Von der Redaktion

Künstliche Intelligenz – KI – ist derzeit in aller Munde und beeinflusst bereits viele Lebens- und Arbeitsbereiche. Wie wir in dieser Ausgabe untersuchen, ist künstliche Intelligenz jedoch keine vorübergehende Modeerscheinung. Sie verändert unsere Welt und die Art und Weise, wie wir mit ihr interagieren.

Viele beschäftigen sich damit zu lernen, wie sie künstliche Intelligenz auf immer vielfältigere Weise einsetzen können. Bald wird sie uns aus ihren schneeballartig wachsenden Ressourcen viele neue Produkte und Dienstleistungen bieten. Andererseits haben viele Menschen – sogar diejenigen, die sie finanzieren und entwickeln – Angst vor dem, was aus der KI werden und sie bewirken könnte. 2023 warnte Elon Musk: “KI ist gefährlicher als beispielsweise eine schlecht gemanagte Flugzeugkonstruktion, Produktionswartung oder Automobilproduktion. Sie hat das Potenzial, die gesamte Zivilisation zu zerstören.„ Dieses Potenzial ist ein wichtiger Faktor für das Engagement, mit KI Schritt zu halten und Leitplanken für ihren Einsatz festzulegen und aufrechtzuerhalten.

KI ist ein Werkzeug mit vielen nützlichen Anwendungsmöglichkeiten, aber es ist ratsam, sich der potenziellen Gefahren für die Gesellschaft und uns persönlich bewusst zu werden. Ob KI eine „gute“ oder „schlechte“ Entwicklung ist, hängt wirklich davon ab, wie sie eingesetzt wird.

„Die meisten technologischen Fortschritte dürften sowohl Vor- als auch Nachteile haben. Ein Messer kann für Operationen oder als Mordwaffe verwendet werden, ein Auto kann Sie zur Arbeit bringen oder als Fluchtauto nach einem Verbrechen dienen“, schreibt John Lennox in seinem Buch 2084: Artificial Intelligence and the Future of Humanity. „Das Gleiche gilt für KI. Es gibt viele wertvolle und positive Entwicklungen, aber auch einige sehr alarmierende negative Aspekte, die einer genauen ethischen Prüfung bedürfen“ (Zondervan, 2020 Seite 64).

Während Menschen mit böswilligen Absichten KI wie auch immer für schädliche Zwecke missbrauchen können, kann KI bei verantwortungsvoller Nutzung auch ein mächtiges Werkzeug für das Gute sein. Wie sollen wir damit umgehen? Erstaunlicherweise beginnen einige Menschen, KI-Systeme als eine Art persönlicher Begleiter oder als höhere Intelligenz zu betrachten, die ihnen für ihren Weg durchs Leben Geheimnisse offenbaren und Ratschläge vermitteln kann.

Doch tatsächlich wird uns eine Superintelligenz helfen – allerdings nicht in Form einer künstlichen Intelligenz, sondern durch die Verbindung mit der höchsten Intelligenz, die das gesamte Universum erschaffen und uns aus einem bestimmten Grund hierhergebracht hat. Diese Intelligenz liebt uns und will das Beste für uns.

Wie gestalten wir unseren Umgang mit KI? Wie auch ohne KI, nämlich durch moralische Entscheidungen: Wir suchen Gott und gehen seinen Weg, um umsichtig, verantwortungsbewusst und vor allem gerecht zu handeln. Wir werden sehen, dass es durch ihn wirklich Hoffnung für die Zukunft gibt.

Ob es uns gefällt oder nicht: KI ist nicht mehr wegzudenken. Wir können uns jedoch bemühen, sie auf eine Weise einzusetzen, die mit biblischen Grundsätzen vereinbar ist. Ein allgemeines Prinzip, das man sich merken sollte, finden wir in 1. Korinther 10, Vers 31: „Ob ihr nun esst oder trinkt oder was ihr auch tut, das tut alles zu Gottes Ehre.“ Ist ein Aspekt der Anwendung von KI der Ehre Gottes abträglich, dann meiden wir ihn – genauso wie in allen anderen Bereichen unserer Lebensführung.