Unsere Zukunft: In Gottes Familie leben

Unterschätzen Sie niemals den Wert Ihres Lebens! Sie wurden dazu geboren, eines von Gottes göttlichen Kindern zu werden und mit seinem Charakter ewig zu leben.

Von Roger Foster und Tom Robinson

Das große Vorhaben, für das Gott die Menschheit geschaffen hat, ist absolut Ehrfurcht gebietend. Und bedenken Sie dabei, dass diese Bestimmung nicht nur für die Menschheit im Allgemeinen gilt, sondern auch für Sie persönlich. Gott will Sie dazu erhöhen, ewiges, göttliches Leben mit ihm und all seinen Kindern zu teilen.

Wenn Gott Ihnen den Sinn für das fantastische Potenzial, für das er Sie erschaffen hat, öffnet, dann lädt er Sie dazu ein, zu den Vorläufern seines Plans für die Menschheit zu gehören. Sie können sein geistlicher Sohn bzw. seine geistliche Tochter sein – sein Kind, das jetzt in der Erwartung der vollen Herrlichkeit lebt, die ihm bei der Auferstehung der Toten bei Christi Rückkehr geschenkt werden wird.

Wer sind denn die Kinder Gottes heute? Wer sind diejenigen, die später Teil von Gottes unsterblicher geistlicher Familie werden sollen? Wie können Sie oder irgendeiner von uns diese herrliche Bestimmung erreichen? Und wie wird das Leben sein, wenn wir letztendlich zu einer verherrlichten Existenz erhöht werden?

Der Eintritt in die Familie

Die Bibel erklärt, dass diejenigen, die in Gottes unsterbliche Familie eintreten wollen, zuerst ihre Sünden aufrichtig bereuen, getauft werden und die Gabe von Gottes Geist empfangen müssen (Apostelgeschichte 2,38). Durch den Empfang des heiligen Geistes werden sie zu Gliedern des geistlichen Leibes Christi (1. Korinther 12,12-13), welcher seine Kirche ist (Kolosser 1,24). Sie warten auf die Auferstehung bei Christi Rückkehr, die Zeit, zu der sie die Unsterblichkeit erhalten werden (1. Korinther 15,51-54).

Der Empfang des heiligen Geistes ist für die Bekehrung unerlässlich. Der Apostel Paulus verdeutlichte, dass man den heiligen Geist empfangen muss, bevor man Teil der Familie Gottes und der Kirche sein kann: „Wer aber Christi Geist nicht hat, der ist nicht sein“ (Römer 8,9).

Warum sind diejenigen, die Gottes Geist nicht haben, nicht Gottes Volk? Paulus erklärt: „Alle, die sich vom Geist Gottes führen lassen, die sind Gottes Söhne und Töchter“ (Vers 14; Gute Nachricht Bibel). Paulus verdeutlicht die Beziehung zwischen Gottes Geist und dem Heil: „Wenn nun der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christus von den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen Geist“ (Vers 11). Nur diejenigen, die Gottes Geist haben, werden ewiges Leben erben. In der Tat kommt es, wie wir bereits gesehen haben, durch den Geist, dass wir zu geistlichem Leben gezeugt werden.

Wie können Sie aber nun Gottes Geist erhalten? Der Apostel Paulus erklärt, dass Sie „umkehren“ müssen und „jeder von euch lasse sich auf den Namen Jesu Christi taufen zur Vergebung seiner Sünden; dann werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen“ (Apostelgeschichte 2,38; Einheitsübersetzung). (Echte Bekehrung und die Taufe, die den Weg in Gottes Familie eröffnen, werden in unserer kostenlosen Broschüre Der Weg zum ewigen Leben – unauffindbar? ausführlich beschrieben.)

Gottes Kinder sind dann also diejenigen, die von Gottes Geist geleitet werden. Der heilige Geist ist die Kraft und Gegenwart Gottes, die in ihnen wirkt (siehe 2. Timotheus 1,6; Psalm 51,13; Philipper 2,13). Diejenigen, die Gottes Geist erhalten, werden selbst in diesem Leben als die Kinder Gottes angesehen: „Meine Lieben, wir sind schon Gottes Kinder“ (1. Johannes 3,2).

Was wir aber jetzt sind, ist nichts im Vergleich zu dem, was wir bei der Rückkehr Jesu Christi sein werden. Zu jener Zeit werden die treuen Kinder Gottes von physischem Fleisch und Blut zu unsterblichem Geist auferweckt werden, damit sie die Ewigkeit gemeinsam mit Gott auf seiner Existenzebene verbringen können.

Eine Zukunft ohne ihresgleichen

Paulus beschreibt die wunderbare Verwandlung, die bei der Auferstehung der Toten erfolgt: „Es gibt himmlische Körper und irdische Körper; aber eine andere Herrlichkeit haben die himmlischen und eine andere die irdischen. Einen andern Glanz hat die Sonne, einen andern Glanz hat der Mond, einen andern Glanz haben die Sterne; denn ein Stern unterscheidet sich vom andern durch seinen Glanz.

So auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Armseligkeit und wird auferstehen in Kraft. Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib. Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen geistlichen Leib“ (1. Korinther 15,40-44; alle Hervorhebungen durch uns).

In diesen Versen beschreibt Paulus in der Tat eine großartige Verwandlung zu einem Glanz und einer Majestät, die wir uns kaum vorstellen können. Deshalb sagt Paulus auch: „Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll“ (Römer 8,18; vgl. dazu auch 2. Korinther 4,16-18).

Sehen Sie jetzt, worum es geht? Als ein wahres Kind Gottes in seine Familie hineingeboren zu werden ist so herrlich, dass es vergeblich wäre, es mit etwas vergleichen zu wollen, was wir bereits jemals erlebt haben. Kein Ausmaß an Prüfungen, Problemen und Leiden in diesem Leben kommt der unschätzbaren Gabe des ewigen Lebens als verherrlichte Kinder Gottes nach dem vollen Ebenbild des Vaters und Jesu Christi auch nur entfernt nahe. Diese unglaubliche Zukunft ist das, worum es in diesem Leben wirklich geht. Zu diesem Zweck wurden Sie geboren.

Kein Wunder, dass Paulus ausrief: „Denn die ganze Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes“ (Römer 8,19; Einheitsübersetzung).

Unsere Aufgabe in Gottes Reich

Die wunderbare Welt von morgen wird bei der Rückkehr von Jesus Christus, der als König der Könige und Herr der Herren regieren wird, eingeleitet werden (Offenbarung 19,16). Jedes Reich, jede Macht und jede Regierung wird seiner göttlichen Herrschaft unterstellt werden (Offenbarung 11,15). Er wird das Reich Gottes auf Erden errichten. Das war der Kern seiner Botschaft – des Evangeliums, der guten Nachricht, die er predigte (Markus 1,14-15). (Sie können unsere kostenlose Broschüre Das Reich Gottes – eine gute Nachricht bestellen oder als PDF-Datei herunterladen, wenn Sie dieses zentrale Thema sowohl von Christi Botschaft als auch der gesamten Bibel besser verstehen möchten.)

Diese Söhne und Töchter Gottes, die ihm treu geblieben sind, werden an Christi Herrschaft teilhaben. Lesen Sie Christi Verheißung: „Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron“ (Offenbarung 3,21). Denjenigen, die überwinden, wird in jenem Reich Verantwortung als Könige und Priester Gottes übertragen werden (Offenbarung 1,5-6).

Diese erstaunliche Zukunft wurde zuvor im Alten Testament vorhergesagt. Zum Beispiel wurde dem Propheten Daniel eine Vision von der Zeit gegeben, zu der Christus das Reich von Gott, dem Vater, empfängt:

„Ich sah in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels wie eines Menschen Sohn [Jesus Christus] und gelangte zu dem, der uralt war [Gott, der Vater], und wurde vor ihn gebracht. Der gab ihm Macht, Ehre und Reich, dass ihm alle Völker und Leute aus so vielen verschiedenen Sprachen dienen sollten. Seine Macht ist ewig und vergeht nicht, und sein Reich hat kein Ende . . .

Aber das Reich und die Macht und die Gewalt über die Königreiche unter dem ganzen Himmel wird dem Volk der Heiligen des Höchsten gegeben werden, dessen Reich ewig ist, und alle Mächte werden ihm dienen und gehorchen“ (Daniel 7,13-14. 27).

Das „Volk der Heiligen des Höchsten“ sind diejenigen, die geheiligt sind oder als heilig abgesondert worden sind, was alle wahren Nachfolger Gottes betrifft. Sie werden zusammen mit Christus Könige und Herrscher sein. Diese geteilte göttliche Herrschaft über die physischen Nationen auf Erden wird eine gestaffelte Regierungsstruktur haben.

König David wird z. B. erneut als Herrscher über ganz Israel dienen, während den zwölf Aposteln Christi die Herrschaft über die zwölf individuellen Stämme Israel übertragen werden wird (Jeremia 30,9; Hesekiel 37,24-25; Matthäus 19,28). Bei der Führung über Israel und die anderen Nationen wird es weitere Abstufungen geben.

Eines von Christi Gleichnissen offenbart, dass das Ausmaß der Verantwortung in dem kommenden Reich Gottes an das geistliche Wachstum von Gottes Dienern gekoppelt ist. Je mehr Christen aus ihren Fähigkeiten im Dienste Christi zu ihren Lebzeiten machen, desto mehr Autorität werden sie bekommen. Das wird hier dadurch dargestellt, dass jeder über eine unterschiedliche Anzahl von Städten eingesetzt werden wird (vgl. dazu Lukas 19,11-27).

Es ist also offensichtlich, dass diejenigen, die Teil von Gottes Familie sein werden, unter Christus unterschiedliche Abstufungen an Regierungsverantwortung tragen werden, wenn sie gemeinsam eine neue Erde ererben und verwalten werden. Jedes Amt wird mit Majestät und Glanz jenseits jeglicher Vorstellung erfüllt sein.

Noch erstaunlicher als die Herrschaft über physische Nationen ist die Tatsache, dass selbst die Engel den verherrlichten Kindern Gottes unterstellt sein werden. Wie Paulus geschrieben hat: „Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? . . . Wisst ihr nicht, dass wir über Engel richten werden?“ (1. Korinther 6,2-3).

Wie es im Hebräerbrief Kapitel 2, Vers 5 heißt: „Denn nicht den Engeln hat er [Gott] untertan gemacht die zukünftige Welt, von der wir reden.“ Wie die nachfolgenden Verse verdeutlichen, werden Menschen, die in die Familie Gottes erhoben worden sind, über diese zukünftige Welt herrschen, wobei Jesus Christus ein Vorläufer bei diesem Erbe ist (Verse 6-13; vgl. Hebräer 1,13-14).

Wie können bloße menschliche Wesen jemals hoffen, dass Gott, der Vater, und Jesus Christus eine solche unglaubliche Verantwortung mit ihnen teilen werden? Offensichtlich können wir das nie tun, während wir noch schwache, unvollkommene menschliche Wesen sind.

Wie viele Schriftstellen zeigen, müssen wir verwandelt werden. Paulus erklärt: „Das sage ich aber, liebe Brüder, dass Fleisch und Blut das Reich Gottes nicht ererben können; auch wird das Verwesliche nicht erben die Unverweslichkeit. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden; und das plötzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune. Denn es wird die Posaune erschallen und die Toten werden auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden“ (1. Korinther 15,50-52).

Wir sollten auch verstehen, dass das Reich Gottes nicht lediglich der Herrschaftsbereich Gottes ist, an dem Menschen eines Tages Anteil haben werden. Vielmehr bezieht es sich auch auf eine Existenzebene. Das heißt, gläubige Menschen werden verwandelt, um mit dem Vater und Christus auf ihrer Ebene leben zu können.

Wir sollten uns bewusst sein, dass der Begriff Reich manchmal dazu verwandt wird, bestimmte Existenzebenen einzuordnen. Es gibt das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich und, an der Spitze der physischen Schöpfung, das Menschenreich.

Darüber befindet sich im geistlichen Bereich das Engelreich. Und über allem steht das Gottesreich. Gottes Absicht ist es, den Menschen von dem Menschenreich, über das Engelreich hinaus, in das Gottesreich zu erheben – in das Reich Gottes. In der Tat, in einem letztendlichen Sinn ist das Reich Gottes gleichbedeutend mit der herrschenden Familie Gottes, deren Mitglieder alle die volle Natur Gottes miteinander teilen werden.

Vollkommen an liebevollem Charakter

Die Herrschaft Christi und seiner verherrlichten Nachfolger wird sich gewaltig von der Herrschaft unterscheiden, die die Welt bisher gewöhnlich erlebt hat. Sie werden als wahre Staatsdiener dienen, statt die Menschheit auszubeuten. Jesus beschreibt die Art von gebender, dienender, liebevoller Führung, die diejenigen auszeichnen wird, die mit ihm herrschen: „In dieser Welt unterdrücken die Herrscher ihre Völker, und rücksichtslose Machthaber lassen sich als Wohltäter feiern. Aber so darf es bei euch nicht sein. Der Erste unter euch soll sich allen anderen unterordnen, und wer euch führen will, muss allen dienen“ (Lukas 22,25-26; „Hoffnung für alle“-Übersetzung).

Gott erschafft nicht nur eine Familie von Königen, sondern Könige, die Diener sind, Könige, die Segnungen an diejenigen, denen sie dienen, weitergeben. Wie es in Sprüche 29, Vers 2 heißt: „Kommen die Gerechten an die Macht, dann freut sich das Volk“ (Einheitsübersetzung). Die ganze Welt wird sich an der gerechten Herrschaft der Familie Gottes erfreuen!

Gottes Charakter ist auf Liebe gegründet – ausströmende Sorge um das Wohlergehen anderer. Diese Eigenschaft Gottes ist so hervorstechend, dass die Bibel sagt, „Gott ist die Liebe“ (1. Johannes 4,8-16). Der liebevolle Charakter Gottes zeigt sich auch in all seinen Kindern. Dieser liebevolle Charakter ist das, was die wahren Kinder Gottes kennzeichnet. Damit wird offenbart, wer wirklich Teil seiner Familie ist. Wie der Apostel Johannes schrieb: „Daran wird offenbar, welche die Kinder Gottes und welche die Kinder des Teufels sind: Wer nicht recht tut, der ist nicht von Gott, und wer nicht seinen Bruder lieb hat“ (1. Johannes 3,10).

Jesus lehrte das Gleiche: „Ihr habt gehört, dass gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen, damit ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel . . . Darum sollt ihr vollkommen sein, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist“ (Matthäus 5,43-45. 48).

Die Ausübung göttlicher Liebe seitens der auferweckten, unsterblichen Kinder Gottes wird die wunderbare Welt der Zukunft hervorbringen. Gott vervollkommnet die Einstellung der Liebe und Barmherzigkeit in seinen Söhnen und Töchtern, den Erstfrüchten seiner geistlichen Ernte unter der Menschheit (Jakobus 1,18). Es werden Kinder sein, die dem Standard seiner Familie entsprechen, Kinder, die dem Rest der Menschheit beweisen werden, dass Gehorsam gegenüber Gottes Gesetz der rechte Lebensweg ist.

Gott schafft in seinen Kindern seinen heiligen und gerechten Charakter bzw. das aus Gewohnheit tief verwurzelte Lebensmuster, den richtigen Weg – den Weg der Liebe – trotz Versuchungen und eigener Begierden zu wählen. Das jetzige Leben in dem physischen menschlichen Körper ist unser Übungsgelände für die Erreichung dieses Zieles. Es ist eine Zeit für Gottes Kinder, gerechten Charakter zu entwickeln und in unserem Denken und unserer Lebensweise wie der Vater und Christus zu werden.

Seien Sie versichert, dass Gott uns auf keinen Fall allmächtige Gewalt und Unsterblichkeit verleihen wird, es sei denn, wir sind völlig seiner Führung untertan und wandeln demütig in seinem Weg der Liebe und des Dienens anderer. Dankbarerweise hilft Gott uns im Laufe unseres Lebens dabei, in dem Maße, wie wir uns seiner Leitung unterstellen, im Beschreiten dieses Weges zu wachsen. Und wenn wir bei der Auferstehung völlig in sein Ebenbild verwandelt werden, wird sein vollkommener, liebevoller Charakter auch unser eigener sein.

Die selbstsüchtige menschliche Natur wird dann durch völlige, selbstlose Liebe und Sorge um das Wohl anderer, genauso wie Gott sie hat, ersetzt worden sein. Deswegen wird unter all denjenigen, die in Gottes Familie sind, völlige Harmonie herrschen. Und Gottes Familie wird mit großer Fürsorge um das Wohl der Regierten, über die Engel und alle noch nicht verwandelten Menschen herrschen.

Und es kommt noch mehr

Wie bereits zuvor erwähnt, sind Gottes bekehrtes Volk in diesem Zeitalter seine Heiligen, Erstfrüchte seiner geistlichen Ernte der Menschheit. Sie werden aufgrund der Tatsache, dass weitere folgen werden, Erstfrüchte genannt. Diese Analogie entstammt dem landwirtschaftlichen Jahr des alten Israel, wo auf eine Frühjahrsernte eine Spätsommer- bzw. Herbsternte folgte.

Dieser landwirtschaftliche Kreislauf und die damit im Zusammenhang stehenden Ereignisse werden in den jährlichen Festen, die Gott Israel gab, gefeiert. Sie sind das Sinnbild aufeinanderfolgender Schritte in seinem großen Heilsplan. (Wenn Sie mehr über diese Feste lernen wollen, können Sie unsere kostenlose Broschüre Gottes Festtage – der Plan Gottes für die Menschen bestellen oder als PDF-Datei herunterladen.)

Während der tausendjährigen Herrschaft Jesu Christi und seiner Heiligen über alle Nationen (Offenbarung 20,6), was durch das große Erntefest im Herbst – das Laubhüttenfest bzw. das Fest der Lese – versinnbildlicht wird, werden alle Menschen auf Erden den Weg des Heils kennenlernen. Fast alle werden diesen Weg am Ende annehmen, damit auch sie dann zu den Heiligen gehören werden, die verherrlicht und der Familie Gottes hinzugefügt worden sind.

Auf die tausendjährige Herrschaft Jesu folgt die Zeit des letzten großen Gerichts, wenn all denjenigen, die nie ein rechtes Verständnis von Gottes Wahrheit hatten, ihre einzige wahre Gelegenheit zum Heil und zur Verherrlichung gegeben wird (vgl. Offenbarung 20,5. 11-12; Matthäus 11,21-24; Hesekiel 37,1-14).

Gottes Plan ist allumfassend. In diesem Gericht wird der Großteil der Menschen die Gelegenheit zum ewigen Leben erhalten. Vergessen wir nicht: Gott „will, dass alle Menschen gerettet werden“. Er will nicht, „dass jemand zugrunde geht, sondern dass alle sich bekehren“ (1. Timotheus 2,4; 2. Petrus 3,9; Einheitsübersetzung). Durch seinen wundervollen Plan wird der gesamten Menschheit die Gelegenheit gegeben werden, Gottes Wahrheit zu lernen, zur Reue zu gelangen und das Heil zu erhalten. (Diese herrliche Wahrheit wird in unseren kostenlosen Broschüren Nach dem Tode – was dann? und Himmel oder Hölle: Was lehrt die Bibel wirklich? ausführlich erläutert.)

Dann, wie Offenbarung 21 zeigt, wird es einen neuen Himmel und eine neue Erde geben. Die neue Stadt Jerusalem wird als Hauptstadt des Universums und ewige Wohnstätte Gottes vom Himmel auf die Erde herunter verlegt werden. Endlich werden Gott, der Vater, und Jesus Christus mit der Menschheit, die nun als Gottes göttliche Kinder verherrlicht ist, leben. Vers 7 ermutigt uns mit diesen Ehrfurcht gebietenden Worten: „Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein und er wird mein Sohn sein.“

Wie wir zu Anfang gesagt haben, bedeutet „alles“ das gesamte Universum und den geistlichen Bereich. Wir werden dauerhaft mit Gott im neuen Jerusalem wohnen, aber wir werden nicht darauf beschränkt sein, oder auf die Erde – oder sogar auf diese Galaxie. Wir werden stattdessen die Freiheit haben, den gesamten Kosmos zu genießen, den wir dann zusammen mit Gott, dem Vater, Jesus Christus und dem Rest der göttlichen Familie besitzen werden.

Natürlich kann es auch sein, dass die verherrlichten Mitglieder von Gottes Familie genauso, wie es unterschiedliche Ebenen an Regierungsverantwortung über die Nationen während der tausendjährigen Herrschaft Christi und seiner Heiligen geben wird, unterschiedliche Regionen des Universums zu beaufsichtigen haben werden. Mit mehr als 100 Milliarden Galaxien mit 100 Milliarden Sternen wird es genug Verantwortung zu verteilen geben!

Auf jeden Fall werden wir in der Lage sein, an alle Orte des Universums augenblicklich zu reisen – blitzschnell, genauso wie Gott es kann –, und das Universum unter der Leitung des Vaters und Christi verschönern und erweitern. Denn wir werden alle an ihrer unendlichen Macht und Verstandeskraft Anteil haben. Um noch einmal die Worte des Apostels Paulus zu zitieren: „Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben“ (1. Korinther 2,9).

Ewige Freude und Wohlgefallen

In ihrem Ausmaß und ihrer Bedeutung übersteigt diese Zukunft alles so weit, dass es unmöglich ist, dies wirklich verstandesmäßig zu erfassen! Die Wahrheit ist, dass wir nicht alles darüber wissen, was wir im kommenden Zeitalter erleben werden, wenn wir zuletzt in strahlender Herrlichkeit mit Gott und der reumütigen Menschheit leben werden. Gott hat es nicht offenbart und wir könnten es mit unserem begrenzten Verstand wahrscheinlich auch gar nicht erfassen.

Wir haben die Gewissheit, dass das Leben dann nie langweilig oder uninteressant sein wird. Es wird immer voller neuer Gelegenheiten und freudiger Erlebnisse sein. In Psalm 16, Vers 11 betet König David zu Gott: „Du tust mir kund den Weg zum Leben: Vor dir ist Freude die Fülle und Wonne zu deiner Rechten ewiglich.“

Die Erwähnung Davids bringt uns dorthin zurück, wo wir begonnen haben, zu seinen Reflexionen in Psalm 8, Verse 4-5: „Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast: was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst, und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?“

Unterschätzen Sie nie den Wert Ihres Lebens. Sie wurden dazu geboren, eines von Gottes göttlichen Kindern zu werden. Sie wurden dazu geboren, sein Wesen, seinen Charakter und am Ende ewiges Leben auf seiner Existenzebene zu empfangen. Sie wurden dazu geboren, ein verherrlichtes, unsterbliches Mitglied von Gottes Familie zu werden – mit dem Vater und Christus in unendlicher Freude zu leben und zu regieren. Sie sind dazu geboren, für alle Ewigkeit wie die Sterne zu leuchten.

Das ist die unglaubliche Bestimmung Ihres Lebens, das Geheimnis Ihrer Existenz! Möge unser Schöpfergott Ihnen ein Herz geben, das willig ist, Ihr Leben ihm unterzuordnen, damit Sie dieses unvergleichliche Geschenk empfangen können!

„Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei“

In 1. Mose 1, Vers 26 sagte Gott: „Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei.“ Der Plural „uns“ bezieht sich auf beide, Gott, den Vater, und das Wort, das später als Jesus Christus im Fleisch geboren wurde (Johannes 1,1-3). Was ist mit Gottes Bild und Gott gleich sein gemeint?

Am wichtigsten ist, dass Gott uns im Hinblick auf unsere mentalen Fähigkeiten wie abstraktes Denken, Emotionen, Kreativität und Planung ihm gleich gemacht hat. Die zugrunde liegenden hebräischen Worte, die hier verwandt werden, beziehen sich auch auf die tatsächliche Form und das Erscheinungsbild. Das Wort tselem („Bild“) hat die Bedeutung eines Standbildes, während sich demuwth („gleich sein“) auf physische Ähnlichkeit bezieht. Wie Johannes 4, Vers 24 uns aber mitteilt, ist Gott Geist. Das griechische Wort, das hier und an anderen Stellen im Neuen Testament als „Geist“ übersetzt wird, ist pneuma. Im Alten Testament ist das hebräische Wort, das als Geist übersetzt wird, ruach.

Beide Begriffe können auch „Atem“ oder „Wind“ bedeuten. Weil der Wind formlos ist, behaupten manche, dass immaterieller Geist keine Form und Gestalt haben kann. Aber an vielen Stellen in der Bibel werden Gott oder Engelwesen als mit körperlicher Form versehen beschrieben. Es ist daher offenkundig, dass Geist in der Lage sein muss, Form und Gestalt zu haben. Gott, der Vater, und Christus haben die gleiche Form und Gestalt wie die Menschen, die nach ihrem Bild auf einer niedrigeren, materiellen Ebene geschaffen worden sind.

Der Vergleich mit dem „Wind“ stammt aus der Tatsache, dass Geist für das menschliche Auge unsichtbar ist, es sei denn, er manifestiert sich physisch. Geist kann also in einem formlosen Zustand existieren, wie das bei Gottes heiligem Geist der Fall ist, der überall ist und das gesamte Universum erfüllt (Jeremia 23,24).

Gott erschien einigen wenigen Menschen im Alten Testament in menschlicher Gestalt (1. Mose 18; 32,25. 30; 2. Mose 24,9-10; Josua 5,13-15). Bei diesen Manifestationen offenbarte Gott aber nicht seine volle, strahlende Herrlichkeit, weil deren Intensität nicht auszuhalten gewesen wäre. Wie Gott Mose gesagt hat: „Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein Mensch wird leben, der mich sieht“ (2. Mose 33,20). Mose wurde es aber gestattet – von Gottes Kraft geschützt –, Gottes strahlende Form von hinten zu sehen (Vers 23).

Einige übernatürliche Visionen in der Bibel erlauben uns kurze Einblicke in die Ehrfurcht gebietende Erscheinungsform Gottes in seiner unbeschränkten Herrlichkeit. Der Prophet Hesekiel schrieb nieder, was er sah:

„Auf dem, was einem Thron glich, saß eine Gestalt, die wie ein Mensch aussah. Oberhalb von dem, was wie seine Hüften aussah, sah ich etwas wie glänzendes Gold in einem Feuerkranz. Unterhalb von dem, was wie seine Hüften aussah, sah ich etwas wie Feuer und ringsum einen hellen Schein. Wie der Anblick des Regenbogens, der sich an einem Regentag in den Wolken zeigt, so war der helle Schein ringsum. So etwa sah die Herrlichkeit des Herrn aus“ (Hesekiel 1,26-28; Einheitsübersetzung).

Die Erscheinungen Gottes im Alten Testament waren nicht die von Gott, dem Vater, da Johannes 1, Vers 18 uns berichtet: „Niemand hat Gott je gesehen.“ Jesus sagte: „Ihr habt niemals seine Stimme gehört noch seine Gestalt gesehen“ (Johannes 5,37). Stattdessen waren dies Erscheinungen von Jesus Christus vor seinem menschlichen Leben. Der Vater und Christus haben jedoch das gleiche Bild und die gleiche Erscheinungsform gemeinsam.

Im neutestamentlichen Buch der Offenbarung sah der Apostel Johannes den verherrlichten Jesus Christus als „einem Menschensohn gleich, angetan mit einem langen Gewand und gegürtet um die Brust mit einem goldenen Gürtel. Sein Haupt aber und sein Haar war weiß wie weiße Wolle, wie der Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme und seine Füße wie Golderz, das im Ofen glüht, und seine Stimme wie großes Wasserrauschen . . . und sein Angesicht leuchtete, wie die Sonne scheint in ihrer Macht“ (Offenbarung 1,13-16).

Das ist eine begrenzte Beschreibung der Erscheinungsform Gottes, die menschliche Wesen auch in ihrer Fülle haben werden, wenn sie bei der Auferstehung zu ewigem Leben verwandelt werden. Daniel 12, Verse 2-3 beschreibt diese folgendermaßen: „Und viele, die unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben . . . Und die da lehren, werden leuchten wie des Himmels Glanz, und die viele zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.“ Dann, völlig das Ebenbild Gottes, werden wir in der Lage sein, Gott bei der Herrschaft über die unermessliche Weite seiner Schöpfung zu unterstützen.

Das ist die Zukunft, die Gott für Sie geplant hat – Ihre Bestimmung, wenn Sie diese mit einem gehorsamen Herzen voll ergreifen und weiterhin ein engagierter und treuer Nachfolger Gottes und seiner Lehren, wie sie in der Heiligen Schrift offenbart werden, bleiben!