Im Mittelpunkt der biblischen
Prophezeiung: Der Nahe Osten

Immer wieder gerät der Nahe Osten in die Schlagzeilen. Länder, die geografisch davon weit entfernt sind, werden eines Tages auch von den Ereignissen in dieser unberechenbaren Region betroffen sein. Was prophezeit die Bibel für die Zukunft des Nahen Ostens?

Von Peter Eddington und John Ross Schroeder

Der blutige Bürgerkrieg in Syrien und die Gefahr eines Krieges zwischen dem Iran und Israel haben berechtigterweise das Bewusstsein für die Brüchigkeit des Friedens im Nahen Osten geschärft. Ereignisse in dieser historischen Region sind dazu bestimmt, das Leben aller Menschen auf Erden in Mitleidenschaft zu ziehen.

Vor dem Ersten Weltkrieg dominierte das Osmanische Reich den Nahen Osten und setzte ein gewisses Ausmaß an Frieden in der Region durch. Dieses gigantische Konglomerat umfasste Teile der heutigen Staaten Türkei, Ägypten, Saudi-Arabien, Libanon, Syrien, Irak, Kuwait, Jordanien und Israel. Das Osmanische Reich herrschte ebenfalls über große Gebiete sowohl in Nordafrika als auch in Südosteuropa.

Das Osmanische Reich hätte vielleicht weiter bestanden, wenn es nicht den Ersten Weltkrieg gegeben hätte. Anfangs war nicht klar, welche Seite die Osmanen unterstützen würden. Der osmanische Sultan entschied sich dann dafür, Deutschland zu unterstützen. Es war ein fataler Entschluss, der zur Geburt neuer Nationen führte – und zu neuen Konflikten.

Die Geschichte dieser äußerst wichtigen Region wurde vor Jahrtausenden in der Bibel dargestellt. Sie hilft uns zu erkennen, worauf alles hinausläuft: die Zeit von Harmagedon.

Dabei ist die Einsicht wichtig, dass wir uns in einer Übergangszeit zwischen dem Zeitalter des Menschen und einer kommenden völlig andersartigen utopischen Welt befinden. Diese neue Weltordnung wird durch die verheißene Wiederkehr Jesu Christi herbeigeführt. Doch die Menschheit wird kurz zuvor einen allerletzten Versuch unternehmen, eine globale Supermacht zu etablieren, die ihre Wurzeln im Römischen Reich haben wird. Sie wird die letzte Auferstehung in einer langen Reihe von Versuchen sein, das einstige Römische Reich, das 476 n. Chr. untergegangen ist, wiederzubeleben.

Jerusalems wichtiger Hintergrund

Der Staat Israel ist heute von feindlichen Nationen umringt, die seiner Existenz ein Ende setzen wollen. Die Bibel hat vor langer Zeit vorhergesagt, dass dies geschehen wird (siehe Psalm 83,4-6). Um zu verstehen, in welche Richtung sich die Ereignisse entwickeln werden, brauchen wir ein bestimmtes Wissen über Israels historischen und prophetischen Hintergrund.

In der Bibel steht der Name Jerusalem nicht nur für die geografische Stadt selbst, sondern wird oft symbolisch für das gesamte Volk Israel benutzt. Diese historische Hauptstadt ist weiterhin die umstrittenste Stadt auf Erden und fiel während ihrer aufgezeichneten Geschichte feindlichen Heeren mehr als zwanzigmal in die Hände.

Das Gebiet, auf dem sich der Staat Israel, Jerusalem eingeschlossen, befindet, war einst das antike Kanaan. Es ist das Land, in das Gott den Patriarchen Abraham vor etwa 4000 Jahren gesandt hat. Es befindet sich am Kreuzweg von drei Kontinenten – Asien, Afrika und Europa. Das Heilige Land wird auch von drei Weltreligionen als heilig erachtet – dem Judentum, Christentum und Islam.

Vor mehr als 2500 Jahren hat Gott dem Propheten Daniel offenbart, dass das Land seines Volkes im Laufe der kommenden Jahrhunderte umkämpft sein würde. Um die globalen Folgen zu verstehen, müssen wir uns mit Daniel, Kapitel 11 befassen. Dort finden wir eine Prophezeiung, in der die Ereignisse in der Region von der Zeit Daniels an bis zu der Rückkehr von Jesus Christus beschrieben werden.

Die ersten 35 Verse von Daniel 11 vermitteln uns den historischen Hintergrund und stellen einen genauen und detaillierten Bericht dessen dar, was dem Volk Juda in den nachfolgenden Jahrhunderten im Heiligen Land widerfahren sollte. Die Prophezeiung sagte voraus, dass die Juden in einen Konflikt zwischen der ptolemäischen Dynastie in Ägypten und den Seleukiden von Syrien geraten würden.

Die Herrscher dieser Königreiche stammten von zweien der vier Generälen ab, die das griechisch-mazedonische Reich nach dem Tod von Alexander dem Großen, dessen Taten zuvor im Buch Daniel vorausgesagt worden waren, unter sich aufteilten. Diese beiden Generäle waren die ursprünglichen in Daniel 11 erwähnten Könige – der „König des Nordens“ und der „König des Südens. Ihnen folgten später weitere prophezeite Herrscher, die über diese Regionen herrschten. Sie können die Details der historischen Erfüllung der ersten 35 Verse von Daniel 11 in unserer kostenlosen Broschüre Krisenherd Nahost: Was sagt die Bibel über seine Zukunft? nachlesen.

In den Versen 36 bis 39 erfolgt plötzlich ein schneller zeitlicher Vorlauf. Diese Stellen sind nicht nur historisch zu sehen, sondern auch prophetisch für unsere Zeit. In Vers 40 erfolgt, wie wir sehen werden, ein klarer Sprung zur „Zeit des Endes“.

Die Zeit des Endes

Wer war dieser König des Nordens in der Zeit vor der Geburt Jesu Christi? Im Jahr 65 v. Chr. wurde das seleukidische Syrien dem Römischen Reich einverleibt. Dadurch wurde dieses Reich faktisch zum König des Nordens. Dieser Übergang ist das historische Schlüsselereignis, das uns hilft zu verstehen, in welcher Weise sich diese Prophezeiung auf die Endzeit bezieht. Von dieser Zeit an bezog sich der König des Nordens nicht länger auf die Seleukiden von Syrien, sondern auf die Herrscher des Römischen Reiches und deren Nachfolger.

Daniel 11, Verse 36-38 beschreibt die Taten der römischen Kaiser und ihrer Nachfolger im Laufe der Zeit bis hin zu dem letzten charismatischen Führer der Endzeit.

Lesen wir jetzt Daniel 11, Vers 40: „Und zur Zeit des Endes wird sich der König des Südens mit ihm messen, und der König des Nordens wird mit Wagen, Reitern und vielen Schiffen gegen ihn anstürmen und wird in die Länder einfallen und sie überschwemmen und überfluten“ (alle Hervorhebungen durch uns).

Das bezieht sich auf Ereignisse, die erst noch stattfinden werden. Offensichtlich wird ein weiterer Ausbruch des jahrhundertealten Konflikts den Nahen Osten wieder in Mitleidenschaft ziehen. Aber der Ausgang wird sehr viel anders sein als alles, was zuvor geschehen ist. Diese Ereignisse werden direkt zu Harmagedon und dem zweiten Kommen Jesu Christi führen.

Bei diesem entscheidenden Endzeitkonflikt werden Jerusalem und das Heilige Land im Mittelpunkt stehen. Sie sind der historische Grundbesitz, den Gott den Kindern Israel durch Abraham, Mose, Josua und König David gegeben hat. „So spricht Gott der Herr: Das ist Jerusalem, das ich mitten unter die Heiden gesetzt habe und unter die Länder ringsumher“ (Hesekiel 5,5). Diese Beschreibung ist symbolisch, aber auch geografisch zu verstehen. Denken Sie daran, dass sich das Heilige Land am Kreuzweg dreier Kontinente befindet.

Die letzten in Daniel 11 erwähnten Könige sind mächtige Herrscher, die sowohl aus dem Norden als auch dem Süden stammen werden. Ihre Streitkräfte werden in das Heilige Land eindringen und das jüdische Volk bedrängen.

Die Offenbarung ergänzt Daniel

Wir sehen in den prophetischen Büchern Daniel und Offenbarung, dass eine neue globale Supermacht in der Endzeit aufkommen wird. Wir erfahren weitere Einzelheiten über diese endzeitliche Macht in Offenbarung 17. Genauso wie der Prophet Daniel verschiedene Tiere sah, die dominierende Mächte versinnbildlichten, sah auch der Apostel Johannes eine Vision von einer prophetischen Tiermacht, die die Welt in der Zeit vor der Wiederkehr Jesu dominieren wird.

„Und er [ein Engel] brachte mich [Johannes] im Geist in die Wüste. Und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen, das war voll lästerlicher Namen und hatte sieben Häupter und zehn Hörner“ (Offenbarung 17,3)

Der offenbarende Engel erklärte dem Apostel Johannes die Bedeutung der zehn Hörner: „Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, das sind zehn Könige, die ihr Reich noch nicht empfangen haben; aber wie Könige werden sie für eine Stunde [eine relativ kurze Zeit] Macht empfangen zusammen mit dem Tier. Diese sind eines Sinnes und geben ihre Kraft und Macht dem Tier“ (Verse 12-13).

Beachten Sie auch den nächsten Vers, der zeigt, dass der Zeitrahmen hier das zweite Kommen Jesu Christi ist: „Die werden gegen das Lamm kämpfen und das Lamm wird sie überwinden, denn es ist der Herr aller Herren und der König aller Könige, und die mit ihm sind [die auferstandenen Heiligen], sind die Berufenen und Auserwählten und Gläubigen“ (Vers 14).

Vier Weltreiche im Nahen Osten

Das in Offenbarung 17 erwähnte Tier stellt eine weitere Sicht auf die letzten der vier großen Reiche von Daniel 7 dar.

Während seiner Zeit in Babylon zeichnete Daniel eine Vision über „vier große Tiere“ (Daniel 7,3) auf. Diese heidnischen Reiche würden den Nahen Osten beherrschen und einen wesentlichen Einfluss auf die Region ausüben. Diese herrschenden Reiche waren, in chronologischer Abfolge, das babylonische Reich Nebukadnezars, das medo-persische Reich, das griechisch-mazedonische Reich von Alexander dem Großen und zuletzt das Römische Reich.

Die im Laufe der Jahrhunderte unternommenen Versuche, die Stärke und die Macht des Römischen Reiches wiederzubeleben, werden den Prophezeiungen gemäß in der Wiederbelebung zur Endzeit ihren Höhepunkt finden. Wie die anderen zuvor wird das letzte Nachfolgereich danach streben, die europäische Einheit, die Rom vor mehr als 2000 Jahren erreicht hatte, erneut herzustellen.

Es wird wieder ein mächtiges, diktatorisches System sein, das mit einer großen falschen Religion verbündet ist und von ihr unterstützt wird. In den Prophezeiungen der Bibel wird diese falsche Religion als ein Tier mit Hörnern wie ein Lamm geschildert, das aber wie ein Drache redet. Zur Schilderung gehört auch das Bild einer reichen und einflussreichen Prostituierten, die unmoralische Beziehungen zu Weltführern unterhält (siehe Offenbarung 13,11-12; Offenbarung 17,1-7).

Das vierte Tier von Daniel

Da das vierte Tier, das in Daniel 7 beschrieben wird, zur Zeit der Wiederkehr Christi existiert und ebenso die Tiermacht, die Johannes in Offenbarung 17 sah, behandeln beide Prophezeiungen nunmehr dasselbe Thema: die endzeitliche Auferstehung des Römischen Reiches.

Das ursprüngliche Römische Reich ist bekanntlich vor Jahrhunderten untergegangen. Aber nur wenige Menschen verstehen, dass europäische Führer wie Kaiser Justinian, Karl der Große, Otto der Große, Karl V., Napoleon, Benito Mussolini und Adolf Hitler im Laufe der Jahrhunderte alle versucht haben, das Römische Reich in unterschiedlichen Ausprägungen zu neuem Leben zu erwecken. Ein letztes Wiedererwachen steht noch bevor.

Die letzte Wiederauferstehung wird, wie das frühere Heilige Römische Reich, in Europa beheimatet sein. Es scheint, dass die Europäische Union – auch wenn sie zurzeit große Schwierigkeiten mit der Eurozone hat – möglicherweise der Anfang dieser Entwicklung ist.

Das soll nicht heißen, dass alle gegenwärtigen Nationen der EU Teil dieser letzten Ausgestaltung sein werden. Es wird ein Bündnis von zehn „Königen“ sein – Führern von Nationen oder Regionen. Sie werden sich zusammentun, um eine gewaltige Militärmacht zu gründen, die im Nahen Osten eingreifen wird. Der endzeitliche König des Nordens, der in Daniel 11 erwähnt wird, scheint in der Tat der letzte Herrscher dieser in Europa verankerten Supermacht zu sein. Um aber zu verstehen, wer möglicherweise der König des Südens ist, sollten wir uns kurz die Geschichte und Mentalität der arabischen Völker ansehen.

Die arabische Welt verstehen

Die arabischen Völker stammen zum Großteil von Ismael ab (einem Sohn des biblischen Patriarchen Abraham). Sie haben seit langem von einer Einheit geträumt. Die sich bekriegenden Stämme Arabiens wurden ursprünglich von Mohammed durch eine neue Religion, den Islam, vereint. Eine vereinte Ummah bzw. eine weltweite Gemeinschaft islamischer Gläubigen war im Laufe der Jahrhunderte ein beständiger Traum. Die Einheit ist den Arabern in den letzten 750 Jahren aber versagt geblieben. Erst in den letzten 50 Jahren waren sie unabhängig von fremder Herrschaft.

Ein grundlegender Aspekt der islamischen Lehre ist, dass der Islam zur vorherrschenden Religion der gesamten Welt werden muss. Es gab mehrere Versuche, eine arabische Einheit herbeizuführen. Sudans Muhammad Ahmad ibn as-Sayyid (1844-1885) erklärte sich selbst zum islamischen Messias, dem Mahdi bzw. dem von Gott „Geleiteten“, der dazu auserwählt war, die Muslime zu vereinen und die Ungläubigen zu besiegen. Er scheiterte am Ende mit dieser Mission, hatte aber größeren Erfolg als andere weltliche Führer.

Dann ging der ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser (1956-1970) eine kurzlebige Union mit Syrien ein, die Vereinigte Arabische Republik genannt wurde (1958-1961). Saddam Hussein vom Irak glaubte, ein neuer Saladin (ein muslimischer Führer während der Kreuzzüge, 1138-1193) zu sein, und versuchte, die arabische Welt gegen Israel und die USA zu vereinen. Aber die amerikanische Militärmacht führte zu seinem Sturz. Sogar Osama bin Laden erzielte einen beachtlichen Erfolg, indem er viele Muslime gegen Amerika und den Westen vereinte. Er wurde aber letzten Endes dazu gezwungen unterzutauchen, um später aufgespürt und getötet zu werden.

Viele Muslime glauben aber immer noch, dass das Auftreten eines anderen Mahdi während einer zukünftigen Zeit des Aufruhrs prophezeit ist. Er soll den endgültigen Sieg des Islam über alle anderen Religionen sicherstellen. Gegenwärtig würden der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad und seine Gefolgsleute liebend gern das Erscheinen des letzten Mahdi herbeiführen, um so die Endzeitereignisse, wie er sie sieht, zu beschleunigen.

Natürlich ist die Bibel die ultimative Anleitung, wenn es darum geht, die wahre Bedeutung dieser historischen Ereignisse zu erkennen und zu verstehen, welche Bedeutung sie für die Zukunft haben.

Den König des Südens identifizieren

Wie bereits angemerkt, bezog sich die ursprüngliche Erwähnung des Königs des Südens in Daniel 11 auf die ptolemäische Dynastie in Ägypten. Die Prophezeiung zeigt aber später, dass ein endzeitlicher König des Südens in Erscheinung treten wird, um den endzeitlichen König des Nordens herauszufordern. Dadurch wird dieser südliche Herrscher unabsichtlich eine Kaskade von Ereignissen in Gang setzen. Sie werden zu einem unvorstellbaren Blutbad führen, bevor Jesus Christus auf die Erde zurückkehren und die Menschheit vor der Auslöschung bewahren wird (siehe Matthäus 24,21-22).

Sehen wir uns noch einmal Daniel 11, Vers 40 an, eine entscheidende Bibelstelle, die uns die notwendige Perspektive für diese sich zuspitzenden Ereignisse vermittelt: „Und zur Zeit des Endes wird sich der König des Südens mit ihm messen, und der König des Nordens wird mit Wagen, Reitern und vielen Schiffen gegen ihn anstürmen und wird in die Länder einfallen und sie überschwemmen und überfluten.“

Die endzeitliche Macht aus dem Süden wird den nördlichen Herrscher dazu provozieren, eine groß angelegte militärische Invasion nach Ägypten (Vers 42) zu beginnen. Nach dieser Zeit spielt der König des Südens keine Rolle mehr in den Prophezeiungen der Bibel. Diese Invasion durch die in Europa basierte Tiermacht wird sich offensichtlich als überaus siegreich erweisen und sogar Streitkräfte nach Israel eindringen lassen.

Lesen wir die Verse 41-43: „Und er wird in das herrliche Land [das Heilige Land] einfallen und . . . seine Hand ausstrecken nach den Ländern und Ägypten wird ihm nicht entrinnen, sondern er wird Herr werden über . . . alle Kostbarkeiten Ägyptens; Libyer und Kuschiter werden ihm folgen müssen.“ Diese militärische Invasion und Besatzung wird sich von Israel bis nach Nordafrika erstrecken.

„Es werden ihn aber Gerüchte erschrecken aus Osten und Norden“ (Vers 44). Diese Bibelstelle scheint sich auf die in Offenbarung 9 beschriebene massive Armee zu beziehen, die den König des Nordens herausfordern wird.

Die „Könige des Ostens“

Wie passen all diese Ereignisse zusammen? Die Bibel spricht prophetisch von den „Königen des Ostens“. Sie sagt uns, dass gegen Ende dieses Zeitalters der große Fluss Euphrat austrocknen wird, „sodass den Königen des Ostens der Weg offen stand“ (Offenbarung 16,12; Einheitsübersetzung).

In Verbindung mit Offenbarung 9, Vers 16 beschreibt diese Stelle die Bewegungen von gewaltigen Armeen, die sich nicht lange vor der Rückkehr Jesu Christi auf diese Erde der europabasierten Supermacht entgegenstellen werden.

Diese Armeen könnten aus einer multinationalen Streitmacht bestehen, die solch islamische Nationen wie die Türkei, Syrien, Irak, Afghanistan, Usbekistan, Kasachstan, Pakistan, Bangladesch und Indonesien mit einschließt.

Sie könnten auch aus anderen asiatischen Truppen aus dem Fernen Osten bestehen, Soldaten aus Russland, Indien und China eingeschlossen. Die Bibel ist hier nicht konkret. Sicherlich gibt es in Asien das Potenzial für solche Armeen. Möglicherweise könnten bei diesem letzten Ringen um die globale Herrschaft auch fernöstliche Armeen gemeinsam mit islamischen Streitkräften agieren.

(Wir sehen in Hesekiel 38 und 39, dass kurz nach Christi Rückkehr Streitkräfte aus dem Iran und Zentralasien gemeinsam mit Russland, China, Indien und Südostasien eine weitere Invasion des Heiligen Landes unternehmen, die scheitern wird. Es kann also sein, dass sie nicht lange davor eine gemeinsame Invasion zur Zeit der Rückkehr Christi unternehmen.)

Das führt zu dem, was gewöhnlich, aber irrtümlicherweise, die Schlacht von Harmagedon genannt wird. Wir sehen in Offenbarung 16, Verse 14 bzw. 16, dass sich Streitkräfte bei Harmagedon – der riesigen Ebene, die sich vor den Hügeln von Megiddo im nördlichen Israel erstreckt – versammeln werden. Die eigentliche Schlacht findet etwa 90 Kilometer südlich von Megiddo bei Jerusalem statt (Joel 4,12-14).

Wenn Christus auf den Ölberg herabfährt, werden sich die feindlichen Armeen vom Kampf gegeneinander abwenden und sich ihm gemeinsam entgegenstellen – und vollständig besiegt werden (Offenbarung 19,19-21; vgl. Sacharja 14,1-4. 12).

Was bedeutet das für Sie?

Die Verwüstung und Zerstörung in der Endzeit werden mehr als ein Drittel der Menschen das Leben kosten. Jesus Christus muss zurückkehren, um die Menschheit vor sich selbst zu retten. Sonst würden keine Menschen überleben. Aber er hat versprochen, dass diese Zeit abgekürzt wird:

„Denn es wird eine Schreckenszeit sein, wie die Welt sie noch nie erlebt hat und auch nie wieder erleben wird. Wenn diese Zeit der Not nicht abgekürzt würde, würde die gesamte Menschheit umkommen. Doch wegen der Auserwählten Gottes wird sie abgekürzt werden“ (Matthäus 24,21-22; „Neues Leben“-Übersetzung).

Jesus wird die kolossale Zerstörung, die durch eine rebellische Menschheit ausgelöst wurde, vorzeitig beenden.

Der Nahe Osten bringt regelmäßig entscheidende Ereignisse hervor, die vielen Beobachtern große Sorgen bereiten. Die Prophezeiungen der Bibel zeigen, dass der Nahe Osten und Europa in den kommenden Jahren der globale Mittelpunkt der Aufmerksamkeit sein werden. Ereignisse im Nahen Osten werden die abschließende Krise am Ende dieses bösen Zeitalters auslösen.

Jesus Christus gebietet uns allen: „Hütet euch aber, dass eure Herzen nicht beschwert werden mit Fressen und Saufen und mit täglichen Sorgen und dieser Tag nicht plötzlich über euch komme wie ein Fallstrick; denn er wird über alle kommen, die auf der ganzen Erde wohnen“ (Lukas 21,34-35).

Die meisten Menschen werden von den Ereignissen völlig überrascht werden. Weil sie die Zeichen der Zeit, die in den Prophezeiungen der Bibel vorausgesagt worden sind, ignoriert haben, finden sie sich in der gleichen Lage wieder wie die Einwohner von Sodom, kurz bevor es Feuer und Schwefel vom Himmel regnete. Ein anderes Beispiel ist die vorsintflutliche Welt zur Zeit Noahs kurz vor der großen Flut, die die damalige Welt überschwemmte (siehe Lukas 17,26-30). Deshalb sagt uns Jesus Christus in Lukas 21, Vers 36: „So seid allezeit wach und betet, dass ihr stark werdet, zu entfliehen diesem allen, was geschehen soll, und zu stehen vor dem Menschensohn.“

Weitere Informationen über die Voraussagen der Bibel für die Endzeit finden Sie in unserer kostenlosen Broschüre Biblische Prophezeiung: Ein Blick in Ihre Zukunft?, die wir Ihnen auf Anfrage gern zusenden.

Ägypten in der Prophezeiung

Daniel 11, die Schlüsselprophezeiung über den Nahen Osten, sagt klar voraus, dass „Ägypten ihm nicht entrinnen wird“ (Vers 42). Gemeint ist eine Invasion durch den „König des Nordens“ (Vers 42) als Vergeltung für eine Provokation durch den Führer eines endzeitlichen muslimischen Bündnisses, der als „König des Südens“ bezeichnet wird (Vers 40).

Zurzeit steht Ägypten wegen des „arabischen Frühlings“ in den Schlagzeilen, der in Ägypten zum Sturz der Mubarak-Regierung und einer Stärkung des fundamentalistischen Islam geführt hat. Der Westen ist auf Stabilität in Ägypten angewiesen. Schließlich werden ca. 30 Prozent des weltweiten Bedarfs an Rohöl durch den Suezkanal geliefert. Es gibt auch wohlbegründete Befürchtungen, dass Ägyptens diplomatische Beziehungen mit dem Nachbarstaat Israel ernsthaft gefährdet werden könnten, deren Störung zu einem weiteren Nahostkrieg führen könnte.

Kairo erhält jährlich etwa zwei Milliarden Dollar von den USA, hauptsächlich als Militärhilfe. Ob diese Unterstützung fortgesetzt wird, ist aber derzeit unklar, da die Islamisten sich anschicken, einen entscheidenden Einfluss auf die nächste ägyptische Regierung auszuüben. Eine weitere Schlüsselfrage dabei ist, wer dann die Befehlsgewalt über die hoch technisierten US-Waffen gewinnt, die bereits an Ägypten geliefert wurden. Darunter sind Spezialpanzer und Kampfflugzeuge. Werden sie einem zukünftigen Regime zur Verfügung stehen, das dem Westen und insbesondere den USA und Israel gegenüber feindlich gesinnt ist?

Was immer den Ägyptern zum Schluss dieses Zeitalters der menschlichen Missherrschaft noch bevorstehen mag, sie werden erfreulicherweise letztendlich eine großartige Zukunft erleben, und zwar nach der Wiederkehr Jesu Christi. Allerdings werden sie wohl am Anfang von Christi tausendjähriger Herrschaft einige harte Lektionen lernen müssen (Sacharja 14,18-19).

Der hebräische Prophet Jesaja zeigt aber, dass am Ende alles gut ausgehen wird. Jesaja sagt über diese Zeit: „Zu der Zeit wird für den Herrn ein Altar mitten in Ägyptenland sein und ein Steinmal für den Herrn an seiner Grenze; das wird ein Zeichen und Zeugnis sein für den Herrn Zebaoth in Ägyptenland“ (Jesaja 19,19-20). Der Prophet beschreibt die zukünftige Beziehung der Ägypter zum wahren Gott: „Wenn sie [die Ägypter] zum Herrn schreien vor den Bedrängern, so wird er ihnen einen Retter senden; der wird ihre Sache führen und sie erretten. Denn der Herr wird den Ägyptern bekannt werden, und die Ägypter werden den Herrn erkennen zu der Zeit“ (Verse 20-21).

Zu der Zeit „wird eine Straße sein von Ägypten nach Assyrien [Ägyptens alter Feind], dass die Assyrer nach Ägypten und die Ägypter nach Assyrien kommen und die Ägypter samt den Assyrern Gott dienen“ (Vers 23). Alle Nationen werden miteinander in Frieden leben.

Medienberichten zufolge leiden die Anhänger des koptischen Christentums in Ägypten, als Resultat des arabischen Frühlings mit dem Sturz der säkularen ägyptischen Regierung, die zum größten Teil ihre Rechte und ihre Sicherheit garantiert hat, derzeit unter großer Verfolgung. Aber in der kommenden Welt werden alle Menschen, die Ägypter eingeschlossen, eine Blütezeit erleben. Dann wird wahre religiöse Anbetung mit weltweitem Frieden und Wohlstand herrschen. Um mehr darüber zu erfahren, können Sie unsere kostenlose Broschüre Das Reich Gottes – eine gute Nachricht bestellen oder im Internet als PDF-Datei herunterladen.

– GN Juli-August 2012 PDF-Datei dieser Ausgabe

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