Das Land der Dichter und Denker: Ausnahme Ostern

Das Land der Dichter und Denker: Ausnahme Ostern © Annie Spratt/Unsplash
Es ist unsere Erfahrung, dass logisches Denken in unseren Breitengraden in Bezug auf Ostern häufig fehl am Platz ist, auch wenn Deutschland das Land der Dichter und Denker sein soll.

Von der Redaktion

Seit ca. 200 Jahren ist Deutschland als das Land der Dichter und Denker bekannt. Das Prädikat Denker umfasst sicherlich auch die Fähigkeit der logischen Analyse. Wenn es auf anderen Gebieten – wie den naturwissenschaftlichen – verdient sein mag, ist es unsere Erfahrung, dass dieser Aspekt des Prädikats Denker in unseren Breitengraden in Bezug auf Ostern häufig fehl am Platz ist.

Es ist kein Geheimnis, dass die Feiertage des heutigen Christentums erst lange nach dem Ableben von Jesus und den Aposteln eingeführt wurden. Diese Feste sind also, was ihren Ursprung angeht, weder christlich noch biblisch. Gerade Ostern ist ein gutes Beispiel dafür. Der Name Ostern leitet sich bekanntlich von einer antiken Göttin ab, die in Europa als Ostara, die Göttin des Frühlings, bekannt war. Bei Ausgrabungen im Nahen Osten fand man Darstellungen dieser Göttin. In Babylon nannte man sie Ischtar. Von diesem Namen stammt übrigens die Bezeichnung der englischsprachigen Völker für ihr Osterfest, Easter, ab.

Als wir vor einigen Jahren in dieser Spalte auf diese Tatsache aufmerksam machten, fragte uns ein erboster Leser, ob wir etwa gegen Jesu Auferstehung wären. Wir können keinen logischen Zusammenhang zwischen unserer sachlichen Feststellung und der Frage des Lesers erkennen.

Hinsichtlich der Auferstehung Jesu, die angeblich zu Ostern gefeiert wird, erkennen wir aber einen logischen Zusammenhang einer anderen Art. Statistisch gesehen gehören ca. 65 Prozent der Deutschen einer christlichen Konfession oder Glaubensgemeinschaft an. Wer Mitglied einer christlichen Konfession ist, bekennt sich wohl zum Christentum bzw. nennt sich Christ.

Nach einer im Auftrag des Nachrichtenmagazins Focus im April 2011 durchgeführten Umfrage des Emnid-Instituts verneinen jedoch 62 Prozent der Deutschen die Auferstehung Jesu. Der Umfrage zufolge glaubt nicht einmal eine Mehrheit der Anhänger der christlichen Parteien Deutschlands, der CDU und CSU, an die Auferstehung Jesu.

Erkennen Sie die Problematik, die sich hinter diesen Angaben verbirgt? Bei diesen beiden Prozentsätzen – 65 und 62 Prozent – muss es zwangsläufig eine gemeinsame Schnittmenge geben. Das heißt, unter den Menschen in Deutschland, die sich zum Christentum bekennen, gibt es viele, die nicht an die Auferstehung Jesu glauben. Die Auferstehung Jesu ist aber ein zentraler Aspekt des christlichen Glaubens! „Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos“ (1. Korinther 15,17; Einheitsübersetzung).

Wer sich Christ nennt und Jesu Auferstehung verneint, lebt in einem logischen Widerspruch, denn er ist in Wirklichkeit kein Christ, jedenfalls nicht im biblischen Sinne. Doch genau das ist der Zustand bei vielen heute im Land der Dichter und Denker.

Nun steht Ostern, vermeintlich das Fest zum Gedenken an die Auferstehung Jesu Christi, wieder vor der Tür. Jesus, seine Apostel und die ersten Christen feierten jedoch nicht Ostern, sondern das Passah und das Fest der ungesäuerten Brote. Unsere kostenlose Broschüre Gottes Festtage – der Plan Gottes für die Menschen erläutert die Bedeutung dieser christlichen Feste im Detail. Auf Anfrage senden wir sie Ihnen gerne zu.

– Gute Nachrichten März-April 2012 PDF-Datei dieser Ausgabe

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