Wie können Sie mit Ihren Kindern
über die Evolution sprechen?

Wie können Sie mit Ihren Kindern über die Evolution sprechen? © TrendSetter Images/123rf.com
Wenn Sie Kinder im schulpflichtigen Alter haben, dann werden sie wahrscheinlich regelmäßig der Evolutionstheorie ausgesetzt, ob Ihnen das nun gefällt oder nicht.

Ständig werden Ihre Kinder in der Schule mit den „Fakten“ der Evolution konfrontiert, anstatt über die Schwächen der Theorie informiert zu werden. Wie können Sie Ihre Kinder über dieses Thema richtig informieren?

Von Becky Sweat

Wenn Sie Kinder im schulpflichtigen Alter haben, dann werden sie wahrscheinlich regelmäßig der Evolutionstheorie ausgesetzt, ob Ihnen das nun gefällt oder nicht. In öffentlichen Schulen gehört die Behandlung der Evolution zum Lehrplan im Bereich der Naturwissenschaften.

Auch wenn Ihre Kinder noch im Vorschulalter sind, hören sie schon eine Menge über die Evolution. Sie brauchen nur mit ihnen den Zoo oder ein Naturkundemuseum zu besuchen, eine Natursendung im Fernsehen anzusehen oder ein Buch über Tiere zu lesen: Darwins Theorien werden praktisch überall propagiert.

Das ist genau der Grund, warum Sie als Eltern auch selbst mit Ihren Kindern über dieses Thema sprechen müssen. Sie müssen diesen Ideen entgegenwirken. Denken Sie daran, dass Ihre Kinder höchstwahrscheinlich nichts über die Schwächen des darwinistischen Denkens oder etwas über die Notwendigkeit eines göttlichen Schöpfers erfahren.

Ja, Ihre Kinder mögen mit Ihnen zum Gottesdienst gehen. Sie wissen, dass Sie nicht an die Evolution glauben. Doch es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass sie wirklich verstehen, warum die Evolutionstheorie falsch ist, es sei denn, Sie sprechen mit ihnen darüber.

Das mag Ihnen wie eine große Herausforderung vorkommen. Sie müssen aber keine umfassenden Kenntnisse der Biologie oder der Paläontologie haben, um die Trugschlüsse hinter der Evolutionstheorie zu verstehen und sie Ihren Kindern zu erklären.

Sie sollten aber zumindest ein allgemeines Verständnis der Evolutionstheorie haben, bevor Sie diese mit Ihren Kindern besprechen. Lernen Sie die grundlegenden Begriffe wie Überleben der Lebenstüchtigsten, Artenbildung, spontane Entstehung, gemeinsame Abstammung, natürliche Auslese usw. kennen.

Sie sollten verstehen, was diese Begriffe bedeuten und welche Rolle sie bei der Evolutionstheorie spielen. Das wird es Ihnen ermöglichen, diese Fragen auf informierte Weise zu diskutieren.

Sie können dazu auch unsere kostenlosen Broschüren Die alles entscheidende Frage: Gibt es einen Gott? und Schöpfung oder Evolution: Kennen Sie alle Fakten? bestellen. Darin werden eine Reihe wissenschaftlicher Quellen zum Thema erwähnt, die die Aussagen der Broschüren stützen.

Nachfolgend geben wir einige praktische Hinweise, wie Sie diese Aufgabe meistern können.

1. Sprechen Sie die Evolution direkt an

Sobald Sie ein gutes Verständnis des Themas haben, sind Sie darauf vorbereitet, entsprechende Gespräche mit Ihren Kindern zu führen. Setzen Sie eine Zeit fest, zu der Sie mit ihnen darüber sprechen wollen. Warten Sie nicht einfach darauf, dass Ihre Kinder Ihnen eine Frage über die Evolution stellen, denn es kann sein, dass sie das von sich aus nie tun werden.

Wenn Sie als Familie einen regelmäßigen Meinungsaustausch haben – eine Art Familientreffen –, können Sie die Evolution zu einem der Themen machen, die besprochen werden. Es könnte aber auch ein Thema sein, das Sie gelegentlich ansprechen, wenn alle in der Familie eine gemeinsame Mahlzeit einnehmen.

Ganz gleich wie Sie das handhaben wollen, Sie sollten herausfinden, was Ihre Kinder bereits über die Evolution „wissen“, in welchem Umfang sie in der Schule davon hören und ob sie irgendwelche Fragen oder Bedenken im Hinblick auf das haben, was ihnen zum Thema gesagt wird. Dann können Sie ihnen einige der Trugschlüsse der Evolution erklären, auf die Sie bei Ihren eigenen Recherchen gestoßen sind.

Reden Sie aber nicht nur selbst. Versuchen Sie einen Gedankenaustausch in Gang zu bringen. Sie könnten Ihre Kinder zum Beispiel fragen, ob diese einige Beispiele aus der Natur benennen können, die offensichtlich intelligentes Design oder nicht reduzierbare Komplexität verkörpern. (Der letztere Begriff bezieht sich auf Strukturen oder Systeme in der Natur, die sich nicht schrittweise entwickelt haben können, weil alle wesentlichen Bestandteile gleichzeitig vorhanden sein müssen, damit sich daraus ein funktioneller Vorteil ergibt, der dann über den Prozess der natürlichen Auslese weitergereicht werden kann.) Versuchen Sie sie zum echten Nachdenken über das Thema anzuregen.

Sie können auch besondere Familienausflüge dazu nutzen, die Ideen der Evolutionstheorie anzusprechen. Jack aus der Stadt London im US-Bundesstaat Kentucky macht das so. Er und seine Frau gehen oft mit ihren Kindern, die im mittleren Schulalter sind, in den Bachläufen, Felsvorsprüngen und Hügeln nahe ihres Hauses auf Fossiliensuche.

„All das Gestein hier ist voller Fossilien“, sagt er. „Wir zeigen unseren Kindern die verschiedenen Fossilien, die wir finden, und fragen sie dann, ob es nicht interessant ist, dass wir nie ein Fossil einer sogenannten Übergangsart finden (wie etwa einen Fisch mit Füßen oder ein Reptil mit Federn), was die Aussagen über den evolutionären Wandel stützen würde.

Jedes Fossil, das wir finden, repräsentiert eine voll ausgeformte und funktionsfähige Art. Dann sage ich ihnen, dass sachkundige Paläontologen auch keine Fossilien von Übergangsarten gefunden haben. Das hat sie wirklich überzeugt.“

Natürlich müssen Sie Ihre Gespräche dem Alter Ihrer Kinder anpassen. Sie können da viel weiter in die Tiefe gehen, wenn Ihr Kind im Jugendalter ist und Biologieunterricht in der Schule hat, als wenn Ihr Kind noch viel jünger ist und zum Beispiel noch nichts von Genen weiß. Bei jüngeren Kindern können Sie etwa betonen, dass es keine wissenschaftlichen Beweise für die großen Veränderungen gibt, wie die von den Amöben zu Fischen, zu Fröschen, zu Reptilien, zu Säugetieren und es dabei belassen.

Zusätzlich zu Ihren geplanten Gesprächen sollten Sie auch darauf vorbereitet sein, Konzepte der Evolutionstheorie anzusprechen, wann immer Sie ihnen begegnen. Bei einem Zoobesuch gibt es vielleicht eine Informationstafel, die beschreibt, wie Giraffen ihren langen Hals entwickelt haben, damit sie Blätter von den höchsten Bäumen fressen können. Erklären Sie Ihren Kindern dann, dass solche Konzepte falsch sind.

2. Bringen Sie Ihren Kindern den biblischen Schöpfungsbericht bei

Sie sollten nicht nur ansprechen, was an der Evolution nicht stimmt, sondern Ihre Kinder auch den biblischen Schöpfungsbericht lehren. Beginnen Sie damit, wenn sie noch sehr jung sind. Lesen Sie ihnen immer wieder die Geschichte von Gottes Schöpfung in 1. Mose 1 und 2 vor, bis sich dies fest in ihrem Verstand eingeprägt hat.

Hören Sie aber nicht bei 1. Mose auf. Die Bibel enthält viele Verse, die den Schöpfungsbericht aus 1. Mose bestätigen, vor allem in den Psalmen und Jesaja. Lesen Sie Ihren Kindern auch diese vor. Sprechen Sie mit ihnen über diese Verse. Reden Sie davon, was Gott an jedem Schöpfungstag getan hat und was das für uns heute bedeutet.

Sie können auch einige Familienausflüge so gestalten, dass die Schöpfung dabei betont wird. Besuchen Sie mit Ihren Kindern einen botanischen Garten und zeigen Sie ihnen, wie komplex die Blätter geformt sind. Erinnern Sie sie immer wieder daran, wie unwahrscheinlich es ist, dass solche komplexen Muster durch zufällige Mutationen und natürliche Auslese entstanden sind.

Besuchen Sie im Frühling einen Bauernhof oder einen Streichelzoo, wenn es dort Tierkinder gibt, um Ihnen zu zeigen, dass Gott die Tiere und Pflanzen „jedes nach seiner Art“ geschaffen hat. Wenn Sie einen Garten haben, können Sie Ihren Kindern zeigen, dass bestimmte Samensorten jeweils bestimmte Früchte und Gemüsearten hervorbringen.

Weisen Sie darauf hin, was für ein perfektes System hier geplant wurde und dass so etwas nicht ohne einen Schöpfer möglich gewesen wäre. Solche Art von praktischen Lektionen lässt die Schöpfungsgeschichte für Ihre Kinder zu einer größeren Realität werden.

3. Planen Sie den Umgang mit der Evolution in der Schule

Ihre Kinder sind vielleicht davon überzeugt, dass die Evolutionstheorie falsch ist, aber wie sie reagieren sollen, wenn die Evolutionstheorie in der Schule gelehrt wird, ist eine andere Frage. Wie kann man mit gutem Gewissen Prüfungsfragen zur Evolution beantworten? Das ist etwas, was Sie bei Ihren Gesprächen mit Ihren Kindern unbedingt ansprechen sollten.

Erklären Sie Ihnen zuerst, dass die Evolution ein sehr weitverbreiteter Glaube in unserer Gesellschaft ist. Aus diesem Grund müssen sie Kenntnis davon haben. Sie müssen wissen, was gemeint ist, wenn von der Evolution die Rede ist.

Unter diesem Aspekt können Ihre Kinder Prüfungen einfach als einen Maßstab dafür sehen, wie viel sie über diese weitverbreitete Idee wissen. Wenn sie Prüfungsfragen beantworten, dann sagen sie damit nicht, dass sie an die Evolution glauben. Sie zeigen damit nur, welches Wissen sie über die Theorie haben.

Bei Fragen für einen Aufsatz oder wenn der Lehrer ihnen im Klassengespräch eine Frage stellt, können sie zum Beispiel ihre Antwort mit Worten wie „Der allgemein akzeptierte Glaube ist . . .“ oder „Kapitel 5 betonte, dass . . .“ einleiten. Diese Art von Antworten zeigt, dass Ihre Kinder ihre Hausaufgaben gemacht haben und das Konzept der Evolution verstehen, ohne dass sie damit zum Ausdruck bringen, dass sie auch daran glauben.

4. Erklären Sie, warum es wichtig ist, die Evolution nicht zu akzeptieren

Während Ihrer Gespräche mit Ihren Kindern sollten Sie betonen, weshalb die Akzeptanz der Evolutionstheorie ein großes Problem ist. Sie ist der Versuch, die Existenz des Lebens und die Schöpfung zu erklären, ohne die Notwendigkeit eines Schöpfers einzuräumen oder gar als Möglichkeit in den Raum zu stellen.

Wenn sich das Universum und das Leben auf der Erde im Laufe von Jahrmilliarden von selbst entwickelt haben, dann ist der Schöpfungsbericht in 1. Mose reine Dichtung und Gott existiert nicht wirklich. Das ist genau das, was viele in der Gesellschaft glauben möchten und auch verkünden. Wenn es keinen Gott gibt, dann gibt es auch keinen absoluten Standard für richtig und falsch und den Menschen steht es frei zu tun, was immer sie wollen.

Erklären Sie Ihren Kindern das. Sie müssen verstehen, dass es hier wirklich um bestimmte ideologische Absichten geht. Die Evolutionstheorie wird der Gesellschaft aus mehr Gründen als nur aus wissenschaftlichem Interesse aufgedrängt.

Falls Ihre Kinder älter sind, fragen sie Sie vielleicht, ob es möglich ist, an Gott und die Evolution zu glauben. Das wäre dann der richtige Zeitpunkt, um ihnen die Trugschlüsse der theistischen Evolution zu erklären. Diese Theorie ist ein Versuch, Kreationismus und Evolution miteinander zu vereinen.

Theistische Evolutionisten glauben, dass Gott das Universum in der Tat geschaffen hat, aber dass er es dadurch getan hat, dass er den Prozess der Evolution über Milliarden von Jahren gesteuert hat. Sie könnten Ihren Kindern erklären, dass sich die Lehren der Evolution und des Kreationismus so stark voneinander unterscheiden, dass es keinen Sinn macht, an beides zu glauben. So etwas zu glauben, beraubt die Bibel ihrer Bedeutung und eröffnet Raum für falsches Denken.

Die einzige Art von Evolution, die der Bibel entsprechend möglich ist, ist die Mikroevolution – Veränderungen, die im Laufe der Zeit innerhalb von geschaffenen Arten stattfinden, nicht die Änderung von einer Art in eine andere. Auch in diesem Fall stimmen die fehlenden direkten Bindeglieder im Fossilbericht mit dem überein, was die Bibel lehrt, aber nicht mit der atheistischen oder theistischen Evolution.

Was wir glauben, ist schon wichtig

Um das Ganze zusammenzufassen: Es ist auf jeden Fall sehr wichtig, was wir im Hinblick auf den Ursprung des Universums und des Lebens glauben. Darwin glaubte, dass das Leben damit begann, dass Chemikalien in einem Teich irgendwie so durcheinander gemischt wurden, dass daraus lebende Materie spontan entstand.

Dabei gab er aber zu, dass seine Vorstellung nicht bewiesen werden konnte. Auch heute können Evolutionisten nicht stichhaltig erklären bzw. beweisen, wie das Leben ursprünglich entstand.

Aber wir kennen die Antwort. Wir wissen, dass Gott uns nach seinem Bild geschaffen hat. Wir wissen auch, dass er einen wunderbaren Plan für alle Menschen hat und uns zu einem Teil seines ewigen Reiches machen will. Das sollte etwas sein, über das wir oft nachdenken und worüber wir regelmäßig mit unseren Kindern sprechen. Nur auf diese Weise werden sie lernen, Wahrheit von Dichtung zu unterscheiden und sich an Gottes kostbare Wahrheiten halten!

– Gute Nachrichten Mai-Juni 2010 PDF-Datei dieser Ausgabe

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