Hiroshima und Jesu Prophezeiung auf dem Ölberg

Hiroshima © Fg2/Public Domain
Im Bild sieht man die Atombombenkuppel in Hiroshima. Mit dem Abwurf der Atombombe auf Hiroshima trat die Welt in das nukleare Zeitalter mit der Möglichkeit eines Atomkriegs ein.

Von der Redaktion

Manchen Lesern wird die Kombination in unserer Überschrift vielleicht unsinnig erscheinen. Was hat der erstmalige Einsatz einer Kernwaffe am 6. August 1945 in Hiroshima mit einer Vorhersage Jesu Christi zu tun, die er mehr als 1900 Jahre zuvor kundtat? Die Antwort finden wir in den Worten Jesu.

Viele, die Jesu Prophezeiung auf dem Ölberg lesen, finden diese Worte rätselhaft: „Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis das alles geschieht“ (Matthäus 24,34; Einheitsübersetzung). Meinte er die Generation seiner Jünger? Beachten Sie zunächst den zukünftigen Kontext seiner Worte. Jesus hatte gerade gesagt: „Ebenso auch: Wenn ihr das alles seht, so wisst, dass er nahe vor der Tür ist“ (Vers 33).

Haben seine Jünger zur Zeit ihrer Generation „das alles“ gesehen? Sicherlich nicht. Sie gehörten nicht zu einer Generation, die die Fähigkeit hatte, die gesamte Menschheit zu zerstören. Jesus sagte über die letzte endzeitliche Generation: „Wenn diese Zeit der Not nicht abgekürzt würde, würde die gesamte Menschheit umkommen“ (Matthäus 24,22; „Neues Leben“-Übersetzung).

Die Jünger Christi erlebten durchaus schon Kriege, Hungersnöte, Seuchen und Verfolgungen. Einige von ihnen erlebten ein paar Jahrzehnte später sogar die Zerstörung Jerusalems mit. Doch dies alles war nicht die vollständige Erfüllung der Worte Jesu, denn die Waffen der damaligen Generation reichten nicht aus, um Jesu Prophezeiung zu erfüllen.

Was meinte Jesus also, als er von „dieser Generation“ sprach? Er kann nicht die Generation seiner Zeit gemeint haben. Seine Jünger starben, ohne all die Ereignisse gesehen zu haben, die zu seiner Rückkehr führen sollten. Die offensichtliche Bedeutung ist daher, dass Jesus die Generation der letzten Tage gemeint haben muss.

Jesus wusste, dass der Lauf der endzeitlichen Ereignisse nicht unbeschränkt weitergehen würde. Wenn sie einmal in Gang gesetzt werden, wird alles innerhalb der Lebenszeit einer Generation geschehen. Nur eine Generation wird Zeuge all der zunehmenden Probleme globalen Ausmaßes sein, die in Gottes Wort beschrieben sind. Diese Generation wird den Anfang des prophezeiten Zeitraums von dreieinhalb Jahren erleben, der das Ende „dieser gegenwärtigen, bösen Welt“ (Galater 1,4) markieren und das Reich Gottes einleiten wird.

Diese Ereignisse werden nicht von einer Generation auf die nächste übergehen. Wenn die prophezeiten Umstände erst einmal eintreten, werden sich alle damit verknüpften Prophezeiungen – einschließlich der Wiederkunft Jesu Christi – zu Lebzeiten einer Generation erfüllen.

Mit dem Einsatz der Atombomben in Hiroshima und Nagasaki trat die Menschheit in ein neues Zeitalter ein – das Zeitalter der Massen­vernichtungswaffen. Nur wenige Jahre später gab es die Wasserstoffbombe mit einer viel größeren Zerstörungskraft als die „einfache“ Atombombe. Hinzu kamen in den Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs biologische und chemische Waffen, deren Herstellung viel billiger ist als bei Kernwaffen, sodass sie die „Atombombe des armen Manns“ genannt werden.

Die Zerstörung Hiroshimas markierte den ersten Schritt einer Ent­wick­lung, die dazu geführt hat, dass Jesu Prophezeiung auf dem Ölberg erfüllt werden kann: Das Auslöschen allen menschlichen Lebens ist heute möglich. Sind wir die Generation, die Jesus damals meinte?

– Gute Nachrichten September-Oktober 2020 PDF-Datei dieser Ausgabe

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