75 Jahre nach Hiroshima: Hoffnung trotz Gefahr

Atombombe © Gerd Altmann/Pixabay
Seit der Geburtsstunde der nuklearen Kriegsführung wurden von acht Ländern insgesamt 2056 Kernwaffen zu Versuchszwecken gezündet. Ist uns die atomare Gefahr wirklich bewusst?

Als erster Staat in der Geschichte setzten die Vereinigten Staaten vor 75 Jahren Kernwaffen in einem Krieg ein. Seit der Geburtsstunde der nuklearen Kriegsführung wurden von acht Ländern insgesamt 2056 Kernwaffen zu Versuchszwecken gezündet. Wie es ein Fachmann ausdrückte: „Die Völker verschließen die Augen vor der atomaren Gefahr.“

Von Mike Snyder

Neun Jahre nach Hiroshima, mitten im Pazifischen Ozean, wurde die Besatzung eines japanischen Thunfischkutters mit dem Namen Dai-go Fukuryu-maru [„Glücklicher Drache“] bei Sonnenaufgang urplötzlich aus dem Schlaf geweckt. Über dem westlichen Horizont erblickten die Matrosen eine gespenstische Erscheinung. Ein unheimlicher Feuerball dehnte sich rasch aus und eine strahlende Wolke wuchs von der Erde in den Himmel. Kurz danach rieselte ein kreideartiges Pulver auf das Boot und die Besatzung herab, und das drei Stunden lang. Der rätselhafte Niederschlag klebte auf der Haut der Männer und türmte sich am Deck des Kutters auf.

Ursache war die Zündung einer amerikanischen Wasserstoffbombe mit einer Sprengkraft von 15 Megatonnen TNT-Äquivalent, einer bisher ungekannten Stärke. Die „Todesasche“ [Schi no hai], wie die japanischen Matrosen das weiße Pulver nannten, bestand aus hoch radioaktiven Partikeln, die vorher Korallen gebildet hatten. Die Bombe ging in die Geschichte als Castle Bravo ein.

Mit der klebrigen Todesasche auf der Haut wurde die ganze Besatzung des Fischkutters strahlenkrank. Nach sieben Monaten starb der Funker des Bootes an den Folgen der Verstrahlung. Er war das erste menschliche Opfer einer Wasserstoffbombe und ausgerechnet Japaner.

Seit dem ersten Atombombentest im Juli 1945 wurden sage und schreibe 2056 Kernwaffen von acht Staaten gezündet. Was hat uns das gebracht?

Die Zündung von Castle Bravo ließ radioaktive Asche über einen großen Teil der Erde niederregnen und hatte weitaus schlimmere Folgen als der Unfall von Tschernobyl in der damaligen Sowjetunion. Eine vergleichbare Katastrophe mit radioaktiven Folgen hat es sonst in der amerikanischen Geschichte nicht gegeben.

Im Jahr 1961, dem Jahr, in dem die Berliner Mauer errichtet wurde, zündeten russische Kernphysiker die Zar Bomba, eine Wasserstoffbombe mit einer unglaublichen Sprengkraft von 50 Megatonnen TNT-Äquivalent. Selbst die hartgesottensten Kalten Krieger wurden von Schauder ergriffen.

Ein Atomwaffentest nach dem anderen hat große Krater in der Erdkruste hinterlassen und tonnenweise radioaktiven Müll in die Atmosphäre geschleudert.

Heute gibt es an die 15 000 Kernwaffen, von denen etwa 9400 einsatzbereit sind. Die anderen warten auf ihre Vernichtung, da sie technisch überholt sind. Die Russen verfügen über 4300 und die Amerikaner über etwa 4000 einsatzfähige Atomwaffen.

Welche anderen Staaten besitzen Kernwaffen oder sind in der Lage, sie herzustellen? Es sind das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland, China, Frankreich, Israel, Pakistan, Indien, Nordkorea und vielleicht auch der Iran.

Mit Kernwaffen in so vielen Händen wird das früher Undenkbare heute denkbar: ein durch Kernwaffen ausgelöster Weltbrand. Sollte es zu einem nuklearen Schlagabtausch zwischen Russland und den Vereinigten Staaten kommen, ist nach Expertenschätzung davon auszugehen, dass zwischen 100 und 270 Millionen Menschen in den ersten Stunden einen schrecklichen Tod erleiden werden. Binnen weniger Jahre danach werde die restliche Menschheit aussterben.

Wie ist es überhaupt zu einer solchen Möglichkeit gekommen? Und, noch wichtiger, welche Konsequenzen sollen wir aus dieser Aussicht ziehen? Sollen wir der Zukunft mit Angst oder mit Hoffnung begegnen?

Der Rüstungswettlauf vor 75 Jahren

Zunächst einmal ein Überblick über das Wettrüsten der vergangenen 75 Jahre: Der erste Atomwaffentest wurde am 16. Juli 1945 im amerikanischen Bundesstaat New Mexico durchgeführt. Später wurde siebzehnhundert Kilometer davon entfernt ein metallener Behälter ungeahnten Inhalts auf das Deck des amerikanischen schweren Kreuzers U.S.S. Indianapolis geschweißt.

Als das Schiff die Bucht vor San Francisco verließ, wusste kaum jemand an Bord, dass eine neuartige Waffe mitfuhr, die zwanzig Tage später den sofortigen Verbrennungstod von 70 000 Menschen in der Stadt Hiroshima herbeiführen würde. Diese Waffe war das Ergebnis eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens, das mit einem noch nie da gewesenem technischen Sprung verbunden war. Sechs Jahre davor wurde die Saat dieses Vorhabens durch einen Brief gesät, der vom ungarischen Physiker Leo Szilard verfasst und von Albert Einstein unterschrieben worden war.

Dieser Brief leitete eine neue Epoche in der Geschichte der Menschheit ein. Anfang 1939 hatten deutsche Physiker die Entdeckung der Kernspaltung formell bestätigt. Durch eine Kettenreaktion von Kernspaltungen konnte eine unglaubliche Menge an Energie freigesetzt werden.

Die Bekanntmachung dieser Tatsache ließ bei Physikern in Europa und den USA die Alarmglocken klingeln. Nach einer Verzögerung, die auf das Konto des deutschen Einfalls in Polen zurückging, landete der heute berühmte Brief in den Händen des amerikanischen Präsidenten Franklin Roosevelt am 11. Oktober 1939.

Die Tragweite der deutschen Entdeckung war Roosevelt sofort klar. Er wollte mit allen Mitteln verhindern, dass die Nazi-Regierung als erste in den Besitz von Atomwaffen gelangte. Ohne Verzögerung setzte er das sogenannte Projekt Manhattan in Gang. Im Rahmen dieser Unternehmung wirkten 120 000 Menschen am Bau der ersten Atombombe mit.

Knapp sechs Jahre später läutete die Zündung einer Plutoniumbombe mit ca. 7 Kilo Sprengstoff das nukleare Zeitalter ein. Am 16. Juli 1945 löste „das Gerät“ (Englisch: „the gadget“) eine Druckwelle mit einer Stärke von 22 Kilotonnen TNT-Äquivalent aus, die in einem Umkreis von knapp 200 km Fensterscheiben bersten ließ.

Atomkrieg im 20. Jahrhundert

Drei Wochen später, am 6. August, warf ein umgebauter B-29 Langstreckenbomber die Bombe „Little Boy“ („kleiner Junge“) über Hiroshima ab, einer japanischen Stadt von wirtschaftlicher und militärischer Bedeutung mit einer Bevölkerung von 340 000 Menschen.

Um 8.15 Uhr wurden ca. 70 Kilo Uran-235 durch Zusammenpressung überkritisch und explodierten in einer Höhe von drei Kilometern über der Stadt. Ein Drittel der Einwohner, das waren an die 70 000 Menschen, kam sofort durch die Druckwelle und den Feuersturm ums Leben. Siebzig Prozent der Gebäude der Stadt wurden dem Erdboden gleich gemacht. Und dabei erreichten nur 1,7 Prozent des Urans eine kritische Masse, weil die entstehende Hitze den Sprengstoff sofort wieder auseinander trieb. Nach der Explosion starben weitere Tausende an Strahlungsschäden, Verbrennungen und ähnlichen Verletzungen.

Am Tag danach bestätigte der amerikanische Präsident Harry Truman sowohl den amerikanischen Besitz von Kernwaffen als auch den Abwurf der Bombe auf Hiroshima. In einer Rundfunkansprache sagte er: „Die Welt wird zur Kenntnis nehmen, dass die erste Atombombe auf Hiroshima abgeworfen wurde . . . Uns war bekannt, dass unsere Feinde an der Entwicklung einer solchen Waffe arbeiteten. Und heute wissen wir, wie nah dran sie waren. Wir wussten um die Katastrophe, die unser Volk und alle friedliebenden Völker, ja sogar die gesamte zivilisierte Welt heimgesucht hätte, wenn unsere Feinde den Wettlauf um diese Waffe gewonnen hätten . . . Wir haben den Wettlauf gegen die Deutschen gewonnen.“

Vernichtungsgefahr

Trotz seiner Genugtuung darüber, dass sein Land im Alleinbesitz der Atombombe war, sorgte sich Truman wegen der Gefahr, die durch Kernwaffen der gesamten menschlichen Zivilisation drohte. Er führte weiter aus: „Die Atombombe ist zu gefährlich für eine Welt, in der das Faustrecht herrscht. Daher haben Großbritannien, Kanada und die Vereinigten Staaten gemeinsam beschlossen, das Know-how zur Herstellung von Kernwaffen solange geheim zu halten, bis Wege gefunden werden, diese Waffen so zu bändigen, dass wir und die übrige Welt vor der Gefahr totaler Vernichtung geschützt sind“ (Hervorhebung durch die Redaktion).

Zwei Tage später, mit der Plutoniumbombe „Fat Man“ („Dicker Mann“) ausgerüstet, flog ein zweiter Langstreckenbomber vom Typ B-29 über die japanische Stadt Nagasaki. Der 5 Kilo schwere Sprengsatz wurde überkritisch, als die Bombe auf eine Höhe von 500 Metern über dem Boden gesunken war. Unmittelbar nach der Zündung kamen mindestens 35 000 Japaner durch Verstrahlung und Verbrennung ums Leben.

Wenige Tage später kam die japanische Kapitulation. In einer Rundfunkansprache, die der allgemeinen Bekanntmachung der Niederlage diente, stellte der japanische Kaiser Hirohito fest, dass die neue Waffenart zur „vollständigen Auslöschung menschlicher Zivilisation“ führen könnte.

Die Sowjetunion machte sich sofort an die Entwicklung eigener Atombomben und konnte dabei auf Kenntnisse zurückgreifen, die Spione gewonnen hatten, die am Projekt Manhattan beteiligt waren. Am 29. August 1949 schreckte die westliche Welt auf, als die Russen ihren ersten Atomwaffentest erfolgreich durchführten. Drei Jahre später zogen die Briten, die am Projekt Manhattan mitgewirkt hatten, mit der Zündung einer Atombombe in einem entlegenen Gebiet in Australien nach.

Das tödliche nukleare Wettrüsten war nunmehr im vollen Gange.

Damit erwachten Worte, die seit knapp zweitausend Jahren in der Bibel geschlummert hatten, zu neuem Leben. Jesus hatte nämlich eine Zeit vorausgesagt, in der dem Menschen ohne Gottes Eingreifen der Untergang drohte (siehe Matthäus 24,21-22). Diese Möglichkeit war nunmehr vorhanden.

Was nun?

Gegen Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre waren viele Menschen von Furcht vor nuklearer Verwüstung ergriffen. Millionen von Schulkindern übten sich in Überlebensmaßnahmen. Bunker zum Schutz vor Kernwaffen wurden ausgestattet und auffällig markiert. Manche Familien ließen eigene Bunker bauen. Fast täglich drohte der sowjetische Regierungschef Nikita Chruschtschow dem Westen mit einem Atomkrieg.

Zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion kam es zu einem unerbittlichen Krieg der Worte und einem atomaren Wettrüsten. Im Jahre 1959 stellten die Amerikaner Raketen mit nuklearen Sprengköpfen in der Türkei auf. Die Russen zogen drei Jahre später mit der Aufstellung von Raketen auf Kuba nach. Auf beiden Seiten lagen die Nerven blank. Zu einem heißen Schlagabtausch fehlte nicht viel.

Heute ist das Bewusstsein um die Bedrohung der Welt durch Kernwaffen verblasst. Selbst die berühmte Weltuntergangsuhr des „Bulletin of the Atomic Scientists“ (https://thebulletin.org/doomsday-clock/) bezieht sich nicht mehr ausschließlich auf die Gefahr eines nuklearen Krieges, sondern auch auf den Klimawandel und die Verwendung des Internets zu feindseligen Handlungen.

Wenn auch Sorgen über nuklearen Terrorismus und das Säbelrasseln mit Kernwaffen seitens kleinerer Staaten wie Nordkorea geäußert werden, so gelten bei vielen die Corona-Pandemie und die dadurch ausgelösten wirtschaftlichen Schäden als noch schlimmere Bedrohungen. In der Fachzeitschrift Foreign Affairs wurde vor Kurzem festgestellt, dass die Menschen bewusst die Augen vor einer atomaren Vernichtung verschließen.

Doch diese Vogel-Strauß-Haltung trägt überhaupt nichts zur Bannung der Gefahr bei. Der Internationale Verband besorgter Wissenschaftler verfasste im Zusammenhang mit dem 75. Jahrestag des Bombenabwurfs auf Hiroshima einen besonderen Aufruf zum Frieden. Daraus ein Zitat: „Kernwaffen sind teuflisch. Sie könnten die Menschheit und sämtliche anderen Geschöpfe auslöschen. Sie könnten die Umwelt zerstören und den Globus in einen toten Planeten verwandeln.“

Die kurzfristige Bedrohung ist echt

Vor knapp zweitausend Jahren beantwortete Jesus die Fragen seiner Jünger auf dem Ölberg, der vor dem Kidrontal und dem prächtigen Tempel Jerusalems lag. Im Verlauf der längsten Prophezeiung, die ihm zugeschrieben wird (Matthäus 24, Markus 13 und Lukas 21), hatte er viel über unsere Epoche zu sagen.

Er beschrieb eine Abfolge von Erscheinungen, die in aller Welt zu Verwerfungen und Umbrüchen führen wird. Und dennoch sah nicht alles düster aus. Nach der „Zeit der Bedrängnis“ werde das lang ersehnte Reich Gottes auf Erden errichtet.

Dieses Reich, das Hoffnung für alle Menschen bedeutet, wird mit der Rückkehr von Jesus, als König aller Könige und Herr aller Herren, ausgerechnet auf dem Ölberg beginnen, wo diese Prophezeiung kundgetan wurde.

Diese Prophezeiung durch Jesus, wie auch zahlreiche Weissagungen im Alten Testament, beschreibt schreckliche Zeiten, in denen Milliarden von Menschen ums Leben kommen werden. Vieles von dem, was in diesen Botschaften beschrieben wird, lässt auf die Verwendung von Kernwaffen schließen.

Was könnte uns bevorstehen? Wenn heutige Tendenzen anhalten und die Menschen sich immer mehr von der offenbarten Wahrheit Gottes entfernen, wird die Auslöschung der Menschheit in greifbare Nähe rücken. Und dennoch, wir haben die Möglichkeit, als Einzelne, als Städte und sogar als Staaten eine Umkehr zu vollziehen. (Siehe den Beitrag auf der linken Seite, „Kann ein ganzes Volk zu Gott umkehren?“.)

Uns stehen schwierige Zeiten bevor, aber es gibt Hoffnung: Gott wird rechtzeitig eingreifen und die Menschheit wird nicht in einem Kernwaffenkrieg vernichtet werden. Möge Gott das Kommen seines Reiches beschleunigen!

Kann ein ganzes Volk zu Gott umkehren?

Gottes Verhaltensmaßstäbe, die in den Zehn Geboten (2. Mose 20) und den beiden von Jesus als „größten Geboten“ beschriebenen Anweisungen zusammengefasst werden (siehe Markus 12,29-31), dienen dem Wohl der Menschheit. Wer sein Leben nach den Gesetzen Gottes ausrichtet, erntet eine höhere Lebensqualität, sowohl in diesem als auch im nächsten Leben.

Gott hat uns Menschen Entscheidungsfreiheit gegeben. Ein Großteil der Bibel beinhaltet Aufrufe an die Menschen, ihr Leben nach den Gesetzen und Geboten Gottes auszurichten. Gott hindert uns jedoch nicht daran, einen anderen Weg einzuschlagen und die entsprechenden Folgen zu tragen – auch über Generationen hinweg.

In der Bibel wird erfreulicherweise von der Umkehr einzelner Menschen und auch eines ganzen Volkes berichtet. Es mag überraschen, aber das eindrucksvollste biblische Beispiel für die Umkehr einer ganzen Gemeinschaft dreht sich nicht um das erwählte Volk Israel.

Die Stadt Ninive, die Hauptstadt des assyrischen Reiches, war ein Zentrum wirtschaftlicher und politischer Macht. Sie gilt als eine der ältesten und mächtigsten Städte der antiken Welt. Um 700 v. Chr. erreichte sie den Gipfel ihres Einflusses. In dieser Metropole herrschten aber Gewalt und Unrecht in einem Ausmaß, das Gott veranlasste, einen Propheten dorthin mit der Ankündigung eines Strafgerichtes zu entsenden.

Dieser Prophet war Jona und sein Auftrag lautete: „Mache dich auf und geh in die große Stadt Ninive und predige wider sie; denn ihre Bosheit ist vor mich gekommen“ (Jona 1,2). Die Geschichte des Jona wird häufig als Märchen abgetan. Jonas Auftrag wird aber von Jesus Christus selbst bestätigt (siehe Matthäus 12,39-42).

In der großen Stadt angekommen, rief Jona aus: „Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen“ (Jona 3,4). Aber dann passierte etwas Erstaunliches: „Da glaubten die Leute von Ninive an Gott“ (Vers 5). Erschrocken über die Aussicht auf ihren Untergang beteiligten sich alle Einwohner der Stadt, groß und klein, an einem gemeinsamen Fasten. Damit wollten sie Gott zeigen, dass sie zu einer Umkehr bereit waren.

Der König und sein Hof befahlen jedem Bewohner der Stadt, Gott „mit Macht“ anzurufen und „sich von seinem bösen Wege und vom Frevel seiner Hände“ abzukehren (Vers 8). Obwohl der Untergang der Stadt angekündigt worden war, hoffte der König, dass Gott sich von seinem „grimmigen Zorn“ abwenden und auf die Strafe verzichten würde (Vers 9). Was war nun das Ergebnis?

Als Gott sah, dass die Einwohner von Ninive sich von ihrem bösen Tun abwandten, wandte auch er sich von der vorgesehenen Strafe ab (Vers 10). Die Bewohner Ninives demütigten sich vor Gott und blieben verschont.

Diese Geschichte enthält eine Lehre für Menschen und Völker in aller Welt. Überall kann man sich durch eine Umkehr zu Gott retten. Denn Gott selbst sagt: „Denn ich habe kein Gefallen am Tod des Sterbenden, spricht Gott der Herr. Darum bekehrt euch, so werdet ihr leben“ (Hesekiel 18,32).

Obwohl die Bibel wirtschaftliche Katastrophen und weitläufige Verwüstungen vor der Wiederkehr Christi voraussagt, gilt nach wie vor für alle Völker – denn sie alle gehören Gott – das folgende Versprechen: „[Wenn] mein Volk . . . sich demütigt, dass sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bösen Wegen bekehren, so will ich vom Himmel her hören und ihre Sünde vergeben und ihr Land heilen“ (2. Chronik 7,14).

Wir wollen nicht darauf warten, dass die Menschen in unserem Umfeld umkehren. Wir wollen es selbst tun! Wie uns Petrus ermahnt: „Lasst euch erretten aus diesem verkehrten Geschlecht!“ (Apostelgeschichte 2,40).

– Gute Nachrichten September-Oktober 2020 PDF-Datei dieser Ausgabe

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