Darwins zehn große Fehler

Das Jahr 2009 war das 200. Jubiläum von Charles Darwins Geburtstag und gleichzeitig das 150. Jubiläum der Veröffentlichung seines Buches „Die Entstehung der Arten“. Als eines der einflussreichsten Bücher in der modernen Geschichte hat es seit seiner Herausgabe Philosophie, Soziologie und Religion entscheidend geprägt. Wussten Sie aber, dass Darwins Theorie schwerwiegende grundlegende Fehler enthält?

Von Mario Seiglie

Hatte Darwin Recht mit seiner Theorie? Und was noch bedeutender ist: Wie wichtig ist es, die richtige Antwort auf diese Frage zu finden? Anders als bei anderen wissenschaftlichen Theorien betrifft Darwins Evolution nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Philosophie, die Moral, die Sozialwissenschaften und sogar die Religion.

Ihre Weltsicht wird radikal von dem beeinflusst werden, wie Sie die folgende Frage beantworten: Ist die darwinistische Evolution wahr? Es ist deshalb entscheidend, dass Sie die richtige Antwort darauf finden!

Auch nach 150 Jahren gibt es immer noch viele Kontroversen um die Evolutionstheorie. In den Medien wurde anlässlich des 200. Jubiläums seines Geburtstags und des 150. Jubiläums der Veröffentlichung seines berühmten Buches mit dem Originaltitel Die Entstehung der Arten durch natürliche Zuchtwahl oder Die Erhaltung der begünstigten Rassen im Kampfe ums Dasein viel über Darwin berichtet. Doch die Schlüsselkonzepte seiner Theorie wurden dabei kaum unter die Lupe genommen. Wissenschaftliche Fachbücher lehren beständig, wo Darwin ihrer Meinung nach Recht hat. Diese Quellen räumen aber nur selten ein, wo er falsch lag.

Hier also kurz zehn Prämissen seiner Theorie, die sich als falsch erwiesen haben. Was ist in jedem dieser Fälle die Wahrheit und welchen Einfluss können diese Tatsachen auf Ihre Perspektive und Ihr Leben haben?

1. Der „warme kleine“ Teich

Charles Darwin hat einmal an seinen guten Freund Joseph Hooker über die Möglichkeit geschrieben, dass das Leben spontan in „irgendeinem warmen kleinen Teich“ entstanden sei. Damals glaubten manche Wissenschaftler noch an „spontane Generation“ bzw. die Idee, dass Leben aus Nichtleben entstehen kann – was Darwins Hoffnung war. Später hat der berühmte französische Wissenschaftler Louis Pasteur diese Idee eindeutig widerlegt. 150 Jahre an Beobachtung und Experimentieren haben Pasteurs Ergebnisse bestätigt.

Es hat sich gezeigt, dass das Leben in höchstem Maße wesentlich komplexer ist, als Darwin es sich jemals hätte vorstellen können.

Vor einigen Jahrzehnten sollte das berühmte Miller-Urey-Experiment die Entstehung des Lebens erhellen. Indem sie eine Mischung von Gasen Hitze und Elektrizität aussetzten, konnten sie eine teerartige Substanz produzieren, die einige Aminosäuren bildete. Wir wissen aber heute, dass das Experiment manipuliert war, da Sauerstoff, der die Ergebnisse ruiniert hätte, ausgeklammert worden war. Und die Wissenschaftler sind zu dem Schluss gekommen, dass Sauerstoff vorhanden war, als das Leben zum ersten Mal entstand.

Aber selbst bei diesem manipulierten Experiment gab es keine Vereinigung der Aminosäuren, um so die nächste Ebene der Bausteine des Lebens zu erreichen. Das sind die ungeheuer komplexen Proteine, die selbst wiederum präzise zu komplizierten Systemen zusammengefügt werden müssen.

Während das Miller-Urey-Experiment die künstliche chemische Produktion einiger einfacher organischer Bausteine erbrachte, ist daraus aber kein Gebäude entstanden. Wie kann man lose Bausteine dazu bringen, ein elegantes und funktionierendes Haus zu bilden – eines, wo die Bausteine jeweils an ihrem rechten Platz sind? Ein solch vergleichbares Haus würde auch ein Fundament, Wände, Türen, Fenster, ein Dach, eine Stromversorgung und ein Abwassersystem haben. Es muss eine Vielfalt von Materialien außer den Bausteinen schaffen, die präzise geformt und eingefügt werden müssen. Dann muss das Haus noch die Fähigkeit haben, sich selbst zu vervielfältigen.

Wir beziehen uns hier natürlich auf eine lebende Zelle, deren atemberaubende Komplexität jede Vorstellungskraft übersteigt. In der Tat ist die primitivste Zelle weitaus komplexer als das aufwendigste Haus, wie wir im nächsten Abschnitt dieses Artikels aufzeigen werden. Wenn Wissenschaftler das richtig durchdenken, dann kommt der Darwinismus nicht auch nur in die Nähe dessen, was wahrscheinlich oder auch nur möglich wäre.

Sir Fred Hoyle, der verstorbene britische Astronom und Mathematiker, der für seine wissenschaftlichen Leistungen geadelt wurde, schrieb über das Miller-Urey-Experiment: „Die Bausteine an Proteinen können daher auf natürliche Weise erzeugt werden. Aber das ist weit davon entfernt zu beweisen, dass sich Leben auf diese Weise entwickelt haben könnte. Niemand hat gezeigt, dass die korrekte Anordnung von Aminosäuren, wie die innere Gestaltung der Enzyme, mit dieser Methode erzeugt werden kann . . .

Ein Schrottplatz enthält all die Teile für eine Boeing 747, zerlegt und ungeordnet. Ein Wirbelsturm bläst zufällig durch den Platz. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass nachdem er vorbeigezogen ist, dort eine voll montierte Boeing 747 flugbereit steht? So gering, dass sie unerheblich ist, selbst wenn ein Wirbelsturm durch so viele Schrottplätze, dass sie das ganze Universum ausfüllen könnten, blasen würde“ (The Intelligent Universe, 1983, Seite 18-19; alle Hervorhebungen durch uns).

Die wissenschaftlichen Belege deuten darauf hin, dass Leben nicht, wie Darwin glaubte, irgendwie spontan in einem warmen kleinen Teich entstanden ist oder entstehen könnte. Was wir aus den Beweisen in unserem Umfeld und aus dem Fossilbericht lernen können, ist, dass Leben nur aus Leben entstehen kann – wie es das Gesetz der Biogenese sagt.

2. Die angebliche Einfachheit der Zelle

Nehmen wir zum Beispiel die einfachen, bescheidenen Bakterien. Was Charles Darwin unter einem simplen Mikroskop sah, sah ziemlich primitiv aus – ein rundes Klümpchen aus einer „Protoplasma“ genannten Substanz. Er glaubte, dieses würde nur wenige elementare Bestandteile haben, die leicht zusammengesetzt werden könnten.

Heute wissen wir aber, dass Bakterien komplexe molekulare Maschinen enthalten, wobei jede Bakterie eher einer komplizierten Autofabrik mit unterschiedlichen robotergesteuerten Anlagen und einem komplexen Kontrollzentrum gleicht.

Wie der Molekularbiologe Jonathan Wells und der Mathematiker William Dembski schreiben: „Es stimmt, dass eukaryotische Zellen die kompliziertesten Zellen darstellen, die wir kennen. Aber die einfachsten Lebensformen, die wir kennen, die prokaryotischen Zellen (wie die Bakterien, die keinen Kern haben) sind selbst ungemein komplex. Zudem repräsentieren sie genauso Spitzentechnologie wie die eukaryotischen Zellen – wenn die Eukaryoten wie hochmoderne Laptops sind, dann sind die Prokaryoten wie hochmoderne Handys . . . Es gibt keinerlei Belege irgendeiner Art für frühere, primitivere Lebensformen, aus denen sich die Prokaryoten entwickelt haben könnten“ (How to Be an Intellectually Fulfilled Atheist (or Not), 2008, Seite 4).

Diese Autoren listen dann auf, was diese beiden Zellarten im Hinblick auf Komplexität gemeinsam haben:

Informationverarbeitung, -speicherung und -abruf.

Künstliche Sprachen und ihre Entschlüsselungssysteme.

Fehlererkennung und -korrektur sowie Korrekturleseeinrichtungen zur Qualitätskontrolle.

Digitale Dateneinbettungstechnologie.

Transport- und Distributionssysteme.

Automatisierte Paketadressierung (den Postleitzahlen oder UPS-Aufklebern vergleichbar).

Fertigungsprozesse, die Vorfertigung und modulare Konstruktion einsetzen.

Selbstreproduzierende Roboterfabriken

Es hat sich also herausgestellt, dass Zellen wesentlich komplexer und hoch entwickelter sind, als Darwin sich das jemals hätte vorstellen können. Wie hat der reine Zufall so etwas hervorgebracht, wenn selbst menschliches Planen und Technik das nicht zuwege bringen? Tatsächlich ist noch kein einziges Labor der Nachbildung eines einzigen menschlichen Haares auch nur nahegekommen!

3. Darwins Vorstellungen von der Information im Zellinnern

Zur Zeit Darwins wussten die Wissenschaftler nicht, welche Art oder Umfang von Information in die Zelle eingebettet war. Darwin ging davon aus, dass sie sehr elementar wäre – nur einige wenige Anleitungen, die die Zelle wissen lassen würden, wie sie zu funktionieren habe.

Da er an die Einfachheit der Information der Zelle glaubte, kam er zu seiner „Pangenese“ genannten Theorie, wo enorme Variationen einfach regellos aus den Zellen herauskommen – etwas, was sich später als völlig falsch erwiesen hat. Zudem ist jetzt bekannt – 150 Jahre später –, dass die Information innerhalb der Zelle wirklich verblüffend ist.

Zuerst gilt es zu bedenken, welche Art von Information innerhalb des Zellkerns gespeichert ist. Es stellt sich heraus, dass es sich um eine genetische Sprache handelt. Sie ist mit einem vierbuchstabigen digitalen Alphabet und sogar Grammatikregeln ausgestattet und ist jeder Computersprache, die jemals von Menschen entwickelt wurde, hoch überlegen. Bill Gates, der Gründer der größten Softwarefirma der Welt, Microsoft, schrieb: „DNA ist wie ein Computerprogramm, aber weit, weit fortgeschrittener als irgendeine Software, die jemals entwickelt wurde“ (The Road Ahead, 1995, Seite 188).

Innerhalb des Kerns jeder menschlichen Zelle finden sich Tausende von sorgfältig kodierten Anweisungen (Gene genannt), die übersetzt, transportiert und reproduziert werden müssen. Die Wissenschaftler haben erkannt, dass Information nicht aus Materie besteht. Sie kann aber durch Materie übermittelt werden. Es hat sich auch nicht gezeigt, dass Information durch Mutationen weiterentwickelt oder verbessert werden kann.

Jedes menschliche DNA-Molekül enthält etwa drei Milliarden genetische Buchstaben – und die Fehlerrate der Zelle beträgt, nachdem all die molekularen Editierungsmaschinen ihre Aufgabe erfüllt haben, nur einen Kopierfehler (Punktmutation genannt) pro 10 Milliarden Buchstaben!

Wie der Physiker und Chemiker Jonathan Sarfati erläutert: „Die Menge an Information, die in einer stecknadelgroßen Masse an DNA gespeichert werden könnte, entspricht einem Stapel von Taschenbüchern, der 500-mal so hoch ist wie die Entfernung der Erde zum Mond, jedes mit einem unterschiedlichen aber spezifischen Inhalt. Oder anders gesagt: Wir glauben, dass unsere 40 Gigabyte Festplatten fortgeschrittene Technologie darstellen. Doch ein Stecknadelkopf an DNA könnte 100 Millionen Mal mehr Information speichern“ (DNA: Marvelous Messages or Mostly Mess?, März 2003).

Könnten Evolution und natürliche Auslese, ohne irgendeine dahinterstehende Intelligenz, solch präzise und komplizierte DNA-Anweisungen schaffen? Es erfordert weitaus mehr Glauben, davon auszugehen, dass eine blinde, wahllose Evolution solch erstaunliche DNA-Information hervorgebracht hat, als zu glauben, dass ein intelligenter Designer diese verblüffende Masse an exakt kodierter Sprache bewirkt hat!

Diese enorme Quantität und Qualität an Informationen innerhalb der Zelle hat einen hoch angesehenen Philosophen und Atheisten dazu gebracht, seinem Glauben abzuschwören, dass es keine Intelligenz hinter dem Design der Lebewesen gibt, die wir heute sehen.

„Das DNA-Material hat meiner Meinung nach gezeigt“, sagte Sir Antony Flew aus Großbritannien, zuvor einer der führenden Atheisten der Welt, „dass Intelligenz daran beteiligt gewesen sein muss, diese außerordentlich unterschiedlichen Elemente zusammenarbeiten zu lassen. Es handelt sich um die fast unglaubliche Komplexität der Maßnahmen, die erforderlich sind, um [Leben] hervorzubringen.

Es ist die enorme Komplexität der Zahl der Elemente und die enorme Raffinesse, mit der sie zusammenarbeiten. [Die Wahrscheinlichkeit für das] zufällige Zusammentreffen dieser beiden Teile zum richtigen Zeitpunkt ist einfach winzig. Es ist alles eine Frage der enormen Komplexität, durch die diese Ergebnisse erzielt werden, die bei mir den Anschein erweckten, dass es das Werk von Intelligenz war“ (There Is a God, 2007, Seite 75).

Alles, was wir über DNA wissen, weist darauf hin, dass sie die Arten darauf programmiert, innerhalb der Grenzen ihrer eigenen allgemeinen Gattung zu verbleiben. Darwin nahm an, dass die Information innerhalb der Zelle sich als einfach erweisen würde, aber er lag völlig falsch. Stattdessen hat sich erwiesen, dass sie von erstaunlicher Quantität, Qualität und Komplexität ist.

4. Die Erwartung fossiler Zwischenglieder als Beweis

Charles Darwin staunte über den Fossilbericht. Um seine Theorie zu stützen, hätten die Belege eine feine Abstufung zwischen den verschiedenen Tierarten aufweisen sollen, mit Millionen von Zwischengliedern. Er beschrieb das folgendermaßen: „Die Zahl der einstigen Zwischenvarietäten muss sehr groß gewesen sein. Warum wimmelt also nicht jede geologische Formation und jede Schicht von Zwischengliedern?“

Mit den Beweisen konfrontiert, gab er jedoch zu: „Wenn die Arten durch unmerkliche Übergänge aus anderen Arten entstanden sind, warum finden wir dann nicht überall Übergangsformen? . . . Warum finden wir denn nicht eine Menge solcher in den Schichten der Erdrinde eingebettet? Die Geologie zeigt uns keineswegs eine ununterbrochene Kette organischer Wesen, und das ist vielleicht der ernsthafteste Einwand, der gegen meine Theorie erhoben werden kann“ (Die Entstehung der Arten, Reclam, Stuttgart, 1963, Seite 229-230 bzw. Seite 429-430).

Er glaubte, dass die unzähligen Zwischenglieder, die für seine Theorie so wesentlich sind, am Ende gefunden werden würden. Wurden sie aber gefunden? Als Paläontologe und Evolutionist räumt David Raup bereitwillig ein:

„Nun, es ist jetzt ungefähr 120 Jahre nach Darwin und das Wissen über den Fossilbericht hat sich umfassend ausgeweitet. Wir haben mittlerweile eine Viertelmillion Fossilienarten, aber die Situation hat sich nicht wesentlich gebessert. Die Vorgeschichte der Evolution ist immer noch erstaunlich ruckartig, und paradoxerweise haben wir sogar weniger Beispiele für revolutionäre Übergänge, als wir sie zu Darwins Zeit hatten . . . Darwins Problem wurde daher in den letzten 120 Jahren nicht gelindert und wir haben weiterhin eine Vorgeschichte, die Veränderungen aufzeigt, aber eine, die man kaum als die vernünftigste Folge der natürlichen Auslese ansehen kann“ (Field Museum of Natural History Bulletin, 1979, Seite 25).

Wo ist die schrittweise Evolution mutierter Arten von einer Art zur anderen? Das ist, was manche Wissenschaftler das „hoffnungsvolle Monster“ genannt haben, von dem Darwin vorhergesagt hat, dass es am Ende im Fossilbericht gefunden werden würde.

Niles Eldredge, ein weiterer namhafter Paläontologe, gibt widerwillig eine Antwort auf diese Frage: „Kein Wunder, dass Paläontologen die Evolution so lange gemieden haben. Sie scheint nie abzulaufen. Ein beflissenes Sammeln entlang der Außenseite von Klippen fördert im Zickzack verlaufende, geringe Oszillationen zutage und nur gelegentlich geringfügige Anhäufungen von Veränderungen im Verlauf von Millionen von Jahren, in einem zu langsamen Maße, als dass dies all den gewaltigen Wandel erklären könnte, der sich im Laufe der Evolutionsgeschichte ereignet hat.

Wenn wir das Auftreten einer evolutionären Neuheit sehen, dann kommt diese gewöhnlich auf einen Schlag und oft ohne klare Beweise dafür, dass die Organismen sich nicht woanders entwickelt haben! Die Evolution kann nicht ewig nur woanders stattfinden. Aber genau das haben viele verzweifelte Paläontologen bei dem Fossilbericht empfunden, als sie versuchten, etwas über die Evolution zu lernen“ (Reinventing Darwin: The Great Evolutionary Debate, 1995, Seite 95).

„Das ist das Urteil der modernen Paläontologie: Die Belege zeigen keine allmähliche, darwinistische Evolution“, merkt der Journalist George Sim Johnston an. „Otto Schindewolf, der vielleicht führende Paläontologe des 20. Jahrhunderts, schrieb, dass die Fossilien Darwin ,direkt widerlegen‘. Steven Stanley, ein Paläontologe, der an John Hopkins lehrt, schreibt in The New Evolutionary Timetable, dass ,der Fossilbericht keinen einzigen Übergang von einer Art zur anderen überzeugend dokumentiert‘ “ („An Evening With Darwin in New York“, Crisis, April 2006).

Mit anderen Worten: Der Fossilbericht hat Darwin im Stich gelassen. Die „unzähligen“ fehlenden Zwischenglieder mutierender Arten unter den Tier- und Pflanzenklassen fehlen immer noch. Alles, was bisher entdeckt wurde, sind Varietäten funktionsfähiger und hervorragend entworfener Arten, die sich an ihre Umwelt anpassen. Sie werden aber keine positiven, schrittweisen Mutationen aufweisen oder zeigen, dass irgendeine Art von Evolution stattfindet.

5. Die Grenzen der Arten verkannt

Darwin bekam die Idee über natürliche Auslese teilweise durch die Beobachtung künstlicher Auslese. Zum Beispiel ist ihm aufgefallen, dass Taubenzüchter eine große Vielfalt an Tauben heranzüchteten. Wir sollten aber bedenken, dass sie trotzdem alle als Tauben klassifiziert werden!

Er glaubte, dass Tauben sich aus dieser Vielfalt schließlich zu anderen Vogelgattungen wie Adler oder Geier entwickeln könnten und schrittweise sogar zu anderen Lebewesen, wie z. B. zu Fledermäusen, die Säugetiere sind.

Niemand bestreitet in der Biologie ernsthaft das Konzept des „Wandels im Laufe der Zeit“ – die Vererbung sorgt dafür. Wir unterscheiden uns von unseren Eltern und Großeltern. Darum geht es aber bei der Evolution nicht. Sie ist im Grunde der Versuch zu erklären, wie Mikroorganismen, Insekten, Fische, Vögel, Tiger, Bären und sogar Menschen im Laufe der Zeit zu dem wurden, was sie heute sind.

Es ist auch kein Problem, das zu akzeptieren, was Mikroevolution genannt wird – Veränderungen innerhalb einer Art, bei denen Mutationen und natürliche Auslese eine Rolle spielen. Es gibt in der Natur Beispiele für diese geringfügigen Anpassungen innerhalb von Organismen, wie Antibiotika-Resistenz bei Mikroben, Modifikationen bei den Augen und Flügeln der Fruchtfliege und die unterschiedlichen Schnabelgrößen bei Finken. Diese Mikroben sind aber immer noch Mikroben, die Fruchtfliegen immer noch Fruchtfliegen und die Finken immer noch Finken!

Bei der darwinistischen Evolution geht es jedoch um Makroevolution bzw. um Veränderungen über die Arten hinaus, um zu einer anderen unterschiedlichen Art zu kommen. Sie besteht aus drei Vermutungen: 1.) alle Lebewesen stammen von einem gemeinsamen Urahnen ab, 2.) die grundlegenden Mechanismen für den Wandel sind natürliche Auslese und Mutation und 3.) diese sind ungelenkte, natürliche Prozesse ohne eine Intelligenz im Hintergrund. Aber haben wir bei den heutigen Lebensformen oder im Fossilbericht jemals gesehen, dass sich Lebewesen langsam verändern und von einer Art in eine andere mutieren? Nie.

Wie der Biochemiker Michael Denton schreibt: „Tatsache ist, dass die Belege vor einhundert Jahren so unbeständig waren, dass selbst Darwin zunehmend Zweifel an der Gültigkeit seiner Sicht bekam. Der einzige Aspekt seiner Theorie, der im Laufe des letzten Jahrhunderts irgendeine Unterstützung erfahren hat, ist das, was sich auf mikroevolutionäre Phänomene bezieht. Seine allgemeine Theorie, dass sich alles Leben auf Erden durch eine schrittweise Anhäufung zufälliger Mutationen entwickelt habe, ist immer noch, wie zu Darwins Zeit, eine höchst spekulative Hypothese. Sie ist völlig ohne direkte Unterstützung durch Fakten und weit von dem selbstverständlichen Axiom entfernt, das uns die aggressiveren Verfechter Glauben machen wollen“ (Evolution: A Theory in Crisis, 1985, Seite 77).

Der verstorbene Zoologe Pierre Grasse meinte, dass Anpassungen „innerhalb der Arten“ in Wirklichkeit nichts mit der Evolution zu tun haben. Es handelt sich dabei lediglich um Fluktuationen, um einen stabilen Genotyp bzw. um einen Fall von geringfügigen ökologischen Anpassungen. Er verglich diese Veränderungen mit einem Schmetterling, der innerhalb der Grenzen eines Gewächshauses herumfliegt und nur eine bestimmte Strecke fliegen kann, bis er dann zur Seite ausweichen oder zurückfliegen muss.

Darwin hoffte auf zukünftige Entdeckungen, die einen schrittweisen Übergang zwischen den Arten aufzeigen würden. Sein Mangel an Verständnis für die Erbgesetze und die festen genetischen Barrieren, die zwischen den Arten entdeckt wurden, haben seine Thesen unterminiert.

6. Die „Kambrische Explosion“ ignoriert

Darwin war sich der sogenannten „Kambrischen Explosion“ bewusst – Fossilien einer verblüffenden Vielfalt komplexer Lebensformen tauchen plötzlich, ohne Vorläufer, in der gleichen niedrigen Stufe des Fossilberichts auf. Das passte offensichtlich nicht zu seinem evolutionären Modell des Lebens, wonach alles sich vom Einfachen zum Komplexen entwickelt. Statt einiger weniger verwandter Organismen, die früh im Fossilbericht auftauchen, wie er hoffte, gab es eine Explosion von Lebewesen.

Dabei scheinen die unterschiedlichen hauptsächlichen Körpertypen (Phyla genannt) von Lebewesen um die gleiche Zeit aufgekommen zu sein. In der Tat sind es 32 der 33 Phyla, die heute existieren. Wenn man diese Entwicklung mit dem Fortschritt bei den menschlichen Erfindungen vergleicht, dann wäre das so, als ob ein Toaster, eine Waschmaschine, ein Kühlschrank, eine Klimaanlage und ein Auto alle plötzlich in Erscheinung getreten wären, ohne dass zuvor irgendwelche mechanischen Geräte existiert hätten.

Im Hinblick auf die Kambrische Explosion schrieb das US-Nachrichtenmagazin Time: „Plötzlich sind wie Geistererscheinungen Lebewesen mit Zähnen und Tentakeln und Klauen und Kiefern aufgetaucht. In einem Ausbruch an Kreativität wie niemals zuvor und niemals seither scheint die Natur die Baupläne für praktisch das gesamte Tierreich entworfen zu haben. Diese Explosion an Vielfalt wird von den Wissenschaftlern als der biologische Urknall bezeichnet“ („When Life Exploded“, 4. Dezember 1995).

Dieser „Urknall“ an völlig unterschiedlichen Lebewesen im Fossilbericht stellte ein enormes Problem dar, von dem Darwin zugeben musste, dass es seine Theorie unterminierte.

Er schrieb: „Auf die Frage, warum wir in der vorkambrischen Zeit keine reichen fossilführenden Ablagerungen finden, vermag ich keine befriedigende Antwort zu geben . . . Trotzdem ist die Schwierigkeit einer überzeugenden Erklärung des Fehlens großer Lager von fossilreichen Schichten unterhalb des kambrischen Systems sehr groß . . . Die Frage muss also vorerst unbeantwortet bleiben; sie wird mit Recht als wesentlicher Einwand gegen die hier entwickelten Ansichten vorgebracht werden“ (Die Entstehung der Arten, Seite 463-464).

Dieses Dilemma existiert noch heute, wie der Biologe Stephen Meyer ausführt: „Die Fossilien der Kambrischen Explosion können durch die darwinistische Theorie oder sogar durch das als ,punktuelles Gleichgewicht‘ bezeichnete Konzept, das speziell in dem Versuch erdacht wurde, den peinlichen Fossilbericht wegzuerklären, absolut nicht erklärt werden“, schrieb Meyer. „Wenn man die Frage aus der Perspektive der biologischen Information angeht, dann ist die beste Erklärung, dass eine Intelligenz für dieses ansonsten unerklärliche Phänomen verantwortlich war. Wenn man auf die Kambrische Explosion mit ihrem plötzlichen Auftreten radikal neuer Körperbaupläne stößt, dann wird deutlich, dass eine Menge neuer biologischer Information vonnöten ist.

Einiges davon würde in der DNA kodiert werden. Wie das allerdings vor sich geht, ist immer noch ein unüberwindbares Problem für die Darwinisten. Aber darüber hinaus, woher kommt die neue Information, die nicht auf die DNA zurückgeführt werden kann? Wie entwickelt sich die hierarchische Anordnung von Zellen, Geweben, Organen und Körperbauplänen? Die Darwinisten haben keine Antwort darauf. Sie befassen sich nicht einmal damit“ (zitiert in Lee Strobel, The Case for a Creator, 2004, Seite 238-239).

Somit gibt es auch nach 150 Jahren des Suchens nach Erklärungen für den kambrischen Fossilbericht immer noch keinen evolutionären Mechanismus, der das plötzliche Auftauchen so vieler völlig unterschiedlicher Lebensformen erklären könnte.

7. Darwins Theorie der Homologie

Bei seinen Studien bemerkte Darwin, dass unterschiedliche Arten von Lebewesen einige Merkmale gemeinsam haben, wie die fünf Finger der menschlichen Hand und die fünf „Finger“ im Flügel der Fledermaus oder in der Flosse des Delphins. Er postulierte, dass diese Ähnlichkeiten bei unterschiedlichen Gattungen, die er „Homologie“ nannte, Belege für eine gemeinsame Herkunft seien.

Aber dieses Argument basiert auf einer Analogie, die ziemlich schwach ist. Der Fossilbericht zeigt ja keine schrittweise Evolution dieser Gliedmaßen von einer Gattung zur anderen auf. Es gibt aber einen anderen und einfacheren Weg, diese gemeinsamen Merkmale zu erklären. Statt auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückzugehen, könnten diese ähnlichen Merkmale einfach die Folge eines gemeinsamen Designs sein.

Wir sehen dieses gemeinsame Design darin, wie der Mensch Dinge baut. Wir bauen ein Auto, einen Wagen und einen Staubsauger mit vier Rädern, was aber nicht bedeutet, dass sie einen gemeinsamen Vorfahren haben – lediglich ein gemeinsames Design. Vier Räder vermitteln nun einmal mehr Stabilität und Halt als drei Räder und können das Gewicht oberhalb besser verteilen. Wir können so schließen, dass ein kluger Designer diese Art von Modell der vier Füße verwendet hat, um vielen der geschaffenen Lebewesen Stabilität und Halt zu vermitteln, statt drei Beine zu verwenden.

In ähnlicher Weise weist der Einsatz von fünf Elementen in Händen, Flügeln und Flossen auf gute Designmerkmale hin, die wiederholt eingesetzt wurden, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Das Gleiche kann darüber gesagt werden, warum Lebewesen vom Frosch bis zum Menschen zwei Augen, zwei Ohren und vier Gliedmaßen haben. Das sind Belege für gutes Design und gute Funktion.

Was macht wirklich mehr Sinn: Dass ein Designer diese gleichen Muster eingesetzt hat, weil sie so gut funktioniert haben, oder dass der blinde Zufall in natürlicher Auslese und Mutationen nach soundso vielen Versuch-und-Irrtum-Durchgängen ganz zufällig mit dem optimalen Design aufgewartet hat? Wenn Letzteres zutreffen würde, wo sind dann die Belege für die vielen Versagermodelle, die auf dem Müllhaufen des Fossilberichts hätten landen müssen, so wie es Darwin vorhergesagt hatte? Es wurden keine derartigen Beweise gefunden.

8. Affen als unsere Vorfahren

In seinem zweitbekanntesten Buch Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl stellt Darwin die These auf, dass Menschen von einer Art Affe, der eng mit dem Schimpansen verwandt ist, abstammen. Doch die allgemein geglaubte Idee, dass wir 99 Prozent unserer DNA mit den Schimpansen gemeinsam haben, ist mit der Entschlüsselung des Schimpansengenoms widerlegt worden.

Die Ähnlichkeit liegt jetzt nach den neueren Studien bei etwa 93 Prozent – Ergebnisse, die seltsamerweise nicht viele Schlagzeilen gemacht haben. Der Wissenschaftslektor Stephan Anitei schreibt: „Nun, die neue Studie kommt zu dem Schluss, dass die gesamte DNA-Variation zwischen Schimpansen und Menschen eher 6-7 Prozent ist. Es bestehen offensichtlich Ähnlichkeiten zwischen Schimpansen und Menschen, aber auch große Unterschiede in der Körperstruktur, dem Gehirn, dem Verstand, dem Verhalten usw.“ („How Much DNA Do We Share With Chimps?“ Softpedia, 20. November, 2006, Seite 1).

Beruht die Ähnlichkeit zwischen den Schimpansen und den Menschen auf einem gemeinsamen Vorfahren oder auf einem gemeinsamen Designer? Wenn es sich um einen gemeinsamen Vorfahren handelt, warum unterscheiden sich die Menschen so drastisch von diesem Vorfahren, während die Schimpansen so ziemlich gleich geblieben sind? Tatsache ist, dass wir zurzeit weder in den Schimpansen noch in den Menschen irgendeine Evolution beobachten können.

Die Gesetze der Genetik sind so unüberwindlich wie immer, wenn es darum geht, dass ein Schimpanse irgendetwas anderes wird als ein Schimpanse oder dass der Mensch etwas anderes wird als ein Mensch. Auch nach 150 Jahren des Suchens wurden keinerlei Belege für feine Abstufungen von Arten zwischen Affe und Mensch gefunden.

9. Seine Theorie vom Lebensbaum

Die einzige Zeichnung, die Darwin in seinem Buch Die Entstehung der Arten hatte, war die von dem angeblichen „Lebensbaum“. Sie zeigte eine erfundene Transformation eines gemeinsamen Ahnen (auf der Wurzelebene) in die Gattungen, die wir heute haben (auf der Ebene der Zweige). Die Zeichnung basiert in Wirklichkeit aber auf geringfügigen Veränderungen, die nach vielen Generationen innerhalb der Arten erfolgt sind, und fügt dann einige Annahmen hinzu.

Auch hier ist Darwin wieder weit über die Beweise hinausgegangen. Er nahm begrenzte Belege über Anpassungen und weitete das zu der Idee aus, dass eine Art oder eine Gattung (eine Gruppe von kreuzenden Arten) sich in eine völlig neue verwandeln könnte. Doch alles ist allein auf Spekulationen gegründet. Er schrieb sehr clever: „Ich sehe keinen Grund dafür, den Abänderungsprozess, wie er bisher erklärt wurde, auf die Entstehung von Gattungen zu beschränken“ (Seite 173). Er musste das so sagen, da keine weiteren direkten Belege auftauchten!

Wie Jonathan Wells anmerkt: „Das grundlegendste Problem der Evolution, die Entstehung der Arten, bleibt ungelöst. Trotz Jahrhunderten von künstlicher Zucht und Jahrzehnten von Laborexperimenten hat niemand jemals eine Artenbildung (die Evolution einer Art in eine andere) durch Variation und Auslese gesehen. Was Darwin als wahr für alle Arten behauptete, wurde nicht einmal für eine Art aufgezeigt“ (The Politically Incorrect Guide to Darwinism and Intelligent Design, 2006, Seite 64).

So gibt es also statt des „Lebensbaums“, der mit einem oder einigen wenigen Ahnen seinen Anfang nimmt und sich dann verzweigt, in Wirklichkeit einen umgekehrten und ziemlich anderen „Lebensbaum“, bei dem die Lebenszweige am Anfang sehr verschiedenartig und zahlreich waren. Durch Aussterben und plötzliches Auftreten haben wir heute weniger Lebensformen als in der Vergangenheit.

„Von all den Symbolbildern der Evolution“, fügt Dr. Wells hinzu, „ist der Lebensbaum das am weitesten verbreitete, weil die Abstammung von einem gemeinsamen Vorfahren die Grundlage von Darwins Theorie ist . . . Aber Darwin wusste – und Wissenschaftler haben das vor Kurzem bestätigt –, dass der Fossilbericht der Frühzeit den evolutionären Baum auf den Kopf stellt. Vor zehn Jahren wurde gehofft, dass molekulare Beweise den Baum retten könnten, aber jüngste Entdeckungen haben diese Hoffnung zunichte gemacht. Auch wenn Sie das nicht durch das Lesen von Biologielehrbüchern lernen können, Darwins Lebensbaum ist entwurzelt worden“ (ebenda, Seite 51).

10. Die Ablehnung der Schöpfung

Charles Darwins Großvater Erasmus Darwin und sein Vater Robert waren Atheisten. Beide hatten einen großen Einfluss auf ihn. Der Tod seiner geliebten Tochter Annie im Alter von zehn Jahren ließ seinen Glauben an Gott in großem Maße schwinden.

Etwa elf Jahre nachdem er Die Entstehung der Arten geschrieben hatte, gab er die beiden Hauptgründe für das Verfassen des Buches offen zu: „Man möge mir gestatten, als eine Art Ausrede zu sagen, dass ich zwei klare Ziele hatte, als ich es schrieb. Erstens, um aufzuzeigen, dass Arten nicht gesondert erschaffen worden sind, und zweitens, dass natürliche Auslese der Hauptvertreter des Wandels ist . . .

Einige, die das Prinzip der Evolution anerkennen, natürliche Auslese aber ablehnen, scheinen zu vergessen, wenn sie mein Buch kritisieren, dass ich die beiden obigen Ziele im Sinn hatte. Wenn ich mich also geirrt habe, indem ich natürlicher Auslese große Macht zugestand, wovon zuzugeben ich weit entfernt bin, oder darin, dass ich ihre Macht übertrieben hätte, was an sich möglich ist, habe ich zumindest, so hoffe ich, einen guten Dienst geleistet, indem ich dazu beitrug, das Dogma der gesonderten Schöpfungen umzustoßen“ (Die Abstammung des Menschen, 1871).

Der erste Grund für das Schreiben seines Buches war religiöser Natur. Es war sein Ziel, „das Dogma der gesonderten Schöpfungen umzustoßen“. Er war also nicht offen für eine religiöse Erklärung, die den Schöpfergott der Bibel mit einbezogen hätte. Er förderte die Vorstellung, dass die materielle Welt, hauptsächlich mittels natürlicher Auslese und Variation, für alles Leben verantwortlich sein könnte. Diese Sichtweise ist als wissenschaftlicher Materialismus bekannt.

„Die Veröffentlichung von Darwins frühen Notizbüchern“, schreibt der Wissenschaftsphilosoph Stanley Jaki, „zwingt einem den Schluss auf, dass Darwin in seiner Autobiografie bewusst gelogen hat, als er behauptete, dass er langsam und unbewusst in den Agnostizismus hineinschlitterte. Er versuchte seine eigene Familie und die viktorianische Öffentlichkeit vor dem Schock zu bewahren, dass seine Notizbücher einen kämpferischen Materialismus laut ertönen ließen. Das Hauptziel der Notizbücher ist der Verstand des Menschen, mit Darwins Worten die ,Zitadelle‘, die durch seine evolutionäre Theorie erobert werden musste, wenn ihr Materialismus siegreich sein sollte“ (The Savior of Science, 1988, Seite 126).

Zudem scheint Darwin die Kreationisten seiner Zeit nie beachtet zu haben, die glaubten, dass die Erde viel älter als 6000 bis 10 000 Jahre war und dass jede Art mit umfangreichen Fähigkeiten zur Anpassung geschaffen wurde. Stattdessen kategorisierte er Kreationisten als diejenigen, die an eine jüngst erfolgte Schöpfung und an „festgelegte“ Arten glaubten, die auf eine spezifische geografische Region beschränkt sind. In seinen Augen war Evolution „wissenschaftlich“ und sollte unvoreingenommen betrachtet werden. So wurde die Rolle eines intelligenten Designers heruntergespielt bzw. ganz eliminiert.

Doch die Daten, die in den nachfolgenden 150 Jahren erhoben wurden, weisen auf einen höchst intelligenten Designer hin. Wie es der Juraprofessor Phillip Johnson von der University of California so elegant ausdrückte: „Die darwinistische Evolution erinnert mich an ein großes Schlachtschiff auf dem Ozean der Realität. Seine Seiten sind schwer mit philosophischen Barrieren gegenüber jeglicher Kritik gepanzert und seine Decks sind voller großer rhetorischer Kanonen, um jeden möglichen Angreifer einzuschüchtern.

Doch das Schiff hat ein metaphysisches Leck abbekommen, und die umsichtigeren der Schiffsoffiziere bekommen allmählich das Gefühl, dass all die Feuerkraft des Schiffes es nicht retten kann, wenn das Leck nicht gestopft wird. Natürlich wird es heldenhafte Versuche geben, das Schiff zu retten. Das Schauspiel wird faszinierend sein und die Schlacht wird eine lange Zeit andauern. Aber am Ende wird die Realität siegen“ (Darwin on Trial, 1993, Seite 169-170).

Professor Johnson kommt zu dem Schluss: „Die Geschichte des 20. Jahrhunderts hat drei Denker mit überragendem Einfluss: Darwin, Marx und Freud. Marx und Freud sind jedoch bereits gefallen. Ich bin davon überzeugt, dass Darwin als Nächstes an der Reihe ist. Sein Niedergang könnte von den dreien der größte werden“ (Defeating Darwinism by Opening Minds, 1997, Seite 113).

Wir warten begierig auf den Tag, an dem Menschen diese verderbliche Lüge (wie in Römer, Kapitel 1 beschrieben) verwerfen werden und schließlich ihren liebevollen Schöpfer anerkennen und anbeten werden!

Wie sieht es mit der Evolution von Pflanzen aus?

Überrascht es Sie zu erfahren, dass Charles Darwins Die Entstehung der Arten sich kaum mit der Evolution der Pflanzen befasst? Dabei machen Pflanzen die Hälfte allen Lebens auf Erden aus. Doch die angeblich wichtigsten Mechanismen der Evolution zur Entwicklung neuer Arten – natürliche Auslese und Mutation – können weder eine Erklärung für das plötzliche Auftreten von Pflanzen im Fossilbericht bieten noch dafür, dass die meisten Pflanzen im Grunde heute noch genauso sind, wie sie es in der Vergangenheit waren.

Darwin kannte dieses Problem natürlich und hat es deshalb kaum in seinem Buch angesprochen. Jahre später gestand er einem guten Freund, dem Botaniker Joseph Hooker, dass das plötzliche Auftreten von Blütenpflanzen im Fossilbericht ein „widerwärtiges Rätsel“ sei.

Heute existieren etwa 375 000 Pflanzenarten auf der Erde. Die meisten haben sich nicht wesentlich in der Form verändert, wie sie zuerst im Fossilbericht erschienen sind. Der Genetiker und Biologe Jerry Bergman merkt an: „Für die Neodarwinisten stellt das völlige Fehlen von Belegen für eine Evolution der Pflanzen im Fossilbericht ein großes Problem dar. Insgesamt sind die Fossilienbelege über prähistorische Pflanzen eigentlich sehr gut, es wurden aber keine überzeugenden Übergangsformen im ergiebigen Fossilbericht der Pflanzen entdeckt“ („The Evolution of Plants: A Major Problem for Darwinists“, Technical Journal, 2002, Hervorhebungen durch uns).

Zudem trifft das Prinzip „Überleben der Lebenstüchtigsten“ nicht in gleicher Weise auf Pflanzen zu. Die meisten Pflanzen enthalten Chlorophyll. Im Gegensatz zu Tieren müssen sie nicht töten oder miteinander konkurrieren, um zu überleben, da sie ihre eigene Nahrung durch den Prozess der Photosynthese erzeugen können.

Die Idee, dass Pflanzen mit anderen Pflanzen konkurrieren müssten, um zu überleben, ist daher kein allgemein zutreffendes Prinzip. Sogar die Pflanzen, die lebende Dinge essen, wie die Venusfliegenfalle, essen keine anderen Pflanzen, sondern kleine Insekten. Was erstaunlich ist: Es ist mittlerweile bekannt, dass viele Pflanzen interne Sensoren haben, die ihnen sagen, wie weit sie wachsen können, ohne in den Raum anderer Pflanzen einzudringen. Ein verblüffendes Beispiel dafür ist das wunderschöne Baumkronendach, das von Bäumen gebildet wird, deren Zweige zu wachsen aufhören, sobald sie mit den Zweigen benachbarter Bäume in Berührung kommen.

Vor Jahren hat der angesehene Botaniker E. J. H. Corner dieses erstaunliche Eingeständnis über die Entstehung und die Entwicklung von Pflanzen gemacht, das bis heute zutrifft: „Es können viele Belege, die für die Evolutionstheorie sprechen, angeführt werden – aus der Biologie, der Biogeografie und der Paläontologie, aber ich glaube immer noch, dass für die Unvoreingenommenen der Fossilbericht der Pflanzen für eine spezielle Schöpfung [Gott als Schöpfer] spricht.

Falls jedoch eine andere Erklärung für diese Hierarchie von Klassifikation gefunden werden sollte, wäre das die [Toten]-Glocke für die Evolutionstheorie. Können Sie sich vorstellen, dass eine Orchidee, eine Wasserlinse und eine Palme alle die gleiche Abstammung hätten? Haben wir irgendeinen Beweis für diese Annahme? Der Evolutionist muss dafür mit einer Antwort aufwarten, aber ich glaube, dass die meisten einer strengen Überprüfung nicht standhalten könnten“ (Contemporary Botanical Thought, 1961, Seite 97).

– GN März-April 2010 PDF-Datei dieser Ausgabe

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