zu halten ist das Gegenteil von Gesetzlosigkeit. Die Ergebnisse der Anwendung der Gesetze Gottes in unserem Leben sind persönliche Beweise für seine Existenz, sein Wirken und die Lösung der Probleme der Menschheit in der Welt von morgen.
Das Wirken der Liebe Gottes in unserem Leben vermittelt uns Zuversicht in Gottes Lebensweise. Jesus weist uns an, seine Jünger zu sein, indem wir viel Frucht bringen: „Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger“ (Johannes 15,8). Durch ihn, das Haupt des Leibes, sind wir alle zu Gliedern des Leibes geworden (1. Korinther 12,27).
Als sein Leib führen wir an seiner Statt das Werk der Verkündigung einer guten Nachricht über ein kommendes Reich Gottes auf dieser Erde. Die Menschen, die dieses Reich erleben, werden glücklich und produktiv sein. Ziehen wir also seine Gerechtigkeit an, und sie wird zum Schutzpanzer gegen Wunden, die unser ewiges Leben sonst bedrohen könnten.
Außerdem sollen wir festes Schuhwerk anziehen, „zu treiben das Evangelium des Friedens“ (Epheser 6,15). Der lebendige Jesus Christus hat uns beauftragt, ein Werk für ihn zu tun. Wir sind nicht in dieser Zeit berufen worden, um passive Christen zu sein. Auf seine Söhne und Töchter hat er seinen Geist der Kraft ausgegossen, damit wir fähig werden, lebendige Beispiele und Verkünder des kommenden Reiches Gottes zu sein! Jesus hat eine „Vorausmannschaft“ von Arbeitern gerufen, um das Evangelium vom Reich Gottes allen Nationen vor dem Ende dieses Zeitalters zu verkündigen (Matthäus 24,14).
Die „Stiefel“ des Evangeliums sind zum Marschieren gemacht und Jesus hat uns eine Aufgabe gegeben. Wir durften die Wahrheit erkennen und kennen ihre Quelle. Uns wurde der Auftrag erteilt, das Evangelium vom Reich Gottes zu predigen. Solange es noch Zeit ist, ein Werk zu tun, bleibt es uns überlassen, auf unseren Füßen zu stehen.
Uns wurde ein Verständnis der Heiligen Schrift geschenkt, das anderen Menschen verschlossen bleibt (vgl. Matthäus 13,13-17). Nehmen wir die Verantwortung des Predigens ernst und freuen wir uns über unsere Berufung und darüber, bereits in der Zeit vor der Wiederkehr Jesu Christi seinen Plan für die Menschen zu kennen. Helfen wir eifrig mit, die gute Nachricht über das zu verkündigen, was der Menschheit nach der Wiederkehr Jesu bevorsteht.
Wie wir alle bei unserem christlichen Wandel festgestellt haben, ist der vor uns liegende Weg nicht immer klar markiert. Soldaten warten nicht, bis eine Straße asphaltiert und mit Straßenbeleuchtung versehen ist, bevor sie sich nach vorne bewegen. Wir sind Soldaten in einem geistlichen Kampf, wir sind Bahnbrecher! Wir müssen durch die Finsternis dieser Welt hindurchstoßen und den Weg weisen.
Später wird der Pfad für diejenigen geebnet, die nachfolgen werden:
„Und es wird dort eine Bahn sein, die der heilige Weg heißen wird. Kein Unreiner darf ihn betreten; nur sie werden auf ihm gehen; auch die Toren dürfen nicht darauf umherirren ... Die Erlösten werden dort gehen. Die Erlösten des Herrn werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein; Freude und Wonne werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird entfliehen“ (Jesaja 35,8-10).
Das Verständnis der ewigen Wahrheit Gottes gibt uns Kraft. Jesus, der lebendige Christus, hat uns allen geboten, in seinen Fußstapfen zu wandeln und in der Gerechtigkeit zu wachsen. Er hat uns als seine Jünger beauftragt, seine Verkündigung des Wortes fortzusetzen.
Das ist sehr ermutigend. Wer könnte verzagen, wenn wir erkennen, dass der Gott der Wahrheit, der Friedensfürst, uns den Weg weist?
Es sind nur noch einige Details, dann werden wir bereit sein, kühne Schritte zu wagen, frei von jeglichen Vorbehalten, die uns belasten könnten. Als Nächstes spricht Paulus den Glauben an (Epheser 6,16). Glauben wir Gott und seinen Verheißungen – oder nicht? Selbstverständlich tun wir das!
Deshalb orientieren wir unser Leben, unsere Zeit, unseren Beruf, unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und unsere Finanzen an den Vorgaben Gottes. Durch den heiligen Geist drängt uns Gottes Glaube dazu, die Überwindung der Sünde in unserem Leben nicht zu vernachlässigen und dem Vorbild seines Sohnes nachzufolgen.
Wir glauben, dass Jesus, der Messias und unser persönlicher Retter, uns das Heil geschenkt hat und bald zurückkehren wird, um uns gemäß unseren Werken zu belohnen (Offenbarung 22,12). Wir sehnen uns nach der tausendjährigen Herrschaft Jesu Christi, um die wahren Lösungen für die zunehmenden Probleme dieser Welt durchzusetzen. Wir glauben und vertrauen auf die Verheißungen Gottes.
Wir besitzen den „Schild des Glaubens“, den Gott uns durch den uns innewohnenden heiligen Geist verleiht. Dieser vom Geist Gottes vermittelte Glaube weist die Angst zurück (2. Timotheus 1,7). Uns wird daher geboten, unsere Gedanken mit dem „Helm des Heils“ (Epheser 6,17) zu beschirmen, damit uns niemand das Heil nehmen kann.
Nur noch eine letzte Sache, und dann können wir mit unserem mutigen Handeln fortfahren: „Nehmet ... das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes“ (Vers 17). Wir brauchen nicht nur ein Schwert (die Bibel), sondern auch das Wissen, wie man damit richtig umgeht.
Es gibt Kämpfe, die jeder Christ für sich ausfechten muss. Andere Christen werden neben uns stehen und ihre eigenen Kämpfe führen, denn niemand kann unseren persönlichen Kampf für uns führen oder ihn uns abnehmen.
Daher ist es äußerst wichtig, dass wir Experten im Umgang mit unserem eigenen „Schwert” werden. Wenn wir uns täglich mit der Bibel befassen, sind wir für eine spätere Krise gut gerüstet (2. Timotheus 3,15).
Gott hat uns eine großartige Berufung geschenkt. Unsere Verantwortung ist groß, doch wir können mutig auftreten, wenn wir richtig ausgerüstet sind. Es ist jetzt an der Zeit, guten Mutes zu sein, denn Gott hat gesagt, dass er uns nie verlassen oder von uns weichen wird. Wir haben das Wissen, die richtige Ausrüstung und Gottes Beistand. Also, auf in den Kampf!
Stellungnahme zur Verkündigung des Evangeliums
Jesus Christus beauftragte die Gemeinde, Menschen in allen Völkern zu seinen Jüngern zu machen und das Evangelium vom Reich Gottes zum Zeugnis zu predigen (Matthäus 28,19; 24,14). Als Zeugen des Wirkens Jesu war den Aposteln aufgetragen, die gute Nachricht über die Verheißung ewigen Lebens im Reich Gottes zu predigen (Lukas 24,47-48). Dem Sinn nach bedeutet das griechische Wort kerusso eine Ankündigung. Darunter verstehen wir eine Formalität, Ernsthaftigkeit und Autorität, mit der sich die Verkünder Gehör verschaffen.
In diesem Sinne heißt es über die Aufnahme der Predigertätigkeit Jesu Christi: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium!“ (Markus 1,15; Einheitsübersetzung).
Die Botschaft Jesu Christi und der Apostel war prägnant bzw. herausfordernd und enthielt eine Warnung an ihre Zuhörer, dass ihre Weigerung zu bereuen letztendlich eine Bestrafung nach sich würde (Kolosser 1,27-28). Darüber hinaus ermahnte Gott seine Propheten im Alten Testament, als Wächter zu dienen (Hesekiel 33,1-10).
Vor dem Hintergrund biblischer Beispiele glaubt die Vereinte Kirche Gottes, dass sie die Verantwortung hat, die Menschen im deutschsprachigen Raum zu Jüngern zu machen, die Herde Gottes zu weiden und eine Warnung zu verkündigen, dass das Reich Gottes herbeigekommen ist. Aus diesem Grund ist die Vereinte Kirche Gottes entschlossen, dieser Verantwortung, die Jesus Christus ihr als Teil seines Leibes aufgetragen hat, gerecht zu werden.
Diese Entschlossenheit schlägt sich in der öffentlichen Verkündigung des Evangeliums nieder, beispielsweise in der Zeitschrift Gute Nachrichten, in den ergänzenden Broschüren und sonstigen Veröffentlichungen der Kirche und in unserem Internetauftritt mittels der Webseite .www.gutenachrichten.org