Von der Redaktion

Wer freut sich nicht auf den Frühling und das Wiedererwachen der Natur? Mit der Zunahme der Tageslänge spürt man überall das Leben – ein wunderbares alljährliches Erlebnis. In diese Jahreszeit fällt ein traditioneller christlicher Feiertag, der mit einem anderen Wiedererwachen zum Leben zu tun haben soll, woran aber immer weniger Menschen in Deutschland glauben: Ostern. Auf diesen Feiertag selbst – und den Montag danach, der dazu gehört – möchte man nicht verzichten. An die Auferstehung Jesu Christi, woran dieser Feiertag erinnern soll, glauben laut Umfragen aber weniger als 40 Prozent der Deutschen – und dies mit abnehmender Tendenz.

Bemerkenswerter als diese Statistik ist die Tatsache, dass unter denen, die die Auferstehung Jesu in Frage stellen, auch solche Menschen sein müssen, die zu einer der großen christlichen Konfessionen in Deutschland gehören. Nach einer Statistik der Bertelsmann Stiftung sind fast zwei Drittel aller Deutschen katholisch oder evangelisch. Wer katholisch oder evangelisch ist, müsste auch Christ sein, oder?

Ein Vergleich dieser beiden Statistiken ergibt jedoch, dass zu den mehr als 60 Prozent der Deutschen, die die Auferstehung Jesu ablehnen, auch mancher Konfessionschrist gehören muss. Nach der Bibel ist man aber kein Christ, wenn man die Auferstehung Jesu ablehnt, denn dann ist der „Glaube nichtig“ (1.  Korinther 15,17).

Wir gehören hingegen zu einer kleinen Gruppe von Christen, die an den Tod und die Auferstehung Jesu glauben, wie diese Ereignisse in der Bibel geschildert werden. Weil gerade die Bibel der Maßstab für unseren Glauben ist, halten wir, dem Beispiel Jesu, seiner Apostel und der ersten Christen folgend, statt Ostern das Passah. Manchmal kommt es vor, dass wir, weil wir Ostern nicht feiern, die Frage beantworten müssen, ob wir Atheisten oder sonst was sind. Nein, wir sind Christen, und die Wahrheit über die Auferstehung Jesu ist ein elementarer Teil unseres Glaubens.

Warum lehnen wir Ostern ab? Jesu Aposteln und den ersten Christen war Ostern unbekannt. Es ist kein Geheimnis, dass Ostern als Feiertag des heutigen Christentums erst lange nach dem Ableben von Jesus und seinen Aposteln eingeführt wurde. Dieser Feiertag ist also, was seinen Ursprung angeht, nicht in der christlichen Tradition der frühen Kirche verankert.

Darüber hinaus leitet sich das Wort „Ostern“ bekanntlich von einer antiken Göttin ab, der Göttin des Frühlings, die in Europa als Ostara bekannt war. Bei Ausgrabungen im Nahen Osten fand man Darstellungen dieser Göttin. In Babylon nannte man sie Ischtar. Von diesem Namen Ischtar stammt übrigens bei den englischsprachigen Völkern die Bezeichnung für Ostern, nämlich Easter. Und Traditionen wie Ostereier und -hasen haben mit der Auferstehung Jesu nun wirklich nichts zu tun, sondern sind auf vorchristliche Fruchtbarkeitsriten zurückzuführen.

So gibt es alljährlich das Paradox, dass diejenigen, die traditionsgemäß zu Ostern in die Kirche gehen, aber nicht an die Auferstehung Jesu glauben, als Christen angesehen werden. Im Gegensatz dazu wird das Christsein derjenigen, die von Jesu Auferstehung überzeugt sind und Ostern wegen seines Ursprungs ablehnen, manchmal in Frage gestellt.

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